Kaffee und Haferbrei

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Haferbrei

Überraschung, Überraschung! Nachdem wir gestern den Säntis in seiner ganzen Pracht bewundern konnten und mir mehrfach versichert wurde, dass dieses Wochenende nochmals die Sonne scheinen würde, bin ich doch total überrascht, nach dem Morgengrauen zu sehen, dass es regnet. Umso freundlicher erscheint mir mein Morgenessen: Haferbrei mit ein bisschen Quittenmus untergerührt und einen Kaffee im lustigen Tüpfligeschirr.

In einer Situation, wie wir sie jetzt an unserer Schule erleben, gibt es viel zu reden. Ich hoffe natürlich, dass ich jeweils die richtigen Worte finde. Worte des Trostes und der Zuversicht. Worte, die zeigen, dass das Leben weitergeht und trotzdem nicht schönreden. Das Leben hält Schläge für uns bereit, aber auch Glück: viele Glücksmomente und auch glückliche Zeiten, die wir vielleicht erst hinterher als solche wahrnehmen.

Sommerferien mit der Familie in der Bettmeralp, ca. 1977. Es stimmte einfach alles.

Das Blauringlager im Herbst 1978 in Sedrun. Zwei Wochen intensivester Gemeinschaft.

Die Wochen vor den Abschlussprüfungen im Seminar. 20 Jahre jung und voller Enthusiasmus, bald einen neuen Lebensabschnitt beginnen zu können.

Der Sommer 1985. Er war leicht, wunderschön und endlos.

November/Dezember 1986. Wir hatten vier Wochen lang eine Mitbewohnerin in der WG, mit der ich gebastelt und gebacken und  Gespräche führen konnte. Kein Tag war grau und kalt.

Der Sommer 1995 in Frankreich. Drei Wochen unbekümmertes Leben mit meinen Kindern und Hochgefühl.

Frühling 2003: Nie war ein Frühing intensiver.

Sommer/Herbst 2009: Nur ich in Kanada. Manchmal bin ich fast geplatzt vor Glück.

Heute morgen fühlte ich mich über Kaffee und Haferbreit geradezu gedrängt, darüber nachzudenken, welches denn die glücklichsten Phasen in meinem Leben gewesen sind. Hat das mit dem Herbst zu tun? Damit, dass mein letzter Gedanke am Abend und mein erster am Morgen unsere Schülerin ist, die am letzten Dienstag einen tötlichen Autounfall hatte? Damit, dass ich mich jetzt gerade vermehrt an alle mir nahe stehenden Menschen erinnere, die im Lauf meines Lebens schon aus dieser Welt gegangen sind? Das Leben ist zerbrechlich. Versuchen wir, die hellen und glücklichen Momente umso mehr zu geniessen.

Damit geselle ich mich zu Ninas Samstagskaffee.

Surprise, surprise: It is raining although I do not feel like it. Yesterday was a beautiful day with a stunning view. It fellt like fall would never be over. However, it feels great to be in a warm and cosy house having breakfast, porridge and coffee in dotted dishes. I feel very blessed right now. 

The situation at school is very tense. There is a lot to talk about. I hope to find the right words to show that life is going on, that good times are waiting for the ones who are very sad. However, I do not intend to sugarcoat their feelings. It is a shock for us and especially the teenagers to be confronted with death. At this age, life is endless, there are no limits. Life has some hard strokes of fate in stock for probabely all of us. But there are also moments of happiness, even phases of happiness.

I remember being happy during summer 1977, my family and I were in Bettmeralp for a summer break. Everything was perfect. 

1978 I spent two weeks full of friendschip in a youth camp in Sedrun.

The summer before graduation: We were young and anxious to leave the nest.

Summer 1885: Life felt light and wonderful. The feeling of a summer that would never end.  

November/Dezember 1985: A woman who has become a friend stayed at our shared flat . There was no grey and cold day as we were baking and crafting, drinking tee and chatting. Each morning I was looking forward do the evening. Each morning I was looking forward to the morning. 

Summer 1995. Three weeks of easy and relaxed life with my children. 

Spring 2003: No spring before and later has fellt that intense. 

Summer and fall 2009: Just me in Canada. I remember being in the bus and feeling like I would explode of happiness. 

Why is it that I feel compelled to think about the happiest phases in my life this morning? Is it fall? Is it the death of the girl that died in an accident on her way to school last Tuesday morning? The fact that I’m thinking about all the people, relatives, friends and neighbours who have died in the 52 years of my life? Life is fragile. Let’s enjoy its bright sides and happy moments all the more. 

 

 

 

 

 

 

 

Schulterklopfen – A Pat on the Back

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DeckeHäkel

Wenn dann noch die zur Hälfte fertige Häkeldecke geschafft ist, darf ich endlich wieder etwas Neues anschlagen. Im Moment habe ich noch keine Ahnung was. Oder doch einen so schönen dicken Schal, wie ihn Sabine gehäkelt hat?

When the semi-complete blanket is finished, I’m going to start something new. I have no idea right now. Maybe a beautiful, thick shawl Sabine showed a while ago?

Aber vorerst geniesse ich einfach dieses Gefühl von wunderbar. Ich bin mehr als zufrieden. Ja, ich klopfe mir selber auf die Schultern. Soviele angefangene Arbeiten sind fertig geworden. Die Jacke hat einen neuen Reissverschluss. Ein neuer Träger freut sich über Zimtstern. :-)

But for now I’m enjoying the lovely feeling of wonderful. I’m more than pleased. In fact, I’m giving myself a pat on my back. I sewed a zipper into a Zimstern jacket, that now has a new and happy owner. 

An einem ärmellosen Longpulli Marke Babajeza, der zwei Jahre lang fast fertig an der Zimmertür hing, habe ich endlich den letzten Faden verstätet und einen Knopf angenäht. Ich habe das Teil getragen und sogar Komplimente dafür bekommen, obwohl ich dachte, es sei nur zu Hause tragbar. :-)

Finally, there is a button on my long sweater that has hung on the door for the same period of time and has not complained once. I had thought I could wear it only at home but then I was brave and got compliments. :-)

Wie der fertige Vorhang mit den Häkeldeckchen aussieht, habe ich ja schon gezeigt.

I showed of the curtain with inserted doilies last week. 

SockenKoblenz

Ein paar Socken aus Lana Grossa meilenweit, ich nenne sie “Koblenz”, sind auch fertig und schon im Gebrauch. Blaue Socken sind in meinem Kleiderschrank nicht länger in der Überzahl. :-)

These socks are called “Koblenz” as I knitted most of them while driving there. They are comfy and a nice addition to my sock collection, which is no longer mostly blue. :-)

GrannyJacke

Dann habe ich das Granny-Dings auch fertig gehäkelt. Es ist definitiv nur für zu Hause geeignet. Hahaha! Oder seid ihr an einer 70er-Jahre-Party eingeladen? :-)

This jacket turned out very seventies style. It’s most definitely for wearing in the secure harbor of home only. Hahaha! 

PulliRot3

 

Der rote Kinderpulli ist fertig und verkaufsbereit.

This red sweater is finished and waiting for customers in the store. There are also a green and a blue one. 

Patchwork

 

Die letzten Vorstiche sind an der quadratischen Patchworkdecke genäht, die ich Weihnachten 2012 angefangen und fast fertig genäht habe. :-)

This simple and quite quick patchwork blanket is completed. I started it Christmas 2012 and was almost done back then. However, it took a while . 

Und zu guter Letzt: Die Handwerker waren da, haben die Rauchkammer abgebrochen, das Loch zugemauert. Und ich habe das Haus geputzt. Das Schulterklopfen ist verdient, oder?

Last but not least: The masons were here and did some work in the attic. And I have cleaned the house afterwards. I really deserve a pat on my back, don’t I? :-)

 

Nie genug davon – I can’t get enough

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MandalaBirnbaum2

I can never get enough of the leaves in fall. Their colours are so beautiful. So when I payed a visit to my pear tree last Thursday I managed to lay a mandala although there was heavy wind. I had to be very quick.

Die meisten Birnbaumblätter, die am Boden liegen, sind braun. Etwa jedes zehnte leuchtet dafür umso röter.

Mehr Mandalas gibts übrigens jeden Montag bei Jahreszeitenbriefe und Sonnentagebuch.

Vielleicht fühlt ihr euch ja inspiriert.

 ♥ ♥ ♥

Kaffee mit den alten Tanten

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Nora

Mein erstes Getränk an diesem Morgen ist ein Glas Wasser.

Nicht schon heute früh, sondern erst heute Nachmittag trinken wir Kaffee mit den alten Tanten: Gret, Trudi und Agnes. Ich bin ja mal gespannt auf dieses Familientreffen. Ziemlich sicher gibts da keine tödlichen Geheimnisse.

Danebst hoffe ich, dass ich heute doch noch Zeit finde, mein aktuelles (spannendes) Buch fertig zu lesen. So wie das Wetter aussieht, mache ich das draussen auf der Schaukel.

Mensch, der Herbst ist schön!

Dieser Samstagskaffee ist übrigens mein zweiundvierzigster.

Waldspaziergang – A Walk

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Spaziergang3

I go for a walk rather than I craft anything. The air is clear, the wind warm, the colours bright. What more could I wish for? I love fall.  I’m followning the signs (Wanderweg) on trees. Do you want to come with me? We might find something to eat. ;-)

Jeden Tag spaziere ich eine Runde. Die Luft ist klar, der Wind noch warm, die Farben kräftig. Ich liebe den Herbst, besonders wenn es trocken ist. Ein bisschen Regen ab und zu schadet überhaupt nicht. Ich gehe den Wanderwegen nach. Kommt ihr mit? Vielleicht finden wir was zu essen. ;-)

First Stop to take a photograph right outside the house. I’m not sure that this plan will survive winter. 

Da ist schon der erste Stopp um ein Föteli zu schiessen. Ich denke nicht, dass diese Pflanze den Winter übersteht. Soll ich sie umpflanzen?

Königskerze

 

I’m strolling through the woods. 

Ich strolche durch den Wald ziemlich genau der Kantonsgrenze nach.

Spaziergang4

Spaziergang2

The forest is still green although many leaves have fallen down. Ash trees are almost bald. 

Der Wald sieht eigentlich noch recht grün aus, obwohl schon viele Blätter gefallen sind. Die Eschen sind schon fast kahl.

Schopftintlinge

We had some of these mushrooms for dinner a couple of days ago. They are edible when still young and completely white like the little on in the back. 

Schopftintlinge gabs vor zwei Tagen zum Nachessen. Hm, sie waren super lecker mit Zwiebeln und Rahmsauce. Allerdings sind sie giftig, sobald sie sich am Rand verfärben. Der kleine hinten ist noch essbar.

Bucheckern

 

Squirels love these beechnuts. They are edible. 

Bucheckern können nicht nur Eichhörnchen essen.

Spaziergang1

Let’s sit on the blue bench at the water reservoir for a while. It’s all about the view, isn’t it? But now we have to head back as the wind is getting stronger and dark clouds are coming from the west. I can smell rain already.

Noch ein kleines Päuseli auf der Bank beim Wasserreservoir, um die Aussicht zu geniessen. Aber ich sehe dunkle Wolken von Westen heranziehen. Der Wind wird stärker. ich rieche den Regen. Es ist Zeit, nach Hause zu gehen.

 

Baumkalender: Oktober – Calendar Tree in October

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BirnbaumOktober2

Der Birnbaum hat schon viele Blätter verloren. – The pear tree has lost many leaves already. 

Dort hinten wohnen wir. – Can you spot our house?

BirnbaumOktober1

 

Die Krone ist schon ziemlich licht. Ist die tieforte Färbung nicht wunderschön?

I love the red of the leaves in the crown. There are also some red leaves on the ground. 

BirnbaumOktober3

Eines Mandalas würdig. Aber das zeige ich euch erst am nächsten Montag.

I managed to lay a mandala although the wind was quite strong. I’ll show you on Monday!