Magic Socken – Magic Socks

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Socken stricke ich seit ich das vor etwa 38 Jahren in der Schule bei Fräulein Feuz gelernt habe. Mein erstes Paar Socken war dunkelblau, mit Fröhlichwolle „Sedrun“ gestrickt. Dummerweise ist die erste Socke ein bisschen grösser herausgekommen als die zweite, obwohl wir Stück um Stück an beiden Teilen gestrickt haben. Darüber bin ich nie hinweg gekommen, so dass ich die Sportsocken nicht mit uneingeschränkter Freude tragen konnten. Damals war es auch noch so, dass wir Mädchen unsere Werke aus dem Handarbeitsunterricht erst am Ende des Schuljahres nach Hause nehmen durften, als den meisten bereits alles zu klein war, was wir in „unserer Grösse“ gefertigt hatten.

Mein erstes Paar selbständig gestrickter Socken, rot-blau geringelt, fertigte ich mit 14 Jahren im Sommer, als unsere Grossmutter zu Besuch war. Ich erinnere mich auch deshalb noch so gut an dieses Paar, ein Lieblingspaar für Jahre, weil meine Schwester und ich am Freitagabend den Film „Es geschah am helllichten Tag“, die Verfilmung von Dürrenmatts „Das Versprechen“, am Fernsehen schauen durften, ein so grusliger Film, dass wir erst einschliefen, als es draussen schon wieder hell wurde.

Seit damals also habe ich eingentlich immer ein Paar Socken auf der Nadel, weil es eine so gäbige Handarbeit ist, die auch in der Handtasche oder im Reiserucksack Platz findet. Ich strickte Socken für mich, für meine Brüder, für meinen Vater, für meine Söhne und Nichten, für Nachbars Kinder. Letzte Woche war ich bei einer Freundin zu Besuch, deren kleine Tochter Wollsocken trug. Ich fragte sie, wer ihr denn die schönen Socken gestrickt habe. „Du warst das“, kam die Antwort meiner Freundin. Da erinnerte ich mich tatsächlich an die Wolle. Ich hatte die Socken für die grössere Schwester der Kleinen gestrickt, weil sie eben auch gerne mal ein Paar selbst gestrickte Socken haben wollte.

Dieses Paar, vermutlich das etwa 350. Paar in meinem Sockenstrickerinnenleben, wenn ich von bescheidenen 10 Paar Socken pro Jahr ausgehe. Diesmal habe ich sogar eine Neuerung ausprobiert. Ein Schlussabnehmen in dieser Art habe ich noch nie versucht. Wir haben es damals in der Handarbeit für die Handschuhe verwendet. Wie sich dann die Magic Wolle bewährt wird sich zeigen.

Obwohl ich mein erstes Magic Sockenpaar nur für den Fototermin anziehen wollte, behalte ich sie jetzt gerade an den Füssen. Sie sind trotz meiner Zweifel an der Farbvariation doch ganz schön geworden. Warm geben sie auf jeden Fall. Und das Rot wertet meine Sockenkollektion von rund 35 Paaren im blau-grau Bereich enorm auf.

Writing in German is much easier. However, I’m telling you about my life as a sock knitter. I knitted my first pair of socks when I was in Primary school 38 years ago. The teacher’s name was Miss Feuz, who has been old her whole life.😉 But I liked her nevertheless. I was knitting my first pair of socks withouth any help of a teacher while my grand-mother visited us when I was 14 years old. The socks were striped in blue and red and my favourite ones for years. I haven’t stopped knitting socks since then. It’s an easy project, easy to carry around in a handbag or ruck-sack too. I’ve knitted socks for myself, for my brothers, father, sons and nieces and children of neighbours.

As I only wear selfmade and woolen socks – If I don’t need socks because it’s warm enough, I go barefoot – I have many of them in my closet. At the moment the colour blue-gray is dominating. That’s why I wanted to knit red socks this time, probabely my 350th pair of socks if I count a minimum of 10 per year. But I am not fully satisfied how the magic ball wool looks if knitted. I would prefer more changes of colours and more shades. Anyway, the red is uplifting, the yarn beautifully soft and the socks fit perfectly as always. Well done.

A friend on facebook – in reality my neighbour Bernadette – postet this quot of Steve Jobs: “Being the richest man in the cemetery doesn’t matter to me … Going to bed at night saying we’ve done something wonderful… that’s what matters to me.”

So I went to bed yesterday saying I’ve done some wonderful things today, including the socks. It’s nothing compared to Steve, but nevertheless. I’d love to be creative in a team and say „we“ though.

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  1. Beautiful socks! I haven’t tried ANY yet although I will have to before January as that will be my first anniversary of knitting!

    I also enjoy being creative in a team and that’s one of the reasons I like to join WIP Wednesday, FO Friday, One a Day etc as it kind of feels like I’m part of something bigger. Plus next week I have some friends coming to learn to crochet granny squares, so that will be nice!

    Hope you have a lovely weekend
    x

  2. That’s *a lot* of pairs of socks!!! And these are lovely.
    RIP Steve Jobs … one of the most visionary and inspirational men we’ll see in our lifetimes!

  3. Oh, wie schön die sind. Ich bin ebenfalls Sockenstrickerin und tu das mit Leidenschaft, es ist fast schon eine Sucht. Meine Tochter habe ich auch schon angesteckt damit und stricken wir allabendlich an unseren Socken und erfreuen damit unsere Familie und Freunde und mittlerweile verkaufen wir sogar welche, weil bei uns sicher vier Paar im Monat zusammen kommen und wer will die denn alle tragen, so groß ist die Familie denn doch nicht.

    Herzliche Grüße
    Regina

    • Hoi Regina

      Ich habe leider keine Tochter, mit der ich zusammen stricken könnte. Meine Mutter, meine Schwester und ich haben das andauernd gemacht und so die gemütlichsten Regensonntage verbracht. Jetzt sitze ich meistens alleine in meinem Stübchen und kann viel nachdenken beim Stricken.🙂

      Ich stelle mir meinen Lebensabend immer in einer Frauen-WG vor. Da würden wir dann alle Wochenenden gemütlich literweise Tee trinken in der Runde und stricken.

      • Hallo Regula,

        ja, so eine Frauen-WG könnte ich mir auch gut vorstellen, ein riesiges Haus mir Garten, jede hat ihr eigenes Zimmer und einen großen Raum gibt es, wo man sich trifft und strickt und plaudert und Tee trinkt. Und wenn man sich zurückziehen möchte, dann verstehen die anderen das und jede kann ihre Ruhe haben wann sie will. Im Garten gibt es Kräuterbeete und Obstbäume und vielleicht einen Bienenstock – natürlich müsste dann eine Imkerin dabei sein … schöne Träume!

        Ich wünsche dir einen schönen Abend und ein wunderbares Wochenende, liebe Grüße
        Regina

  4. Imkerei ist auch noch ein Lebensziel von mir, aber erst nach der Pensionierung und mit jemandem zusammen, damit man auch mal Ferien hat. Hier gibt es eine aktive Bemühung seitens Landwirtschaft, dass es mehr Imker gibt. Es gibt extra eine Stelle im Arenenberg, der landwirtschaftlichen Schule, die ein Imkerzentrum mit Bienenhaus und Schulungsräumen unterhalt. Der Mann einer Freundin ist zudem Obmann Imkerausbildner. In meiner Nachbarschaft gibt es junge und alte Imker, wobei für mich die alten interessant sind, da ich in ihnen meinen zuküftigen Lehrmeister sehe, der mir nicht nur sein Wissen weitergibt, sondenr dann auch sein Bienenhaus „vererbt“. Dumm ist nur, dass ich Angst vor Bienen habe. Aber daran arbeite ich noch.🙂

  5. Hallo Regula,

    den Regentag haben wir heute😦
    Nun, ich bewundere Menschen, die handarbeiten, das war nie meine Stärke.

    An eine Frauen-WG im Alter habe ich auch schon mal gedacht. Darüber schreibe ich gerade eine Erzählung…. Melde mich schon mal unter Vorbehalt für ein Plätzchen in eurem erlauchten Kreise an…😉

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  6. Oh wie schön! Ich finde Handarbeiten total klasse und gekaufte Socken sind einfach nicht dasselbe. Ich habe gerade gelernt Socken zu stricken, vorher habe ich es nie verstanden und ich muss mir das alles selbst beibringen. Bisher habe ich erst drei Paar gestrickt, aber ich möchte gar nicht mehr aufhören, soviel Spaß macht es mir und ich bin so stolz, dass ich es endlich kann.
    Ganz liebe Grüße!

    • Viel Spass mit deinen Socken. Socken stricke ich eigentlich immer, weil es neben Filme gucken geht. Immer schön gerade aus. Ich stricke nie Müsterli und brauche diese Arbeit zum Abschalten. Liebe Grüsse zurück.

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