Archiv für den Monat November 2011

Dear Sylvie – Liebe Sylvie

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Heute ist ein Päckchen gekommen, ein Päckchen aus Kanada, auf das ich schon ein Weilchen gewartet habe. Auf Ravelry – das ist wie Facebook nur für Stricken und Häkeln – habe ich nämlich an einem Swap teilgenommen. Das geht so: Ich stricke für dich und du strickst für mich. Der Gegenstand war ein geheimnisvoller Schal, der Mystery Medallion Shawl.

Mir wurde Sylvie zugeteilt, und so haben wir beide für einander gestrickt und uns ein paar Mails hin und her geschickt. Vor etwa fünf Wochen dann schrieb Sylvie, dass ihr Päckchen zu mir unterwegs sei. Flugs habe ich den Schal für sie ebenfalls fertig gestrickt (ein paar Anpassungen da und dort liessen ihn etwas grösser werden) – in welcher Farbe verrate ich hier nicht – und das Päckchen meinerseits aufgegeben. Nebst dem Schal habe ich ein paar Kleinigkeiten eingepackt, Schweizer Schokolade zum Beispiel und eine filigrane Brosche in From eines Blattes. Aber „Pst!“, sie hat mein Päckchen nämlich noch nicht gekriegt und wir wollen die Überraschung nicht verderben.

Today a package arrived, a package from Canada, which I was anticipating for quite a while. I participated in a swap on Ravelry. So I was knitting for Sylvie, and she was knitting for me. The project was a Mystery Medallion Shawl. By the way, the pattern of this lovely shal can be found on Ravelry as well.

Dear Sylvie

It was fun.

Thank you so much.

And now, look what I have gotten. Two Canadian magazines, a maple leaf pin button, lots of flowery fabrics, sticky notes and a pen. And of course this blue Mystery Medallion Shawl. I am wearing it today to the teachers‘ conference. And I’m sure I will be the best dressed teacher. 🙂

Have I ever told you that I am Canadian in my heart?

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Mandarinli-Äffchen – Tangerine Monkey

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We had guests yesterday night. There was Raclette for dinner and lots of tangerines for desert. While we were chatting and laughing, Vreni was showing us how to make a monkey from the peel of a tangerin. Isn’t he a sweet little guy?

 

Wir hatten gestern Besuch zu Raclette und Mandarinen. Schliesslich zeigte uns Vreni, wie man ein lustiges Mandarinen-Äffchen aus der Schale schneiden kann. Schon ihr Vater hat das immer gemacht. Ist das Kerlchen nicht süss?

 

Bischofzell, Bahnhofstrasse

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In letzter Zeit Zeit ist soviel los, dass ich jeweils froh bin, wenn es dunkel wird. Das ist das Zeichen, dass ich jetzt die Flügeli lampen lassen und mich mit einer Tasse Tee und der Häkel- oder Strickarbeit ins Stübli verziehen darf. Heute Abend wird das ein besonderes Fest, denn morgen früh piepst der Wecker nicht für mich. 🙂 Meine erste Verabredung ist erst um 11 Uhr die Teamsitzung in der Schule. Wir werden sehen, ob ich ausschlafe oder die frühen Stunden für mein Hobby nützen werde. Davon habe ich an dieser Stelle noch gar nie berichtet. Zwei Kolleginnen und ich haben nämlich in Bischofszell an der Bahnhofstrasse 4 einen Handwerks- und Geschenkeladen. Wenn ich an meinen schulfreien Nachmittagen (Mittwoch und Donnerstag) nicht zu Hause bin, kümmere ich mich hier ums Geschehen. Ist viel los, haben die Kunden meine Aufmerksamkeit. Ist nicht viel los, sitze ich gemütlich zwischen all den Kostbarkeiten und stricke, häkle oder lese.

Wir haben viele schöne Sachen von unterschiedlichsten kreativen Leuten im Angebot. Im Moment ist das Thema dem Winter, dem Advent und Weihnachten gewidmet. Macht doch einen Besuch, virtuell oder real. Ich freue mich.

I’ve been very busy lately. Therefore I am glad and relieved if it gets dark outside. This is kind of permission to drink tea and relax. It’s nice to sit down in the evening and crochet or knit or read. Today I’m enjoying this time even more because the alarm clock won’t go off tomorrow morning. My first appointment is at eleven o’clock. How nice, however, I’d on’t know yet if I will sleep in. It’s a wonderful thought to have time for handcraft and Hobby.

I haven’t told about it yet. Two friends of mine and me run a business, a store for handcraft and gifts in Bischofszell. If I am not at home during school free afternoons, I am in the store spending time with customers or knitting or crocheting or reading. You can visit me here virtually or for real. I’m looking forward to you coming by.

Aus nichts etwas machen – Making something of nothing

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In letzter Zeit denke ich viel über die Zukunft nach. Zwar tun ja alle Offiziellen so, als ob sie alles im Griff hätten. Klar, ein paar Schwierigkeiten gibt es noch, nicht zuletzt die Eurokrise. Das verschuldete Griechenland von der EU in die Pflicht genommen, hat mittlerweile ihre Regierung „ausgewechselt“. Italien muss seine Verschuldung alleine in den Griff kriegen, so gross sei das Land, die EU könnte die Last nicht übernehmen. Frankreichs und Deutschlands Schuldenberge wachsen und wachsen.

In letzter Zeit muss ich oft an das Buch „Die Lichtung“ von Jean Hegland denken, das ich vor mehr als 10 Jahren gelesen habe. Es ist das Szenario des Zusammenbruchs der Zivilisation. Es geht nur noch ums Überleben. Womit die Suppe kochen, wenn kein Strom mehr fliesst? Woher das Essen nehmen, wenn die Vorräte im Keller aufgebraucht, der Supermarkt leer geplündert ist? Schliesslich finden die beiden Schwestern Nell und Eva Zuflucht im Wald.

Wie unsere Gesellschaft sein wird, wenn die Wirtschaft tatsächlich zusammenbricht, was dann noch funktioniert und was nicht, kann ich mir nicht vorstellen. Jean Hegland hat eine Vision, die mir realistisch erscheint. Ich denke aber, dass Energie, um unser verbräuchiges Leben zu ermöglichen, nicht mehr einfach da ist. Wir werden vermehrt in unseren Häusern sitzen und froh sein, wenn wir einen Pullover mehr anziehen können.

Auch unsere Ideenreichtum ist dann gefordert sein. Altes Wissen bekommt neue Bedeutung: Flicken etwa, Kräuter kennen, aus Altem etwas Neues kreieren, Gartenbau und kochen können. Praktische Fähigkeiten werden an Bedeutung gewinnen. Hingegen sind an der Börse Zahlen jonglieren oder Fingernägel lackieren zu können, nicht mehr so wichtig. Auch der Konsum wird massiv eingeschränkt sein.

Nun, ich habe mir vorgenommen, mich schon einmal im Bescheiden sein zu üben. Vielleicht ist mein neustes Projekt unbedeutend in den Augen vieler. Mir jedenfalls bringt es ungemeine Befriedigung. Auf dem Estrich lagern in Schachten viele Knäuel Wolle, aus denen sich so nichts Rechtes mehr machen lässt, weil von jeder Sorte, Farbe und Art einfach zu wenig vorhanden ist. Gestern nun habe ich eine Kiste genommen und aussortiert, was sich zu einer Decke verarbeiten lässt. Aufbrauchen, was herum liegt und Staub ansetzt. Die Idee kommt von „The Garden Bell“ und das Muster von Ravelry.

Die Decke wird mich warmhalten, wenn Holz und Strom knapper werden. Und, hey, wird sie nicht schön? Ich hätte das nicht gedacht.

I’ve been thinking a lot about the future lately. What is going on around us? What about the financial crisis in Greece and Italy, the USA? What will happen to us when the markets crash? Unfortunatelly, the officials are still talking as if there are no serious problems that couldn’t be solved. And, hey, we live in Switzerland, everything’s just great here, at least better. However, I don’t believe that we are well when the big neighbouring countries go down and break apart.

I’ve been thinking a lot about a book I read about 10 years ago. It is a vision of our world without zivilisation from a woman’s point of view. There are some questions answered, like how to cook without an electrical stove, where to get food after the pantry is empty and the supermarket plundered by hungry people. In the end Eva and Nell leave their house and go into the forest back to mother Nature.

Certainly, we have to be creative. Some skills are more useful than others after the big crash. It isn’t vital anymore to know how to make money from money because there won’t be money. It’s not important to have painted finger nails. We will be glad if we know how to mend things, how to create something new of somthing old. Agroculture is important. We will have to use human power because there won’t be enough energie to get all the machines and cars going. Our pampered lifes will change drastically.

So, let’s stop pretending everything is great and life as we know it is continuing. Let’s be humble and decent. We don’t have to have it all. As a start – some might think it’s not worth talking about – I’m crocheting a blanket from leftover yarns. The idea is from „The Garden Bell“, the pattern (Ripple Blanket) from Ravelry.

And you know what? I haven’t thought the blanket would turn out so beautiful. It is such a pleasure to make it thinking about what colour to use next. And it will keep me warm when the temperature falls. I’m sure we all need a sweater more to keep as warm. Not the most unpleasant of my thoughts.

 

Seeing a friend tonight

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Tonight I’m seeing a friend. This happy moment has been on my mind the whole afternoon while I was making jam I’ve never made before. I’ve never thought about making jam of pumpkin. The idea is from here.


Isn’t it a nice gift? The flowery idea is from here, however it turned out differently.

Heute Abend habe ich mich mit einer Freundin verabredet. Darauf freue ich mich schon den ganzen Nachmittag, während ich Kürbiskonfitüre kochte. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, aus meiner Herbstdekoration Konfi zu kochen, wenn ich nicht dieses Rezept gesehen hätte. Mti einer anderen Idee im Kopf, die ich hier gesehen habe, wurde aus der Konfi, war sie abgefüllt im Glas, ein kleines Geschenk.

How to make a log cabin – Blockhaus

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Guten Morgen allerseits

Good morning everybody

I am a wee bit frustrated because there is nothing to learn for me, a textile handcraft teacher, in the „Weiterbildungsprogramm“ for teachers. So I swaped sides and teach teachers or show some skills on this blog, like the log cabin patchwork pattern. On the other hand, I’m happy that blogland is a wonderful place to get inspiration. Try and error, learning by doing is my way to learn new things. So. I am not frustrated anymore. I hope that the pictures are self-explaining because I am too lazy right now to translate the explanations into English. And of course, it is one way to get a decent result. Maybe you make it differently.

Die Handarbeitslehrerin in mir ist grad ein bisschen gefrustet, sieht aber ein, dass das ja nichts nützt. Nicht mir und auch sonst niemandem Aber wie kommt das? Ich habe eben bei einem zweiten Frühstück das Weiterbildungsprogramm des Kantons Thurgau studiert und auf den vielen Seiten einen einzigen Kurs im Textilen Werken gefunden: Hosen nähen. Man lernt 1. ein Hosenmuster zu zeichnen. Man lernt 2. eine einfache Hose zu nähen (für den obligatorischen TW-Unterricht). Man lernt 3. eine etwas kompliziertere Hose zu nähen mit Reissverschluss und Tasche (für das Freifach). Nebenbei werden noch die Nähmaschinenkenntnisse vertieft. Das mag ja nun ein bisschen überheblich tönen, aber das alles konnte ich schon mit 13 Jahren. Damals wurde mir übrigens auch klar, dass sich ein frisch gewaschenes Pyjama als Mustervorlage nicht eignet, wenn man eine Stoffhose nähen will.

Nun denn, so befinde ich mich halt auf der anderen Seite und unterrichte Lehrpersonen (selten) und zeige das eine oder andere in diesem Blog. Für mich Neues bringe ich mir wie schon als Teenager weiterhin selber bei. Blogland ist zum Glück eine nie versiegende Quelle.

Gestern also fand mein Patchworkkurs im RDZ Sargans statt. Es war schön, rundum schön, auch wenn ich noch viel mehr hätte erzählen können, auch wenn ich noch viel mehr hätte zeigen können, auch wenn m.E. eine Woche die angemessene Zeitdauer für einen Patchworkkurs wäre. Ich hoffe, es hat den Teilnehmerinnen auch so gut gefallen wie mir.

Und nun also hier etwas zum Lernen für die Frauen vom Kurs und für alle, die es interessiert: Wie baue ich ein Blockhaus? Genauer, wie nähe ich ein Blockhaus-Patchworkmuster. Ein richtiges Blockhaus zu bauen ist jedoch durchaus ein Traum von mir. Das kommt noch, bestimmt.

Hier noch ein Tipp: Bitte die Anleitung zuerst ganz durchlesen, bevor du beginnst.

Was es braucht:

Unterlagsstoff

Einen Stoff für das/die Mittequadrat(e)

Mindestens 6 verschiedene Stoffe für die Streifen, entweder 3 helle und 3 dunkle einer Farbe oder je drei in kontrastierenden Farben.

Ein Papiermuster, auf dem ich Mittequadrat und Streifen einzeichne, damit ich sehe, wie gross das Blockhaus am Ende wird. Die Streifen und Quadrate mit 0.75 mm Nahtzugabe zuschneiden (Beispiel: fertiger Streifen 4 cm breit, 5.5 cm zuschneiden. Quadrat mit fertiger Seitenlägen von 6 cm, 7.5 cm zuschneiden).

1. Unterlagsstoff in der Endgrösse des Blockhauses, lieber etwas zu gross wählen. Der Stoff sollte schön weich sein. Zum Beispiel eigenet sich ein Stück altes Bettzeug sehr gut. Es darf sogar schon dünnste Stellen haben.

2. In der Mitte des Unterlagstoffes wird das Mittequadrat des Blockhauses mit zwei Stecknadeln aufgesteckt. Rot ist eine sehr traditionelle Farbe für das Innenquadrat. Die Seitenlängen des Quadrates sind in der Regel länger als die Streifen breit sind. Das Quadarat 1.5 cm grösser zuschneiden als die fertige Grösse.

3. Der erste Streifen wird an die erste Seite des Quadrates angestürzt. Also rechte auf rechte Seite legen, zwei Stecknadeln stecken und den Streifen bündig abschneiden. Füsschentief (7.5 mm) nähen. Anschliessend Stecknadeln entfernen und den Streifen auf die rechte Seite streichen und Bügeln. Fadenenden stehen lassen.

4. Der zweite Streifen wird an die zweite Seite des Quadrates gestürzt. Ich nähe im Uhrzeigersinn. Der zweite Streifen ist um Streifenbreite länger als der erste Streifen. Also wieder rechte auf rechte Seite legen, zwei Stecknadeln stecken, füsschentief nähen. Stecknadeln entfernen und den Streifen auf die rechte Seite streichen und bügeln. Fadenenden stehen lassen. Je ganuer ich arbeite, umso genauer bleibt das Quadrat ein Quadrat. Man darf zwischendurch auch immer mal wieder nachmessen.

5. Der dritte Streifen wird an die dritte Seite des Quadrates gestürzt. Er ist gleichlang wie der zweite Streifen.

6. Der vierte Streifen wird an die vierte Seite des Quadrates gestürzt. Er ist um Streifenbreite länger als der zweite und dritte Streifen. Wenn auch dieser Streifen nach aussen gebügelt ist, ist die erste Runde fertig.

7. Die Zweite Runde beginnt. Dabei ist es wichtig. Den ersten Streifen der zweiten Runde an den ersten Streifen der ersten Runde zu stürzen. Evt. lohnt es sich, den ersten Streifen zu markieren (oder alle vier), damit man nicht verrutscht.

Es ist auch wichtig, die Arbeit immer in der gleichen Richtung zu drehen.

Und so weiter und so weiter.

Ganz einfach, oder? Normalerweise hat ein Blockhaus übrigens zwei verschiedene Hälften. Damit können beim Zusammenfügen mehrer Blöcke unterschiedliche Wirkungen erziehlt werden. Doch davon in einem späteren Beitrag.

Ready to go

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This is Thursday’s Reality Shot. But before I share my day with you, I want to have a look at Mockingbird Hill Cottage where Claudia hosts this idea.

I went up early this morning to get ready for my patchwork course this evening I’ve been preparing for a while. I made some nice little projects to show, for example this lovely bag (all hand-sewn) and this small piece with appliqued mushrooms. Actually, I am a huge fan of patchwork. I’ve been doing patchwork for more than 25 years now.

Now my boxes are packed. So many things to think of. There are more quilts in the car already.

Because of the stuff I decided to go by car although I’d rather travel by bus and train expecially for such long travels on the highway. What’s more, it might be foggy tonight. Generally, I don’t like to drive and from my home to Sargans it takes me about 75 minutes, which is a looooooong and boooooooooring drive. 😉

But now ( 7.20 am) it is time for breakfast.