Archiv für den Monat Januar 2012

In the Depth of My Closet – Zu hinterst im Schrank

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Hello you all who come to meet me here at Babajzea’s Wundertüte. This post is dedicated to Claudia at Mockingbird Hill Cottage, who wrote an „Ode to the Flannel Pajamas“.

Yesterday I came across this lovely article. Reading it was such fun that I needed flannel pyjamas myself. As flannel pyjamas aren’t very common here, I had to make one myself. I was going through my fabric stash mentally – unfortunatelly no piece of fabric was big enough – when suddenly a thought sprung into my mind. Somewhere in the depth of a closet had to be an old flannel duvet cover that I didn’t use anymore because my sons had moved out. I slept very well anticipating a lovely sewing session the following day.

In fact I had a lovely time this afternoon designing and sewing my pyjamas. I didn’t have a pattern though, but who cares? I cut the pieces right on the floor using a mesuring band and a pair of scicors only. And after a few hours: Here it is. My husband took some photographs outside. I’m very pleased and can’t wait to wear it. But first, lets go for a short walk although its another grey and cold day.

Einen guten Abend wünsche ich euch allen, die ihr mich hier in Babajezas Wundertüte besucht.

Dieser Blogeintrag ist übrigens Claudia vom Mockingbird Hill Cottage gewidmet, die eine „Ode ans Flannelpyjama“ schrieb.

Gestern nämlich bekam ich den Artikel zu lesen und fand, dass ich unbedingt auch ein Flannelpyjama bräuchte. Vor Jahren schon hatte ich einmal eines genäht, damals noch in der Ausbildung. Es hatte blaue Blümchen drauf, und ich trug es, bis es auseinanderfiel. Claudia erinnerte mich daran, dass es Zeit für ein neues war. Gedanklich ging ich meinen Stoffvorrat durch, merkte aber bald, dass kein Stoffstück gross genug wäre, um ein Pyjama zu nähen. Da kam mir in den Sinn, dass im Wäscheschrank ein dickes Flannelduvet ungenutzt der Dinge harrte. Beruhigt schlief ich die letzte Nacht ein, wohl wissen, dass mich ein vergnüglicher Nähsonntag erwartete, der ganz gewiss in einen kuscheligen Flannelpyjamafernsehabend übergehen würde.

Und in der Tag verbrachte ich heute ein paar angenehme Stunden mit meinem Nähprojekt. Ich hatte kein Muster zur Hand, wagte also frischgemut, den Stoff gleich auf dem Boden in die benötigten Teile zu schneiden: 2 hintere Hosenteile, 2 vordere Hosenteile, 1 Rückenteil, 2 Vorderteile mit Besatz, 2 Ärmel, und schon gings los mit zusammennähen. Für den Kragen zeichnete ich ein Papiermuster, bevor ich die Kragenteile zuschnitt und an das Oberteil nähte. Schliesslich nähte ich die vier benötigten Knopflöcher mit der Bernina Autofunktion. Die vier Knöpfe fand ich in meiner Knopfsammlung.

Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Mein Mann hat draussen ein paar Fotos gemacht. Nun kann ich es kaum erwarten, das Pyjama anzuziehen, aber zuerst machen wir jetzt noch einen Spaziergang.

Der Himmel über mir zeigt heute ein einheitliches Grau.

Ich muss jetzt gleich mal schauen, ob es anderenorts schöner ist. Flick:Projekt :: Sky 365. Go and have a look too.

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Nothing Fancy – Nichts Spezielles

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Today was one of these days. A day when NOTHING really happens. And suddenly an idea, a single thought popped into my mind: I need to knit a pair of socks. After hours of crocheting and sewing, I long for a new project, something cheery. Something that makes these grey days a bit more colourful. Fortunatelly my many boxes in the attic hold many little balls of sock yarn. I’m positive I can make a really special pair of socks.

I’m wishing you a crafty weekend

Heute war ein absolut unspektakulärer Tag. Nichts wirklich Spezielles passierte. Und plötzlich kam mir die Idee, ein Gedanke: Ich muss mal wieder ein Paar Socken stricken. Nach dem vielen Häkeln und Nähen brauche ich eine Abwechslung, etwas Fröhliches, das die grauen Tag aufheitert. Ein Glück, dass meine Kartonschacheln im Estrich so viele kleine Wollknäuelchen bergen. Da lässt sich doch sicher etwas Lustiges damit machen.

Ich wünsche ein friedliches, kreatives Wochenende.

Abgelenkt – Getting Side-tracked

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Heute morgen früh, gleich nach dem ersten Kaffee, nähte ich die roten Ränder an meinem neusten Quilt fest. Nach reiflicher Überlegung war ich zum Schluss gekommen, die drei Lagen mit weissen Wäscheknöpfen zusammenzuhalten. Dies ist die perfekte Quiltmethode für berufstätige Quilterinnen, die sich nicht stundenlang in kleinen Vorsticheleien verlieren wollen.

After a quick coffee my husband and I had together, I started to sew the red frame onto my newest quilt. I’ve thought about the quilting quite a lot and decided finally that I wanted to sew on whit little buttons to stabilize the three layers. For me it is the perfect mathod of quilting  because I don’t have the patience and the time to quilt with tiny stiches.

Ich öffnete also meine Blechtucke, die ich vor einiger Zeit bis an den Rand mit Knöpfen gefüllt, geschenkt bekommen hatte. Es ist nicht wirklich ein Vergüngen, den Fundus zu durchsuchen, denn ehrlich gesagt, sind die Knöpfe ein einziges Durcheinander von gross und klein, farbig und grau und anderem Krimskrams, wie Häkchen und Ösen, Ringe und Vorhanggleiter. Über die Jahre sind die Knöpfe auch ein bisschen schmutzig geworden, so dass die Fingerspitzen schwärzlich werden, wenn man ein Weilchen in den Herrlichkeiten gewühlt hat, um das Passende zu finden. Habe ich schon erwähnt, dass meine Knöpfe nicht gerade gut riechen? Vielleicht liegt es auch am Material der Büchse.

I opened the box that helds my collections of buttons. The box was once given to me filled up to the brim. However, there were not only buttons of all colours, shapes and sizes, but a lot of useless items. The buttons had material of the box.

Ich begann nach kleinen Wäscheknöpfchen aus Perlmutt mit zwei Löchern zu wühlen. 35 an der Zahl sollte ich finden. Aber es kam anders. Kurz entschlossen kippte ich den ganzen Inhalt auf den Teppich und begann alle Knöpfe nach Farbe auszusortieren. Die grünen, die blauen, die schwarzen und grauen, die roten und gelben und die weissen. Daneben noch die Glasknöpfe und die metallenen. Einmal aussortiert, wusch ich sie alle in Seifenwasser, spülte nach und legte sie auf ein Frottiertuch zum Trocknen aus.

I started looking for the small white pearly buttons with two wholes (they are easier to be sewn on a piece of fabric). But then I emptied the whole box and assorted the buttons by colour: The red ones, the green ones, the grey and blue ones, the black ones and of course, the white ones. Afterwards I washed them with soap and let them dry on a towel.

Im Keller holte ich leere Konfigläsern, in denen ich die Knöpfe in Zukuft aufbewahren werde. So sieht doch die ganze grosse Sammlung viel netter aus und ist auch viel praktischer versorgt.

Nur meine eigentliche Arbeit ist immer noch nicht gemacht. Weisse Wäscheknöpfchen aus Perlmutt mit zwei Löchern wollte ich suchen. Hier sind sie, 35 an der Zahl. Nun, der Tag ist noch nicht vorbei, auch wenn der graue, trübe und nasse Tag schon langsam in den Abend und die Nacht übergeht.

I looked for empty jars in the cellar, in which I’m storing the buttons from now on. Now, this is quite a collection, isnt‘ it? The real work has not been done yet though. I really got side-tracked. But I’m happy I took the time. There will be a time to sew the 35 tiny white pearly buttons onto the quilt. Hopefully I can show you the result soon. 

A Metaphor of Life – Eine Metapher für das Leben

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What I love about pachwork quilting is the fact that it is the perfect metaphor of life. As a patchwork blanket is made of many patches that are different in colours, textures, shades and shapes, life consists of different stories and memories, some happy, some with a sad one, some without an ending. And as all these many pieces make the blanket complete, all the stories are parts of a human life.

Some of the pieces of a patchwork quilt might stand out. They are special either because of their beauty or because they don’t fit. We might getting to know them better while time is passing by. Maybe it will us take a lifetime to get used to them. Maybe they will always bother us and we will never feel comfortable with them. Think of your life. Isn’t it the same?

There is always white in a patchwork quilt like undiscovered aor deliberatly hidden layers of life. And even the filling might bear surprises.

Finally there is the frame. For this quilt I’ve made a red one because I feelt that the subtle colours needed a contrast to stablize them. Otherwise they would fall apart. As the quilt, our lives are held together by a frame of passion and love, hope and trust.

Anyway. we can love the blanket or we can hate it. However, it’s the one we have made ourselves or gotten as a gift. Life is the same. It’s the only one we have got. So let’s make the best of it.

Was ich am Patchworken liebe, ist die Tatsache, dass es eine perfekte Metapher für das Leben ist. So wie ein quilt aus vielen Stoffstücken besteht, die verschiedene Farben, verschiedene Strukturen und Formen haben, so ist unser Leben geformt aus vielen Erfahrungen, Geschichten und Erinnerungen. Und so wie alle diese vielen Stücke die Ptchwork Decke vollständig machen, sind alle Geschichten und Erlebnisse Teile eines menschlichen Lebens.

Einige Stücke des Quilts stechen heraus, entweder weil sie besonders schön sind oder so gar nicht ins Gesamtbild passen wollen. Es braucht vielleicht ein Leben lang, um sich an sie zu gewöhnen. Vielleicht stören, ja quälen sie uns bis zuletzt. Und nun denke über dein Leben nach. Ist es nicht das Gleiche?

Es hat in einem Patchwork Quilt immer Weiss drin, wie die unentdeckten oder sorgfältig versteckten Schichten unseres Lebens. Sogar die Füllung kann Überraschungen bergen.

Wie auch immer, wir können die Decke lieben oder hassen. Es ist jedoch die, die wir gemacht oder geschenkt bekommen haben. Mit dem Leben ist es das Gleiche. Es ist das einzige, das wir haben. Machen wir doch das Beste daraus.

Berg und Tal – Up and Down

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In meinem Arbeitszimmer sieht es im Moment so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, denn ich bin mitten in vielen Projekten, habe mich ein bisschen zerstreut. Da ich Unordnung gar nicht schätze, werde ich in Kürze aufräumen, das heisst ein paar Projekte zu Ende führen, denn meine neuen Ideen brauchen nicht nur Raum im Kopf, sondern auch in Kisten und im Zimmer.

Heute Morgen nämlich habe ich neues Garn für ein Tauschprojekt auf Facebook gekauft. Schon im Laden fand ich den Plastiksack hässlich, in dem meine 24 Maxima Wollknäuel eingepackt wurden. Damit ich sie zufriedenstellend aufbewahren kann (das Projekt wird bis anfangs Juni laufen), habe ich eben meine zweite Wollrestendecke (hier die erste) im Ripple-Muster fertig gehäkelt. Da fehlte nämlich nicht mehr viel. Und schon ist ein bisschen aufgeräumter als vorher.

Das Ripple-Muster geht ganz einfach. Nennen wir es Berg und Tal. Die Bergspitze besteht aus 1 Stäbchen, 2 Luftmaschen, 1 Stäbchen. Das Tal bildet man, indem man 2 Stäbchen der Vorrunde überspringt.

Man braucht eine Luftmaschenkette und zwei Luftmaschen zum Wenden.

1. Reihe: Man häkelt 7 Stäbchen (die Luftmaschen zählen auch als Stäbchen (Total 8). Um den Berg zu machen häkelt man in der ersten Reihe 2 Luftmaschen. Dann häkelt man 8 Stäbchen. Für das Tal lässt man 2 Luftmaschen aus. Beendet wird die Reihe im Tal. Jetzt also nur noch die Maschen berechnen, oder einfach eine überlange Luftmaschenkette häkeln, von der man am Schluss das nicht benötigte Stück auftrennt.

2. und weitere Reihen: Arbeit nach dem letzten Stäbchen wenden, 2 Luftmaschen häkeln, das erste Stäbchen auslassen und sieben Stäbchen häkeln (mit den Luftmaschen ergibt sich ein Total von 8). In den Luftmaschenbogen (Bergspitze) 1 Stäbchen, 2 Luftmaschen, 1 Stäbchen häkeln. Und schon gehts wieder hinunter mit 8 Stäbchen, dabei das letzte Stäbchen nicht häkeln. Auch das 1. Stäbchen beim Aufsteigen nicht häkeln, dann 8 Stäbchen häkeln.

Es empfiehlt sich, besonders den ersten Aufstieg am Rand immer zu zählen. Und auch sonst lohnt es sich mitzuzählen, also immer schön auf 8. 8 Stäbchen hinauf, Bergspitze bilden, 8 Stäbchen hinunter, Tal bilden.

Und so rippelt man vor sich hin und hängt seinen Gedanken nach. Oder man wird ganz leer, ein bisschen wie Meditation.

Und zum Abschluss zeige ich noch die phänomenale Aussicht, die wir anfangs Woche bestaunen konnten: der Säntis und die Churfirsten im Abendlicht. Ja, wir hatten das ganze Panorama.

I bought new yarn for a swap on facebook this morning a didn’t know where to store it as the project is going on until June. I have to confess that my study looks like a battlefield due to so many unfinished projects. Because I am a very organised person, this situation is making me nervous. So it is pretty obvious what I am going to do tomorrow.

However, I have finished my second Ripple Blanket, that I made from left over yarns. Up and down, up and down. You can find the pattern on Ravelry. Up and down, up and down. It’s like meditation if you empty your brain and just count the stiches. Or like a walk into the past and the future if you let the brain loose.

And again, there is yarn left. But this time it is all stored back in the attic, thoroughly put back in the cardboard boxes. The reds into the red box, the blues into the blue box. Now where shall I put the purples and lavanders? Anyway, the plastic box is empty and refilled.

Last but not least: We had this beautiful view on Monday when the weather was perfect with a wintery blue sky and no clouds the whole day. On the left side is the Säntis and the teeth on the right side are the Churfirsten. You may want to have a look or join in the flickr group Project :: Sky 365 hosted by Annie of knitsofacto, where we share pictures of the sky each day.

Es ist 10. Januar – It’s January 10

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Zwar ist es mild, milder als üblich. An gewissen Tagen lugt die Sonne zwischen den Woken hervor, aber mehrheitlich ist es grau. Es will nicht hell werden am Morgen, oft bläst auch ein kalter Wind. Und vorallem sagt mir der Kalender: Es ist Winter. Es ist der 10. Januar. Was soll das Gerede von Frühling? Der Winter dauert noch zwei Monate an.

Ein bisschen drückt das Grau auf die Stimmung, das muss ich zugeben, auch wenn ich mich hier für die vierte Jahreszeit stark mache. Trotzdem habe ich grau/schwarz genäht letzten Sonntag in aller Früh, als es draussen noch stockdunkel war. Und irgendwie haben es auch die grauen und schwarzen Stoffe geschafft, mich aufzuheitern.

Und nun bin ich ganz glücklich. So einfach ist das. Ein Kratten bunter Garne flüsterte mir ein, Blumen zu häkeln als Glasuntersetzer (wozu wird hier noch nicht verraten). Ich häkle nicht Blumen, weil ich den Frühling herbei sehen, sondern einfach der Farben wegen. Dazu trinke ich einen Kaffee aus einer kürzlich im Brockenhaus erstandenen Blumentasse.

What’s this talk about spring? It’s January 10. Therefore winter is staying for two more months at least. Of course, I don’t like grey days very much. Darkness seems to be very stuborn these days, the sun not willing to get up. And now at four o’clock, it’s getting darker already. No, I am not a friend of grey and black, shadow and darkness. I like things bright and colourful. Nevertheless I made a grey and black sweater Sunday morning when it was still night outside. And the fabric has made me happy.

I’m even happier now with all these flowers I’m making (for which reason I’m not telling now) and a tea in a flowery mug I found at my favourite thrift store last week and a basket of yarn.