Archiv für den Monat Februar 2012

Sonnige Grüsse aus dem Skilager – Snow Camp, hurray!

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Da sind wir also, 72 Personen insgesamt, in Elm, ein bisschen oberhalt von Elm im Empächli, wo man nur mit der Gondelbahn hinkommt. Diese Woche ist das das sonnigste Plätzchen, das man sich vorstellen kann. Strahlend blauer Himmel, Sonne und noch immer viel Schnee, was man auf den Fotos sehen kann.

Here we are, 72 people in Elm half way up the mountain. The house is called Empächli and reachable only by cable car. This week it has been the most sunny place you can imagine: blue sky, sunshine from early morning until evening, and still lots of snow as you can see on the photographs.

Aber ich möchte hier nicht nur vom Wetter und Skifahren berichten, sondern auch einen Einblick ins Lagerleben geben und zeigen, wie es aussieht, wenn so viele Menschen auf engem Raum zusammen leben. Skisport ist die Hauptaktivität, aber daneben ist viel Zeit für Spiel und Spass.

But I don’t want to talk about the weather and the view although it is spectaculous. I would like to take you on a walk through the house and show you how we live here, 72 people all together under one roof. Skiing is the main activity but there is also a lot of time for having fun.

Den Blick in die Küche möchte ich euch auch nicht verwehren, denn da verbringe ich meinen Tag von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends. Ui, meine Waden surren, als liefen 1000 Ameisen auf und ab. Zum Glück kann ich mir hin und wieder ein paar Minuten stehlen, um sie hoch zu legen. Mein Bruder ist eine grosse Hilfe, und trotzdem bedeutet Kochen in einem Schullager eine Vollzeitbeschäftigung für zwei Personen.

I’d like you to have a look into the kitchen, where you hopefully get a taste of the cooking. Here I’m spending my days from 6 o’clock in the morning until 11 o’clock at night. By brother is a big help. But still preparing food is a full-time job for two people. And there is help from Raja, a student, too. Anyway, my legs are tired and feel like a thousend ants. Thank God I’ve got a break now.

Den Blick in einen Bubenschlag möchte ich euch nicht verwehren. Ah, wo ist er nur geblieben, dieser typische Bubengeruch nach stickigen Socken und unausgelüfteten Schlafsäcken? Jungs heutzutage nehmen es mit der Hygiene eben sehr genau, fast zu genau meiner Meinung nach.

Do you want a nose full of a smelly boy’s room? It isn’t too bad though because taking a shower is very important to them. Almost too important in my opinion. 🙂

So, nun gehe ich wieder auf die Terrasse. Ich warte auf etwas ganz Spezielles und Supercooles, ds ich euch hoffentlich bald zeigen kann.

So, that’s it for now. I’m going back onto the veranda waiting for something very special you will see soon.

Säntisblick – The View

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Hello dears!

I have to share today’s beautiful view with you. We were drinking tea under the walnut tree when I noticed that the Säntis looked very close and majestic and shone in all its glory. It’s all about the view, isn’t it? By the way: This year, I’m going up there! Is anybody interested in joining in? Walking from here to there in three days?

Guten Abend meine Lieben!

Die heutige Aussicht möchte ich euch nicht vorenthalten. Als wir heute Nachmittag draussen unter dem Nussbaum Tee tranken, bezauberte mich einmal mehr der Säntis in seiner ganzen Pracht, sehr nah und majestätisch. In Oberheimen haben wir Aussicht und Weitsicht. Und übrigens: Dieses Jahr bezwinge ich ihn, den Säntis. Hat jemand Lust, mitzuwandern? In drei Tagen ist das zu schaffen.

Ein wahrer Bestseller – A Swiss Best Seller

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There is probably not one single Swiss author who has sold millions of copies of one of his books. Not a living author anyway. There are some authors who are famous and known in other countries or continents, like one of my favourite ones, Peter Stamm. Let me think of some more … maybe women, like Johanna Spiri, who’s Heidi is loved by the Japanese. Did she sell a million copies?I have to google her and her work.

However, there is one book (Made in Switzerland) sold over 2 million times. A real bestseller, indeed. Actually it is a schoolbook, that can be found in most of the Swiss households, which is an amazing fact too. Tiptopf, the official cook book in Swiss secundary schools. You can find recipes from A like apple drink to Z like Zwetschgenkuchen (prune pie), lots of tips and tricks for cooking and baking together with useful information about healthy food. Its first edition came out in 1987 and was redesigned in 2008. There are beautiful pictures and easy reader recipes in it. It’s not only for students but can be bought in any book store. The ISBN number is: 9783292004819.

I’m a true fan of Tiptopf and using it not only with my students in school but at home. Whatever question about cooking and baking or healthy food you have, you will find a satisfying answer.

Vermutlich gibt es keine Schriftsteller in der Schweiz, die eine Million ihrer Bücher verkaufen konnten. Deutsch ist keine Weltsprache, Schweizerdeutsch schon gar nicht. Wer einen Bekanntheitsgrad über die Landesgrenze hinaus hat, kann schon zufrieden sein. Peter Stamm zum Beispiel, einer meiner Lieblingsautoren. Frauen? Spontan kommt mir Johanna Spiri in den Sinn, deren Heidi von den Japanern geliebt wird. Aber ob sie 1 Million Bücher verkauft hat?

Und doch, da gibt es ein Schweizer Buch in der Schweiz, von einem Schweizer Autorenteam geschrieben, das sich über 2 Millionen Mal verkauft hat. Ein wahrer Bestseller, tatsächlich. Es ist ein Schulbuch, das in den meisten Schweizer Haushalten zu finden ist. Ist das nicht erstaunlich? Ein Mathe oder Franzbuch kann das ja nicht sein. Nein, es ist der Tiptopf, der 1987 zum ersten Mal erschienen und seither wiederholt überarbeitet wurde. Im neuen Design kam er 2008 heraus. Damals hat man ihn auch gründlich modernisiert und zum Beispiel mehr vergetarische Gerichte, Internationale Küche und Salatvariationen aufgenommen und Gerichte, die ganz schnell gekocht sind. Nebst sehr übersichtlichen Rezepten von A bis Z, findet man auch nützliche Tipps und Tricks rund ums Kochen und Backen, dazu hilfreiche Informationen zur gesunden Ernährung. Zu jeder Frage rund ums Kochen und Backen gibt es Antworten. Das Buch ist zudem auch sehr schön illustriert. Natürlich kann man das Buch beim Schulverlag kaufen, es findet sich aber auch in jeder Buchhandlung. Die ISBN-Nummer ist: 9783292004819.

Ich bin ein treuer Freund des Tiptopfs, seit er heraus gekommen ist. Ich brauche ihn nicht nur in der Schule, sondern er ist auch zu Hause das Kochbuch, das ich am häufigsten öffne.

Frozen, frozen, frozen – Eingefroren, eingefroren, eingefroren

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Nach vier Tagen in Baden-Baden traf mich der Schock: Eingefrorene Wasserleitungen, eingefrorene Zentralheizung und zu guter Letzt heute Morgen ein eingefrorenes Auto. Tja, wir Schweizer sind ja bekannt dafür, dass IMMER ALLES PERFEKT läuft, auch wenn …

So wurde ich heute Morgen trotz häuslicher Krise, ein bisschen hatten wir sie unter Kontrolle gebracht, fast pünktlich zur Schule gefahren. Danke, Mia, für den Fahrdienst. Ich habe meinen Schultag nicht schlecht gemeistert, wurde anschliessend wieder nach Hause gebracht. Danke, Andreas.

Hier hatten sich Elektriker, danke Fred, und Sanitär, danke Herr Ziegler, um das Problem gekümmert und wenigstens die Wasserrohre wieder flott gemacht, so dass wir Zähneputzen, Klo spülen und Tee sieden können. Geschmolzere Schnee ist nämlich nicht wirklich sauber.

Mittlerweile habe ich auch meinen Nervenzusammenbruch überwunden und freue mich auf einen gemütlichen Pizza-Fernseh-Abend im elektrisch geheizten Stübli. Wir werden zwar wieder die ganze Nacht auf den Beinen sein, um das Restchen Zentralheizung, das nicht eingefroren ist, bei lauen 40 bis 50 Grad Celsius zu halten. Dafür müssen wir etwa stündlich fünf Holzchnebeli ins Feuer werfen.

Und hier noch, was ich eigentlich heute schreiben wollte. Morgen ist Valentinstag, was mir erst wichtig ist, seit wir den Laden haben. Für die Herzen ein Papiermuster zeichnen, Stoff zuschneiden, füsschentief nähen, dabei eine Öffnung zum Wenden und Stopfen offen lassen. Applikation vor dem Zusammennähen aufnähen, Knopf und Filzherzchen nachher. Das Schnürchen ist gehäkelt und zwischen die Stofflagen genäht.

We went away for four days, which was very relaxing until we came home yesterday evening and found everything frozen: the central heating, the water pipes and this morning my car. I was in a state of shock, but nobody cared. Why should they?

And why do Swiss people ALWAYS have to be perfect? I wanted to stay home this morning, in bed and cry. But I went to school, driven by a friend (Thank you Mia), where I worried about the things at home. I was teaching the whole day, was driven back home (Thank you Andreas). Here the plumber and electrician had done their best to get the water running again. Thank you Fred and Mr. Ziegler. Now we are able to drink a coffee. Melted snow is not clean. Have you ever tried it?

But the house was a mess and with it I broke to pieces. Meanwhile I’m fine again and looking forward to pizza and a Dr. House.

Last but not least: What I actually wanted to tell you. Tomorrow is Valentine’s day, which hasn’t been important to me until now because of the store. So I made some lovely hearts that didn’t cost a thing. Old fabric from the stash, buttons and a bit of fiber filling. Happy Valentine.

 

Life is heavy sometimes – This quilt is not

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Diesmal wollte ich eine Patchwork Decke für meine kranke Schwägerin machen, denn es gibt nichts, das ich tun kann, um ihr zu helfen. Für die einen mag das kein Problem sein, aber ich packe gerne an, tue was, um Ziele zu erreichen, Verbesserungen zu erhalten oder Linderung zu verschaffen. Nicht tun zu können, ist schwierig auszuhalten. Deshalb dachte ich, ich mache etwas für sie, das ihr zumindest Freude bereitet.

Ich wollte das Muster einfach halten, erstens damit es auf einen Blick zu erfassen ist. Es sollte leicht sein, hell und freundlich. Grosse Kontraste wollte ich ebenfalls vermeiden. Deshalb holte ich aus meinem Stofflager im Estrich nur helle Stoffe, geblümte oder unifarbene und helle gestreifte. Ich schnitt Quadrate von 32 cm Länge zu, 35 an der Zahl, wobei ich von den Resten manchmal nur ein gleiches, manchmal zwei oder drei gleiche schneiden konnte. Von den Stoffen weiss ich ziemlich genau, woher sie kommen. Da ist zum Beispiel der geblümte rot gelb weisse Stoff, den für meine Schafwollbettdecke aus zwei alten Duvetbezügen aus dem Brockenhaus in Frauenfeld genäht habe. Oder der lila grün weisse Stoff mit dem Blumenmuster, ein Rest von Shorts meiner Schwester. Dann auch noch der zarte gelbe mit den rötlichen und grauen Streifchen. Er war ein Samensack aus dem Estrich eines alten Bauern aus der Aspenreute. Und so könnte ich weiter erzählen.

Mit diesen Stoffen sind auch die Geschichten vieler Menschen mit in den Quilt genäht und machen ihn reich. Ein Quilt ist nie nur ein Stück aus zusammengenähten Stoffen. Zudem habe ich bei jedem Stich an meine Schwägerin gedacht und viele gute Wünsche für sie eingenäht.

I wanted to make a patchwork quilt for my sister-in-law who is sick in the hospital. It is not easy for me not to be able to do anything to help her. That’s wyh I thought I would make her something that would cheer her up. A blanket would at least make her hospital bed a bit more personal.

I wanted to keep the pattern simple. It should be clear and light and lovely. I tried to avoid strong contrasts. Therefore the fabrics I took from my huge stash in the attic are light fabrics most of them with flowery patterns. I cut squares of 32 cm, a total of 35 squares. Sometimes there is only one of the same fabric, sometimes I could cut two or three. I know a story behind each of them. For instance the fabric with the red and yellow roses, of which were duvet covers I boubht in the thrift store in Frauenfeld and made a comforter some years ago filled with lambs wool. Or the purple green and white fabric, which is a left over I happend to have of a pair of trousers my sister sewed years ago. The third fabric I like to mention comes from a seed bag I got from a friend who had gotten it from an old farmer’s attic. And there are more stories.

All these stories are sewn into the quilt I’m sure together with all the good thoughts I had and wishes I made sewing the pieces together and making the quilt. I quilt is never only a piece of fabric.

Kalter Wintertag – A Cold Day in Winter

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Heute war der schönste und kälteste Tag dieses Winters. Am Morgen gingen wir zwei Stunden lang Schneeschuhwandern, was uns die rötesten Wangen beschehrte, die man sich vorstellen kann. Es war wunderbar mitten durch die schneebedeckten Wiesen zu stapfen und daran zu denken, dass es im Sommer so heiss ist, dass man am liebsten gar keine Kleider trägt. Nun ist die Sonne bereits untergegangen, und im Ofen gart eine feine Lasagne.

So gehen für mich viel zu kurze Ferien zu Ende. Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche.

Today has been the most beautiful and most freezing day of this winter. We went snow shoe walking for two hours in the morning and get the most red cheeks possible. It was wonderful to go through the snowy meadows. And now after sunset, a delicious lasagne is in the oven. My winter break is over. It has been way to short. 🙂

I wish you all a good start into a new week.

Warme Füsse – Warm feet

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Brrrrrr, es ist kalt hier im Laden.  Aber wenigstens ist mein Restenwollensockenpaar fertig gestrickt. Da werden meine Füsse dann zu Hause frisch besockt schnellsten wieder warm. Hoffentlich! 🙂

It’s very cold here sitting in the store without any customer. Where are you? Everybody in the mountains looking for the sun? However, I’m happy I’ve finished my pair of socks I made of left over yarn. All the endings are weaved in. When I am home tonight I will be warm soon. Hopefully.

Thank you so much for all your lovely comments on my posts. This really means a lot to me! I wish you a plesant afternoon or evening or what ever is left of the day.

 

Edit: These are my January Socks. I love them!