Archiv für den Monat November 2015

Vegane Meringues – Me Going Vegan (for once)

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Vegane Meringues

Vor ein paar Wochen stolperte ich über ein Rezept, das mich echt erstaunt hat. Statt Eiweiss sollte man den Flüssigkeit einer Dose Kirchererbsen zusammen mit Zucker schaumig rühren können? Es muss am Eiweiss liegen, dachte ich, blieb aber skeptisch, denn wer garantiert mir, dass die perfekten Meringues auf dem Bild tatsächlich nicht mit Eiweiss gemacht wurden? Wer garantiert mir, dass nicht mit Photoshop nachgeholfen wurde? Gestern habe ich das Rezept ausprobiert.

I’ve wanted to try out this vegan recipe for weeks as I was uncertain if it would work. The liquid of a can of chickpeas instead of egg whites? Seriously? Of course there is a picture, but you know, there is also photoshop. Yesterday I felt brave enough to try. 1 dl of liquid, 4 tablespoons sugar added one after another while beating high speed. 🙂

Meringues_1

Zu meinem grossen Erstaunen wurde die Flüssigkeit tatsächlich steif, sah tatsächlich fast so aus wie richtiger Eischnee.

It actually worked and looked like beaten egg whites. 

Meringues_2

Ich dressierte die Masse auf ein Backtrennpapier, wo sie ein bisschen zerlief. Soweit so gut. Die pflüderigen Meringues kämen für etwa 2 Stunden bei 80 Grad in den Ofen. Nach 1 1/2 Stunden (da war es 20 vor vier Uhr) waren sie aber noch so zäh und klebrig, dass ich bezweifelte, dass ein essbares Endresultat möglich sei. Ich erhöhte die Backtemperatur auf 120 Grad und verlängergte die Backzeit bis 17 Uhr. Noch immer ein bisschen klebrig, ganz wenige waren auch zusammengefallen. Ich stellte den Backofen ab, liess die Meringues aber drinnen. Als wir dann um 20 Uhr wieder nach Hause kamen, waren sie trocken, knusperig und sahen fast perfekt aus.

The beaten batter was a bit runny as you can see on the photopraph. I baked them in the oven 80 degrees Celsius for about 1 and 1/2 hours. Because they were still very sticky, I increased the heat to 120 degrees Celsius and turned the oven off an hour and 20 minutes later but I let the meringeus in the oven. When we came home at 8 pm, they were dry and looked almost perfect. 

Heute Morgen wird beim ersten Kaffee degustiert. Hmmmm … ein wenig salzig, nicht kleberig, fragile fast. Und gut. Experiment gelungen. 🙂

I tested them this morning with my first coffee. Hmmmm … they are a bit salty, not sticky at all, delicat. A success I dare say! 🙂

 

Meringues_6

 

Beim nächsten Versuch werde ich Japonnaisbödli oder Makrönli backen, zur Grundmasse also noch gemahlene Mandeln dazugeben.

Next time I will add almonds and make Makrönli. 

Aus den Kichererbsen habe ich übrigens mit Feta, einer Hand voll Cranberries, Zitronensaft, Olivenöl und etwas Pfeffer einen leckeren Salat gemacht.

And I made a yummy chickpea salad with feta, cranberries, lemon juice, oliveoil and little pepper. 

 

 

Christmas Rose – Christrose

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Last Christmas I was responsible for the dinner at my parents‘ house and had to handle the oven, which was a bit tricky because it is about the age of my mom, so to speak. It took more than an hour to get the meat done, that was finally tought as leather. We decided that our dear mother was in urgent need of a new oven. However, she doesn’t want one. I’m not sure if she likes a new potholder to replace the one my grandmother made her in the seventies. 😉 Anyway, this is what she will get for Christmas from me. She can keep the one my grandmother made. And I declare: I will not bake in that oven, I’d rather change the menu. 

I crocheted block 28 of Jan Eaton’s book 200 crochet blocks and added a second piece without pattern to the back to make the potholder thicker. 

Christrose

Lasst mich ein bisschen ausholen: Zwei Wörter, die wir Kinder aus der Schule mit nach Hause brachten, nervten meine Mutter in den 60er Jahren, als der Einfluss der deutschen Sprache noch kaum vorhanden war, enorm. Sie korrigierte uns jedesmal, wenn wir aufgeregt von Kaulquappen redeten und voller Abenteuerlust, in der Natur Kaulquappen einfingen, um ihre Metamorphose der Kaulquappen im Waschzuber zu beobachten. „Das sind Rosschöpf. Rosschöpf. Rosschöpf.“ Sie hat heute ihre liebe Not, da Pferd (Ross) und Männer (Mane) in unserer Mundart parken (parkiered). Das zweite Wort, das sie nöd verbutze (ertragen) konnte, war Topflappen, ein Wort , das in jedem Schweizer Haushalt Einzug hielt, dessen Kinder Handarbeitsunterricht genossen. „Pfanäblätz heisst das Ding oder Haafädatze, denn meine in Zürich geborene Mutter hatte Verwandtschaft im Kanton Basel.

Und dann noch eine Geschichte über meine Mutter: Letztes Jahr am Weihnachtsessen war ich für das Backen des Filets im Teig zuständig, was ja gewiss keine grosse Sache ist. Leider ist der Backofen meiner Mutter in die Jahre gekommen wie sie selbst, so dass das feine Filet, nach langer Zeit annähernd goldbraun gebacken, dermassen trocken geworden war, dass wir beschlossen, ein neuer Backofen müsse her. Aber meine Mutter will keinen neuen. Jetzt kriegt sie von mir wenigstens einen neune Topflappen, äh Pfanneblätz. Den meiner Grossmutter kann sie ja noch behalten. Und ich werde nicht in diesem Ofen backen, auch wenn das eine Menüänderung bedingt.

Es ist Block 28, Christrose, aus dem Buch 200 crochet blocks von Jan Eaton. Ich habe zusätzlich eine weisse musterlose Rückseite gehäkelt, damit er schön dicht ist.

Christrose_3

Happy Sunday!

Tadaah: Meine Schuhe – Self-designed and Self-made Shoes

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Mokassins

Eine Woche in der Schuhmacherei, in der ich zig Sohlen geklebt und Absätze geschmirgelt und auch ein Paar Schuhe für mich genäht habe, liegt hinter mir.

Mein eigenes Paar Schuhe, mit Leder, Sohle, Innensohle und allem.

Ich freue mich heute besonders auf ein geruhsames Wochenende. Ich habe Zeit, im Internet nach Lederlieferanten und Schuhmacherbedarf zu suchen. Und da ich letzte Woche vorallem gemerkt habe, dass ich noch weit weg von Professionalität bin (ja, hochgesteckte Ziele), hat es mich doch heute Morgen als erstes Wunder genommen, ob mich die Zwickmühle aus der Zwickmühle befreit. Wenn ich dann meinen Kalender konsultiert habe, melde ich mich an den Kurs „einfache Leistschuhe“ an. Es geht weiter mit der Weiterbildung.

Definitiv ein Plausch und ein Grund zur Freude.

I haven’t told you much about my experiences as a designer and shoemaker, but I will. Firstly, the out-come of my week at the shoemaker’s in Weinfelden besides an umteenth number of soles I’ve glued. 

My own pair of shoes, leather and all.

I’m looking forward to a quiet weekend with lots of time to search the internet for leather and shoemaker tools. And because I am ways from being a professional, I have been looking for continuing education. I’m quite sure to be in a course in March. I just have to check my calendar. 

 

Gut vorbereitet: Schürze aus Jeans – Well Prepared: Apron made of old Jeans

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Schürze_5

Diese Woche arbeite ich beim Schuhmacher. Ich darf ganz viel Arbeiten ausführen, Maschinen gebrauchen und auch für mich selber arbeiten. Diese Winterstiefel brauchen zum Beispiel neue Reissverschlüsse. Dann habe ich schon zig Laufsohlen geklebt und abgeschliffen, Innensohlen erneuert, Lederriemen repariert, die Kaffeemaschine bedient. An den Händen habe ich jetzt Leimreste und unter meinen Fingernägeln schwarze Schuhcrème. Nur die Kleider bleiben sauber, denn ich habe mir am Wochenende als Vorbereitung auf die Schuhmacherwoche eine Schürze genäht, die sich bestens bewährt.

I work at a shoemaker’s this week and are actually allowed to do all kinds of projects. Furthermore, whenever I have to time, I work on a pair of shoes I hope to show you later this week. 🙂 I have shoe polish under my finger nails and glue all over my hands. Luckily, my clothes don’t get dirty, because I started well prepared with a new apron on Monday. The apron is very usefull as I can put little pieces into my pockets or use my lap as a work table as you can see on the first picture. 

Schürze

Man nehme ein Hosenbein, schneide es in der Mitte des hinteren Teils auf (Bild links), falte die Schürze und schneide die Armlöcher aus (Bild Mitte). Evt. muss man den unteren Rand der Schürze ausgleichen. Dann platziert man Hosentaschen, die einen Zentimeter neben der Naht ausgeschnitten wurden, und nähe sie fest (Bild rechts).

The apron: Take a leg of a pair of jeans, cut it in the middle of the back of the leg (picture on the left). Than fold the apron and cut out the shape for the arms by folding the apron in the middle (picture in the middle). Place the pockets you cut out from the same pair of jeans or another (picture on the right). There is another picture bellow where you can have a closer look.  

Latz

Der obere Rand kann mit einem Hosenbund aufgepeppt werden. Ganz einfach aufzickzacken. Die Ränder der Schürze werden mit Schrägband, gekauft oder selber zugeschnitten, eingefasst.

You can pimp up the upper edge. Use bias binding, bought or selfmade, on all edges. 

Taschen

Die Schürzenbänder sind ausgeschnittene Hosenbeinnähte oder ebenfalls aus Schrägstreifen genäht. Hier noch genauer, wie die Taschen aufgenäht werden.

Have a look at the pockets again. These are from a differnt pair of jeans. I used cut-off seams of the jeans to make the ribbons. 

Schürze_4

 

Ich habe zwei Schürzen genäht, weil eine Hose ja zwei Beine hat, und … na ihr wisst schon, dass ich mich gerne wiederhole. Zudem ist Zeit, ein paar Weihnachtsgeschenke zu machen.

And yes, I made two aprons, because there are two legs on a pair of jeans (it wouldn’t be a pair, would it), und … you know, I like repetition. And it’s the time of the year when you need some gifts in stash. 

 

 

Ein Bekenntnis – A Confession

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Guetzli

Es geht schon los das frohe Guetzlibacken en famille, und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, Vorweihnachten müsste doch gewiss so traurig sein für mich, weil meine Kinder ausgefolgen und ich mit ihnen deshalb nicht mehr in mehlbestäubter Vorfreude auf die Festtage warte, mache ich hier ein Bekenntnis:

Vorfreude, tatsächlich!

Schon Wochen vor Weihnachten lässt EIN Thema die Emotionen hoch gehen: Weihnachtsguetzli. Triumphierend erzählen die einen von ihren 20 verschiedenen Sorten, die sie in den umwerfend schönen, weihnächtlichen Blechdosen aufbewahren. Und manche weiss, dass Weihnachtsguetzli nur richtig sind, wenn man selber geknackte, frisch gemahlene Baumnüsse verwendet. Auch die Betty Bossi Zeitung titelt ihre Dezember Ausgabe mit „Vorfreude“. Ein Arrangement aus Glitzersternen, pinkfarbenen Federchen, Pflaumen- und Orangensablés deutet auf die kommende Hochsaison in der Küche hin. Keine Frage für BB, dass guetzle frohes Vorbereiten auf Weihnachten bedeutet.

Mag sein, dass es viele passionierte Guetzlibäckerinnen gibt, die kaum erwarten können, aus den vor Wochen eingekauften Zutaten, günstig im Angebot kiloweise nach Hause geschleppt, verführerische Leckereien zu zaubern. Mag sein, dass es Familien gibt, in denen das Zusammenleben nie so schön ist, wie wenn gemeinsam zu Klängen der Zeller Weihnacht mit Mixer, Wallholz und Ausstechformen hantiert wird.

Mir wollte das traute gemeinsame Rühren und Schlecken, das ich doch jede Adventszeit von neuem pflegen wollte, nie so recht gelingen. Nicht dass ich nicht guten Willens war. Ich hatte einfach nicht den Nerv, mit meinen vier Buben Guetzli zu backen. Wahrscheinlich glich deshalb die angestrebte Idylle eher einer Schlachtszene. Ich fand es einfach grässlich, wenn überall Mehl herum stob und Teigreste am Boden und an den Stühlen klebten. Obwohl auch meine Hände voller Zucker waren, musste ich andauernd Pulloverärmel zurück krempeln, Schürzen neu binden und davor natürlich jedes Mal die Hände waschen. Mir gruusete es ob der grauen Mehlwürmer, und obwohl ich keine Perfektionistin bin, entwickelte ich doch einen gewissen Ehrgeiz, gleichmässig dicke Brunsli und schön gekrümmte Vanillegipfeli zu backen. Die Konfitüre hätte ich lieber zwischen dem Deckeli und dem Bödeli der Spitzbuben gehabt statt auf der Glaskeramikplatte des Kochherds. Auch das verkleckerte Eigelb, bei 210 Grad schwarz und hart auf dem Blech eingebrannt, liess keine Freude aufkommen. Überhaupt, das Backen war Stress pur. Viel zu schnell war jeweils die dem Kleingebäck angepasste kurze Backzeit vorbei. Schon sahen die eben noch ein bisschen zu bleichen Herzen, Monde, Schweizerkreuzchen und Vögelchen statt goldig knusprig, dunkelbraun aus und waren ungeniessbar hart geworden.

Auch heuer wieder üben Fertigteig und Ausstech-Set, mit dem man 36 Stück aufs Mal aussticht, eine grosse Anziehungskraft auf mich aus. Sie versprechen nämlich angesichts meiner eher traumatischen Erlebnisse gemütliches Backvergnügen. Teig auswallen, Ausstech-Set aufdrücken, fertig. Das richtige, feine Weihnachtsgebäck geniesse ich dann bei meiner Schwägerin und der Nachbarin umso mehr. Aber ganz bestimmt lobe ich die beiden für jedes aus edlen Zutaten selbstgebackene Stück. Vorfreude, tatsächlich!

Guetzli_2

 

 

Nimm dir Zeit – Take Your Time

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Zeit

Bevor ich wieder losjammere, dass die Zeit viel zu schnell vorbei geht, dass ich keine Zeit für Ruhe und Besinnung fände, obwohl das doch eigentlich das Wichtigste in der Advents- und Weihnachtszeit sei, befolge ich diesen Rat:

Nimm dir Zeit. 

Das habe ich, angeregt von Annette, und das ist dabei herausgekommen.

Zeit zum Abreissen

 

Für mich ist es jedenfalls hilfreich, physisch daran erinnert zu werden, dass ich zu einem grossen Teil selbst bestimme, wie ich meine Zeit einteile. Schon alleine deshalb braucht es eine Pause, um darüber nachzudenken, wie ich meine Prioritäten setzen will, was mir wirklich wichtig ist oder ob ich mich vom allgemeinen Trubel mitreissen und andere über meine Zeit bestimmen lasse.

Die ersten 3 Min. habe ich nun schon zum Basteln dieser Karte verwendet, was aber überhaupt nichts macht, denn das Beste ist, dass ich jederzeit noch eine machen kann. Habt ihr es gemerkt? Das ist ein kleines Recyclingprojekt. Und ich denke doch, ich reisse hier nochmals 1/2  Std. ab und bastle für meine allzeit gestressten Freundinnen ebenfalls eine Abreisskarte.

Meine Sonntags – bastel – freude.

Maybe we need a physical reminder that we are the kings of our time instead of complaining that time runs too fast. Let’s take a break now and then, breath deeply and afterwards carry on with what is really important. We may have the time to actually think about our priorities during the break. 

Take your time! 

Zuckenriet lädt am Montag, 23. 11. 2015, zu einem Vortrag ein:

Doppelt so langsam

Auswege aus der Beschleunigungsfalle

mit Mark Riklin, Schweizer Landesvertreter des Vereins zur Verzögerung der Zeit.

 

Bereit für den Schnee – Anticipating Snow

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Samstagskaffe-Lindor

Seit drei Tagen stürmt der Wind ums Haus. Das mag ja bei Tageslicht eine gewalltige Sache sein, aber in der Nacht liebe ich den Wind gar nicht. Nein, ich bin nicht wie das Heidi beim Alpöhi, das nicht genug geschwind unter die grossen Tannen springen konnte. Das Rauschen in den Bäumen finde ich zwar sehr schön, aber darüber hinaus scheppert und klapptert es immer irgendwo: Eine blecherne Giesskanne macht sich selbstständig, Gartenstühle fallen um, das Schopftor reisst auf, eine dahergefegte Plastikplache schleift geräuschvoll über den Hausplatz, ein Fensterladen schwingt hin und her. Es ist mir schlicht zu unruhig.

Angeblich soll es ja bei uns oben (680 MüM) dieses Wochenende zu schneien beginnen, weshalb ich mich heute Morgen früh vom Bett direkt ans Fenster gegab, um die Temperatur zu fühlen. Es ist noch ein bisschen zu warm. Ich bin gespannt, ob mir im Verlauf des Tages die Flocken um die Nase wehen. Bereit bin ich (Und mein Auto auch bald wieder. Danke, Michael!

There has been a lot of wind the last days. Strong wind, that broke the wipers of my car in the middle of a rain storm. Not good, but they are fixed by now. I really love wind. It reminds me of Heidi on the mountain pasture, who couldn’t run fast enough to listen to the wind in the firs behind the cottage. But then, during the night, the wind disturbs me as there is always something that makes noise: a garden chair or the watering can topple over, the door of the shed is ripped wide open, shutters go to and fro. These sounds are disturbing. They aggravate me and I cannot sleep. By day, on the other hand, I love this powerful performance of nature. 

I’m anticipating the snow, which the weather forecast has been talking about. Therefore, I checked the temperatures first thing in the morning: It’s a bit still too warm. But who knows, sometimes it gets cold very fast and there might be some snowflakes on my nose later in the day. I’m ready! 

Verlinkt ist mein Kaffee mit Samstagsplausch bei Andrea.