Samstagskaffee oder Meine kleine, heile Welt – My Little World

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Irgendwie denkt es bei mir immer. Es gibt immer etwas, worüber ich nachdenke, ja sogar brüte. Das geht mir heute beim ersten Kaffee im Kopf rum:

Bei Gelegenheiten habe ich bestimmt schon erwähnt, dass wir hier in Oberheimen Frühaufsteher sind. Da ist die Welt noch so ruhig und in Ordnung. Heile Welt kann man sagen, auch wenn wie überall kleinere und grössere Tragödien dazugehören. Gerade jetzt sehe ich nicht weiter als an den Waldrand und hätte ich nicht Internetzugang wüsste ich nicht, dass es hinter dem Wald noch weitergeht und da draussen eine nicht ganz so heile Welt existiert.

Es zeigt sich also heute Morgen, dass es dem Schlafe förderlich ist, genügend früh in die Wolle zu kriechen, weil die Welt in Oberheimen auch nach dem Einnachten so ruhig und in Ordnung ist. Ich schlief schon, als Paris explodierte gestern Nacht.

Deshalb bin ich heute ganz besonders dankbar, dass es mir gut geht, dass ich in Frieden leben kann, dass niemand mich bedroht, dass mein Schlaf tief und mein Erwachen froh ist. Ja, ich gehe jeden Abend schlafen mit der Zuversicht, dass ich morgen da weiter machen würde, wo ich heute aufgehört habe, und mit dem Gefühl, dass die Welt nicht untergeht über Nacht. Und doch …

… heute werde ich die Welt für andere ganz bewusst ein bisschen schöner und besser machen. Vier Sachen: fair produzierten Kaffee kaufen, einer Freundin eine Karte schreiben, den Leuten auf der Strasse zulächeln, eine Spende machen.

Samstagskaffee

My little world in Oberheimen is peaceful and safe, which I am grateful for each day of my life. Especially in the early morning hours when everybody’s still asleep. Furthermore, the world ends behind the woods because of the fog. And if I hadn’t internet, I wouldn’t know that Paris exploded last night while I was already sleeping safely. 

I go to bed each night knowing that I will continue the next day with whatever I did the night before. There is always a new day after the night. Yes, indeed, I am very fortunate. 

But how can I make the world a better place for others? I’m going to buy fair trade coffee today, make a donation, smile at people in the streets and write a post card to a friend. Small things but nontheless. 

Meine kleine heile Welt verlinkt mit Samstagsplausch und Sonntagsfreude

 

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  1. Ich bin mit diesen Nachrichten einfach überfordert! In meinem Kopf fährt alles Karussell.
    Das frühe Schlafengehen hat immerhin für einen guten Schlaf gesorgt.
    Wortlos bin ich, ob dieses Wahnsinns.
    Die Welt ein wenig schöner machen ist vielleicht eine kleine Alternative.
    Grüße aus Berlin
    Andrea

  2. Hallo,
    auch ich bin froh, dass ich schon auf meiner „Insel der Glückseligkeit“ lebe und bin auch dankbar, dass es mir gut geht. Ich hoffe und wünsche mir, dass uns in Deutschland sowas erspart bleibt,
    aber mehr und mehr meide ich auch größere Ansammlungen und wenn ich S-BAhn fahre,
    habe ich ein ungutes Gefühl.
    Überfordert bin ich, bin ich mit den Flüchtlingen und es zehrt an mir mehr und mehr.
    Ich mache das ehrenamtlich, aber ich werde es wohl aufgeben müssen, es ist mir einfach zuviel.

    Vielen Dank für deinen lieben Kommentar.

    Lieben Gruß Eva
    die am liebsten in das Foto beißen würde, lecker

    • In Kreuzingen gibts eine Weihnachtsfeier für Flüchtlinge. Mein Mann und ich stellen uns als Helfer zur Verfügung. Aber sonst merke ich nichts von Flüchtlingen hier. Ich verlasse mich nicht auf die Medien, die sagen, es kämen viele. Was bitte sind viele? Du schreibst ja in deinem Beitrag über die Achtsamkeit. Sei auch achtsam dir gegenüber. lg Regula

      • Liebe Regula,
        bei sind es jetzt 250 Personen und weitere 150 Personen werden wohl folgen.
        Unsere Gemeinde hat 14000 Einwohner.

        Lieben Gruß Eva

      • Nun habe ich doch was vergessen, entschuldige.
        Ich finde es großartig, dass Ihr Euch als Helfer zur Verfügung stellt. Wären es mehr Menschen, so wären die Helfer auch nicht so überfordert, glaub mir es geht schon
        an die Substanz.

        LG Eva

  3. Auch ich bin gerade aus meiner „heilen Welt“ erwacht und frage mich nicht zum ersten Mal: Was für ein Gott soll das sein, der für solche Grausamkeiten herhalten muss? Ich bin froh, dass ich hier auch was für Flüchtlinge tun kann. Ich glaube, wenn viele Leute „kleine Dinge“ tun, kommt was Grosses dabei raus. Lasst uns unseren Beitrag leisten gegen den Terror, egal woher er kommt und den Glauben an das Gute nicht verlieren! Herzliche Grüsse, S.

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