Die Gretchenfrage: Sag, wie hältst du’s mit dem Frieden?

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Bildquelle: Friedenskraft.ch

„Die Gretchenfrage steht für eine Frage, die dem Befragten direkt und in der Regel unvermittelt gestellt wird. Die Gretchenfrage hat dabei stets einen Inhalt, dessen Preisgabe dem Befragten unangenehm ist. Häufig wird mit der Gretchenfrage auch ein naiver Fragesteller in Verbindung gebracht, was allerdings im heutigen Sprachgebrauch nicht unbedingt der Fall sein muss. Der Begriff geht auf Goethes Faust zurück und bezeichnet ein Gespräch zwischen Gretchen und Faust.“ Quelle: Wortwuchs.net

Wie hältst du’s mit dem Frieden?

Üblicherweise antworten die Menschen, denen diese Frage gestellt werden, so: Frieden beginnt in mir, Frieden beginnt im Alltag, Frieden beginnt im Kleinen. Man bemüht sich, die Kinder nicht anzuschreien, gewaltfrei zu erziehen. Man geht respektvoll miteinander um. Man lebt in gutem Einvernehmen mit den Nachbarn, übt sich in Toleranz. Man versöhnt sich nach einem Streit. Man entschuldigt sich. Wir lehren die Kinder auch in der Schule, „Gwalt isch kai Lösig“. Die Starken schützen die Schwachen. So weit so gut! Frieden ist privat, im besten Fall etwas Soziales, das die engere und weitere Gesellschaft betrifft und bis zur Landesgrenze geht.

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Bildquelle: Friedenskraft.ch

Nur finde ich, Frieden muss auch eine politische Dimension haben. Und auch da bin ich gemeint, und zwar darüber hinaus, wie gut ich mit meinen Nachbarn auskomme und am Abend ohne Streit schlafen gehe. Ich muss laut sagen, damit die Politiker und die Regierung hören: Ja, ich will Frieden.

Ich will Frieden auf der Welt und nicht nur in der Familie. Ich will, dass sich mein Land für Frieden einsetzt. Und mit Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg gemeint, sondern Gerechtigkeit, das Bemühen um eine gerechte Welt, in der nicht die einen viel und andere nichts haben.

Ich will nicht nur im Privaten Auseinandersetzungen im Gespräch lösen, sondern die Regierungen und die Politiker auffordern, auf staatlicher Ebene das Gleiche zu tun.

Frieden bedeutet, dass die Starken die Schwachen stützen, ihnen zuhören, ihnen bei der Lösung ihrer Probleme helfen und sie nicht noch weiter ins Verderben stossen. Die Starken dürfen den Schwachen nicht rauben, was sie haben und wir haben wollen: Rohöl, Diamanten, seltene Erden, Wasser, Menschen, die zu Skalvenbedingungen arbeiten. Frieden ist nur möglich in einer gerechten Welt.

Frieden bedeutet auch, den Kriegstreibern Halt zu gebieten, bedeutet eine ausgewogene Berichterstattung über die Geschehnisse in der Welt. Frieden bedeutet die Aussage „Wir sind die Guten“ in Frage zu stellen. Dazu rufe ich die Regierung, die Politiker und die Mächtigen dieser (westlichen) Welt auf.

Deshalb hissen wir eine Flagge. Und vielleicht macht ihr ja auch mit.

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Bildquelle: friedenskraft.ch

Der Anstoss kommt von hier: Mein Mann hat den Ze!tpunkt abonniert, eine Schweizer Zeitschrift, die Meldungen, Artikel, Meinungen zu Menschen, Landschaften, zum Zusammenleben, zur Politik, zum Leben im Einklang Natur und Mitwelt, Wirtschaft aus einer etwas anderen Perspektive bringt.

 

 

 

 

 

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