Archiv für den Monat Oktober 2018

Warm und kuschelig – Warm and Cosy

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Mittwochabend. Das Haus gemütlich warm und gemütlich. Pasta zum Znacht. Alles tiptop. Auch die Strickjacke, ein zweijähriges UFO, ist auf bestem Weg, ein Lieblingsstück zu werden: Warm und kuschelig. Ich bin dabei, die fertigen Teile zusammenzunähen. Bei Kerzenschein. Wie ich bereits sagte: Herz geht immer. Aber heute werde ich nicht mehr fertig, denn das Bett ruft: warm und kuschelig.

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The house is warm and cosy, too. I’ve made a fire, cooked some pasta for dinner. Everything is just fine. I’ve also lit a candle as it is quite dark at half past seven. I’m almost finished with my warm and cosy cardigan, an ufo I started two years ago. I’m sewing the pieces together by the light of a candle. As I said: light-hearted. And I hope to be able to wear it when the next snow falls. But I’m not doing it tonight. Bed is calling: Warm and cosy. 

Good night, ladies!

Der Geschmack meiner Jugend – Berner Rosen

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BernerRosen

Gestern ging ich meine Eltern besuchen. Einfach so. Unangemeldet, um zu schauen, wie es ihnen geht, ein bisschen zu plaudern und zu sagen: Hey, ich lebe noch!

Beim Abfahren sah ich sie: die Berner Rosen. Äpfel vom Baum, der schon alt war, als ich aufwuchs in diesem Quartier. Wir haben eine einfache Baumhütte in die Verzweigung des Stammes gebaut, Stefan und ich. Dort oben sind wir gesessen und haben auf den Milchmann gewartet, auf Herrn Hild aus der Murkart, der uns ab und zu ein abgelaufenes TamTam geschenkt hat.

Der Baum steht ziemlich genau auf der Grenze zwischen meinen Eltern und dem Land, auf dem damals noch Kühe und Rinder weideten. Erst viel später ist schliesslich ein Haus gebaut worden, das jetzt leer steht.

In all den vielen Jahren hat keiner gefunden, man müsse den alten Apfelbaum fällen, der sich tapfer gegen Altersgebresten wehrt. Er wirft vertrocknete Äste ab, leidet unter der Schneelast, das Loch im Stamm wird immer grösser, der Efeu wuchert. Und doch trägt der Baum Früchte. Diesen Herbst ganz viele.

Ich war schon dran vorbei gefahren, in Gedanken bereits zu Hause, als ich nochmals umgekehrt bin und ein paar Äpfel aufgelesen habe. Wunderbar rot, ein bisschen bitter im Geschmack, aber voller Erinnerungen. 🙂

Verlinkt mit Sonntagsglück.

Oberheimen Blog

BernerRosenGestern ging ich meine Eltern besuchen. Einfach so. Unangemeldet, um zu schauen, wie es ihnen geht, ein bisschen zu plaudern und zu sagen: Hey, ich lebe noch!

Beim Abfahren sah ich sie: die Berner Rosen. Äpfel vom Baum, der schon alt war, als ich aufwuchs in diesem Quartier. Wir haben eine einfache Baumhütte in die Verzweigung des Stammes gebaut, Stefan und ich. Dort oben sind wir gesessen und haben auf den Milchmann gewartet, auf Herrn Hild aus der Murkart, der uns ab und zu ein abgelaufenes TamTam geschenkt hat.

Der Baum steht ziemlich genau auf der Grenze zwischen meinen Eltern und dem Land, auf dem damals noch Kühe und Rinder weideten. Erst viel später ist schliesslich ein Haus gebaut worden, das jetzt leer steht.

In all den vielen Jahren hat keiner gefunden, man müsse den alten Apfelbaum fällen, der sich tapfer gegen Altersgebresten wehrt. Er wirft vertrocknete Äste ab, leidet…

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Samstags kopfüber in den Winter – Head over Heals into Winter

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TeeGuten Morgen, liebe Leute!

Der See ist leer, die Flüsse ohne Wasser. Gestern habe ich gehört, dass der Bund seine Kraftstoffreserven angezapft hat, weil der Rhein nicht schiffbar ist. Aber Schaffhausen und Basel sind weit weg.

Ich sehe nur die Thur, die ich auf meinem Weg in die dichter bevölkerte Gegend jeweils überquere. Ja, das Flussbett sieht ziemlich trocken aus. Auch die Quelle in der Wiese oben sprudelt nicht mehr, und auch den Bach weiter unten höre ich nicht mehr rauschen.  Deshalb ist der Regen sehr willkommen, der heute Morgen Punkt 6 Uhr eingesetzt hat. Er soll angeblich heute den ganzen Tag und auch morgen Sonntag noch fallen, vielleicht in Form von Schnee. Juhee! Vom Sommer head over heals direkt in den Winter. Es passt.

Was das Wochenende bei dieser Wetterprognose verspricht? Meine Liste reicht von Haushalten über Lieferdienste zu Strickprojekt. Trotzdem wird das Wochenende entspannt. Ich starte mit Tee neben dem Feuer.

Und wie sieht das Wochenende bei euch aus?

It started raining this morning as we have been told by the weather forecast. I couldn’t believe it. The summer seemed never ending. And now it is supposed to snow tonight. I’ll stay more or less in the house this weekend as it needs tending. You cannot go away for two weeks, come back and start working a hundred percent and still manage your household. And of course you cannot neglect your job. It’s agains work ethics, right?

Anyway, the weekend will be relaxing. I’m starting with a cup of tea warmed by a fire. What are you up to?

 

Verlinkt mit der Samstagsrunde bei Andrea.

 

Samstags ohne Ende? – Ad Infinitum – Never Ending?

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adinfinitum

Vielleicht bin ich fertig mit dem Vorzeigestück. Vielleicht auch nicht. Ein Werk ohne Ende. Vielleicht. Vorerst werde ich das Material jedenfalls noch nicht wegräumen.

Diese zweite Ferienwoche war gefüllt mit alljährlich wiederkehrenden Arbeiten, für die ich eigentlich keine Zeit hatte, weil wir Besuch haben, der seinerseits wiederum zu allerlei freudigen Aktivitäten führte: Sieh obiges Stick- und Molaprojekt, Ausflüge in die Berge, Kunst- und Brockenhäuser. Heute habe ich jetzt erst einmal besuchsfrei, bis meine Enkelin fürs Wochenende eintrudelt. Noch eine Besucherin. 🙂

Am Montag zurück in die Schule? Sie war nie weiter weg.

Eine Freundin hat unverhofft ihren Mann verloren. Ist es nicht interessant, dass wir uns als junge Menschen gefragt haben: Wer wird zuerst heiraten? Wer bekommt als erste ein Kind? Nie habe ich mir auf dem Lebensweg diese Frage gestellt: Wer wird als erste Witwe? Jetzt wissen wir es. In meinem Freundeskreis sind besonders die Frauen aufgescheucht. Bis anhin haben doch vor allem unsere Eltern von verstorbenen Bekannten, von Beerdigungen erzählt. Es waren die Alten, die starben. Und jetzt sind schon wir dran. Es hat eben doch alles ein Ende. Wir wissen das, nur …

Ein Herz ist nicht gebrochen, es ist aus dem Rahmen gefallen. Das könnte doch die Geschichte hinter dem Stick- und Molabild sein.

Good Morning, dears!

I’m enjoying the empty house. Actually, we have a visitor who needs to taken care of because she doesn’t speak the language and she doesn’t drive a car. So my husband and I are quite busy besides all the work that should be done around the house before the winter comes. There won’t be much time when school starts again on Monday. I got up extra early the past days to cut the bushes, weed the flower garden, cleaned the gutter. I think (I decide) it is enough! 

A friend of mine lost her husband. This is funny. When we, the girl friends, were young, we used to wonder who will be the first to be married? Who will be the first who has a child? We never wondered who will the first to be a widow. Now we know. Only the our parents, the old people talked about funerals and mentioned that a friend, the husband of a friend had died. Now it’s us. There is an end. Of course we’ve known, but … 

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Die Wunderfaser vom Schaf – I love Wool

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„Würde eines Tages berichtet, daß eine Textilfaser entdeckt worden ist, die unter freiem Himmel mit geringem Energieverbrauch und ohne Abfallprodukte erzeugt werden kann, dazu noch in verschiedenen Farben und Längen, unser Interesse wäre sofort geweckt.Würde weiter bekannt, die Faser sei leicht zu veredeln, zu färben und mit anderen Fasern zu vermischen, sei giftfrei, hautfreundlich, elastisch, lärmdämmend, wärme- feuchtigkeitsausgleichend, schmutz- und wasserabstoßend, schwer entflammbar, leicht zu reinigen, knitterfrei, wiederverwendbar und hundertprozentig biologisch abbaubar – welchen Namen würde man dieser Faser geben ? Warscheinlich würde man von einer Wunderfaser sprechen . Und um so ein Wunder, ein viel zu wenig beachtetes Wunder handelt es sich bei der Wolle vom Schaf.“

Qelle: Schwedische Wollexperten Gustafsson und Waller

Mola Technique – Vorzeigen und Fertigstellen

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MOla

Zur Abwechslung mal ein bisschen Handnähen und Sticken. Mola Technik beinhaltet sowohl ausschneiden und die tiefere Schicht freilegen, als auch Applikation. Ich finde sowieso, alles ist erlaubt.

Do you know Mola technique? It’s from Panama. I like these traditionally colourful sewn pictures very much. Years ago I did some Mola work and have had it my studio since. Our visitor wanted to try out this technique. So I thought it was the right time to do a little project as well. That has turned out to be a bit bigger than small. 🙂

Was als Stück zum Vorzeigen anfing, ist schon bald ein fertiges Werk.

Mola2

Noch fehlen das vierte Stück der Umrandung und ein paar Stiche. Aber vielleicht kommt es dann nochmals ganz anders. Wer weiss, vielleicht kann ich morgen damit aufwarten.

It isn’t finished yet. Hopefully, I can find the time to add the forth part of the frame and do a few more stitches. I’m looking for some beige fabric as soon as I press the „publish“ button. 

 

 

Lazy Morning – So beginnt der Morgen gemütlich

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I’m in no hurry this morning. The fire is crackling, a coffee and a book. The cat hasn’t found her place to rest yet … It’s still dark outside. Later I’m working in the garden.

Wir gehen es heute langsam an. Ein Kaffee, ein Buch. Draussen noch dunkel. Später wüte ich für eine zweite Etappe im Garten.

Übrigens kommt das Lesevergnügen aus dem Brockenhaus. Die Buchempfehlung „Christopher Ross“ stammt von einem ehemaligen Schüler.