Plants for the Planet – Meine kleine Baumschule

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Holunder.jpg

Wenn ich die Gartenpflege rund um unser Haus einstellen würde, ginge es drei Jahre und wir könnten weder den Schopf betreten, unsere Autos parkieren, noch durch die Scheune ins Haus hinein gehen. Alles würde zuwuchern, überwuchern, begraben unter grünem Wildwuchs. Hunderte Bäume würden in der Wiese und auf dem Kiesplatz wachsen, Eschen, Ahorn, Nussbäume, Holunder und seit letztem Jahr auch Eichen. Brombeeren würden ihre dornigen Ranken um die Bäume treiben, den Fensterläden hoch bis übers Dach. Bald wäre auch die Strasse zugewachsen, denn die Triebe drücken sich durch Risse im Asphalt. Dazu würde sich ein Meer von Brennnesseln bis zum Nachbarn ausbreiten.

Ich mags gern wild, deshalb darf auch vieles stehen bleiben, was andere Hausbesitzer im Keim ersticken würden. Ich hingegen habe einige Keime eingesammelt und kultiviere sie in Töpfen, bis ich sie dann zum Beispiel am Wiesenbord im Süden, entlang des Hühnerzauns im Westen oder an der Grenze im Osten einpflanzen kann. So bin ich Direktorin einer eigenen, kleine Baumschule geworden.

Baum

Das wird vielleicht mal ein grosser Nussbaum. Seine Mama ist jedenfalls riesig, hat aber nur kleine Früchte.

Ich sehe, dass es überall auf der Welt sehr ambitionierte Baumpflanzprojekte gibt, zum Beispiel in Teheran, Australien, Deutschland. Eine Million, eine Milliarde Bäume. Gegen den Klimawandel.

Mein Traum reicht nicht so weit. Vor ein paar Jahren war ich zu Besuch bei einem Mann, den man mit dem Namen Dschungelhuber kannte. Tja, so einen schönen wilden Garten möchte ich auch haben. Darauf arbeite ich hin.

Baumschule

Auf der Gartenbank aus Granit, wo eh nie jemand sitzt, stehen acht Eichen, ein Holudner und ein Nussbaum. Ein schönes schattiges Plätzchen, an dem ich jeden Tag mehrmals vorbei komme, damit ich nicht vergesse, die Feuchtigkeit der Erde zu kontrollieren. Im Hintergrund sieht man noch einen Topf, eingegraben in der Erde. Da wachsen zwei Kiefern heran.

Kieferklein

Weiden ziehe ich im Wasserfass auf. Es geht nicht lange und schon bilden sich an den abgeschnittenen Zweigen Wurzeln. Ich werde ein Loch in den Boden schlagen, den Zweig einsetzen und den Hohlraum mit Sand-Erde-Gemisch auffüllen. Kommen trockene Zeiten, muss ich giessen.

Weiden

There are so many plants, big and small around our house. If I wasn’t keeping an eye on them, we wouldn’t be able to enter the house anymore in three years. Blackberries are the quickest, stinging nettle, too. But there are also many trees growing from seeds of trees that are already on the property: wallnuts, ashes, maple and oak.

I’ve started my own little school of trees a few weeks ago when I found some acorns. Wouldn’t it be useless to throw them onto the compost pile? They would grow anyway, wouldn’t they? I’d better put them in a pot and watch them grow, plant them on a perfect place when they are big enough. I have also a wallnut tree and two pines, some elderberry bushes and willows, which are in a big water tank making roots already.

There are project around the world to plant millions, billions of trees against klimate change and for the planet. I am not that ambitious. I just want to have more trees because it means more birds. More diversity. It’s a pitty that Swiss houses seldom have real trees in the garden. 

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