Samstags „clever konsumieren“ – The Golden Rules of Shopping

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KorbTee

Eine Tasse Kaffee muss heute Morgen reichen, schliesslich brauchte es dafür vom Anbau der Kaffeeplanze über die Produktion bis zum Genuss 140 Liter Wasser. Gut zu wissen, gut darüber nachzudenken und allenfalls Konsequenzen zu ziehen. Kräutertee also.

Seit dem neuen Lehrplan an Schweizer Schulen ist BNE, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, omnipärsent, das heisst, sie soll in den Unterricht in allen Schulfächern einfliessen. Was war deshalb einfacher, als am Donnerstagnachmittag mit dem Zug nach Wattwil im Toggenburg zu fahren und die Ausstellung „clever konsumieren“ zu besuchen? Zumal ja auch eine Fahrt mit dem ÖV eine wichtige Erfahrung für die Jugendlichen ist. Ich habe festgestellt, dass noch ein bisschen Erziehung nötig ist, bis meine neue Klasse fit für die Öffentlichkeit ist, aber das ist eine andere Geschichte. 😉

Die Ausstellung, aufgebaut wie ein Supermarkt, ist öffentlich, also jeder kann sich da über seine Einkaufsgewohnheiten Gedanken machen, etwas über Food Waste erfahren oder gewisse Nahrungsmittel genauer unter die Lupe nehmen und bezüglich Umweltverträglichkeit überprüfen. Dazu helfen sechs Kriterien, mit denen man ein Spinnendiagramm erstellen kann: In Kurzfassung sind das Klima, Verschmutzung, Ressourcenverbraucht, Biodiversität, , Sozialverträglichkeit und Tierhaltung sowie Lebensgrundlage.

spinnendiagramm_beispiel_neu

Bildquelle: clever konsumieren

Die Ausstellung ist so aufgebaut, dass man mit den Exponaten etwas tun kann. Zum Beispiel muss man den Einkauf für ein Essen für 4 Personen erledigen oder eine Tagesration Essen einkaufen, also Nachtessen, Frühstück und Mittagsverpflegung. Dabei gilt es die goldenen Regeln des Einkaufens zu berücksichtigen. Die Waren im Einkaufskorb darf man selber einscannen, dann werden sie bewertet.

1. Weniger ist mehr! Kaufe nur, was du wirklich brauchst.
2. Iss regelmässig vegetarisch.
3. Kaufe saisonal und regional ein.
4. Wähle Produkte mit nachhaltigem Label.
5. Meide Produkte mit Palmöl.

Das Ganze ist als Wettbewerb aufgebaut und macht richtig Spass. Es war spannend, die Zwölf-dreizehnjährigen beim Einkaufen zu beobachten. Sie waren voll dabei. Als eine unserer Schülergruppen am Schluss auf dem zweiten Platz aller bisherigen Ausstellungsbesucher landete, waren wir alle sehr überrascht.

Die Ausstellung ist noch bis Ende September in Wattwil, der nächste Ausstellungsort ist Muttenz, BL. Also, wenn du Zeit hast, nichts wie hin.

bv_clever_facebook_sharebild_v1.jpgBildquelle: clever konsumieren

We went on a field trip with the stundents on Thursday afternoon. There is an exhibition in Wattwil, about an hour away from our school, about sustainability, food waste and shopping habits, we wanted to see and explore. You can never teach as much in class as the exhibition does and in such an interesting, activity-oriented way. The exhibition looks like a super market, where you can buy fruit and vegetables, dairy, pasta, household goods, clothes and so on. So the students got a task and went „shopping“.

There was a lot to be considered and talked about. The aim is to shop as sustainably as possible. Afterwards the items the students had in there basket were scanned and rated. Our students did well! 🙂 There is hope now, that the stundets will think before the buy anything and follow the golden rules of shopping.

1. Only buy as much (food) as you can eat.
2. Eat more vegetarian food.
3. Buy local and saisonal.
4. Choose products with a label, like bio.
5. Don’t buy products that contain palm oil.

Verlinkt mit Andrea Karminrot. Mein Thema passt zu ihrem. 🙂

 

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  1. klasse sache!!!
    ich schiele ja immer in die wagen vor & hinter mir in der kassenschlange – und denke oft: au weia! diese mengen, die vielen fertigprodukte, zuviel wurst und zucker – aber fettreduzierte milch…. wäre ich zu besuch bei den meisten der supermarktkunden, dann würde ich A) glatt verhungern, B) ständig vorträge halten gegen die verschwendung und C) gegen dieses ganze ungesunde für umwelt und konsument wettern!
    zum glück laden die mich nie ein – so reicht es sich mal kurz zu schüttel an der supermarktkasse ;-D
    xxxx

  2. It’s great that students get to learn about sustainability and that it is of essence in the new Swiss curriculum. This should be an example for us here in Belgium. The exhibiton sounds very interesting. xxx

  3. Diese Ausstellung klingt sehr interessant. Leider gibt es sowas bei uns nicht. Zumindest weiß ich davon nichts. Ich denke, sie könnte einen kleinen Anstoß geben, was im Alltag möglich wäre, um das Klima nicht zu sehr zu belasten. Und ich bin davon überzeugt, wenn jeder/r – und ich meine wirklich jede/n – sein Päckchen dazu beitragen würde, sähe es auch schon viel besser aus.

    Dir einen schönen Sonntag!
    Marion

    • Ohja… das ist ja auch sowas, worüber ich mich endlos aufregen könnte! Dieses ewige „Ich-will-ganz-viel-für-möglichst-wenig-Geld“…. Schliesslich wollen alle, die in der Schweiz ein Geschäft führen, auch irgendwie überleben. Die bezahlen Löhne, bilden aus etc. Ist es so schwierig, das in der Schweiz verdiente Geld auch in der Schweiz auszugeben? Von den Emissionen durch Abgase und das Chaos in den grenznahen deutschen Ortschaften mal ganz abgesehen…..Spricht man so jemanden aber darauf an, dass die Produkte wahrscheinlich nicht mal mehr günstiger sind, wenn man die Kosten für das Auto REALISTISCH berechnet, dann kommt gerne der Spruch „Ach, wir nehmen das gleich als Familienausflug!“. Ja danke.
      Diese Ausstellung allerdings, die finde ich ganz grossartig. Wobei man wahrscheinlich eher mit den Ü40-ern da reingehen sollte- bei einem guten Teil unserer Jugend rennt man mit dem Thema sowieso offene Türen ein! ;oD

    • Für den Einkauf weit zu fahren, ist m.E. unsinnig. Ein Übel des Einkaufstourismus im grenznahen Deutschland ist der grüne Ausfuhrschein. Abschaffen! Aber dann machen die Konstanzer Geschäfte weniger Umsatz. Auch wenn du viele Schweizer Kennzeichen siehst, nicht alle Schweizer kaufen in Deutschland ein. Migros, Volg, Coop und Co. sind auch voll. LG von Regula

      • Für das Abschaffen des Ausfuhrscheins würden hier auch viele plädieren. Ich denke oft daran, wie die (grenznah firmierenden ) Schweizer Geschäftsleute das überstehen. Dann wird da wohl auch weniger ausgebilldet, könnte ich mir vorstellen. Irgendwo müssen die Verluste ja kompensiert werden.
        Mag sein, dass auch Migros und Co. besucht werden, aber gewiss nicht mit diesen randvollen Einkaufwagen. Wenn ich mal gerade jenseits der Grenze unterwegs bin, kaufe ich schnell in der (meist leeren) Migros. Man muss ja den Einzelhandel drüben unterstützen, kann stressfrei einkaufen und hat niemanden vor sich an der Kasse, der Ausfrhrscheine ausgestellt haben will 😉
        Liebe Grüße
        Andrea

      • hier in D gibts an der polnischen grenze v.a. noch ganz andere auswüchse – die damen lassen sich die haare in polen machen weils billiger ist, viele den zahnersatz, auch andere gesundheitsdienstleistungen wie fusspflege, massage etc…. aber dann nölen, dass die kinder oder enkel keine lehrstelle/keinen job finden!!!
        einen zusammenhang wollen diese zeitgenossen aber nicht sehen – schuld sind natürlich „die da oben“. oh mann.
        xx

      • Ja genau. Ich muss auch hören, dass ich mir die Preise in der Schweiz eben leisten kann. Was ja stimmt, aber ich will auch nicht alles haben. 😊

  4. Ich glaube, es ist sehr wichtig, das Thema zu vertiefen und immer wieder öffentlich zu machen. Viel mehr Beachtung und vor allem Überlegung und Umsetzung sollte es erhalten.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße,
    Catrin.

  5. Eine sinnvolle Ausstellung, kann man nicht früh genug lernen. Hoffentlich ist der Besuch Nachhaltig bei den Schülern. Gratulation zum zweite Platz.
    L G Pia

  6. Guten Morgen liebe Regula, tolle Ausstellung und so wichtige, schon früh mit dem Umweltbewußtsein anzufangen.
    Hab ein schönes Wochenende. Lieben Gruß Sylvia

  7. Eine schöne Sache und ich glaube schon, dass man das Umweltbewußtsein den Kindern schon schmackhaft machen kann.
    Aber auch das fängt im Elternhaus an und solange die Goldschätzla noch in die Grundschule gefahren und abgeholt werden??
    Ist hier an der Tagesordnung, obwohl die Häuser, bzw. Wohnungen nur wenige Meter entfernt sind.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Eva

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