20/06 samstags gegen Angst und Unwissen – Woolves in the Neighbourhood

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Wolf

Dass ich das noch erleben darf! Nie hätte ich gedacht, dass das überhaupt möglich sei. Der Wolf ist zurück, juhui. In unserer Gemeinde etwa vier Kilometer von unserem Haus entfernt ist ein Wolf gesichtet worden, obwohl mir die Gegend zu stark besiedelt vorkommt.

Der Thurgau wartet gespannt auf die Auswertung, woher jener Wolf kommt, das aus einem Stall heraus zwei Lämmer gerissen, nächtens einen Rehbock durch eine Fotoschleuse gezogen und ein weiteres Schaf gerissen hat. Ob diese dreifache Beute überhaupt dem gleichen Tier angerechnet werden kann? Ob unser Wolf der gleiche ist? Ob er in der Gegend bleibt und bald ein ganzes Rudel den Mond anheult?

Ich stelle mir vor, dass ich durch den Wald spaziere und mich unverhofft aus dem Unterholz heraus ein Wolf anschaut. Wir wären wohl beide erschrocken, würden uns ein paar Sekunden lang mustern, dann würde sich der Wolf umdrehen und weglaufen. So hat es nämlich die Frau aus unserem Dorf erlebt.

Das Kind meiner Nachbarin hat Angst vor Wölfen. Rotkäppchen lässt grüssen und auch alle anderen Schauergeschichten. Ich habe dem Mädchen deshalb ein Buch aus unserer Bibliothek versprochen, denn ich bin überzeugt davon, dass vor allem Angst macht, was man nicht kennt. Wissen ist der erste Schritt auf der Versöhnung von Mensch und Wolf. Da bin ich gerne behilflich.

Vor drei Tagen auf der Suche nach Büchern über die Entdecker, die sich ja auch allerlei Gefahren, Aberglauben und dem Unwissen stellen mussten, entdeckte ich zufällig, dass wir drei Bücher über Wölfe haben. Gestern, als ich das Buch für das Nachbarskind holen wollte, waren es nur noch zwei. Offensichtlich hat jemand die gleiche Idee gehabt wie ich.

Und du? Gibt es bei dir Wölfe in der Gegend? Hast du Angst vor ihnen?

 

Little Red Riding Hood wasn’t affraid of the wolf, but was swollowed up anyway. But this is a fairy tale. It’s not reality. There are a lot of explanations why people have hated wolves as much to extinct this interesting species. For about 100 years there hasn’b been one single wolf in Switzerland.

Now the wolves are back in a few regions. I’v hoped this shy preditor would show up in my neighbourhood someday, but I’ve always known that this wouldn’t happen because there are too many people and too busy roads.

I was wrong. The wolf is back in our region. A woman has spotted one on her way back home about four kilometers from my house. I’m really excited.

However, the girl of my neighbours is frightened. I promised to bring her a book from our school library as I happened to know that we have three books about wolves. I believe that knowledge is the key to getting rid of fear. I hope knowledge about wolves will open her eyes and she can see that wolves are interesting animals, how they care for their families like the humans. I want her to show that these predators are very shy and avoid humans. 

When I wanted to get the book yesterday, there were only two left. Someone had the same idea as me.

Are there any wild animals where you live? Are you affraid of them?

 

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot. Ich schau nach, wer da schon am Tisch sitzt.

 

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  1. Spannend! nein bei uns gibt es keine Wölfe…vielleicht ist es hier zu besiedelt?! Obwohl neulich zwei Wildschweine in einer 40km entfernten Stadt durch die Terassentür in ein Wohnhaus eingefallen sind…unglaublich, oder?

    Liebe Grüße
    Augusta

    • Das ist hier in der Nähe auch einmal passiert. Einmal. Ich stelle mir den Schreck vor, den das arme Tier hatte, als es plötzlich im Wohnzimmer stand und sich den erschreckten Menschen gegenüber sah. Die Tiere bleiben lieber im Wald.

  2. Ich denke auch, dass man einfach mehr Aufklärung braucht und man nur wissen muss, wie man sich bei der Begegnung mit manchen Tieren verhalten sollte. Mir ging es im Urlaub im Dezember so, als wir den Haien unter Wasser begegnet sind. Der weltbeste Lieblingsmann hatte mich auf diesen Moment gut vorbereitet und so war es faszinierend nicht beängstigend. Ich hatte Respekt aber keine Angst.
    Liebe Grüße von Catrin.

    • Der Enkel unserer Nachbarn schwimmt regelmässig mit Haien. Ich denke doch, ich passe da. Mir steckt „Flipper“ noch in den Knochen … Propaganda wirkt: Wer sind die Bösen? LG von Regula

      • Ja, man sollte den Haien auch nicht blind vertrauen und wir hatten auch immer ausreichend Abstand. Aber eigentlich sind es auch sehr elegante Tiere.
        LG, Catrin

  3. Die Waldtiere kommen immer näher an die Menschen heran. Wird ihnen doch auch immer wieder Lebensraum genommen. Bei uns sehe ich ständig Füchse und letztens sogar einen Waschbären. Ich wohne zwar am Stadtrand, aber in einer dicht besiedelten Gegend!

    Gruß Marion

  4. Wir haben vielen wilde Tiere in Australië – groẞ und klein. Der kleinste is red-back spiders (spinnen mit ein roter Streife auf dem Rücken). Diese Spinne kann eine Person töten mit einem Biss,
    Giftige Schlangen sind sehr häufig in Sommer! Auch am Strand, vorsicht – manchmal im wasser schwimmt Haie! Ich würde lieber einen Hai im wasser und einer Spinne im Garten; nicht Wölfen auf meiner Straẞe. „Better the devil you know!“ 😉

    Trotzdem sind Wölfen sehr interressant.

    • Vor giftigen Spinnen und Schlangen habe ich Angst. Wölfe haben Angst vor Menschen und sehen sie nicht als Beute. Also ist es ein grosses Glück, je einen Wolf zu sichten.

  5. Liebe Regula, es soll angeblich Wölfe geben hier in der Umgebung.
    Mir ist bisher bei meinen Streifzügen noch keiner begegnet – und um ehrlich zu sein fürchte ich mich generell eher vor 2- als vor 4- Beinern…
    Schauen wir also, was auf uns zukommt.
    Herzlicher
    Claudiagruß

  6. Wolves has been spotted in some areas in Belgium as well. Who’s afraid of the big bad wolf? I think wolves have more reason to be afraid of humans than the other way around. There was a reason why to have been as good as extinct for many years! I think it’s wonderful news that they are back, but I’m not sure that the sheep farmers agree! xxx

  7. Hallo,
    ich mag Wölfe. So schöne Tiere..
    Ich schätze, dass sich Wölfe, ähnlich wie alle anderen Waldtiere, wenig zeigen. Ist so selten, dass wir hier mal einen Fuchs sehen.. von den Wildschweinen höchsten mal Spuren in Form von aufgewühltem Boden.. (immerhin im Wald und nicht im Garten.. ). Rehe sieht man ja ab und an noch wegflitzen..
    Tatsächlich hab ich keine Ahnung was ich täte, würde ich draussen einem Wolf begegnen. Ich schätze mich freuen, dass ich ein scheues Wildtier gesehen hab und vergnügt weiterspazieren. 😉
    Liebe Grüße
    illy

  8. Wie schön ist das denn!? Wölfe sind so grossartige Geschöpfe, und ich freue mich jedes Mal wenn ich höre, dass in CH einer aufgetaucht ist! Aber gleichzeitige Sorge ich mich auch immer, denn es gibt zu viele, die den Wolf so schnell wie möglich wieder loswerden wollen. Natürlich ist es heftig, wenn du als Schäfeler 2 Lämmchen verlierst. Aber wir Schweizer sind wohl auch die einzige Nation die denkt, man könne Schafe unbeaufsichtigt grasen lassen, am besten auch noch in den Alpen. Und ich habe mal Zahlen gelesen, wie viele Schafe jedes Jahr abstürzen oder Ende Alp-Sommer nicht gefunden und dann einfach ihrem Schicksal überlassen werden- da schreit auch keiner auf, oder?
    Du hast absolut Recht: Aufklärung bringts, vielleicht bekommen dann die Wölfe das, was ihnen zusteht: Die Bewunderung für ein wundervollesTier, dem seine Daseinsberechtigung nicht aberkannt werden darf, weil man es vor Jahren ausgerottet hat. Er gehört in unsere Natur. Denn schliesslich sind wir es, die viele Tiere ihres Lebensraumes berauben, und nicht umgekehrt.
    Angst hingegen hätte ich vor einem Wolf definitiv nicht. Es sind ausgesprochen scheue, sensible Tiere, die sich keinen Konfrontationen mit dem Menschen aussetzen. Aber ich würde mir einen Ast freuen, wenn mir denn mal einer z.B. beim Ausreiten über den Weg laufen würde!
    Hab einen schönen Sonntag, herzliche Grüsse!

  9. juhu – der wolf!
    für mich mich war er nie der böse – faszinierendes, wunderschönes tier. nebenan von uns, in der dünnbesiedelten oberlausitz und auch im menschenleeren brandenburg im norden wohnen schon lange ganze rudel. und natürlich machen die deppen mobil gegen den wolf – interessanterweise sind es die rechtslastigen, rassistischen, chauvinistischen typen, die gegen den wolf wettern……..
    wahrscheinlich ist denen klar, dass wölfe um ein vieles intelligenter sind als sie selbst – und das macht ihnen angst 😛
    ich – und ein bergkamerad – wurden in rumänien bei einem biwak von wölfen besucht, leider in einer tatsächlich stockfinsteren nacht. man sah nix – aber man spürte da ist jemand – und da man auch nix hörte, konnten es nur wölfe/ein wolf sein…. menschen, hunde oder gar bären schaffen es nicht sooo lautlos zu sein. natürlich haben sie uns nix getan. warum auch. mensch schmeckt scheisse – das wissen sogar haie. leider merken die das zu spät. ;-D
    xxxxx

    • Ich hab verschiedene Bücher über Wölfe gelesen, kaufe jedes, das ich finde. 🙂 Der Wolf ist das perfekte Feindbild. Ein soziales Wesen, das alle negativen menschlichen Eigenschaften, wie Gier, Machttrieb, Rechthaberei, um nur wenige zu nennen, nicht hat.
      In der Nacht habe ich auch mal Unsichtbare getroffen, aber das waren Schweizer Soldaten, ich habe sie am Geruch erkannt. Dieser feucht-rauchig-modrig-schweissige Geruch ist unverkennbar. Ich wette, Wölfe kann geräusch- und geruchlos. Liebe Grüsse von Regula

  10. Warum der Wolf bei uns im Flachland keine Berechtigung hat verstehe ich nicht. Wenn wir ihm den Lebensraum den er braucht lassen tut der keinem Menschen etwas. Allerdings weiss ich nicht wie es mir gehen würde wenn ich ihn vor mir hätte. Aber ich bin gerne allein im Wald unterwegs.
    L G Pia

      • … und dabei hat er deinen Jackenärmel schon zwischen den Zähnen. Also ich stecke immer die Hände in die Taschen, wenn so ein Viech kommt.

      • Oh, ja, meine Hände wandern auch in die Taschen oder unter meine Achseln. Als wir noch Hunde hatte, habe ich sie immer an die Leine genommen, wenn mir jemand entgegen kam. Eben weil ich genau weiss, wie es ist Angst vor Hunden zu haben. Hat für mich etwas mit Respekt zu tun.

  11. Liebe Regula, ein sehr interessantes Thema hast du angeschnitten. Auch hier in Sachsen ist der Wolf zurück. Ich bin auch schon einem begegnet, hatte dabei allerdings die schützende Blechhülle meines Autos um mich herum und war somit für den Wolf definitiv gefährlicher, als er für mich. Ich habe eine Vollbremsung hingelegt und er flitzte davon ins Dickicht. Auf dem Rückweg habe ich ihn an diesem Abend noch einmal gesehen, da hielt er sich brav im Gestrüpp neben der Straße. Kluges Tier.
    Angst vor Wölfen habe ich keine. Respekt ja, aber keine Angst. Vor den von Eva erwähnten Wildschweinen hätte ich Angst, selbst mit Auto um mich herum. Dass Wölfe es mit diesen aufnehmen, hätte ich nie gedacht, ich hätte immer vermutet, dass aus einem etwaigen Kampf das Wildschwein als Sieger hervor geht.

    Ich bin gespannt, was du in Zukunft über eure Wölfe berichten wirst.
    LG die Mira

  12. Ja, auch hier kommt der Wolf zurück! Angst vorm Wolf? Versteh ich nciht! Die einzigen Menschen, bei denne ich die Angst gut verstehen kann, sind Bauern die sich um ihre Herde sorgen, Das ist eine berechtigte Angst. Aber mir als Spaziergängerin macht er kein bisschen Furcht.

  13. guten morgen Regula,

    Das ist doch prima, das bei euch in der Gegend der Wolf zurück ist.

    Herzliche Samstagsgrüße

    Sheena

    • Dann wären da noch die Wildkatze und der Luchs im Anmarsch. Und schliesslich der Bär. Alle waren mal heimisch hierzulande. Das Wildschwein ist halt kein Fleischfresser, aber ich würde trotzdem keinem wilden Eber begegnen wollen.

  14. Mein Mann ist zweimal unterwegs mit dem Auto direkt in unserem Umfeld einem begegnet. Ich kann verstehen, dass unsere letzten Schäfer den Wolf fürchten. Mir aber macht der Ist-Zustand unserer Wälder und die Ignoranz der Gesellschaft dazu sehr viel mehr Angst.
    Herzliche Dir, Ev

  15. Guten Morgen Regula,
    bei Euch ist der Wolf zurück, wie schön, das freut mich so sehr.
    Ich wäre auch dafür, dass er bei uns wieder angesiedelt wird aber leider ist er zum Abschuß hier noch freigeben. Der Wolf für Menschen gefährlich, sehe ich nicht so, es gibt genügend Wildschweine, die er reißen kann und er ist so scheu, dass er Menschen aus dem Wege geht.
    Solange der Wolf zum Abschuß freigegeben ist, solange nimmt die Wildschweinpopulation auch zu und das ist für den Wald gar nicht gut.
    Ich hoffe, dass sich das mit dem Wolf und vor allem auch dem Luchs noch ändern wird.

    Glückwunsch zum Wolf.

    Habs fein und ein schönes Wochenende
    Lieben Gruß Eva

    • Es gibt ja Studien aus dem Yellowstone Park, dass der Wolf für Artenvielfalt sorgt. Also weniger Wildschweine, dafür mehr ??? Dann wäre der Wolf aber eine harte Konkurzen für die Jäger. Die haben eben keine Freude … Liebe Grüsse von Regula

    • Jetzt kommt mir grad in den Sinn: Wir dürfen über das neue Jagdgesetz abstimmen. Die Neuerung würde das Abschussverbot von Wildtieren, Bär und Wolf, lockern. Die grössten Wolfshasser wohnen im Kanton Wallis.

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