Die Sonne spüren – Samstags 31/2021 – At Peace

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Kein Begriff ist passender als „Sonnwendlig“ dieser Tage, denn jede und jeder wendet sich automatisch der Sonne zu, wenn sie sich, so selten das auch passiert, am wolkenbehangenen Himmel zeigt. Sonnwendlig, diese Blumen, die sich der Sonne zuwenden, heissen in meinem Dialekt Chrottäpöschä, Chueblume und auf Deutsch Löwenzahn. Gestern am späteren Nachmittag habe ich mich mit einer Flasche Sonnwendlig aufs Bänkli vors Haus gesetzt. Normalerweise suchen wir ja im Juli und August den Schatten, sitzen lieber auf der Ostseite des Hauses oder unter dem Nussbaum. Aber jetzt bin ich auch ein Sonnwendlig. Ich spüre die Wärme der Sonne und beschliesse, doch kein Holzofenbrot zu backen wie neulich, um einen guten Grund zu haben, die Stube gemütlicher zu machen und ein bisschen einzuheizen.

„Sonnwendlig“ means flowers that follow the sun. Dandelions. Everybody is a dandelion these days because once the sun is out, everybody want to feel it. It’s usually to hot on the westside of our house in late afternoon. But yesterday I opened a bottle and sat in front of the house, fully exposed to the sun behind clouds, of course. I was wearing a heavy shirt. There is no heat this summer. Anyway, I felt the sun and got in touch with life so much that I decided not to bake bread to warm up the living room. There is one more cardingan …

Ferien sind schön. Es ist genug Zeit, die Schönheiten und die Ruhe der Natur zu geniessen, den Blick auf das Naheligende zu lenken. Frieden zu schliessen mit sich und der Mitwelt.

Summer break means enough time to enjoy the beauty of nature and the stillness of a meadow away from the road, enough time to focus on the obvious. I’m at peace myself and the world.

Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea in Berlin.

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  1. „Chrottäpöschä“ – was für ein Wort! Das würde ich gerne mal gesprochen hören 🙂
    In Berlin ist Sonne. Jeden Tag viele Stunden. Alles ist zu trocken, den dritten Sommer in Folge.
    Überall fehlt Balance.
    Liebe Grüße, Carina.

  2. Ach, das klingt schön – sonnenwendig – ich will das auch. Aber irgendwie wird das wohl nichts mehr….wie soll man denn da seine Batterie für den Winter aufladen? *schnief*

  3. Hallo Regula, ich wäre auch immer sonnenwendig, wenn die Sonne nur scheinen würde. Man sucht sie in allen Ecken. Wenn sie mal rauskommt, suche ich mir im Garten den richtigen Platz. Normalerweise braucht man im August eher Sonnenschutz, aber dieses Jahr ist alles anders. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. LG Nicole

    • Über den Wolken … Ich war zweimal baden diesen Sommer. Vor den Ferien war keine Zeit. Dann einmal im Schwimmteich einer Kollegin und einmal im Bodensee. Nun, es hat sein Gutes: im September muss ich nicht bedauern, dass die Sommerbräune schon wieder schwindet. 😉 Ich wünsch dir Sonne!

  4. Na dann Prost… das ist doch wirklich ein wundervoller Begriff, sonnwendlig, was Du beschreibst. Und definitiv eine feine Sache, sich der Sonne geradewegs zuzuwenden – im direkten, wie indirekten Sinne.

    Liebe Grüßle zum Wochenende von Heidrun

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