Samstags 42 / 2021 – Im Licht – I Do not Need More

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Zwei Wochen sind auch im Nachhinein eine lange Zeit. Und trotzdem könnte ich noch eine dritte gebrauchen, um gänzlich zur Ruhe zu kommen. Aber das ist immer so, und es lohnt sich zu bedauern, dass die Ferien schon zu Ende sind. Es lohnt sich allerdings darüber nachzudenken, wie ich das Feriengefühl in den Alltag integrieren kann. Mir kommt die Weiterbildung während der Sommerferien zum Thema Resilienz in den Sinn. Achtsamkeit, mit dem Fokus auf Selbstfürsorge ist ausbaufähig.

Gestern wagte ich mich wieder einmal aus meiner Komfortzone heraus. Da ich nicht gerne Autofahre, mich jeweils spontan dem Irrtum hingebe, dass ich das auch nicht gut kann, kommt es selten vor, dass ich mich weiter als 25 km vom Haus entferne. Ich fahre lieber nach Osten als nach Westen und kenne die Strassen im Land nördlich des Bodensees nur als Mitfahrerin. So stand ich also vor der Entscheidung, gar nicht oder nur alleine in den Südschwarzwald zu fahren. Ich habe mich für letzteres entschieden. Und wisst ihr was? Ich habe es geschafft! Den Heimweg habe ich sogar nur mit meinen Geografiekenntnissen gefunden. Es blieb nebst Konzentration auf die Lastwagen und schnell fahrenden Autos, die Wegweiser, Baustellen und Abfahrten die wunderschöne Herbstlandschaft zu bewundern.

Der Besuch bei lieben Menschen, das feine Essen, die neuen Ideen werden mir in Erinnerung bleiben. Zudem ist mein Zu-lesen-Stapel um drei interessante Bücher gewachsen. Eines sieht wie das perfekte Geschenk für meinen Bruder, den Glücklichen, aus. Das andere hat mich sogleich angesprungen, denn die Frau spricht mir aus der Seele: „In den vergangenen Jahren habe ich gelernt, dass ein Baum Platz zum Wachsen braucht, …, dass Bienen mehr vom Honigmachen verstehen als ich, dass Liebe zu Traurigkeit werden kann und dass es mehr Fragen als Antworten gibt.“ Ja, definitiv, muss ich dieses Buch lesen.

Warum nicht gleich jetzt? Mit Wollmütze und warmer Jacke, mit den Walenki an den Füssen draussen auf der Schaukel im Sonnenschein. Und während ich darüber nachdenke, ob in der Bibel statt einer Stelle über die Frösche auch eine über die Stare zu finden sei, höre ich den Kolkraben in der Luft und Krähen am Waldrand zu. Mehr brauche ich jetzt grad gar nicht.

I felt very brave yesterday driving alone, but fast in a foreign country on roads I don’t know. Luckily, I reached the final destination in the South of the Black Forest. I made it! Again, even I do not like to drive more than 25 kilometers away from my house. Unfortunately my husband, the driver had to work, so I could only go on my own or not at all. The drive was very much worth the visit. Dear friends, delicious food, hours of spending time together and talking. I went home with a pile of books to read.

This morning, I skimmed the blurbs and a few pages of all three and decided that one is a perfect gift for my brother Felix who needs an injection of Gunnar Kaiser I think. The one I picked for me had me at first sight due to the cover and later because this women writes from my soul. „Over the last 12 years I have learnt that a tree needs space to grow, … that bees know more about making honey than I do, that love can become sadness, and that there are mor questions than answers.“ So I sat down no the swing in the wonderful sunlight of a wonderful Saturday morning and started reading. I do not need more at the moment!

The title of the book by Sue Hubbell is: A country year: living the questions.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

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  1. Super, dass du es mit dem Autofahren geschafft hast. Dies ist für mich auch manchmal eine Hürde. Autofahren ist einfach nur Übungssache, finde ich. Ein Besuch bei lieben Menschen ist diese Überwindung allemal wert. Und es fühlt sich anschließend gut an 😊…
    Hab eine gute neue Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    • Es geschafft zu haben, ist wirklich ein gutes Gefühl. Ich befürchte eben, dass man es nicht mehr wagt, sobald man aufhört, eine Autofahrt zu wagen. Die Hürde wird immer grösser, bis sie unüberwindbar wird. Bis vor wenigen Jahren konnte ich noch ein Rad schlagen. Dann habe ich es wie vergessen und nun getraue ich mich nicht mehr …

      Dir auch eine gute Woche!

      LG von Regula

  2. Hallo Regula,
    Auszeit ist immer irgendwie zu kurz, aber schön, dass Du sie so genießen konntest und viel Zeit für DIch und das in sich Ruhen hattest.
    Liebe Grüße
    Manu

  3. Hallo Regula,
    schön , dass du ausruhen konntest, mich treibt die Situation immer mehr um. 4Ich weiss nicht,4aber merken die Leute denn nicht, was los ist.
    Dir wünsche ich ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße Eva

  4. „Und dies sollt ihr scheuen unter den Vögeln, daß ihr’s nicht eßt: den Adler, den Habicht, den Fischaar, den Geier, den Weih, und was seine Art ist, und alle Raben mit ihrer Art, den Strauß, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art, das Käuzlein, den Schwan, den Uhu, die Fledermaus, die Rohrdommel, den Storch, den Reiher, den Häher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe. Alles auch, was sich regt und Flügel hat und geht auf vier Füßen, das soll euch eine Scheu sein.“ (3 Mose 11:13-20)

    Viele Vögel, wenn auch kein Star und doch hat es Spaß gemacht, danach zu recherchieren. Bleib auf Deiner Schaukel so lange Du kannst – es liest sich toll. Carina.

  5. Dieses wunderbare Herbstwetter bietet sich geradezu an sich draussen gemütlich zu machen. Schade, dass unsere Schaukel schon im Winterquartier ist.
    L G Pia

  6. Ja, mehr braucht es auch wirklich nicht. Liebevolle Freunde, gutes Essen, ein Plätzchen an der Sonne mit einem schönen Buch und viel Ruhe zum „in sich gehen“. Du machst das alles so gut, liebe Regula. Ich wünsch Dir ein wunderschönes Wochenende und eine entspannte neue Woche. Hab´s fein!

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