Neuigkeiten aus dem Hühnerstall – Samstags 43 / 21 – Good News

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Man müsste meinen, der Tag hätte schon lange begonnen, da ich doch bereits zwei Stunden auf bin. Aber dem ist nicht so. Schaue ich aus dem Fenster, sehe ich nur schwarz. Das Licht der einzigen Strassenlaterne wird durch den dicken Nebel gedimmt. Immerhin schimmert bei Nachbars im Norden Licht durch die Stubenfenster. Ich warte, dass der Tag anbricht, denn ich freue mich auf ein bisschen Bewegung im Garten.

Der Nussbaum hat innert kürzester Zeit die Farbe seines Kleides geändert und schon fallen die Blätter en masse auf den Boden. Ich will sie zusammenharken und auf einen goldigen Haufen werfen. Ich möchte heute auch zwei Gartenbeete zügeln, das heisst die eingeschlagenen Rahmen an anderer Stelle platzieren und das Häkselgut darin verteilen. Am letzten Dienstag ist der Gemeindearbeiter nämlich mit der riesigen Schreddermaschine vorgefahren und hat den grossen Asthaufen in ein kleines Häufchen geschnippselt. Ich stauen jedes Mal, wie wenig am Schluss übrig bleibt.

Schon ein Weilchen habe ich nichts mehr von unseren Hühnern erzählt. Nun denn: Die zweijährigen Ladies haben unisono vor einiger Zeit eine Eierlegepause beschlossen und gleichzeitig ihre Federn abgeworfen. Bereits wächst zwar schon das neue Federkleid nach, aber genug Energie für die Eierproduktion ist noch nicht vorhanden. Ich mag ihnen die Ferien von Herzen gönnen, habe aber die frischen Eier vermisst. Da unser Hühnervolk in seinen besten Zeiten 9 Hühner umfasste, jetzt aber nur noch vier übrig geblieben sind, von denen keines Anstalten machte, für Nachwuchs besorgt zu sein, haben wir auf dem Rückweg aus dem Bündnerland in Kollbrunn vier Junghennen abgeholt.

Zu aller erst haben wir die jungen von den alten Hühnern räumlich getrennt, aber mit Sichtkontakt im Stall untergebracht. Hühner können nicht riechen, nur sehen. Es dauert ein Weilchen, bis der Kontakt hergestellt, die Rangordnung geklärt ist. In der Angwöhnungphase muss man immer ein bisschen schauen, was die alten mit den neuen Hühner anstellen, ob die neuen abends den Eingang wieder finden, wenn sie per Zufall ins Freie gelangt sind. Es ist also gut, wenn die Hühnerhalter in der ersten Woche genügend Zeit für die gefiederten Freudinnen haben. Diesmal verlief der Prozess einigermassen ruhig. Alle Hühner waren im Freien, wenn auch in zwei unterschiedlichen Ecken. Viel erfreulicher war aber, dass wir schon am zweite Tag, die ersten Kleineier greifen konnten, obwohl wir damit erst Ende Oktober gerechnet haben. Das Duzend ist übervoll, weshalb heute einem frischen Frühstückstei nichts mehr im Wege steht.

Life at home is very good these days. The weather is fallish, but not like other years, I really enjoy it and don’t fear the winter like I always did. We’ve had golden days with lots of sunshine considering end of October. I spent quite some time outside althought workdays are long. I also could visit my parents in the nursing home. „They“ didn’t let me in at first but when I insisted (There was no question about visiting my mother-in-law the other week), I was allowed to meet mum and dad in a corner of a room usually used by the staff. I don’t know how easy it was for my parents though. And I would have loved to see their appartment. But it’s enough, I am patient. I just hope it won’t get worse. However, I could still stand under their balcony and talk to them.

Why didn’t anyone ask my parents whether they wanted to see me? Why are people nowadays treated like children, deprived from their personal responsabilty? My parents are not moronic, they are just old. I had an intersting conversation about politics with my father as he is still spot on about what is going on. I don’t always share his point of view but he makes a good case for his oppinion, which most politicians don’t.

Anyway, in the meantime the morning has broken. I can see my neighbour’s house and our shed when I’m looking out of the window now. I’m ready to work in the garden for a bit and grab some eggs from our new hens, that have already started to sgiv away their products to us. How wonderful to have fresh eggs for breakfast. Life is good, when I am home. Oberheimen is not part of the craziness that has been strangling our sociaty more and more. I don’t know for how long I can still breath.

Do you need cheering up? You may want to meet Albert.

Ein frohes Wochenende euch allen!

Have a lovely weekend, take care!

Verlinkt mit Andreas Samstagsplausch

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  1. Deine ersten zwei Abschnitte lesen sich soo schön! Aber auch deine Hühnergeschichten sind interessant. Lass dir die Eier schmecken!
    Liebe Grüße
    Ingrid

  2. While I am glad you were at least able to see your parents, it saddens me that you had to fight for yor right, and you aren’t allowed to visit them in their apartment.
    It’s great that your new hens have already awarded you with eggs!
    And I’m totally in love with Albert! xxx

  3. Mir scheint gerade die tiefer stehende Herbstsonne ins Gesicht und ich kann die geschenkte Stunde nutzen um im Bloggerland versäumtes nach zu lesen. Die Wäsche trocknet im freien und Nachbars Hühner picken auch schon im Freien. Mal schauen wie lange ich die Eierproduktion noch in Sichtweite habe, es wird ja mächtig gebaut auf ihrem Auslauf:-)
    L G Pia

  4. The bad news are well hidden in the english part of your post. I can’t believe that you weren’t allowed to meet your parent in their own space, which they pay a huge amount of money for, I assume. It’s hard to stay calm in situations like these, hard not to cry, hard not to blame those who are responsible for the continuing wrong.
    I’m reading John Steinbeck: „It has always seemed strange to me … the things we admire in men, kindness and generosity, openness, honesty, understanding and feeling, are the concomitants of failure in our system. And those traits we detest, sharpness, greed, acquisitiveness, meanness, egotism and self-interest, are the traits of success. And while men admire the quality of the first they love the produce of the second.“

    • It’s like I am another person with another story to share if I write in German or English. Sometime I don’t mind to translate, but other times I just can’t.

      I’ve always love John Steinbeck.

  5. Put, put, put, ja Hühner, also ich möchte jetzt keine haben Meine Oma hat sehr viele und die haben
    alles vollgesch….!
    Aber wer das mag, gerne, ich bleibe oft auch an den großen Hühnerfarmen stehen, wo die Hühner an der frischen Luft und wohl auch glücklich sind.
    Eier esse ich nicht sehr viele, höchstens in Pfannkuchen und vor allem dann eben in Kuchen
    Aber so gekochte oder Spiegeleier, eher nicht, da graust es mir ein wenig.
    Aber wie immer, wer es mag, warum nicht.
    Ich hole meine Eier beim Bauern um die Ecke, da bin ich immer gut dran.
    Kosten allerdings auch ein wenig mehr, aber ich weiß, was ich habe.

    Ich glaub das einfach nicht mehr, was abgeht.
    Liebe Grüße Eva

    • Wenn ich Eier kaufe, immer die teuersten. Selber verkaufe ich sie aber günstig. Vielleicht ist das ein Fehler, denn man kann nicht immer alles als Hobby betreiben, so lange es Menschen gibt, die von der gleichen Sache leben. Die meisten übrigen Eier verschenke ich.

      Man weiss einfach nicht, was wahr ist. Dass in Bern am letzten Samstag 125 000 Menschen gegen die Covid-Massnahmen demonstriert haben, absolut friedlich, war in den Mainstream Medien keine Zeile wert. Dass die Linken von der Reitschule Bern randaliert und unter anderem einen Reisebus angezüdet haben, war auch keine Zeile wert. Dass die Polizei die Reitschule umstellt und nur auf den Hausdurchsuchungsbefehl gewartet haten, der aber nie kam, war ebenfalls keine Zeile wert. Und so bleiben die Schlafschafe uninformiert und denken immer noch, sie seien in der sicheren Überzahl, voll safe geimpft und berechtigt, auf die ungeimpften zu schimpfen und sie zu diskriminieren. Ich denke, Deutschland ist da noch zwei Zacken gründlicher. Wie immer. 😦

      Die Blogrunde am Samstag ist mein Fieberthermometer. Das Fieber ist gestiegen. Du weisst vielleicht, warum ich auf diese Idee komme. 😦

      Mit Gruss in den Feierabend!

  6. Köstlich, Deine Hühnergeschichten. Wobei ich ohne Kikeriki aufstehe… die Katze kommt schon gegen 4 Uhr wenn es ihr einfällt 🐈

    Frische Eier? Einfach traumhaft. Zum Frühstück oder auch zum Backen. Glückliche Hühner hier allemal.
    Hab ein schönes Wochenende, wünscht Dir, Heidrun

    • Nachbars haben Hähne, aber ich hör sie nicht. 🙂 Mich weckt meistens die innere Uhr noch ein bisschen vor dem Wecker. So mag ich das! Liebgruss!

  7. Oh wie schön, frische Hühnereier zum Frühstück! Hühner hätte ich auch gerne, aber leider ist in meinem kleinen Garten kein Platz dafür.
    Hier lichtet sich der Nebel auch noch sehr zögerlich, aber bis Mittag könnte sich die Sonne durchsetzen. Ich mag es, wenn morgens der Nebel noch so dicht ist, daß ich nicht mal das Nachbarhaus richtig erkennen kann. Da herrscht so eine wundersame Stille und man könnte meinen, man wäre ganz alleine auf weiter Flur. Doch dann tauchen so langsam die umliegenden Konturen auf, der Wald zeigt sich allmählich und schon bin ich wieder verbunden mit meiner Umgebung.
    Ich wünsch Dir ein frohes Wochenende, liebe Regula und ein schmackhaftes Sonntagsei noch dazu.

  8. Gartenbeete zügeln klingt schön. Überhaupt vermittelt dieser dein Beitrag ein Gefühl des in der Welt beheimatet seins, im Herbst, im Fallen der Blätter des Nussbaumes. Hab das sehr gern gelesen.

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