Später

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… wann ist das?

Kaum hat der Tag begonnen, ist es schon sechs Uhr abends.

Kaum Montag angekommen, ist es schon wieder Freitag.

… und der Monat ist vorbei.

… und das Jahr ist vorbei.

… und schon sind 30, 40, 50, 60 Jahre unseres Lebens vergangen.

Plötzlich wird mir bewusst, wie viele Menschen ich schon verloren haben.

Verwandte, Freunde und Bekannte …Ein Zurück gibt es nicht mehr!

Also möchte ich die Zeit geniessen, die mir bleibt.

Ich möchte anfangen, die Zeit so zu nutzen, wie sie mir gefällt.

Ich möchte Farbe in meinem Alltag!

Ich will lächeln über die Dinge des Lebens, die Balsam für die Herzen der Menschen sind.

Ich will die Zeit, die mir bleibt, mit Gelassenheit und Zuversicht geniessen.

Ich streiche das Wort «später». Sage nicht mehr:

Ich mache es später …

Ich sage es später …

Ich denke später darüber nach …

Zu vieles habe ich auf später verschoben.

Denn ich verstehe jetzt:

Später ist der Kaffee kalt.

Später ändern sich die Prioritäten.

Später ist der Charme gebrochen.

Später ist die Gelegenheit verpasst,

die Lebensenergie aufgebraucht.

Später werden die Kinder erwachsen.

Später werden die Eltern älter.

Später werden die Versprechen vergessen.

Später wir der Tag zur Nacht.

Später endet das Leben …

Also bitte, möchte ich nichts für später aufheben,

denn in der Zwischenzeit können wir

die besten Momente verlieren,

die besten Erfahrungen.

die beste Familie, die besten Freunde.

Der Tag ist heute.

Der Moment ist jetzt.

Ich bin nicht mehr in dem Alter, in dem ich es mir leisten kann,

ein Später, das sofort getan werden kann, auf morgen zu verschieben.

»

  1. Liebe Regula, danke für deine Worte. Sie haben mein Herz bewegt. Du hast so recht. Herzlichst eine gute Zeit. Daniela

  2. What a beautifully written and poignant post, Regula. And you are absolutely right, of course. The moment is indeed now and we shouldn’t waste any of these moments! xxx

  3. Hallo Regula,
    ich habe schon immer mein Leben genossen und genieße es umso mehr, seit ich in Rente bin.
    Wer immer sagt, dass er soooooviiiiieeel zu tn hat, das glaube ich schon lange nicht mehr.
    Robert Lembke hat mal gesagt
    „Kein Mensch ist so beschäftigt, daß er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.
    Er hatte recht, wenn ich so lese und lese, dann fällt mir auf, dass die Leute immer so beschäftigt sind und frage mich, wie die Leute früher das alles geschafft haben – die hatten nicht die Mittel – die wir heute haben und dennoch hatte sie Zeit und sagten, nie später.

    Ich geniße mein Leben, seit ich im Ruhestand bin und das sind jetzt 10 Jahre und die waren toll. Was kommt, keine Ahnung, aber es geht immer weiter.

    Ich sage selten „später“ habe ich noch nie gemacht und gerade jetzt mache ich das auch nicht mehr. Ih mache das, was ich möchte und es ist auch schön, keinerlei Verpflichtungen mehr zu haben. Das muß ich aber auch selten später sagen.

    Ich muß sagen, dass es schon ein Segen der frühen Geburt ist, dass man wenig auf später verschieben muß. #

    Ich wünsche dir einen schönen Tag und sende dir liebe Grüße
    Eva

  4. Liebe Regula, oh ja, da bin ich ganz bei dir!!! Du hast sooo recht. Darum habe ich im 2020 angefangen, einfach zu tun was ich möchte, und öfter mal „ds Füfi la grad si“ wie wir hier im berndeutschen Sprachraum sagen. Das tut mir soooo gut. Aber öfter komme ich doch in Situationen, wo ich das auch hinterfragen muss. Und auch mal was tun, was ich eigentlich gerade „heute“ nicht tun wollte….. ich wünsche dir viel mut und kraft immer dein „später“ weg zu lassen. mach’s guet u häb freud. Liebe Grüsse aus dem Murtebiet, Katharina 🥰

    • Manchmal muss man halt einfach. Wir sind schon ziemlich eingespannt, vor allem auch, solgane jemand berufstätig ist und andere Menschen von einem abhängen. Aber als Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, dazu ist dieser Text gut. Liebe Grüsse!

  5. wie recht du doch hast liebe Regula!
    Später kommt irgendwie doch nie, es kommt meist nur „zu“ spät.

    Meine älteren Nachbarn räumen gerade etwas aus, unter anderem das „gute“ Geschirr… immer aufgehoben für besondere Anlässe… jetzt fliegt die hälfte vom 12teiligen Service raus, weil man es nicht braucht und auch nie wirklich benutzt hat.
    Ich versuche schon länger, nichts auf später zu schieben oder aufzubehalten.
    Das letzte Hemd hat keine Taschen, lieber lebe ich im jetzt und hier.
    Lg Linda

  6. Guten Morgen,
    Gedanken ja die hab ich auch gerade immer mehr und später will ich auch nicht mehr sagen. Du hast das sehr treffen geschrieben.
    Zuoft allerdings noch kommt der Alltag mit all seinen Facetten, der es einem nicht oder nur mühsam erlaubt JETZT zu machen.
    Und in der aktuellen Lage ist es umso wichtiger nicht so viel auf später zu verschieben.
    Einen schönen Tag wünsch ich Dir.
    LG
    Ursula

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