Archiv der Kategorie: Recycling

Sonntagsfreude: Pandoro

Standard

pandoro_2

Pandoro tönt wunderbar schmackhaft und sonntäglich, findet ihr nicht?

Meine italienischen Gene, obwohl nur in geringer Anzahl, schlagen hier voll durch.

Allerdings habe ich Panettone mit Rosinen und Dörrfrüchten lieber, so lieb, dass ich mir im Verlauf des Winters bestimmt zwei- oder dreimal einen halben grossen zum Zmittag gönne. Ich reisse Brocken aus dem doch eher trockenen Gebäck und tunke sie in heisser Ovomaltine. Zum Glück sieht mir niemand beim Essen zu. 🙂

Den Pandoro habe ich wegen der Verpackung gekauft, denn daraus lässt sich ganz einfach ein Lampenschirm basteln. Man muss den Karton unten entfernen und oben ein rundes Loch schneiden, so dass die Fassung der Glühbirne durch passt. Und da die modernen Energiesparlampen ja nicht mehr heiss werden, besteht keine Brandgefahr. Ich würde aber unbedingt vorher eine Wärmeprobe machen. Manuell.

pandoro

Rita sammelt heute Sonntagsfreuden.

Samstags – Kreativ sein mit anderen – Being Creative Together

Standard

handarbeistsbingo

Nebst Job und allem bleibt echt nicht viel Freizeit. Na ja, es ist ja auch schon Nacht, bis ich endlich zu Hause bin. Da kam der schulfreie Donnerstagmorgen wie gerufen: ein paar ruhige Minuten zum Stricken und Tee trinken. Und weil das Licht nicht ausreicht, um an meiner dunklen Jacke weiter zu nadeln, habe ich flugs ein neues Paar Socken angeschlagen. Geht die Farbe als goldgelb durch? Zusammen mit dem Tee wäre dann schon bald eine Reihe beim Herbst-Handarbeitsbingo voll.

Ja, ich war zusammen mit anderen kreativ. Endlich war es soweit: Wir haben mit den Schülerinnen und Schülern Hobo-Kocher gebaut und auch auf ihnen gekocht. Es gab Würstchen, gebratene Zucchetti und Fladenbrot. Mittlerweile habe ich auch das perfekte Brennmaterial gefunden. Föhrenzäpfchen und trockene Holzschnipsel eignen sich hervorragend. Man muss nur dafür sorgen, immer ein bisschen Holzvorrat parat zu haben.

Einmal mehr habe ich mich bestätigt gefühlt: Unsere Jugendlichen, obwohl die virtuelle Welt so attraktiv ist, haben grossen Spass, etwas Neues, Handfestes, auszuprobieren, auch (oder gerade?) wenn es qualmt und stinkt. Sie sind so dankbar und zufrieden, wenn sie praktisch arbeiten können. Es war einfach schön zu erleben, wie sie in Grüppchen auf dem Schulareal verteilt, entspannt um ihre Hobo-Kocher sassen, mit ihre Feuerchen in Gang hielten und sich dann und wann einen Happen in den Mund schoben. Wir liessen sie in Ruhe, hatten selber alle Hände voll zu tun, unseren Hobo-Kocher in Gang zu halten.

Ein bisschen anstrengender war dann (und wer schon mal die Gelegenheit hatte, mit einer Horde Jugendlicher aufzuräumen, weiss wovon ich spreche), hinterher die Überreste einzusammeln, die schwarzen Pfannen zu putzen und wieder jedes Ding an seinen Platz zu bringen.

Viel Arbeit, bis ich ein paar Hobo-Kocher für ein Gruppenbild bei mir im Garten aufreihen konnte.

hobo-kocher

The week went by quickly. There isn’t much time left for handcraft as it gets dark already when I come home. Oh yes, I am a summer person. I have much more energy when the temperatures are high and the sun shines. I’m so tired in the evening these days. All my power is gone by the time I say good-bye, see you in the morning to the students.

Nontheless, I like it being with the students and working with them. School means a lot of brain work. Therefore, I think, students are grateful when they can work with there hands and do something. How can you cook without electrical power and money? We learnt about the Hobos and why they came up with their stove made of tin cans. It worked and it was so good to see how the students had fun keeping their hobo-stoves going, sitting in groups, chatting and eating fried zucchini and sausages, and baking bread on the dying fire. 🙂 It’s a wonderful experience to see that kids don’t need expensive toys and exciting adventures to be satisfied.

But maybe keeping a hobo-stove going and cooking with friends is an exciting adventure. Maybe it is an adventure to get dirty and smelly. Maybe it is an adventure for kids to see their teachers, parents, adults getting dirty and smelly and having fun.

Und jetzt ab zu Andrea.

 

 

 

 

Mein Hobo und ich – Hobo Stove

Standard

hobo-kocher-2

Habt ihr so ein Ding auch schon mal gesehen? Oder davon gehört? Mit ganz wenig Holz kann man einen Topf Wasser zum Sieden bringen und Spaghetti kochen oder ein Spiegelei braten kann. Das perfekte Out-door-Vergnügen!

Heute Nachmittag war die Zeit reif, die Bohrmaschine und die Metallschere auszupacken und mit Blechbüchsen zu hantieren. Man kann draussen arbeiten, in der Werkstatt oder zur Not auch in der Küche. Ein bisschen Vorsicht muss man schon walten lassen, denn die Schnittstellen sind scharf. Zudem empfiehlt es sich, eine Brille zu tragen, damit die Augen vor Metallspänen geschützt sind. Alle Löcher habe ich mit der Ahle vorgestochen, damit der Bohrer nicht abrutscht.

hobokleine

Es braucht eine kleinere und eine grössere Konservendose. Die kleine muss man folgendermassen bearbeiten: man bohrt in den Boden verstreut Löcher hinein. In der Wand bringt man oben und unten eine Reihe Löcher an, ca. 1.5 cm vom Rand entfernt.

hobogross

Die grössere Dose muss man so bearbeiten: man bohrt auf der offenen Seite der Dose in den Rand zwei Reihen Löcher. Auf dem Deckel zeichnet man den Umfang der kleineren Dose ein, schneidet das Blech ungefähr einen Zentimeter kleiner aus, bis zur gezeichneten Linie schneidet man Einschnitte, damit man den vorstehenden Zentimeter nach unten biegen kann.

hobo-kocher-1

Die kleinere Dose schiebt man in die Öffnung der grösseren Dose und der Ofen ist fertig. Die kleiner Dose ist der Feuerraum des Ofens, in dem man kleine Holzstückchen füllt und sie entzündet. Durch die Löcher der grossen Dose, dann durch die unteren Löcher der kleinen Dose strömt genug Luft zum Feuer. Durch die oberen Löcher fliesst das Holzgas in den Feuerraum zurück und verbrennt mit viel Hitze, so dass die Energiegewinnung optimiert wird.

hobo-kocher-3

Setzt man eine Pfanne auf den Hobo-Herd, legt man am besten drei kleine Steinchen auf den Rand des Ofens, damit allfälliger Rauch abziehen kann. Aber am besten kocht man erst, wenn das Feuerchen schön glüht und nicht mehr raucht.

hobo-kocher

Ich denke, dass ich morgen nochmals einen Hobo-Kocher bastle. Diesmal einen kleinen, auf dem ich mir dann ein Käfeli mache.

meinhobo

Baumwolle – 100 % – Cotton

Standard

Slipeinlagen

Seit gestern weiss ich, dass man alles, wirklich alles! selber machen kann.

Wirklich? Wirklich!

Since yesterday I know: There is no limit to selfmade items.

Really? Really! 

Es gibt zudem ein paar Gründe für dieses kleine, wenn auch unkonventionelle Project.

 There are some good reasons for this little project. 

100 Prozent Baumwolle ist das beste für die sensible Haut. – 100 percent cotten is best for sensitive skin.

Kein Abfall (immerhin gibts die KVA) – No wast (Imagine there is still a lot of landfill going on) 

Kein Plastik, keine Chemikalien. Atmungsaktiv, aber wirklich. – No plastic, no chemicals. Breathable.

Kostet nichts. – Doesn’t cost a dime. 

Wirklich mehr Schmutzwäsche gibts ja nicht. – Goes into your regular laundry.

Und überhaupt. Hahaha! Das ist der wichtigste Grund für mich, denn unter uns, brauchen tu ich die Dinger nicht wirklich. Aber man weiss ja nie.

Last but not least: It’s fun. Hahaha! Because, actually, I don’t need these things at all. However, you never know! 

Für viele Frauen auf der Welt gibts zudem nicht gleich einen Laden mit Hygieneartikeln um die Ecke. Hier ein Beispiel.

And for many women on earth, there isn’t just a store around the corner. There’s an example

Klettverschluss

Für die fünf brauchte ich etwa eine Stunde. Rechne ich, dass ich jede Woche eine Maschine mit meiner Schmutzwäsche fülle, brauche ich also 10 Stück. Daraus ergibt sich noch ein lustiges Stündchen an der Nähmaschine. Ich feile noch ein bisschen an der perfekten Grösse, Form und Nahtlinie.

It took me an hour to make those five. Considering one load of laundry per week, I need 10 pieces. Therefore, I will spend one more fun hour at the sewing machine. I’m still perfectioning the measurements. Blue or green ones would look nice, too. Or orange, maybe some little flowers … 

Ich habe übrogems 1000 mal gewaschene Bettwäsche verwendet, damit auch das letzte Restchen Appretur ausgewaschen ist.

I’ve used sheets I had washed a thousend times. There isn’t one tiny molecule of chemicals in the fabric anymore. 

Slipeinlagen3

Sue inspired me to get going. She’s found information here and here

Furoshiki: Kampf dem Plastik – Substitute Plastics: Furoshiki

Standard

Furoshiki-1

Mein Gedächtnis lässt zu wünschen übrig, weshalb ich oft kleine Notizzettel benütze, um etwas nicht zu vergessen. Gestern ist mir beim Aufräumen dieser in die Hände gefallen. Ich hatte keine Ahnung mehr, was Furoshiki bedeutet. Wikipedia machte mich wieder schlau. 🙂

Sometimes there is no recoginition of a thing or a word. That’s why I make notes now and then. However, I’ve totally forgotten what Fusoshiki means.  Luckily, Wikipedia filled me in again. 🙂  

Furoshiki-4

Ein Furoshiki (jap. 風呂敷) ist ein quadratisches Tuch, das vor allem in Japan traditionellerweise als Verpackung und als Tragebeutel genutzt wird, beispielsweise für Geschenke oder Kleider. Die Bezeichnung bedeutet ungefähr „Bade-Tuch“, weil es in öffentlichen Badehäusern damals üblich war, die eigene Kleidung in solchen Tüchern aufzubewahren. Auch Händler benützten ähnliche Tragebeutel.

Als Materialien kommen heutzutage Kunstfaser, Baumwolle oder Seide vor. Die Grössen reichen von etwa 45 cm bis rund 100 cm Kantenlänge. Furoshiki, die oft mit traditionellen Mustern bedruckt oder im gefärbt sind, werden zum Verpacken von Geschenken verwendet, aber auch zum Einpacken der in Japan häufigen Imbissbehälter, wo sie gleichzeitig Tischset oder Serviette ersetzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Nutzung der Furoshiki stark zurück. Für tägliche Einkäufe wurde der Plastikbeutel bevorzugt. Der Recyclinggedanke und Ansätze zum Umweltschutz im Alltag führten gegen das Jahr 2000 zu einer Wiederbelebung dieses japanischen Kulturerbes.

Furoshiki-3

Furoshiki (風呂敷) are a type of traditional Japanese wrapping cloth traditionally used to transport clothes, gifts, or other goods. Furoshiki began to be used in the middle of the Nara period, in traditional Japanese baths. To prevent a mix up of the bathers‘ clothes, the removed clothing was tied up in Furoshiki. Later the system of folding spread and was used by traders to protect their goods or gifts.

Currently, furoshiki are made of different fabrics, including silk, cotton, rayon and nylon. And though this art remains popular in Japan, its use has declined because of the modern high demand for plastic bags. In recent years the Japanese Ministry of the Environment has organized several campaigns to promote the use of furoshiki again, to ensure environment protection in Japan and worldwide.

Furoshiki-2

Sofort durchstöberte ich meine Stoffvorräte nach etwas Brauchbarem, was nicht zwingend japanisch aussehen muss. Mit vier Säumen versehen, waren die Tragetaschen im Nu fertig.

I went looking through my fabric stash instantly. There had to be something I could use and it wouldn’t have to look Japanese at all. I sewed four hems and voilà, there are my furoshikis. 

Ein Geschenk einwickeln, eine Tragetasche knüpfen oder das Mittagessen ein-, respektive auspacken und geniessen.

Wrapping a gift, knotting a bag, taking out lunch and enjoying on a beautiful tablecloth.

Tasche-Collage

Of course, you can sew a usual bag. It doesn’t take much longer to be ready to go, even if it is a pain to turn the ribbons. However, to be honest, doesn’t it sound and feel much nicer to carry a Furoshiki than a bag? 

Selbstverständlich kann man aus Stoffresten auch gewöhnliche Taschen nähen. Es dauert vielleicht ein bisschen länger, weil es nifelig ist, die Tragebändel zu wenden. Und schliesslich müssen diese noch angenäht werden, bevor die Tasche bereit für den Einsatz ist. Aber tönt es nicht viel netter, einen Furoshiki zu tragen als eine Tasche?

Verlinkt mit: http://www.jakaster.de/p/beutel-statt-tute.html

 

 

Slow Fashion – Gut Ding will Weile haben

Standard

Patch-Hose

Kleider kaufen geht im Moment aus ganz verschiedenen Gründen nicht. Deshalb habe ich um der gefühlten Eintönigkeit meines Kleiderkastens Abhilfe zu schaffen, ein neues Stück genäht. Was das für mich aus kreativer Perspektive bedeutet, muss ich wohl nicht erwähnen. 🙂 Hingegen möchte ich den Zeitfaktor beleuchten. Gedanklich habe ich mich ja schon lange mit dieser Arbeit beschäftigt, tatschlich angefangen gestern Abend. Stoffe aussuchen, Flicken zuschneiden. Heute habe ich den ganzen langen Morgen an der Nähmaschine gesessen. Halt, stimmt nicht: Ich brauchte einige Zeit, um die Beinnähte zu öffnen, bevor ich überhaupt Stoffflicken aufnähen konnte. Zweimal ist mir dabei der Faden ausgegangen, also ausfädeln, spulen, einfädeln, neu ansetzen. Als ich dachte, es dann endlich ohne grössere Pannen geschafft zu haben, nähte ich beim Schliessen der Beinnähte doch noch einen Teil des Hosenbeins zusammen. Grrrrr! Zusammen macht das 5.5 Stunden. Ja, gut Ding will Weile haben. Meine neue Jeans gehört definitiv zum Modestyle Slow Fashion.

I don’t buy clothes at the moment. Nothing new at least. But I make clothes, because it makes fun, it’s satisfying. But I won’t say anothing more about the creative aspect of making things. I want to talk about the aspect of time. I’ve been thinking for a long time about this new item to wear before I actually started last night. Chosing fabrics, cutting them, taking out the iron. Then I spent the whole morning at the sewing machine after I had opend the seams, which took quite some time and nerves. Twice I had to replace the thread and fill the bobin again. When I thought I was done, I sewed the leg of my jeans together where I shouldn’t. Grrr, more nerves, more time. It took me 5.5 hours to finish the piece of art of mine. Slow Fashion, a new style. 

Slow Fashion, deshalb die ganze Rechnerei. Ich habe nämlich ein T-shirt gekauft (Ausnahmen bestätigen die Regel), das erst wachsen muss. Das heisst, es ist noch nicht einmal angesäht. Nächstes Jahr ist es dann fertig und wird mir zugesendet. Ja, slow fashion braucht Geduld. Bis dahin werde ich mir wohl noch ab und zu very slowly etwas zum Anziehen selber machen. Wollt ihr mehr wissen über das Projekt slow fashion wissen? Dann klickt mal auf das Bild unten. Mein T-shirt wird übrigens rot. Und auch hier: Gut Ding will Weile haben oder was lange währt, wird endlich gut.

Slow Fashion is the reason I wanted to focus on time. I bought a t-shirt yesterday (a single exception) that must grow first. Actually, the field where it will grow might be ready at the moment. So I have to wait a very long time until it is mine. In a year it will be sent to me. Luckily I can observe the whole process from the seeds to the finished shirt. Slow fashion is a fair trade project in Mali by Helvetas. Klick on the picture to read more about it. My t-shirt is going to be red eventually. 

slowfashion

Dafür ging das hier viel schneller, was auch eine Idee ist. Nicht lange fackeln oder ratz fatz. Da bin ich auch gerne dabei. Rot: Es ist Zeit für die 5-Minuten Collage in rot bei Rösi.

On the other hand, the 5-minute collage at Rösi’s is a quick project. I like being a part of it: Red

Collage-rot

 

https://fairshop.helvetas.ch/container

Standard

Sonnenkaffee

Guten Morgen Sonnenschein!

Good Morning Sunshine!

So erwachte ich heute Morgen um 6 Uhr, aber auch gestern wurde es ein wunderschöner Tag, nachdem der Nebel gewichen war. Und meine Bluse wurde beizeiten fertig trotz Kaffeeschwatz bei Nachbars. Anschliessend schnürte ich die Wanderschuhe. Aber jetzt zu meiner neusten Kreation.

What a wonderful morning! As promised the fog disappeared and the sun came out yesterday. What a lovely day to go for a long walk after I had finished my blouse. 

Bluse-1

Ich hatte noch die Australische Hitze in mir, als mir mein Sohn drei ausrangierte Hemden brachte in der Annahme, dass ich daraus eine Patchworkdecke nähen würde. Es war mir jedoch gleich klar, dass ich daraus drei leichte Sommerblüsli nähen würde, wie ich sie in den Tropen vermisst hatte.

When my son brought me some of his old shirts shortly I had come home from Australia, I wanted to make light blouses (the ones I hadmn’t with me and missed badly) and not blankets as usual. 

Bluse-2

Das geht ganz einfach: Den Nähten entlang sorgfältig die Ärmel ausschneiden. Den Kragen entfernen und eine in der Weite passende Halslinie schneiden. Die Schnittkanten dann mit Schrägstreifen einfassen. Ich habe genügend aus einem Ärmel schneiden können.

It’s very simple: Cut off the sleeves along the seams. Cut off the collar and make a nice neckline. I cut bias tapes from one sleeve and used them along the armholes and the neckline.

Bluse-4

Bei der Schrägbandeinfassung dran denken, dass man bei Innenrundungen das Schrägband ein bisschen ziehen soll, damit es schön flach liegt.

In order to get a nice bias binding, pull the bias tapes slightly as neckline and armholes are concave. 

Bluse-5