Archiv der Kategorie: Recycling

Geschenk mit Botschaft: Plastik frei – A Present With A Message: Without Plastic

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Bernina720

Zugegeben, für diese schnelle und einfache Arbeit braucht es keine Supernähmaschine. Trotzdem habe ich mega Freude an meinem Weihnachtsgeschenk an mich selber. Ich musste sie gleich ausprobieren.

I am the lucky owner of a brand new, super functional Bernina sewing machine. Extra big for my future quilting projects. It’s my Christmas present from myself. I must tell you that I don’t need this super computer to sew this simple project: Reusable bags for fruit and vegetable in order to avoid plastic. 

Plastikfrei

Bei uns im Dorfladen, der in Sachen Umweltschutz besser abschneidet als andere Lebensmittelgeschäfte,  liegen neben den Früchten und Gemüsen wiederverwendbare Tülltüten zum Verkauf auf. Mein haushälterisches Gemüt lässt es nicht zu, dass ich sie kaufe. Lieber nähe ich sie aus einem Stück alten Vorhangs selber.

In our little store in the village there are bags like these you can buy. However, I’ve never been able to do so. I may be tight fisted but I like it better to say that I like to make as much as I can myself. Why not use up some scraps anyway? 

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Fünf habe ich genäht, und mit einem Band aus einer Werbeseite der aktuellsten Coop-Zeitung versehen, habe ich ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk.

I’ve cut and sewn five bags  – the Bernina 720 works like a dream – and put an add and a ribbon around them. The first self-made Christmas present’s done. 

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Boro Sashiko Stitching

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Es gibt so viele gute Ideen, auch für heisses Sommerwetter. So sitze ich gemütlich im Schatten und nähe Vorstiche. Ich fange klein an und übe mich zuerst einmal an einem Blätz, bis ich mich dann getraue, ein Paar Jeans oder eine Jacke im japanisch inspirierten Boro-Style zu flicken.

Have you ever heard of Boro Sashiko Stitching? I’m staring small but are in love with this technique already. I don’t know yet whether I’m mending a pair of jeans or a jacket next. By the way, Sashiko is Japanese, in case you haven’t figured this out. 

I’m happily stitching in the shade. 

Boro

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Have a nice evening, afternoon or morning!

Happy Hour der anderen Art – What Happy Hour Means to Me

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Der Begriff „aktive Erholung“ passt hervorragend zu den fleissigen Schweizern, die sich verbreitet über Arbeit und Leistung definieren. Sogar in der Freizeit sind sie aktiv und produktiv. Fast hätte ich „gerne“ geschrieben, aber das passiert ganz unbewusst. Sie wissen auch, was von faulenzen zu halten ist. So schnell ist das Urteil gefällt, dass einer „än fuulä Siech“ ist.

Ich gebe zu, auch ich mache gerne was. Es ist ja gut und recht, sich über alle Möglichen Inhalte schlau zu machen und theoretisch viel zu wissen. Wenn aber die praktische Umsetzung ausbleibt, fehlt mir echt etwas. So habe ich also mein neu erworbenes Wissen über Altkleider, Lumpensammlungen, Sortierwerke und Mitumba schon am Freitag während meiner ganz persönlichen Happy Hour in einen praktischen Output gesteckt: Aus einem Hemd in der Lumpenkiste sind superlustige Lumberjack Boxershorts entstanden. Zeitaufwand zwei Stunden. Und das tönt ja jetzt nicht nach einer grossen Arbeit.

I’m not fond of big theories I find it more awarding to transform knowledge into a practical output. I was reading a lot about textiles, the way how the rich countries consume clothes like other raw materials without thinking about the environmental issues and how the Africans build a business with what we consider to be no longer wearable. However, more and more people buy their clothes second hand all over the world. I am one of the many fans, always have been. 

As the Swiss in general are very busy people, they tell everybody all the time that they relax actively, which means they are busy even in their free time and (this may be the downside) they know exactly who is a lazy person. Actually, I find it hard to be lazy, but try to avoid to judge others. „Chacun à son goût.“ My happy hour on Friday was not related to beer or champagne, but to sewing and recycling as the result of my studies. 

Boxershorts

  • Ein altes Hemd von den Ärmeln befreien und das Coller am Vorder- und Rückenteil wegschneiden, damit die Stoffteile flach liegen.
  • Cut off the sleves or an old shirt, cut off the collar and place the fabric flat on the table. 
  • Das Hemd in der Rückenmitte falten und die Knopf- und Knopflochleiste des Vorderteils passend aufeinander legen. Das Schnittmuster (meins ist von Handmade Kultur) auflegen, so dass die Säume der Hose auf die Säume des Hemdes und die vordere Mitte auf die Knopf- und Knopflochleiste zu liegen kommt.
  • Fold the shirt in half, placing the edge with the buttons onto the edge with the botton holes. You will find a pattern for short in the internet. Pinterest may be a source. The seam of the shirt is used as the seams of the shorts. 
  • Mit Nahtzugabe ausschneiden.
  • Cut out with seam allowance. 

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  • Die Hosenbeine an der Innennaht zusammen nähen.
  • Push one leg into the other and sew the inner leg seams. Sew the scrotch seam as shown on the pictures above and below. Fold the fly. 
  • Hosenteile ineinander schieben (rechte auf rechte Seite) und die Schrittnaht nähen. Dabei die Knopf- und Knopflochleiste übereinanderlegen, dass ein Hosenschlitz entsteht und keine Fältchen entstehen.

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  • Damit die Boxershorts so bunt werden wie im Sprichwort, Applikationen anbringen.
  • Add some colour to your shorts with a little appliqué. 

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  • An der oberen Schnittkante einen elastischen Bund annähen. Knöpfe annähen.
  • Add an elastic waistband and sew on colourful buttons. 

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Und fröhlich flattert die Wäsche im Wind.

It’s quite stormy today. 

🙂

Verlinkt mit Sonntagsglück, einfach.nachhaltig.besser leben und upcycling im Mai.

Deins? Meins? Seins? – Yours? Mine? His? – Buchstabenteppich aus Gründen

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Man soll viel trinken, aber muss es denn immer aus einem sauberen Glas sein?

Nein, natürlich nicht, denn schliesslich wollen wir im Geschirrspüler kein Ungleichgewicht mit den Tellern schaffen. Also wird das Trinkgefäss zur Seite gestellt mit den besten Absichten, es beim nächsten Durst wiederzuverweden.

Nur ist dann beim nächsten Mal nicht mehr klar, welches denn nun meins, seins oder deins ist. Das grüne? Das klare? Oder doch das lilane? Und schon steht noch ein weiteres auf der Spüle, und noch eines und noch eines und noch eines.

Mit den Kaffeetassen ist es die gleiche Geschichte.

We should drink a lot of water during the day, but do we need to get a clean glass each time we are thirsty?

Of course not, because we don’t want to overload the upper section of the dish washer when the lower section is half empty. Therefore a glass is put aside with the best intention of using it again. But after a while nobody knows which glass is his or hers.

The pink one? The green one? Or was the green one mine yesterday? And an other glass is put aside and a next and a next. In the evening they all go into the dish washer.

It’s the same story with coffee cups.

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Mit er schnellen Methode meiner kürzlich genähten Untersetzer aus alten Jeans und bunten Stoffresten plus einer kleinen Applikation, ist nun ganz klar definiert, wer sein Glass und seine Kaffeetasse wohin stellt. A für Andreas und R für mich. Ich rechne aus, wieviel Arbeit, wieviele Spülgänge, wieviele Liter Wasser, wieviel Strom ich sparen kann. 🙂

Due to the same super quick method I used for the mug rugs, from now on everybody knows exactely where to put the glass or coffee cup: A for Andreas and R for me. L was designed for Linus but he moved out. I’m happy about how much work, water and electricity I can save. 🙂

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Fisch am Karlfreitag – Fish on Good Friday

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Fische

I don’t know whether you eat fish on Good Friday. In my family we do. We have fried fish on an open fire since 50 years. It is a tradition that started with my uncle Karl and my father a long time ago. 

In case you don’t eat fish but like fish nontheless, here is a very simple recycling idea. You can use the fish as decoration or a game you would only need a fishing rod and a hook. 

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Ups! Nein, das ist kein Tippfehler im Titel. Selbstverständlich weiss ich auch, dass es Karfreitag heisst. Dieser Tag ist aber so untrennbar mit meinem Onkel Karl verbunden, dass ich ihm einen Post widme. Onkel Karl ist diesen Februar verstorben und mit ihm ein Stück meiner Kindheit. Zum Glück gibt es ganz viele Gelegenheiten, mich an ihn zu erinnern. Heute ist so ein Tag. Karlfreitag!

 

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Seit 50 Jahren feiern wir in der Familie den Karfreitag. Angefangen hat es im ganz kleinen Kreis. Mein Onkel Karl und sein Bruder Hans (mein Vater) sind am Karfreitag mit den Kindern in den Wald gegangen. Im Gepäck waren zwei oder drei in Aluflolie gewickelte, mit Pfeffer und Salz gewürzte, mit ein bisschen Butter und Zwiebeln gefüllte Forellen. Später, als aus dem einen Mal eine Tradition geworden war, gehörten dann die Mütter und das Schlüsselblumen Suchen ebenfalls dazu.

Fischeschwarm

Im Lauf der Jahre sind Freundinnen und Freunde, später Ehefrauen und Ehemänner und Kindeskinder dazu gekommen. Irgendwann hat sich der Karfreitagsfisch aus Platzgründen auf Familie Hans zurück verkleinert. Ob Familie Karl auch noch Karfreitagsfisch feiert?

 

Sonntagsfreude: Pandoro

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Pandoro tönt wunderbar schmackhaft und sonntäglich, findet ihr nicht?

Meine italienischen Gene, obwohl nur in geringer Anzahl, schlagen hier voll durch.

Allerdings habe ich Panettone mit Rosinen und Dörrfrüchten lieber, so lieb, dass ich mir im Verlauf des Winters bestimmt zwei- oder dreimal einen halben grossen zum Zmittag gönne. Ich reisse Brocken aus dem doch eher trockenen Gebäck und tunke sie in heisser Ovomaltine. Zum Glück sieht mir niemand beim Essen zu. 🙂

Den Pandoro habe ich wegen der Verpackung gekauft, denn daraus lässt sich ganz einfach ein Lampenschirm basteln. Man muss den Karton unten entfernen und oben ein rundes Loch schneiden, so dass die Fassung der Glühbirne durch passt. Und da die modernen Energiesparlampen ja nicht mehr heiss werden, besteht keine Brandgefahr. Ich würde aber unbedingt vorher eine Wärmeprobe machen. Manuell.

pandoro

Rita sammelt heute Sonntagsfreuden.

Samstags – Kreativ sein mit anderen – Being Creative Together

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Nebst Job und allem bleibt echt nicht viel Freizeit. Na ja, es ist ja auch schon Nacht, bis ich endlich zu Hause bin. Da kam der schulfreie Donnerstagmorgen wie gerufen: ein paar ruhige Minuten zum Stricken und Tee trinken. Und weil das Licht nicht ausreicht, um an meiner dunklen Jacke weiter zu nadeln, habe ich flugs ein neues Paar Socken angeschlagen. Geht die Farbe als goldgelb durch? Zusammen mit dem Tee wäre dann schon bald eine Reihe beim Herbst-Handarbeitsbingo voll.

Ja, ich war zusammen mit anderen kreativ. Endlich war es soweit: Wir haben mit den Schülerinnen und Schülern Hobo-Kocher gebaut und auch auf ihnen gekocht. Es gab Würstchen, gebratene Zucchetti und Fladenbrot. Mittlerweile habe ich auch das perfekte Brennmaterial gefunden. Föhrenzäpfchen und trockene Holzschnipsel eignen sich hervorragend. Man muss nur dafür sorgen, immer ein bisschen Holzvorrat parat zu haben.

Einmal mehr habe ich mich bestätigt gefühlt: Unsere Jugendlichen, obwohl die virtuelle Welt so attraktiv ist, haben grossen Spass, etwas Neues, Handfestes, auszuprobieren, auch (oder gerade?) wenn es qualmt und stinkt. Sie sind so dankbar und zufrieden, wenn sie praktisch arbeiten können. Es war einfach schön zu erleben, wie sie in Grüppchen auf dem Schulareal verteilt, entspannt um ihre Hobo-Kocher sassen, mit ihre Feuerchen in Gang hielten und sich dann und wann einen Happen in den Mund schoben. Wir liessen sie in Ruhe, hatten selber alle Hände voll zu tun, unseren Hobo-Kocher in Gang zu halten.

Ein bisschen anstrengender war dann (und wer schon mal die Gelegenheit hatte, mit einer Horde Jugendlicher aufzuräumen, weiss wovon ich spreche), hinterher die Überreste einzusammeln, die schwarzen Pfannen zu putzen und wieder jedes Ding an seinen Platz zu bringen.

Viel Arbeit, bis ich ein paar Hobo-Kocher für ein Gruppenbild bei mir im Garten aufreihen konnte.

hobo-kocher

The week went by quickly. There isn’t much time left for handcraft as it gets dark already when I come home. Oh yes, I am a summer person. I have much more energy when the temperatures are high and the sun shines. I’m so tired in the evening these days. All my power is gone by the time I say good-bye, see you in the morning to the students.

Nontheless, I like it being with the students and working with them. School means a lot of brain work. Therefore, I think, students are grateful when they can work with there hands and do something. How can you cook without electrical power and money? We learnt about the Hobos and why they came up with their stove made of tin cans. It worked and it was so good to see how the students had fun keeping their hobo-stoves going, sitting in groups, chatting and eating fried zucchini and sausages, and baking bread on the dying fire. 🙂 It’s a wonderful experience to see that kids don’t need expensive toys and exciting adventures to be satisfied.

But maybe keeping a hobo-stove going and cooking with friends is an exciting adventure. Maybe it is an adventure to get dirty and smelly. Maybe it is an adventure for kids to see their teachers, parents, adults getting dirty and smelly and having fun.

Und jetzt ab zu Andrea.