Archiv der Kategorie: Spinnen/Spinning

Machen statt pinnen: Kordel aus Stoffresten – Scrap Fabric Twine

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Twine

Seit vier Jahren trage ich diese Idee von Pinterest mit mir herum. Klick auf’s Bild und du wirst dorthin gebracht.

I’ve had this Pinterest Pin pinned for four years. Today is the day.

Stoffstreifen

Hier mein Ausgangsmaterial: Ich habe drei Stoffkisten aussortiert und die für „unwürdig“ befundenen Stoffreste in Bänder zerrissen.

You need fabric stips about an inch wide. I sorted out my fabric boxes (spring cleaning the hosue). 

Verdrehen

Zwei Streifen verknoten, abwechselnd den einen, dann den anderen in gleicher Richtung verdrehen und umeinander drehen. Anfangen und dann klappt es schon bald.

And then I started twisting two strips in the same direction and around eachother. You can look for youtube video tutorals.

Einsetzen

Zum Einsetzen beide Enden schräg schneiden, übereinanderschieben und zusammendrehen. Es sollen nicht beide Bänder zur gleichen Zeit aufgebraucht sein.

When the strip ends, cut it diagonally and also the strip. who wnat to insert. Lay the two on top of each other. Make sure the two twisted strips (here the dark blue and the orange) don’t end at the same time. 

Pause

Pause!

Break!

 

Machen, nicht pinnen war mal bei Geschwister Gezwitscher.

 

 

 

Nicht kampflos – Samstags bei Ninja

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Guuuten Morgen, meine Lieben!

Samstagskaffee4

Während ich meine heisse Schoggi trinke, schwelge ich im Glücksgefühl, letzte Woche etwas Neues gelernt zu haben. Noch bin ich keine Meisterin ….

Trotzdem ich habe spinnen mit dem Spinnrad gelernt, etwas das ich schon seit Jahren tun wollte. Das Spinnrad steht auch schon seit Jahren betriebsbereit im Estrich. Es ist ein Louet S10, nicht wirklich schön zum Anschauen, aber es funktioniert hundertprozentig.

Als ich dann meine zweite Spule voll hatte, schaute ich mich zögerlich um, ob denn da irgenwo ein schönes Spinnrad stünde, das evt. auch funktionieren könnte. Schnell wurde ich dann fündig und kriegt den Zuschlag bei 39 Franken. Da kann nicht viel schief gehen. Den gestrigen Nachmittag verbrachte ich damit, das Spinnrad funktionstüchtig einzurichten; ein Lederscheibchen hier, ein Holzzäpfchen da, eine Lederlasche dort und ein Schnürchen ganz unten. Der Antriebsriemen schien das grösste Problem zu sein. Nach zwei Versuchen schien es dann mit einer gedrehten Hanfschnur nicht schlecht zu klappen.

Über Nacht ist die Hanfschnur jedoch auch rutschig geworden. Also doch einen Antriebsriemen kaufen, nur möchte ich nicht 12 Franken für den schwazren Polyuretanriemen zuzüglich 8 Franken für den Versand bezahlen. Die 8 Franken finde ich eine Frechheit, denn das Porto für ein Couvert B5 (und da drin hat der Riemen locker Platz) kostet gerade mal 85 Rappen oder wenn es schneller sein muss, einen Franken. Das kann ich nicht kampflos akzeptieren.

Deshalb suche ich nun wild entschlossen nach einer anderen Lösung. Als erstes habe ich die Hanfkordel mit Bienenwachsschuhcrème eingerieben, aber sie rutschte immer noch. Dann habe ich eine Kordel mit kratziger Schafwolle gedreht, rutschte aber immer noch. Als dritten Versuch habe ich die Spule ein bisschen aufgeraut, hat aber auch nichts gebracht. Dann ist mir das Ladekabel des Laptops meines Mannes ins Auge gestochen. Ich glaube, es wäre perfekt, aber ihr wisst schon. Also machte ich mich auf die Suche nach anderen leicht haftenden Materialien. Ich fand ein altes Telefonkabel, das zu verdreht war, wollte ausprobieren, ob eventuell ein einfaches Stromkabel funktionieren könnte. Aber das ist zu dick. Schliesslich fand ich noch ein besseres Telefonkabel, das ich kurzerhand in die passende Länge schnitt und mit Bostich zur Runde schloss. Es funktionierte ein Weilchen, aber weil es nicht rund ist, rutscht es aus der Führung.

Liebe Frauen von Ninjas samstäglicher Kaffeerunde, habt ihr eine Idee, wie ich die Hanfschnur „klebrig“ machen könnte, ohne eine Riesenschweinerei zu veranstalten (ich habe an Honig gedacht)? Oder in welcher Art Geschäft kann ich einen Antriebsriemen kaufen (heute ist Samstag)? Ich gebe so schnell nicht auf. Bestellen kann ich am Sonntagabend immer noch, denn übers Wochenende geht eh nix. Muss ich halt stricken, hach!

Ach ja, einen Blick auf mein schönes Spinnrad möchte ich euch auch noch gewähren.

Schönes Wochenende!

Samstagskaffee4b

Spinnst du, oder was? – Spinning Exercise

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Wollvlies

Spinnst du, oder was? – Na klar doch.

Am letzten Montag hatte ich meine erste Spinn-Lektion. Dabei fand ich heraus, dass mein Spinnrad tatsächlich funktioniert. Immerhin etwas, dachte ich, voll motiviert, jeden Morgen und Abend für 15 Minuten am Spinnrad zu sitzen und immer besser zu werden. Hier seht ihr meine erste halb volle Spule, die Dienstagmorgenausbeute:

Spinnen1

Die Mittwochmorgenausbeute sah dann schon besser aus:

Spinnen3

Noch habe ich die empfolenen 500 gramm Wollvlies nicht gesponnen, habe aber trotzem heute Sonntag die mittlerweile volle Spule linksrum nochmals aufzusgewickelt, um die Überdrehungen ein bisschen aufzufangen. Traudi vom Drosselgarten stiftete die Idee, was ich aus dem doch immer noch sehr rustikalen Wollfaden machen könnte:

Woll-Granny

 

Zur Sicherheit häkelte ich einen zusätzlichen Wollfaden mit ein. Vielleicht wird ja eine Yoga-Matte draus, schön dick und isolierend.

Are you spinning? Of course I am!

I had my first spinning lesson last Monday at my neighbour’s Vreni, who is an experienced spinner. She has had her own sheep and therefore a spinner for many many years. During the time I sat there in front of her cosy oven I found out that my spinning wheel realy works. Not much to show though. I was determined to do a little spinning each morning. The first picture shows the product of Tuesday morning, the second is from Wednesday morning and is proof of my improvement. Vreni sasy it needs at least 500 gramms until you can say you manage spinning. I’m not there but nontheless crocheted a little something (a suggestion of Traudi at Drosselgarten) from my first yarn. It might become a yoga mat made of many granny squares some day; thick and sturdy and warm. 

Tripp-Trapp

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Spinnrad

Schwupps, der Sonntagmorgen ist schon rum. Stellt euch vor, ich langweile mich. Nichts lockt mich, weder das Buch, noch die Strickarbeit, noch die Vorbereitungen für den mogigen Schultag, auch nicht die Natur draussen. Ich mag nicht, aber nichts tun geht auch nicht. Also streunere ich durchs Haus, finde da und dort kurze Ablenkung, aber schon bin ich wieder in Bewegung. Kann keine fünf Minuten still sitzen.

Ich glaube, ich musste einmal zu viel kochen, einmal zuviel den Kehricht an die Strasse stellen, einmal zu viel abstauben, einmal zu viel das Brünneli putzen, einmal zuviel hören, dass Brot zum Znacht öde ist. Einmal zu viel, damit der Karrren hier läuft, das Alltagsrad dreht. Ich fühle mich heute wie ein Auto, das beim ersten Versuch nicht anspringt und dann ist grad die Batterie tot. Wer überbrückt mich jetzt?

Ich konzentiriere mich jetzt darauf, dass ich im Keller ein schönes altes Helvetia Einmachglas 1 1/2 Liter gefungen habe, das super geeignet ist für den Risotto-Reis im aufgerissenen Sack. Ich konzentriere mich darauf, dass ich morgen Nachmittag meine erste Spinnlektion habe. Darüber freue ich mich sehr. Das Spinnrad steht in der Stube und ich trete alle halbe Stunde mal fünf Minuten das Pedal zum Üben, um mich von meiner Unlust abzulenken. Tripp, trapp, tripp, trapp, damit das Rad dreht. Ist das eine Metapher?

Spinnrad2

What a incredibly boring Sunday morning this has been. It’s noon already. 

I am the one to blame. I’m not in the mood for anything, neither my book, nor my knitting project (almost done), nor preparations for school tomorrow, nor a healthy walk into the woods. There is no energy left. I’m fed up with cooking, cleaning, dusting, preparing meals that are not appreciated, doing the chores that keep the wheel of daily life running. Today I’m feeling like a car that hasn’t started at the first atempt and now the battery is dead. 

I’m trying to focus on things that make me happy like finding an old Helvetia jar in the cellar that is perfect for a ripped package of rice. Or the fact that I have my first spinning lesson tomorrow at 2.30 pm.  So I am pedalling for five minutes once in a while to distract me from my uninspired mood. Tripp, trapp, tripp, trapp. The spinning wheel must be going steadily. Is this a metaphor?