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Regenbogenfarben – Rainbow Colours

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Rohmaterial

I went into the woods on Saturday hunting for raw materials for two projects I’ve been thinking about for a while. I found what I was looking for  in the clear cut, but there wasn’t any blood involved this time. 

Am Samstag machte ich erneut einen Abstecher in den Wald und suchte Rohmaterial für zwei Projekte, die ich schon längere Zeit im Kopf wälze. Es war gar nicht so einfach zu finden, was ich suchte. Die Säge war wiederum ein nützliches Werkzeug, und diesmal wurde kein Blut vergossen.

Regenbogenkleiderbügel1

Now the first project. I cut the long branch into halves, each of it about 40 cm long. It’s great that the branch has a slight curve. Then I peeled the branch. What can I make with it and a pile of little pieces of old sweaters?  These little pieces are my favourite recycling material by the way. Lucky me, I’ve found a rainbow. 

Zuerst also das erste Werk. Ich sägte den langen Ast entzwei, so dass ich zwei Stücke von etwa 40 cm Länge hatte. Dass das eine Stück eine leichte Kurve beschreibt, ist mehr als gäbig.  Was lässt sich aber mit einem Ast und einem Haufen kleiner Stoffstücke zerschnittener Pullover anfertigen? Diese Kleinststücke alter Pullover sind übrrigens  mein Lieblingsmaterial fürs Upcyling.  Ich konnte sogar einen Regenbogen zusammenstellen.

Regenbogenkleiderbügel2

I drilled a hole into the branch and fixed a hook of a coat-hanger (a gift from the thrift store) into it. Now you can see what I’m making, can’t you? 

Ich bohrte ein Loch in den Ast (schön in der Mitte) und schraubte den Haken eines Kleiderbügels (vom Brockenhaus geschenkt)  hinein. Nun ist ja offensichtlich, was ich mache, nicht wahr?

Regenbogenkleiderbügel3

The coat-hanger got an underskirt. Piece after piece (dont mix up the colours like me) are added and sewn with stitches you like. I chose red thread to add a bit of contrast. 

Der Kleiderbügel hat zuerst einen Unterrock bekommen. Dann wird Stück um Stück überlappend angesetzt und mit einem Zierstich angenäht. Ich habe roten Faden genommen, um ein bisschen Kontrast zu geben.

Regenbogenkleiderbügel4

Regenbogenkleiderbügel5

As today is a lovely day, warm and sunny, I took the things I needed outside. What a pleasure sitting under the wallnut tree, cutting fabric and sewing the pieces together. The rainbow coat-hanger is totally  handmade and didn’t cost me a dime. I’m going to make more as they are perfect to hang up knitted or crocheted garments as they are a bit upholstered.

Weil es heute angenehm warm und sonnig war, trug ich alle benötigten Dinge nach draussen und genoss es sehr, unter dem Nussbaum Stoff zu schneiden und die Stücke zusammenzunähen. Der Regenbogenkleiderbügel ist total handgefertigt und kostete keinen Rappen. Ich werde noch ein paar mehr machen, denn die Kleiderbügel eignen sich sehr gut, um Gestricktes und Gehäkeltes aufzuhängen, denn sie sind leicht gepolstert.

Regenbogenkleiderbügel

Regenbogenbügel7

Warm Hands – Warme Hände

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Handwärmer3

Thanks for all the comments to the Warm Feet“ post. I’m going to knit bright red socks as they are supposed to keep the blood circulation going. Today’s post is dedicated to warm hands though. Over the last days I’ve seen many sewed warmes. I’ve been inspired to make hand warmers at Emma’s „Just Having a Yarn.

My hand warmers are filled with white beans and grape seeds I remembered having in the attic (my personal store). The fabric I used is from scraps from old, felted sweaters. Oh dear, I’m in love with this material. 🙂

Traubenkerne

Füllen:Trichter

Handwärmer1

Handwärmer2

These hand warmers are an easy project, either hand- or machine sewed as you please. I find hand sewing very relaxing, machine sewing on the other hand is work. However, if the machine is handy, it’s quicker. The hand warmers can be heated in the microwave (for one and a half minutes) or on the stove. Keep them in your pockets, mittens, under your shirt, and they will keep you warm an cosy for a while.

Now, I am off for a walk in the snow and cold.

Vielen Dank für die vielen Kommentare zu meinem „Warme Füsse“ Beitrag. Ich werde demnächste rote Socken stricken, denn sie sollen die Blutzirkulation anregen. Der heutige Blogbeitrag ist den warmen Händen gewidmet. Ich habe verschiedene Ideen aufgeschnappt, inspiriert haben mich die hand warmers bei Emma’s „Just Having a Yarn„.

Meine Handwärmer sind mit Bohnen oder Traubenkernen gefüllt, die ich noch im Estrich hatte. Der Stoff, den ich brauchte, sind Stoffreste meiner Sammlung alter Pullover, das Material für die verschiedensten Einsatzgebiete. Die Handwärmer sind sehr einfach zu nähen, entweder von Hand oder mit der Maschine. Kreise ausschneiden, 1 cm vom Rand entfernt Ober- und Unterlage mit kleinesten Vorstichen zusammennähen, bevor die Runde fertig ist, mit Kernen füllen und fertig zunähen. Dann mit der Näh- oder Overlockmaschine zusammennähen und/oder mit Zierstichen (Knopfloch-, Feston- Überwindlingsstich) umnähen.

Die Handwärmer im Mikrowellengerät (ein einhalb Minuten lang) oder auf dem Ofen aufwärmen, in die Jackentasche, unters Hemd oder in die Socken stecken. Sie halten ein Weilchen warm.

Sodeli, dann gehe ich mal auf einen Spaziergang in den Schnee und die Kälte hinaus.

Skirts and Dresses Only – Nur Jupe und Kleid

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orgestern fasste ich spontan den Entschluss, vier Wochen lang meine verleideligen Hosen im Schrank zu vergessen und statt dessen nur Jupes und Kleider zu tragen. Was ganz einfach tönt (es sei denn, man kennt mich gut), bereitete mir doch einiges Kopfzerbrechen, denn schon der erste Versuch, ein Hängerkleid, fand bei meinem Mann gar keinen Anklang. „Das Kleid macht dich dick“, urteilte er vernichtend. Sofort stopfte ich den Fahnen in die Kleidersammlung.

Woher für dieses Experiment also Kleider nehmen, die Budget verträglich sind? Zudem besteht ja auch die Möglichkeit, dass ich nach den vier Wochen nie mehr ein Kleid tragen werde. Da wäre doch jeder Rappen verschwendetes Geld. Ob vielleicht das Passende im Brockenhaus zu finden wäre? Zuerst wollte ich mit vorhandenem Material arbeiten und meine Overlockmaschine schnurren lassen.

Ein enges, langes T-shirt mit zu engen Armlöchern schnitt ich kurzerhand auf Armhöhe ab. Den so entstandenen Schlauch kann ich über Leggins tragen, falls es kühl ist, und einrollen, wenn es heiss wird. Ich durchwühlte auch meinen Vorrat an alten Pullis, übrigens ein wunderbarer Fundus für alle Arten von Gegenständen. Einer Jacke (Hallo Iris, die ist von dir), bei der ein Knopf fehlt, schnitt ich entzwei. Der untere Teil ist mit einer straffen Borte als obere Abschlusskannte zum Jupe umgewandelt. Einen schwarzen Garnpullover schnitt ich ebenfalls auf Armhöhe auseinander. Ich hatte noch Börtchenschlauch zu Hause, den ich in der Weite ein bisschen einnehmen musste und doppelt an die Schnittkante stürzte. So ist meine Garderobe doch um ein paar Stücke abwechslungsreicher geworden.

Two days ago I had the idea to wear only skirts and dresses for four weeks because I was so bored with my jeans and trousers. This may sound like an easy venture but not for me. The first attempt was a flop. My husband told me that the blue dress made me look fat. So that particular dress is going to charity.

Where to get dresses and skirts that are suitable to my budget? I took into perspective that I might never wear dresses after the four weeks again so why sould I spend money for a flight of fancy? Perhaps I could find something in the thriftstore? But firstly, I wanted to work with material I had handy.

A long and snug shirt whose arm wholes were to tight was cut. The result is an easy skirt I can wear over leggins long or short depending on how much I fold the upper seam. Then I looked into my stash of old sweaters, which are wonderful material for all kinds of things by the way. There I found a jacket missing one button. I cut the jacket into two pieces the length I wanted to have the skirt. Then I sewed on a binding tube from an old sweater that had gone into upcycling months ago. A black cotton sweater was cut underneath the sleeves. I had red binding tube in my stash, which I made fit my waist. I folded it and sewed it onto the skirt. Have I already mentioned that I use a serger for elastic fabric? Of course you can use a sewing machine but this would be way more difficult and time consuming.

Anyway, I’ve added three items to my wardrobe. Now I’m really looking forward to my experiment.

Two Seasons Only – Nur zwei Jahreszeiten

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I’m fed up with my winter clothing. As I don’t have that many clothes anyway, I’m glad that I can change some of them with the seasons. However, when it comes to clothes there are only two seasons where I live even though the magazines tell a different story. Let me clearify: Last Friday the weather was hot, really hot, about 30 degrees. I sweated like a pig when I mowed the lawn, cut the stinging nettles and did what needed to be done around the house. The next day the weather changed. It has been cold, rainy, snowy even for the last days. So I am still in my winter clothes, which are just boring after a long winter. 

After the coldest night in 30 years, I could not wear the same, lame, boring sweater I have been wearing the last months, could I? I could not stay in bed all day either? So I went up extra early yesterday and – still in my pyjamas and freezing – I turned it into a new, much more cheerful cardigan. Now I can face the world!

If you have a boring sweater, I can change that for you. Examples can be seen here.

Während andere Leute ihre Winterkleider schon wieder in die Mottenschränke auf dem Estrich verbannt hatten, blieb ich skeptisch. Denn obwohl Kalender und Glanzhefte vom Frühling berichten, weiss ich aus Erfahrung, dass es bezüglich Kleidung hier nur zwei Jahreszeiten gibt. Ihr wollte Beweise für meine Theorie? Gut. Am letzten Freitag war es heiss, sehr heiss, 30 Grad heiss. Ich schwitzte wie ein Schwein, als ich rund ums Haus erledigte, was zu erledigen war, den Rasenstreifen mähte und die Brennnesseln ausriss. Am nächsten Tag wechselte das Wetter, und seit da ist es kalt, regnerisch und stürmisch. Es schneite sogar in den vergangenen Tagen. Kein Frühlingswetter, überhaupt nicht.

Ich bin meiner Winterkleider überdrüssig, wirklich. Ich konnte mich nach der kältesten Nacht seit Menschengedenken nicht überwinden, nochmals den selben, grauen, langweiligen Pullover anzuziehen, den ich schon den ganzen Winter über angezogen hatte. Aber ich konnte auch nicht den ganzen Tag im Bett bleiben. Also stand ich extra früh auf, machte ein extra grosse Feuer im Ofen und zerschnitt meinen Pullover, um daraus einen neuen, einen viel farbigeren und fröhlicheren zu machen. Nun bin ich parat, um dem kalten Wetter noch ein bisschen länger zu trotzen.

Falls du einen langweiligen Pullover hast, werde ich ihn gerne für dich abändern. Beispiele dafür findest du hier.

My new cardigan is my finished object. Hop to tami’s amis and look what others have accomplished.

Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See – The Frogs Are Having A Party

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Das Schnittmuster für die lustigen Frösche und der grassgrüne Lieblingspulli, der wegen eines Flecks im Altkleidersack lag, sind wie geschaffen für einander.

Aus dem alten grünen Pullover schneidet man die Teile gemäss Schnittmuster mit 1 cm Nahtzugabe zu. Zuerst die Punkte mit einem Zickzackstich auf die beiden Rückenteile applizieren, dann die Teile mit einem Tricotstich zusammennähn; 1. Die beiden Rückenteile rechte auf rechte Seite nähen. 2. Die vier Füsse rechte auf rechte Seite zusammennähen, Nahtzugabe zurückschneiden, wenden und die man gemäss Bezeichungen auf den Bauchteil (rechte Seite) legen. 3. Das zusammengenähte Rückenteil mit der rechten Seite darauflegen, mit Tricotstich zusammennähen, dabei eine Öffnung zum Stopfen lassen. 4. Den Frosch nach aussen wenden, das Loch schiessen, Augen aufnähen und ein freundliches Maul sticken.

Als Stopfmaterial eigenen sich Stopfwatte, Spreu, Styroporkügelchen oder alte Wollfäden, wenn man den Recycling-Gedanken noch weiterspinnt. Das Muster für den Frosch gibts zum Download auf dem public Teil von manuell.ch.

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Vielleicht wäre mein Fröschchen schon im ersten Anlauf gelungen, wenn ich als Ausgangsmaterial einen verfilzten Wollpullover gehabt hätte. Das Baumwolljäckchen war fast ein bisschen zu lümpelig. Deshalb habe ich eine schwache Vlieseline zu Hilfe genommen, die ich nach dem Nähen kräftig dehnen konnte.

I had a green sweater with stains and a pattern for a lovely frog. And because I am a friend of upcycling, they seem to be the perfect match. Would it be nice to make the life of a favourite sweater longer by turning it into a sweet frog? Just download the pattern from the public section of the Swiss magazine manuell.

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Cut out the pieces, don’t forget to add 1 cm around the edges. Sew the dots onto the frog’s back parts. Sew the pieces together with a specific stitch for tricot if the fabric is elastic. Sew the legs together, minimize the seam that you can turn them inside out. Put them onto right side of the body part (the feet are „looking“ to the middle of the bodypart), where indicated on the pattern. Put the backpart onto the body part and sew the two pieces together, again with the stitch for elastic fabrics. Don’t forget the opening for the stuffing. Now turn the frog inside out and stuff it. Close the opening, add eyes and stitch a friendly mouth.

I’m sure my frogs needs lots of brothers and sisters. Have you ever been at a frog’s concert?