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Made Something and Got Something – Etwas gemacht und etwas bekommen

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Today has been a wonderful day

(lazy Sunday)

Going to a tea room having a coffee in the morning.

Sewing a cushion with old lace for the store (someone might need a last minute gift tomorrow).

Movie lunch with Magnum p.i.

A little (power) nap afterwards.

Also a little shopping in a nearby little town (very relaxed) and having another cup of coffee.

Look, what I found on the door step when we came home! Do you know how it’s called? I cut it up, but still have no idea.

I’m ready for Christmas.

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Heute war ein wunderbarer Tag

(fauler Sonntag)

Am Morgen Kaffee getrunken im Café Stalder in Uzwil.

Ein Kissen für den Laden genäht und mit alter Spitze verziert (es kann ja sein, dass jemand morgen noch ein last-minute Geschenk braucht).

Mittagessen mit Magnum p.i.

Anschliessend ein kleines Mittagsschläfchen gemacht.

Schmalspur Sonntagsverkauf in Weinfelden genossen, nochmals Kaffeepause im M-Restaurant.

Und schaut, was auf der Türschwelle lag, als wir nach Hause kamen. Weisst du, wie die exotische Frucht heisst? Ich habe sie aufgeschnitten, aber noch immer keine Ahnung.

Weihnachten kann kommen, ich bin parat.

Kissen mit Spitze

Spitze

I’m not ready – Noch nicht bereit

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Does one sock of a pair count as a finished object? I don’t know. But as you can see I have another finished object to show you. Happy fo-Friday to all of you. Go and see Tami’s Amis. As always, it’s very inspirational.

Life is not very creative at the moment. Business is demanding and time consuming. I’ve been sitting for days and hours to write receipts and e-mails for the store, pay bills before the summer break although I am not an acountant. I’ve been trying hard not to make mistakes. However, I made at least one (I forgot something on a list). Let’s hope it’s the only one, so I won’t have to apologize again.

Later yesterday afternoon I found it appropriate to have a break from calculation, numbers and letters and I start some sewing. Actually I wanted to sew a pillow case as a gift. However, I’ve realised that I am not ready to give it away. I just might keep it for a little while.

I sewed in a piece of crocheted lace I had found in this old house we’ve been living for two and a half years now. I’m wondering who made it.

Eine einzelne Socke mag vielleicht nicht als fertiger Gegenstand zählen, aber ich habe ja glücklicherweise noch ein Patchwork Kissen zu zeigen. Fröhlicher FO-Freitag wünsche ich euch allen. Wie immer gibts bei Tami’s Amis viel zu sehen.

Dieser Tage bin ich mit der Buchhaltung unseres Ladens beschäftigt, was trockene Materie ist und mir nicht wirklich liegt. Obwohl ich mir grosse Mühe gebe, keine Fehler zu machen, hat sich leider doch einer eingeschlichen. Ich hoffe natürlich, dass es dabei bleibt, damit ich mich nicht noch einmal entschuldigen muss. 😉

Jedenfalls fand ich es gestern im späteren Nachmittag angebracht, mich nach der anstrengenden Zahlenjongliererei mit einer kreativen Arbeit zu belohnen. Eigentlich hätte das Kissen ein Geschenk geben sollen, aber ich bin noch nicht bereit, es weg zu geben, lieber behalte ich es noch ein Weilchen.

Ins Kissen habe ich ein Stück alter Spitze eingenäht, die ich in diesem alten Haus gefunden habe, in dem wir nun schon seit zweieinhalb Jahren wohnen. Die Spitze ist aus ganz feinem Garn gehäkelt und noch tadellos erhalten. Sie verdient es, aus der Kiste befreit zu werden und ans Licht zu kommen. Wer sie wohl gemacht hat?

Creare …

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… ist Lateinisch und bedeutet „schaffen, erschaffen“. Ich frage mich nun, ob nur Neues, also neu Geschaffenes das Prädikat „kreativ“ bekommt, denn im Schweizerdeutschen bedeutet „schaffe“ schlicht und einfach „arbeiten“, was nicht immer kreativ ist.  Aber einigen wir uns auf kreativ = neu. Einigen wir uns auch darauf, dass meine Kreativität im Moment schläft, denn es kommt mir parout nichts in den Sinn, was ich Neues machen könnte, obwohl hundert Wollknäuel und ebensoviele Stoffresten rufen: „Nimm mich, nimm mich, nimm mich bitte aus der Schachtel, runter aus dem heissen Estrich, raus aus der Gefahr der Motten und Mäuse. Mach was Schönes, oder halt was Nütziches aus mir. Lass dich inspirieren!“

… unforutnatelly, I can’t play with this Latin word because it means just the same in English: create. So let’s skip the first paragraph and come to the point: My creativity has disappeared. I don’t have any idea, any project at the moment. The yarn  and fabric does not talk to me.

Das einzige, was ich nun aus der Not heraus in Angriff nehme, ist der graugrüne Pullover meines Mannes, der schon seit vorletztem Winter in einem Korb liegt und darauf wartet, dass seine zerschlissenen Börtchen geflickt werden. Das ist natürlich bildhaft gemeint. Mein Mann wartet darauf, aber drängt mich überhaupt nicht, obwohl er ihn schon seit rund einem Viertel Jahrundert liebt, denn sein Grosi hat ihn gestrickt. Klar, dass ich ihn flicke.

What I do instead of creating is repairing my husbands sweater, which his grandmother knitted about a quarter of a century ago. I’t’s worth mending, isn’t it?

Ich bin in der ersten Phase des Prozesses,  dem Abrennen der Börtchen und Auffassen der Maschen. Was mir noch fehlt, ist die passende Wolle, denn in meinem grossen Vorrat findet sich tatsächlich nichts, dass den Ansprüchen genügt. Lieber wäre es mir, passende Wolle in Grün-Grau zu finden, aber wenn das nicht klappt, wähle ich einen Kontrast.

I’m in phase one of the process, which is separating the broken parts and picking up the stitches. Then I have to look for yarn in the yarn store. I’d rather use a matching green-grey than a contrasting colour. We will see. While I was looking for a matching yarn in my stash I took out this lace and an old duvet. The two together will be a new tablecloth for the kitchen table. And my creativity is coming back …

Beim Wolle suchen, ist mir die alte Spitze wieder in die Hände gefallen. Sie soll den Tischläufer verzieren, den ich mir für den Küchentisch aus einem Duvetanzug nähen. Und schon meldet sie sich leise zurück, die Kreativität.

Auch gut möglich, dass ich bei Tami’s amis eine gute Idee sehe.

Aus dem vorletzten Jahrhundert – More than a hundred years old

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Am Freitag habe ich jeweils keine Schule, weshalb ich tief in meine Projekte eintauchen kann. Gestern habe ich es endlich angepackt, den Vorhang in meinem Zimmer anzupassen. Den Stoff dafür hatte ich schon lange im Auge, da Farbe und Dichte des Gewebes ideal sind, um das Tageslicht auszusperren, wenn wir am früheren Abend einen DVD schauen wollen. Leider war das Stück zu kurz, so dass ich einen etwa 30 cm breiten Streifen ansetzen musste. Um die Naht zu verbergen, gedachte ich, eine Spitze darüber zu nähen. Auch da hatte ich schon eine passende im Sinn, die in einer Kiste im Estrich zusammen mit anderen Litzen und Bordüren auf ihre Verwendung wartet.

Normalerweise weiss ich sehr genau, was sich in meinem Näh-, Strick- und Bastelfundus befindet. Ich war deshalb sehr überrascht, als ich plötzlich drei wunderschöne Häkelspitzen entdeckte. Mir kam auch sofort wieder in den Sinn, woher diese stammen. Als ich nämlich vor eineinhalb Jahren dieses Haus räumte, weil die Besitzer ganz überstützt ausgezogen waren, waren die Spitzen zusammen mit ein paar alten Leinenstoffen so ziemlich die einzigen Schätze, die ich im ganzen, unbeschreiblich grossen Durcheinander fand.

Nun ziert also die Blumenbordüre meinen Vorhang und kommt auf dem dunkelblauen Hintergrund so richtig gut zur Geltung. Was ich mit den zwei anderen, je einen Meter langen Häkelspitzen aus dem vorletzten Jahrhundert machen werde, weiss ich noch nicht. Ganz sicher werde ich nicht mehr vergessen, dass ich sie besitze. Sie lassen mein Herz singen. Ich bewundere jedes einzelne gehäkelte Luftmäschchen und Stäbchen und stelle mir vor, wie hier eine Frau stunden-, abende- mit ihrer Häkelarbeit am Fentser gesessen ist, um etwas so Wunderschönes und Perfektes zu schaffen. Die Bordüre am Vorhang ist ein Entre-deux für ein Leintuch, bestimmt für ihre Aussteuer. Die beiden anderen Stücke, noch ein bisschen feiner und komplizierter gearbeitet, sind Abschlussborten, vielleicht für eine Tischdecke.

I spend each Friday at home diving deeply into my project because there is no class. Yesterday I wanted to sew a curtain for one of the three windows in my room. The fabric I had in mind was a bit too short. Therefore I had to add a piece of about 30 centimeters. It didn’t look too bad, but nevertheless I wanted to add a specific lace, stored in the attic in one of my hundred boxes with stuff for knitting, sewing and what ever. Usually I know exactly what’s in the boxes, therefore I was very surprised when I found this wonderful piece of lace I had forgotten about. Isn’t it beautiful? It’s made cotton, crocheted with millions of tiny stiches. I can’t stop admiring the work of a woman who lived more than hunderd years ago. Aren’t the laces just perfect?

I’ve found the lace together with some old fabrics. When we had bought the house one and a half years ago, I had to clean out the whole building because the people left the house in a hurry. They went to a nursing home and were too weak to do the hard work. Anyway, you don’t need much in a nursing home. For me, it meant really hard work to clean out the whole, unbelivebly huge mess all over the place, especially in the attic. More than once I was at the brink of loosing both my power and my mind. So I was very happy when I found the laces, that meant a treasure and kind of a comfort to me.

I imagine the woman crocheting for hours, nights to get this lovely lace as an entre-deux for a bed sheet for her dowry. I don’t know yet what to do with the other two pieces, that were probabely made for a table cloth.