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Tuesday’s Picture: Erntezeit

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Heute Apfelringli.

Die Äpfel vom Baum.

Das Brett vom Möhl.

Erntezeit.

Harvest time.

Apples from the tree behind the house.

 

 

(21 : 100 x (60 – 10)) – 10 = ?

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Apfelringli

Sorry, Ladies! This post is very emotional. And when it gets emotional we stick to our mother tongue. So there is no English post today. To sum up, I made dried apples. Don’t they look lovely? Aren’t they a lovely and appropriate gift for people who love my kanton or live here? Cidre India, it’s called due to the many apple trees. 

Es hiess bürgerliches Rechnen, dieses Rechngen mit plus und minus und mal. Ich nenne es heute Bäuerliches Rechnen, denn es geht um die Apfelernte.

Gerne würde ich unsere Äpfel als Mostobst abgeben. Aber erstens liegt bereits mehr als die Hälfe der frühen Äpfel am Boden, bis überhaupt Obst angenommen wird. Nota bene während einer Stunde am Mittwochmorgen. Gut also, wenn man frei hat. Zweitens lohnt der Aufwand bei aller Naturliebe nicht, ist nicht das Benzin wert, das mich die Fahrt in die Landi Neukirch kostet. Ihr glaubt das nicht? Jammert schon so gut wie ein Bauer, sagt ihr? Hier ist meine Rechnung.

Ich fülle also am Dienstagnachmittag oder am Mittwochmorgen früh fünf Kartoffelkörbe à 15 Kilogramm, vielleicht sinds auch mehr. Ich fülle sie so so, dass ich sie noch gesundheitsverträglich vom Baum zum Auto schleppen kann. Das macht dann total knapp 60 Kilogramm. Schon höre ich das Geld klimpern, denn abgerechnet wird jedes Mal. Nächsten Mittwoch wieder. Tschüss. Da wird nicht zusammengezählt und erst am Schluss abgerechnet. Wisst ihr, warum?

Aber vorerst mal weiter mit der Geschichte, die sehr komplex ist. Dieses Jahr wurde der Richtpreis für gewöhnliches Mostobst auf 26 Franken festgesetzt. Hejahossa, da mache ich also während einer Stunde Fitness in wunderbarster Umgebung mit wunderbarster Aussicht und kriege dafür noch Geld, nämlich

26 : 100 x 60 Franken.

Aber hobla: Es gibt von den 26 Franken nach schweizer Manier noch Abzüge:  4 Franken generell, dann noch einen weiteren Franken für Werbung und Obstverband. Das wären dann also noch

21 : 100 x 60 Franken,

was doch sage und schreibe immerhin mehr als 12 Franken macht.  Jetzt aber sofort einladen, du! Es ist ja auch noch lustig, mit dem gefütterten Hemd und den grünen Gummistiefel einen guten Eindruck zu machen und ein paar Sprüche zu klopfen, zum Beispiel über die Lehrer und Bauern, die eines gemeinsam haben. Das Jammern nämlich (wobei die Bauern noch ein bisschen besser sind in dieser Disziplin, sagt man).

Zu guter Letzt wäre da noch der Waagschein, der auch noch 10 Franken kostet, obwohl sehr ungenau auf 10 Kilogramm gewogen wird, so dass die knappen 60 Kilogramm am Ende nur noch 50 auf die Waage bringen. Kommen wir zur Schlussrechnung:

(21 : 100 x (60 – 10)) -10 = ?

Da füttere ich lieber die Kühe, Ziegen, Kaninchen und Wullesäuli. Darüberhinaus macht Vreni Apfelgelée und ich getrocknete Apfelringli zum Verschenken. In Celophan gepackt und mit roter Stoffschleife sehen sie super aus!

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