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Low Profile – Machen statt pinnnen

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JaredLetoCollage

Bilder gefunden auf Pinterest

How do we manage our daily life in a time when the meaning of living is surviving? How do we protect ourselves if the surrounding seems hostile? How do we protect ourselves from all the things happening around and desturbing us? 

I remember a time I could not go out of the house. And if I did, I couldn’t get out in short sleves even if it was hot. I needed a second skin against „the world outside“. So does my son right now, which I can perfectly understand.  

My son tries to keep a low profile. He wants to hide and asked me to sew him a kind of arm“warmer“ to cover a tatoo on his forearm he doesn’t want to talk about anymore. I don’t know if it is true that everybody askes about the tatoo as he tells me. What’s the truth, what’s reality anyway. 

I checked pinterest to find inspiration. Have you heard of Jared Leto? He seems to be quite famous. Do you think he hides a tatoo on his forearm too? – As I discoverd, he actually does. I must tell my son. 🙂

Manchal bedeutet Leben nacktes Überleben. Wie schützen wir uns dann vor den Ereignissen, die um uns herum passieren und uns beunruhigen? Wie schützen wir uns, wenn die Welt um uns herum feindlich scheint?

Ich erinnere mich an eine Zeit, da konnte ich nicht aus dem Haus gehen. Und wenn ich es doch tat, trug ich lange Ärmel, auch wenn es heiss war. Ich brauchte eine zweite schützende Haut. Deshalb kann ich gut nachvollziehen, dass es meinem Sohn im Moment auch so geht.

Mein Sohn versucht, nicht aufzufallen. Er möchte sich verstecken, weil er so verletzlich ist. Deshalb hat er mich gefragt, ob ich ihm einen Ärmel nähen könnte, damit er sein Tatoo auf dem Unterarm abdecken kann. Offenbar fragen alle, was es bedeutet, aber darüber möchte er nicht reden. Ob das überhaupt wahr ist? Aber was ist schon Wahrheit, was Realität.

Ich suchte auf Pinterest nach einer coolen Idee. Dabei bin ich auf Jared Leto gestossen, der doch ziemlich berühmt zu sein scheint. Ob er unter seinen schlichten Armwärmern auch ein Tatoo verbirgt? Wie ich herausgefunden habe, tut er das tatsächlich. Der Ärmel ist einfach umzusetzen: Von einem alten Langarmshirt den Ärmel in passender Länge ausgeschnitten und mit dem Overlockstich der Haushaltnähmaschine knapper genäht. Fertig.

Ärmel-Collage

Also: Machen statt pinnen bei Geschwistergezwitscher.

 

Armstulpen – Wrist warmers

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As I have quite a big stahs of yarn in my attic but mostly only one or two skeins, I was looking for some little projects, to minimize the pile. Why spend money by buying new yarn if there is yarn wating to be transformed into something beautiful, useful or even both?

I think each „thing“ deserves to be what it is meant for. For instance, theses days a cut fir tree deserves to be a christmas tree even if its not the most beautiful one. Therefore I always chose the not so perfect tree as my christmas tree. How would he feel if he wasn’t chosen by anyone and left behind getting dry and brown and finally be burnt with the garbage?

It’s the same with my yarn in the attic I think. The skeins are longing to be knitted or crocheted up. To make a long story short, I found two skeins of Lana Grossa Merino 2000 in the box with the black and grey yarns and knitted a pair of armwarmers. Furthermore I found two skeins of Schaffhauser Wolle Mohair Soupless in the blue box and am knitting a second pair.

The pattern is easy

Cast on about 52 stiches on three double pointed needels. I always knit with four needles because it is more stable.

K2, p2 for about 10 rounds.

Then 6 rounds: K7, p2, k8, p2 (the cable is 8 stiches wide, 2k on bouth sides), k33. The cable is placed n the middle of the first half of the arm warmer.

In round 7: twist the 8 stiches of the cable.

Twist in each 12th round. Make the arm warmer as long as you want it. In the round of the last twist make a whole (cast off 6 stiches and and cast on 6 stiches in the next round) for the thumb. Go on for another 6 rounds. Then 2k, 2p for aobut 10 rounds. Cast off.

Auf meinem Estrich liegt ein ziemlich grosser Vorrat an Wolle, von einem halben bis zu etwa zwei Knäueln von jeder Sorte. Alle diese Reste lagern in grossen Kartonschacheln, nach Farbe sortiert. Mein Ziel ist, diesen Vorrat so nach und nach aufzubrauchen. Erstens schone ich damit mein Portemonnaie und zweitens denke ich auch, dass jeder Wollknäuel verdient verstickt oder verhäkelt zu werden. Das ist ähnlich wie bei den Christbäumen.

Jede Adventszeit sehe ich auf dem Platz beim Thurgauerhof in Weinfelden hunderte solcher Bäume stehen. Die Kunden suchen sich die schönsten jeder Grösse aus, so dass dann am 23. oder 24. Dezember nur noch die für ungeeigne erkärten da stehen: die zu dünnen, die zu dichten, die krummen, die einseitigen. Ich denke, dass jeder um diese Zeit geschlagene Tannenbaum verdient, ein Christbaum zu sein. Wie traurig für den Baum, wenn er schliesslich verdorrt und braun mit dem Kehricht entsorgt wird. Deshalb nehme ich immer einen dieser Krüppelchen. Ist er nämlich erst verziehrt, sieht niemand mehr einen Unterschied.

Das selbe ist es mit der Wolle im Estrich. Die Knäuel warten dort auf den Tag, an dem sie aus der Kiste kommen und durch meiner Hände Arbeit in etwas Schönes oder Nützlichem, vielleicht sogar beides, verwandelt werden. Um die ganze lange Geschichte kurz zu machen, ich habe in der Schachtel mit den grauen Wollen zwei Knäuel Lana Grossa Merino 2000 gefunden und Armstulpen mit Zopfmuster gestrickt. Dann habe ich in der blauen Schachtel zwei Knäuel Schaffhauser Wolle Mohair Souplesse gefunden und bin nun dabei, ein zweites Paar zu stricken. Weihnachtsgeschenke? Vielleicht.

Das Muster ist von mir und ganz einfach:

Anschlag etwa 52 Maschen, ein Börtchen von etwa 10 Runden 2 re, 2 li stricken. Dann die Maschen wie folgt einteilen:

7 M rechts, 2 links, 8 rechts, 2 links, 33 Maschen rechts. Der Zopf ist 8 Maschen breit und hat links und rechts 2 linke Maschen, um ihn vom Rest abzugrenzen.

In der 7. Runde die 8 Maschen für den Zopf verdrehen, dabei die ersten 4 M auf der Hilfsnadel nach vorne legen.

Dann in jeder 12. Runde die Maschen verdrehen.

Ich habe nach 8 Mal das Daumenloch gemacht. Dazu 6 M abketten (3 M der Vorrunde und 3 M der neuen Runde, damit das Loch an der richtigen Stelle liegt. In der nächsten Runde die 6 Maschen wieder aufschlingen.

6 Runden nach der letzten Verdrehung wieder 2 re 2 li das Börtchen stricken.

Den zweiten Armstulpen gegengleich stricken, also die ersten 4 Maschen des Zopfes zum Verdrehen nach hinten legen und das Daumenloch nach dem Zopf stricken.