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Meet the Blogger, Me! – Das bin ich, Regula Babajeza

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Katrin at soulsister invites us to a blogger meeting. This is me. An optimist who could lose confidence in humanity, close to desperation. I’ve been a teacher for more than 30 years and the older I get the more I love my profession. There are, of course, a few down sides to the job, however, I can get over them during weekends and vacation.

I love to do things, there is always a long list with projects I want to do: I sew, I knit, I write, I work in my garden, look after the hens and the cats. I renovate the house and mend. The world needs mending!

I’ve lived in the Thurgau, a canton in the east of Switzerland, my whole life and in this area around a hill named Nollen for over 30 years. I like the quiet life, the green landscape and I don’t mind that we don’t have everything infront of the house, like cinema, opera, theatre, pub, outdoor and indoor swimmingpool, highways, train, shopping malls. It’s the country side! I’ve experienced that it is easier for me to feel connected to the earth here than in a town or city. 

Ein virtuelles Klassen, äm Bloggertreffen, dazu lädt Katrin von Soulsister ein. Da bin ich also.

Seit etwas mehr als 30 Jahren wohne ich am Nollen, von welchem aus man eine wunderbare Rundsicht in den Alpstein, die Alpen und Deutschland hinterm Bodensee hat. Schon als Kind hat mir mein Vater von diesem Molassehügel im Mittelland erklärt, wo unsere Vorfahren (jedenfalls ein Teil von ihnen) her kommen. Ich lebe gerne auf dem Land, weil es ruhiger ist. Es ist einfacher, sich mit der Erde verbunden zu fühlen als in der Stadt. Allerdings könnte ich ja falsch liegen. Also anders fomruliert: Mir fällt es einfacher, mich mit der Erde verbunden zu fühlen, wenn ich wohne, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht wünschen.

Ich mache gerne Dinge, nähe, stricke, schreibe, buddle im Garten, renoviere und flicke aus Überzeugung. Von Beruf bin ich Lehrerin, und obwohl oder gerade weil ich diesen Beruf schon so lange ausübe, hat er mir noch nie soviel Freude bereitet.

Im Verlauf der Jahre ist mir immer klarer geworden, dass die Menschen im Grunde alle gleich sind: Sie lieben ihre Kinder, wollen eine Zukunft haben und in Frieden miteinander leben. Kulturelle Unterschiede finde ich mega interessant und ich möchte mehr darüber wissen.

Im Grunde bin ich eine Optimistin und könnte doch ab und zu verzweifeln. In meinem Blog schreibe ich darüber, was ich mache, was mich beschäftigt. Manchmal gibt es halt einfach nicht so viel zu sagen.

Verlinkt mit Sonntagsglück.

 

Babajeza

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Dornseiff

Wieviele deutsche Wörter gibt es?

Babajeza ist eines davon.

Dornseiff2

Franz Dornseiff hat 1933 den Versuch unternommen, „die Wörter der deutschen Sprache nach Sachgruppen, begrifflich geordnet vorzuführen. Es sollte der Versuch gemacht werden, den ganzen Reichtum der deutschen Ausdrucksmittel, sowohl Wörter wie ausführliche Redensarten, von der feierlich gehobenen Sprache bis hinab zur Gebärde nach Begriffen geordnet aufzuzeichnen. Für die Einzelbegriffe sollte nun möglichst alles aufgeführt werden: Gottseliges, Schnoddriges, Bäurisches, Fremdwörter, Papierenes, Menschliches-Allzumenschliches, Derbes, was Snobs sagen, die Bckfische, Soldaten, Schüler, Kunden (rotwelsch), Seeleute, Studenten, Gelehrte, Jäger, Börsianer, Pfarrer, die Zeitungen. … Kurz, was tatsächlich gesagt wird, nicht nur, was gesagt werden sollte, also viel Umgangssprache neben der Schriftsprache. Man wird hier vieles gedruckt finden, was man nur mündlich gewohnt ist.“

Babajedza

Dieses Wörterbuch ist mir zum ersten Mal im November 2006 in die Hände gefallen, das heisst, der Professor hatte es mitgebracht. Er verteilte uns als Auszug das Kapitel „Übersinnliches“, weil gerade Allerseelen (Halloween) gewesen war. Und da war sie dann, die Babajedza. Mitten im Kapitel. Ein schöner Name, der so positiv nachgeklungen hat, das ich ihn nie mehr vergessen habe. Das d ist mir dann für den Blognamen verloren gegangen.

Suche ich im Internet nach Babaje(d)za kommt zu Baba einiges, aber nicht viel zu Jedza. Es wird auf Korn- und Roggenmutter und Korndämon verwiesen. Vielleicht ist Babajeza ein Begriff, der vorallem mündlich gebraucht wurde und schliesslich aus dem Sprachgebrauch verschwunden ist?

Ich weiss auch nicht mehr, welche Hausaufgabe wir in jenem November 2006 hatten. Es war üblich, aufs nächste Mal ein Kapitel in einem Lehrbuch zu studieren und eine Zusammenfassung zu schreiben. Aktuell ging es gerade um Reime und Verse, was mich dazu inspiriert hat, mit einigen Wörtern aus der Liste lieber ein Gedicht zu schreiben, statt Versmasse zu büffeln.

Geisterstunde

Hundert heulende Höllenhunde,

luftig leichte Lichtträgerinnen,

Wichtelmännchen, Wurzelweibchen

treffen sich zur Geisterstunde.

 

Sie treffen sich zur Geisterstunde,

um Mitternacht beim Stein am Hain

aus Weiden, Buchen, Erlen, Weiden,

zu geistern und kichern in wilder Runde.

 

Die Schattenfiguren der Unterwelt,

verwunsch’ne Seel’n der Verlor’nen

umwerben Mana, Orenda und Elfe

im Mondschein vom Feuer erhellt.

 

Im Schein des Monds erhitzt vom Feuer,

berauscht vom Wein, beschwingt vom Tanz,

singen und johlen die Geistgestalten.

 

Das Treiben ist mir nicht geheuer.

Unirdisch, spukhaft. Vor allem tabu!

Die Guten und Bösen eng umschlungen.

 

Doch sieh!

Die holden Götter und harschen Teufel

schauen von weitem, aber schmunzelnd zu.

 

Wühlst du auch gerne im Wortschatz?

Und wie ist dein Blog zu seinem Namen gekommen?

I Love Them Big – Gerne gross

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Filzkorb

I love my hats big, but not too big of course. Therefore, the first felted hat is used as a basket holding a small project or yarn. The second hat was perfect my husband asured me. …. I made a third hat adding a bit of colour. And after the felting it is just perfect in my opinion. Maybe you disagree … 😉

Filzhut

Ich trage meine Hüte gerne gross, aber nicht zu gross selbstverständlich. Deshalb verwende ich Hut Nr. 1 nach dreimaligem Sieden als Körbchen für kleinen Krimskrams, Wolle, eine angefangene kleine Arbeit. Der zweite Hut ist perfekt, versicherte mir mein Mann. …. Ich häkelte noch einen dritten, diesmal mit ein bisschen Farbe zur Abwechslung. Und nach dem Waschen ist er meiner Meinung nach perfekt. Vielleicht seid ihr anderer Meinung … 😉

Babajzeapullover100

Das ist kein Stoffrestenhaufe, nein, meine frisch gewartete Overlock Maschine schnurrt wieder wie ein Kätzchen beim Mittagschläfchen. Es war auch höchste Zeit, den bestellten Babajeza Pullover endlich zur Auslieferung parat zu machen.

This is not a pile of fabric, no it’s afinished object too. My serger is back after a total check and purls like a cat. It was already hight time to make this Babajeza sweater ready to deliver.

These are my finished objects to show at Tami’s party. I’ll go and check what others came up with soon.

FOfriday

Es ist 10. Januar – It’s January 10

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Zwar ist es mild, milder als üblich. An gewissen Tagen lugt die Sonne zwischen den Woken hervor, aber mehrheitlich ist es grau. Es will nicht hell werden am Morgen, oft bläst auch ein kalter Wind. Und vorallem sagt mir der Kalender: Es ist Winter. Es ist der 10. Januar. Was soll das Gerede von Frühling? Der Winter dauert noch zwei Monate an.

Ein bisschen drückt das Grau auf die Stimmung, das muss ich zugeben, auch wenn ich mich hier für die vierte Jahreszeit stark mache. Trotzdem habe ich grau/schwarz genäht letzten Sonntag in aller Früh, als es draussen noch stockdunkel war. Und irgendwie haben es auch die grauen und schwarzen Stoffe geschafft, mich aufzuheitern.

Und nun bin ich ganz glücklich. So einfach ist das. Ein Kratten bunter Garne flüsterte mir ein, Blumen zu häkeln als Glasuntersetzer (wozu wird hier noch nicht verraten). Ich häkle nicht Blumen, weil ich den Frühling herbei sehen, sondern einfach der Farben wegen. Dazu trinke ich einen Kaffee aus einer kürzlich im Brockenhaus erstandenen Blumentasse.

What’s this talk about spring? It’s January 10. Therefore winter is staying for two more months at least. Of course, I don’t like grey days very much. Darkness seems to be very stuborn these days, the sun not willing to get up. And now at four o’clock, it’s getting darker already. No, I am not a friend of grey and black, shadow and darkness. I like things bright and colourful. Nevertheless I made a grey and black sweater Sunday morning when it was still night outside. And the fabric has made me happy.

I’m even happier now with all these flowers I’m making (for which reason I’m not telling now) and a tea in a flowery mug I found at my favourite thrift store last week and a basket of yarn.