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So viele! – How many?

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NüsseimSack

Endlich Zeit zum Nüsse auflesen, wozu das Wetter nicht besser sein könnte. Und endlich weiss ich auch, wohin mit ihnen. Nur nebenbei bemerkt: Vor zwei Stunden hat mein Wochenende begonnen.

🙂

Ahh, I’m already two hours deep in the weekend. Finally, there is time to pick up walnuts. Finally, I know where to store these goodies. 

Baumnüsse

Was meint ihr, wie viele Baumwollsäckchen ich noch nähen muss, bis die letzte Nuss versorgt ist? Noch sind nicht alle gefallen. Es wird dieses Jahr also für alle Nicht-Nussallergiker prima Weihnachtsgeschenke geben.

How many cotton bags will I have to sew until the last walnut – there aren’t all on the ground yet – is bagged in? 10 or 12 or even more? Christmas 2018’s presents are in the making. 

Enjoy the weekend, my dears!

Was klappert denn da? – Pling! Pling! Plong! – Musikalischer Erntesegen

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Nussmandala

Stormy weather for the last few days. The wind shakes the branches of the tree. There are walnuts everywhere! Lots and lots of walnuts. Pling! Pling! Plong! The sound of the falling nuts onto the car keeps me from sleeping. I always forget to park next to the shed. 

Pling! Pling! Plong tönt es die ganze Nacht, wenn der Wind bläst und die Äste zum Tanzen und die Nüsse zu Boden bringt. Ich liege im Bett und höre sie fallen. Mensch, schon wieder vergessen, das Auto neben dem Schopf zu parkieren. Ich nehme es positiv: Musikalischer Erntesegen.

Nussmandala-2

We had this many nuts years ago. The heat and draught haven’t done damage to our giant walnut tree. 

Das letzte Mal hatten wir vor Jahren soviel Nüsse. Die Hitze und Trockenheit hat unserem Baumriesen nichts anhaben können.

Samstags Feldspat, Quarz und Glimmer – A Piece of Earth History

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Herbstgenuss

A lot has happened the last week. After the rain, it seems like nature would want to make up for the dry weeks and months we had. There is plenty of everything: mushrooms, walnuts, apples, pears and grapes. 

I also got a new counter top in the tiny kitchen. I cannot fathom the age of this granite. Do you know how Earth looked like 200 million years ago when this stone emerged from magma? It was the time of the giant continent Pangaea.  I now have a piece of Earth history in my kitchen. 

I teach German to some kids from other countries of Europe. Yesterday a girl told my what she loved about Switzerland. Nature, she said. Her eyes glowed when she told me that she drives to school by bike along the meadows. That it takes her two minutes to be in the forest. Obviously she’s visited some parts of the country and is amazed that she could see the mountains from any place. She also told me that she can’t believe that Swiss people take the beauty of the country for granted. So today my heart is full of admiration and gratefulness for the Earth. 

Sicher erinnert ihr euch an diesen Spruch aus dem Erdkundeunterricht. Granit besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer. Tatsächlich, wenn ich schräg in unsere neue Küchenabdeckung schaue, glitzern da kleine Einschlüsse. Letzten Montag wurde die Platte geliefert. Ich finde es unfassbar, dass der Stein mit dem schönen Namen Calanca (aus dem Tal mit dem selbigen Namen) ungefähr 200 Millionen Jahre alt ist. Weisst du, wie die Erde damals ausgesehen hat? Es war die Zeit des Riesenkontinents Pangäa. So gesehen, wäre auch ein Afrikanischer Granit ein lokales Produkt gewesen … 😉

Ich staune zur Zeit auch über den Segen, den die Natur hervor bringt. Unsere Wiesen rund um Oberheimen sind voller Champignons. Bei uns im Garten spriessen Schirmlinge aus dem Boden. Die Äpfel, Birnen, Nüsse und Trauben sind reif. Ich weiss gar nicht, wo ich mit der Verarbeitung der Ernte anfangen soll: Traubensaft und -gelee, Apfelmus und Birnschnitze. Die Nüsse muss ich nur zusammenlesen und zum Trocknen auslegen. Dabei wollte ich doch heute endlich meine Gartenbeete parat machen: hacken, mulchen, bepflanzen. Ich habe eine laaaaaaaange Liste gemacht und fühle mich fit, sie auch zu bodigen.

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Backfreuden – Baking Goodies

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Zeitweilen kann das Leben recht hart sein, wobei hart natürlich immer relativ zu verstehen ist. Ich habe ein warmes Bett zum Schlafen, genügend zu essen, Freundinnen. Das Wochenende in Stockholm war übrigens wunderschön. Mir geht es gut.

Es gibt neben den Annehmlichkeiten und Freuden jedoch noch eine andere Seite meines Lebens: Mein Leben in und für die Schule. Zum Glück, muss ich leider sagen, nimmt dieses Leben nur gut 50 Prozent meines Arbeitslebens in Anspruch. Ich würde es sonst glatt nicht aushalten. Schule geben, wenn das Gros der Klasse meint, die Lehrer hätten ihnen nichts mehr zu sagen, ist unmöglich. Und doch stehe ich an drei Tagen der Woche früh auf, um pünktlich parat zu stehen. Ich verwende viele Stunden meiner Woche mit der Vorbereitung eines abwechslungsreichen Unterrichts, den zu halten ich gar nicht dazu komme. Statt dessen bin ich damit beschäftigt, den Schülern strenge Anweisungen zu geben, Striche zu verteilen, zu schimpfen, Moralpredigten zu halten, die nichts fruchten, und Texte zu diktieren statt Cup Cakes zu backen.“Let’s go to the kitchen“.Von dort sind wir dann aber rasch wieder zurück ins Schulzimmer gegangen, weil es die Schüler nicht schafften, vier gleichgrosse Gruppen zu bilden. Nein, sie schwatzten lieber chaotisch drauf los.

Die Schüler interessieren sich nicht für den Schulstoff, sogar wenn er in spezieller Form daher kommt. Als ich heute morgen die Aussage einer Schülerin konnterte, die meinte, sie würden doch immer machen, was ich sagte, traute ich meinen Ohren nicht. Ich hatte nämlich daran erinnert, dass gestern während der Stunde alles andere als Englisch geredet worden sei, dass die Schüler und Schülerinnen über alles andere geredet hätte, als über die Fragen zum Buch, das wir gerade läsen. Die Schülerin meinte dann, sie hätten eben keine Lust gehabt, ich müsse das verstehen. Ich müsse das verstehen.

Das ist nur ein Müsterchen. Als ich dann endlich nach einem langen Morgen und einem langen Mittag mit Kochunterricht endlich zu Hause war, hätte ich einen Schnaps vertragen können. Aber nein, Kaffee hilft auch. Dazu schien die Sonne so schön, blinkten meine Nüsse in der Sonne. Gestern, ebenso erledigt nach der Arbeit wie heute, hatte ich nämlich eine ganze Schale voll geknackt, wohl wissend, dass etwas Süsses die Stimmung ungemein anhebt.

Also habe ich Brownies gebacken. Mokka-Baumnuss-Brownies. Man braucht dazu:

120 g Butter

175 g brauner Zucker

4 Eier

2 EL starken Kaffee

200 g geschmolzene Kochschokolade

100 gehackte Baumnüsse

200 g Mehl

1/2 KL Backpulver

Butter schaumig rühren, Zucker beifügen und weiterrühren. Die Eier einzeln dazu geben und weiterrühren. Dann den Kaffee und die Baumnüsse dazu geben und unterrühren. Das Backpulver mit dem Mehl mischen und unter die Teigmasse rühren.

Ich habe eine Backform mit Backpapier ausgelegt, den Teig hinein gelehrt (überall gleichmässig dick) und dann 20 Minuten bei 180 Grad in der Ofenmitte gebacken.

We had a wonderful weekend. Thank you all for the good wishes. The weather was perfect for walks on Saturday and Sunday. On Friday we had pub lunch and a nice beer. My brother Michael and his wife Doro took their time to show Stockholm to us. Lots of talking and laughter. I’m looking forward to the next visit.

On the other hand, work-life has been hard fpr a while now. But stop: I have to specify. My life as a teacher has been hard because the stundents don’t show any interest in learning anything. They think there is no teacher who can teach them anything. They think, they don’t need to learn because the know everything. In their opinion teachers don’t know a thing. I’m shocked abouth this attidtude.

Although I spend hours to prepare interesting and various lessons, I don’t have the opportunity to teach. My present job is to give strict orders, to wait for stundents‘ attention, to punish and to preach. However, nobody wants to listen. Even special projects do not work. I wanted to bake Cup Cakes in English class this morning. „Let’s go to the kitchen“. I thought my students would appriciate a surprise. But the project diden’t even start, because the students would rather chat around instead of building groups. So we went back to the class room and did a dictation. No fun, indeed. Is it my fault?

The students think so. What’s more, they think I’m unfair. I would punish them for nothing because hey would do whatever they were told. They don’t even realise what is going on. When I reminded them of yesterday’s English Lesson when nobody talked English about the book we are reading, a girl got very angry. She told me if they didn’t feel like reading they wouldn’t read. I had to understand this. I was shocked.

When I came home after a long morning and a long noon (cooking class), the only thing I had in mind was a coffee and something sweet. So here they are, my Mocca-Walnut-Brownies, made with the nuts I cracked yesterday.

You need:

120 g butter

175 g brown sugar

4 eggs

200 g black, melted chocolate

100 g cracked walnuts

2 spoons strong coffee

200 g all purpose flour

1/2 teaspoon baking powder

Batter the butter and the sugar. Beat in the eggs, one at a time, and stir. Add the melted chocolate, the nuts, the coffee. Stir again. Add the flour mixed with the baking powder and stir. Fill the batter in a pan. Bake in the oven, 180 Grad Celsius, 20 to 25 minutes. I always use baking paper.

Es hagelt Nüsse – It’s hailing nuts

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Nein, es war kein Hagelsturm, der meinen Schlaf störte letzte Nacht. Die Nüsse fallen runter. Pling, pling, pling, die ganze Nacht krachten sie auf den Vorplatz und aufs Auto. Zu hunderten liegen sie jetzt da. Weil wir sie nicht alle platt walzen wollen, wenn wir die Autos parkieren, habe ich vorhin einen Korb voll zusammengelesen. Noch viel weniger wollen wir auch die Mäuse füttern, die nur darauf warten, bei kühleren Temperaturen ins Haus zu kommen.

This is the walnut tree in front of our house. It’s a huge tree with millions of – unfortunatelley – tiny nuts. There seemed to be a hail storm last night when they fell down due to wind and rain. Pling, pling, pling, the sound didn’t stop. Although it’s a rainy day, I went out to gather hundreds of waltnuts, because we don’t want to crash them all when we park the cars. What’s more, we don’t want to feed the mice. However, I’m sure they’ll find enough, because I don’t see any difference before and after the gather. Enjoy the feast!

Noch sind die Nüsse milchig, was mir nicht besonders schmeckt. Ich hoffe deshalb auf herbstliche Tage, damit ich den Ofen feuern und die Nüsse trocknen kann. Unsere Vorgänger hier haben jeweils den ganzen Winter lang Nüsse geknackt und daraus Öl pressen lassen. Ich werde wohl eher den einen oder anderen Kuchen backen damit. Nur, die Jungs sind ausgezogen und Andreas ist allergisch und kriegt von den Nüssen Blasen im Mund. So viel Kuchen kann ich unmöglich alleine essen. Da bleibt nur, den Segen zu verschenken. Wer möchte Baumnüsse haben?

The waltnuts are still milky and don’t taste good. I’m hoping for cooler days soon so I can make a fire and dry the nuts. But what shall I do with all the walnuts? I don’t feel like making oil like the people who lived in the house befor us. I’m going to bake cakes and cookies. However, the boys are gone and my husband is allergic and gets blisters from the nuts. So it’s only me, who eats the sweets. But this is impossible, there are so many tiny nuts. Only thing I can do is giving them away. Who wants some?