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Nieheimer Flechthecke – Garden Plans

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Nieheimer

Leider, leider habe ich nicht gleich damit angefangen. Seit Jahren hängt der Zettel aus einem Kalender (Brockhaus – Was so nicht im Lexikon steht) deshalb an unserer Pinwand, wo ich allerlei Wichtiges und Unwichtiges sammle.

I’ve had this plan for my garden for years and years. I’ve wanted to plan a hedge since I came across this description or instruction of a Nieheimer Flechthecke.

Aber jetzt ist die Nieheimer Flechthecke wieder in meinen Fokus gerutscht. Ich sehe alles plastisch vor mir. Wie ich eine Furche in den Boden grabe, wie ich Äste schneide (Haselnuss, Hundsrosen, Schlehen, Weiden, Weissdorn), wie ich sie gebogen einstecke. Ich kann es kaum erwarten, bis September ist. 🙂

In wenigen Jahren wird das ganz toll aussehen.101831269_979976985790219_7236766115156790146_o

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I can’t wait until it is September. 😉 I can see me cut the branches of hazelnut, willow tree, hawthorn, wild roses. I can see me dig into the ground and put the branches into it. I’m so happy we have a meadow that can be corralled with a live fence. What paradise for birds, little animals and insects.

The hedge is going to look wonderful in a few years.

Plants for the Planet – Meine kleine Baumschule

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Holunder.jpg

Wenn ich die Gartenpflege rund um unser Haus einstellen würde, ginge es drei Jahre und wir könnten weder den Schopf betreten, unsere Autos parkieren, noch durch die Scheune ins Haus hinein gehen. Alles würde zuwuchern, überwuchern, begraben unter grünem Wildwuchs. Hunderte Bäume würden in der Wiese und auf dem Kiesplatz wachsen, Eschen, Ahorn, Nussbäume, Holunder und seit letztem Jahr auch Eichen. Brombeeren würden ihre dornigen Ranken um die Bäume treiben, den Fensterläden hoch bis übers Dach. Bald wäre auch die Strasse zugewachsen, denn die Triebe drücken sich durch Risse im Asphalt. Dazu würde sich ein Meer von Brennnesseln bis zum Nachbarn ausbreiten.

Ich mags gern wild, deshalb darf auch vieles stehen bleiben, was andere Hausbesitzer im Keim ersticken würden. Ich hingegen habe einige Keime eingesammelt und kultiviere sie in Töpfen, bis ich sie dann zum Beispiel am Wiesenbord im Süden, entlang des Hühnerzauns im Westen oder an der Grenze im Osten einpflanzen kann. So bin ich Direktorin einer eigenen, kleine Baumschule geworden.

Baum

Das wird vielleicht mal ein grosser Nussbaum. Seine Mama ist jedenfalls riesig, hat aber nur kleine Früchte.

Ich sehe, dass es überall auf der Welt sehr ambitionierte Baumpflanzprojekte gibt, zum Beispiel in Teheran, Australien, Deutschland. Eine Million, eine Milliarde Bäume. Gegen den Klimawandel.

Mein Traum reicht nicht so weit. Vor ein paar Jahren war ich zu Besuch bei einem Mann, den man mit dem Namen Dschungelhuber kannte. Tja, so einen schönen wilden Garten möchte ich auch haben. Darauf arbeite ich hin.

Baumschule

Auf der Gartenbank aus Granit, wo eh nie jemand sitzt, stehen acht Eichen, ein Holudner und ein Nussbaum. Ein schönes schattiges Plätzchen, an dem ich jeden Tag mehrmals vorbei komme, damit ich nicht vergesse, die Feuchtigkeit der Erde zu kontrollieren. Im Hintergrund sieht man noch einen Topf, eingegraben in der Erde. Da wachsen zwei Kiefern heran.

Kieferklein

Weiden ziehe ich im Wasserfass auf. Es geht nicht lange und schon bilden sich an den abgeschnittenen Zweigen Wurzeln. Ich werde ein Loch in den Boden schlagen, den Zweig einsetzen und den Hohlraum mit Sand-Erde-Gemisch auffüllen. Kommen trockene Zeiten, muss ich giessen.

Weiden

There are so many plants, big and small around our house. If I wasn’t keeping an eye on them, we wouldn’t be able to enter the house anymore in three years. Blackberries are the quickest, stinging nettle, too. But there are also many trees growing from seeds of trees that are already on the property: wallnuts, ashes, maple and oak.

I’ve started my own little school of trees a few weeks ago when I found some acorns. Wouldn’t it be useless to throw them onto the compost pile? They would grow anyway, wouldn’t they? I’d better put them in a pot and watch them grow, plant them on a perfect place when they are big enough. I have also a wallnut tree and two pines, some elderberry bushes and willows, which are in a big water tank making roots already.

There are project around the world to plant millions, billions of trees against klimate change and for the planet. I am not that ambitious. I just want to have more trees because it means more birds. More diversity. It’s a pitty that Swiss houses seldom have real trees in the garden. 

Biodiversity – Insektensterben, Vogelsterben – Ich mag gar nicht darüber nachdenken

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Girsch

Wir lesen dieser Tage überall davon: Bienensterben, Vogelsterben. Ich mag gar nicht darüber nachdenken. Mir wird ganz sturm vor lauter Ideen, was ich alles dagegen unternehmen soll. Alles macht soviel Arbeit!

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Und während ich so meinen Blätz abschlendere, gucke, was schon alles aus dem Boden kommt, jetzt wo die Sonne wärmt und lockt, da denke ich: Mensch, was bist du blöd! Gar nichts musst du tun. Lass einfach alles wachsen. 🙂

Unser Ordnungssinn ist es, was der Natur schadet. Unsere Faszination für gerade Reihen, das Bestreben Gleiches zu Gleichem zu stellen und Fremdes auszumerzen beschneidet die Biodiversität, der Ruf nach sauberen Abschlüssen und klaren Begrenzungen.

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Mal schauen, wie weit ich mit meiner neuen Gartenphilosophie, die Biodiversität als hehres Ziel hat,  komme. Heute trinke ich erst mal Brennnesseltee. Und später gibt es einen gemischten Salat mit frisch geschnittenem Giersch (der Schnittlauch ist noch sehr mikrig). Und dass ich für ein Bienenhotel doch noch zur Bohrmaschine greife, zeige ich euch bei Gelegenheit.

Übrigens soll Schöllkraut gegen Warzen helfen …

Schöllkraut

With spring arriving, I’ve started thinking about my garden and orchard. Although I live in a region where nature is quite intact and has a lot of space, I can see that there are things to do against the dying of insects, including wild bees and birds.

I have a few plans which are all quite time consuming. Have you ever planted busches or trees? In order to get a patch of poor grassland, I must bring in sand frist and seeds later. The mear thought of all the work makes me tired. I don’t want to think about the danger our planet is in anymore.

But this morning I realised that I don’t have to do anything, that there is in fact no work to do at all. I just have to let grow, what ever wants to grow in my property. My only concern are my neighbours who might not be ready for my vanguard thinking.

But anyway, who makes the decisions of what is worthwhile and what is weed? Instead of working hard to have clean edges and angles, I drink stinging nettle tea and later have a salad with chopped goutweed.

The third plant is celandine. It helps agains warts.

Gartenglück-2

 

Verlinkt mit Sonntagsglück.