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Wovor hast du Angst? – Corona Discussion – What Are You Affraid of?

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Es gibt auf dieser Erde Menschen, die ab und zu etwas so Kluges sagen, dass sie mich weiterbringen. Letztens zwischen Kochtöpfen, Zwiebeln und Geschirrspüler hörte ich einem Gespräch zwischen Roger Bittel und Daniele Ganser zu, der zu gelingenden Diskussionen folgenden Tipp parat hat.

Bevor wir eine Diskussion zu Corona und allem Drumherum starten, sollen wir erstens klären, wovor wir Angst haben und wie gross diese Angst auf einer Skala von 1 bis 10 ist. Dann müssen wir abmachen, dass wir uns nicht gegenseitig beleidigen.

Es reicht, sich auf drei Ängste zu beschränken:

  • Die Angst vor dem Virus, Krankheit und gar Tod,
  • die Angst vor Jobverlust und Armut,
  • die Angst vor Freiheitsverlust und Diktatur.

Hinter dieser ersten Runde einer Diskussion steht die Idee, dass ich die Angst meines Gegenübers kennen muss, weil ich dann besser verstehen kann, warum die Person so und nicht anders reagiert. Man kann auch besser diskutieren, wenn man seine eigenen Ängste kennt.

Nun, meine Angst vor dem Virus, Krankheit und Tod ist eine 1. Ich habe keine Angst, weder für meine Angehörigen, noch für mich. Ich habe auch keine Angst, meinen Job zu verlieren. Angst habe ich allerdings vor dem Verlust der Freiheit und einer Diktatur.

Ihr könnt auch selber ausmalen, was passiert, wenn ein Mensch in Todesangst auf einen Menschen mit grosser Angst vor Diktatur trifft. Ist eine Diskussion da überhaupt zielführend? Ja, weil wir uns über unsere Ängst ausgetauscht haben und versuchen, einander zu verstehen. Vielleicht bekommen wir auch den einen oder anderen tröstlichen Gedanken mit auf den Weg. Wir sollen zusammenkommen und nicht auseinanderdriften. Wir sollen uns gegenseitig unterstützen und uns nicht nieder machen.

Mir hat es zum Beispiel sehr gut getan zu hören, dass Daniele Gansers Angst vor Diktatur eine 3 ist. Nur eine 3.

The other day, I listended to a podcast of a Swiss historian I admire for his patient and wise thoughts. He sais that we should

evaluate our fears before we start a discussion.

  • First there is the fear of the virus, sickness and death.
  • Second, the fear of losing the job due to the course of action regarding corona
  • and third, the fear of lost of freedom and dictatorship.

We should grade the fear from 1 to 10.

It is important to know about our own fears and the fears of the others in order to try to understand each other. I can understand better why a person acts or reacts like this or that.

I do not fear the virus and I am in the fortunate position not fear the loss of my job due to my profession and my age, my family situation. However, I fear the loss of freedom. There are so many erratic (to me) regulations without any legal ground that I fear the worst.

However, knowing about each other’s fears could bring us together. There may be comfort in talking about fears even if we do not agree on corona and everything that is affected. 

There is a second understanding: We respect each other. If we notice that there is no common ground on corona we do not have a conversation.

What do you think?

Do you find these thoughts as helpful as I do?