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Samstags – Kreativ sein mit anderen – Being Creative Together

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handarbeistsbingo

Nebst Job und allem bleibt echt nicht viel Freizeit. Na ja, es ist ja auch schon Nacht, bis ich endlich zu Hause bin. Da kam der schulfreie Donnerstagmorgen wie gerufen: ein paar ruhige Minuten zum Stricken und Tee trinken. Und weil das Licht nicht ausreicht, um an meiner dunklen Jacke weiter zu nadeln, habe ich flugs ein neues Paar Socken angeschlagen. Geht die Farbe als goldgelb durch? Zusammen mit dem Tee wäre dann schon bald eine Reihe beim Herbst-Handarbeitsbingo voll.

Ja, ich war zusammen mit anderen kreativ. Endlich war es soweit: Wir haben mit den Schülerinnen und Schülern Hobo-Kocher gebaut und auch auf ihnen gekocht. Es gab Würstchen, gebratene Zucchetti und Fladenbrot. Mittlerweile habe ich auch das perfekte Brennmaterial gefunden. Föhrenzäpfchen und trockene Holzschnipsel eignen sich hervorragend. Man muss nur dafür sorgen, immer ein bisschen Holzvorrat parat zu haben.

Einmal mehr habe ich mich bestätigt gefühlt: Unsere Jugendlichen, obwohl die virtuelle Welt so attraktiv ist, haben grossen Spass, etwas Neues, Handfestes, auszuprobieren, auch (oder gerade?) wenn es qualmt und stinkt. Sie sind so dankbar und zufrieden, wenn sie praktisch arbeiten können. Es war einfach schön zu erleben, wie sie in Grüppchen auf dem Schulareal verteilt, entspannt um ihre Hobo-Kocher sassen, mit ihre Feuerchen in Gang hielten und sich dann und wann einen Happen in den Mund schoben. Wir liessen sie in Ruhe, hatten selber alle Hände voll zu tun, unseren Hobo-Kocher in Gang zu halten.

Ein bisschen anstrengender war dann (und wer schon mal die Gelegenheit hatte, mit einer Horde Jugendlicher aufzuräumen, weiss wovon ich spreche), hinterher die Überreste einzusammeln, die schwarzen Pfannen zu putzen und wieder jedes Ding an seinen Platz zu bringen.

Viel Arbeit, bis ich ein paar Hobo-Kocher für ein Gruppenbild bei mir im Garten aufreihen konnte.

hobo-kocher

The week went by quickly. There isn’t much time left for handcraft as it gets dark already when I come home. Oh yes, I am a summer person. I have much more energy when the temperatures are high and the sun shines. I’m so tired in the evening these days. All my power is gone by the time I say good-bye, see you in the morning to the students.

Nontheless, I like it being with the students and working with them. School means a lot of brain work. Therefore, I think, students are grateful when they can work with there hands and do something. How can you cook without electrical power and money? We learnt about the Hobos and why they came up with their stove made of tin cans. It worked and it was so good to see how the students had fun keeping their hobo-stoves going, sitting in groups, chatting and eating fried zucchini and sausages, and baking bread on the dying fire. 🙂 It’s a wonderful experience to see that kids don’t need expensive toys and exciting adventures to be satisfied.

But maybe keeping a hobo-stove going and cooking with friends is an exciting adventure. Maybe it is an adventure to get dirty and smelly. Maybe it is an adventure for kids to see their teachers, parents, adults getting dirty and smelly and having fun.

Und jetzt ab zu Andrea.

 

 

 

 

Ein Blick zurück und in die Zukunft – What’s a Hobo anyway?

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There is a reason why I’ve made a hobo-stove. A little history lesson here and what we can learn for now and the future. Because in my opinion, a time like The Great Depression can happen any time. And if you look around you can see those who don’t fit into our kind of society whatever may be the reason. There are homeless people, people on the move, people seeking for a job, refugees … 

Es gibt Gründe, warum ich Hobo-Kocher gebaut habe am Mittwoch und am Donnerstag. Ein bisschen Geschichtsunterricht und was wir für die Gegenwart und Zukunft lernen können. Weil ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Zeiten wie die Grosse Depression jederzeit wieder passieren können. Und wenn du um dich schaust, siehst du Menschen, die nicht in unsere Gesellschaft passen, was auch immer der Grund ist. Es gibt heimatlose Menschen, Menschen auf Job-Suche weit weg von ihrer Heimat, Flüchtlinge …

„What’s a hobo?“, my colleague at school asked me when I showed him my hobo-stove, that we are planning to make with the students. It’s an easy energy-efficent tool that burns with wood instead of gas like the usual camping tool you buy for many. And hobo doesn’t cost you a dime because it’s made from recycling material, but requires little skills. You can see pictures of how I made my hobo-stoves here

Was ist überhaupt ein Hobo, hat mich mein Kollege gefragt, als ich ihm meinen Hobo-Kocher gezeigt habe, weil wir einen solchen mit unseren Schülerinnen und Schülern bauen werden anlässlich der Energie-Tage im November.  Der Kocher ist ein einfaches, energieeffizientes Ding, das mit Holz befeuert wird und nicht mit Gas, wie die üblichen Camping-Kocher. Der Hobo-Kocher ist ein Recyclingprodukt und kostet nichts, erfordert aber ein bisschen Geschick. Hier kannst du sehen, wie ich’s gemacht habe.

What’s a hobo, again? He or she is a migratory worker or homeless vagabond, especially one who is impoverished. The term originated in the Western—probably Northwestern—United States around 1890. The number of hobos increased greatly during the Great Depression era of the 1930s. With no work and no prospects at home, many decided to travel for free by freight train and try their luck elsewhere. Have you seen the movie „Paper Moon“ or read novels by John Steinbeck like „Grapes of Wrath“ and „Of Mice and Men“? Voilà!

Aber was ist denn nun ein Hobo? Er ist ein nordamerikanischer Wanderarbeiter. Hobos sind meist heimatlos und nutzen Güterzüge, um durchs Land zu reisen und sich hier und dort mit kleineren Tätigkeiten etwas zu verdienen. Die Blütezeit der Hobos war das späte 19. und das frühe 20. Jahrhundert. In wirtschaftlichen Krisenzeiten, nach Kriegen und besonders zur Zeit der Grossen Depression nahm ihre Zahl stark zu. Kennst du den Film „Paper Moon“? Hast du vielleicht „Früchte des Zorns“ oder von „Mäusen und Menschen“ gelesen? Voilà!

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It’s time for a second cup of coffee now. I feel very fortunate that I can enjoy the benefits of a proper and safe home, a job and enough money.

Zeit für ein zweites Tässchen Kaffee. Ich bin für diese und alle anderen Annehmlichkeit, meinen Beruf und das Geld, das ich damit verdiene, sehr dankbar.

Verlinkt mit Andrea

 

Mein Hobo-Kocher zum Zweiten – Hobo Mini – Hobo Stove the Second

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I’ve made a second hobo stove and created a thingy to put the pot or coffeemaker properly onto the stove. The coffee tasted good but it took me a while to figure out what material would burn best. I cut short pieces from very thin and dry branches. However, I’m going to ask my neighbour whether she still has splints from cutting wood.

Heute Morgen habe ich einen zweiten Hobo-Kocher gebastelt und dazu ein Ding kreiert, auf das ich die Bialetti  stellen kann. Der Kaffee wurde schliesslich gut, allerdings hat es mich einige Zeit gekostet, herauszufinden, welches Material am besten brennt. Kurze Holzstückchen von dünnen, super trockenen Ästchen scheinen gut geeignet, aber ich werde bei meiner Nachbarin nachfragen, ob sie noch Holzsplitter vom Holzspalten hat.

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Hier geht’s zur Werkanleitung in Bildern.

Mein Hobo und ich – Hobo Stove

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Habt ihr so ein Ding auch schon mal gesehen? Oder davon gehört? Mit ganz wenig Holz kann man einen Topf Wasser zum Sieden bringen und Spaghetti kochen oder ein Spiegelei braten kann. Das perfekte Out-door-Vergnügen!

Heute Nachmittag war die Zeit reif, die Bohrmaschine und die Metallschere auszupacken und mit Blechbüchsen zu hantieren. Man kann draussen arbeiten, in der Werkstatt oder zur Not auch in der Küche. Ein bisschen Vorsicht muss man schon walten lassen, denn die Schnittstellen sind scharf. Zudem empfiehlt es sich, eine Brille zu tragen, damit die Augen vor Metallspänen geschützt sind. Alle Löcher habe ich mit der Ahle vorgestochen, damit der Bohrer nicht abrutscht.

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Es braucht eine kleinere und eine grössere Konservendose. Die kleine muss man folgendermassen bearbeiten: man bohrt in den Boden verstreut Löcher hinein. In der Wand bringt man oben und unten eine Reihe Löcher an, ca. 1.5 cm vom Rand entfernt.

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Die grössere Dose muss man so bearbeiten: man bohrt auf der offenen Seite der Dose in den Rand zwei Reihen Löcher. Auf dem Deckel zeichnet man den Umfang der kleineren Dose ein, schneidet das Blech ungefähr einen Zentimeter kleiner aus, bis zur gezeichneten Linie schneidet man Einschnitte, damit man den vorstehenden Zentimeter nach unten biegen kann.

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Die kleinere Dose schiebt man in die Öffnung der grösseren Dose und der Ofen ist fertig. Die kleiner Dose ist der Feuerraum des Ofens, in dem man kleine Holzstückchen füllt und sie entzündet. Durch die Löcher der grossen Dose, dann durch die unteren Löcher der kleinen Dose strömt genug Luft zum Feuer. Durch die oberen Löcher fliesst das Holzgas in den Feuerraum zurück und verbrennt mit viel Hitze, so dass die Energiegewinnung optimiert wird.

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Setzt man eine Pfanne auf den Hobo-Herd, legt man am besten drei kleine Steinchen auf den Rand des Ofens, damit allfälliger Rauch abziehen kann. Aber am besten kocht man erst, wenn das Feuerchen schön glüht und nicht mehr raucht.

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Ich denke, dass ich morgen nochmals einen Hobo-Kocher bastle. Diesmal einen kleinen, auf dem ich mir dann ein Käfeli mache.

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Ich habe noch einen zweiten Hobo-Kocher gemacht. Diesmal einen kleineren.