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Miau-Miau-Miau

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Es gibt im Schweizerdeutschen den Ausdruck „schnurpfe“ oder je nach Dialekt und nicht festgelegter Schreibweise (Schweizerdeutsch ist eine gesprochene Sprache) auch mit ä, also „schnurpfä“. Ein wunderbares Wort, das viel mehr ist als nähen. Es konnotiert den plötzlichen Drang, der mit sich bringt, dass die Schnurpfende entweder früh morgens sofort aus dem Bett springt und ohne Morgenessen (auch ein Helvetismus) noch im Pyjama den Stoffvorrat inspiziert oder diesen spät am Abend und schon im Pyjama durchwühlt, um das einem Blitzgedanken entsprungene Projekt zu verwirklichen. Schnurpfe ist nähen aus einem innersten Bedrüfnis heraus. Zielstrebig wird Stoff zerschnitten und zusammengenäht, ohne sich lange mit Planung, Massnehmen, Stecknadeln und Heftfaden aufzuhalten. Schnurpfe schliesst höchste Befriedigung, aber auch tiefste Frustration mit ein, je nach dem ob das Produkt gelingt oder misslingt.

Swiss German has its own expressions an English speaking person can’t even pronounce. „Schnurpfe“ or „schnurpfä“ depending on the dialect and an undefined spelling (Swiss German is a spoken language) is more than sewing because it connotes the immediat urge to create. Therefore the person who schnurpfs often jumps out of bed early in the morning and starts looking through the stash of fabric without breakfast and in her pyjamas. Or she starts rummaging in the fabric boxes already in her pyjamas late at night in order to materialize an idea. Fabric is cut single-mindedly wihtout a thought-out plan or scheme. It includes either high satisfaction or deep frustration depending on success or failure.

So, jetzt aber fertig geschnurpf und ab ins Bett. Hast du gewusst, dass eine Katze auf Grund spitzer Ohren identifiziert wird? Oder ihres langen Schwanzes, ihrer vier Beine oder der lanzettlichen Augen?

You can identify a cat by its pointy ears.

Or its longish pupils.

Or its four legs.

Or its long tail.

Happy FO-Friday to all of you! Miau-Miau-Miau at Tami’s Amis.