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Samstags in der Backstube – Baking from Scratch

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Zwickzange

Na, überrascht? Das erste Bild will so gar nicht zum Titel passen. Da wollte ich nämlich gestern schon damit beginnen, meine Schuhprojekt in die Tat umzusetzen, hatte ich doch tatsächlich eine Zwickzange geschenkt bekommen und kleine, feine Schuhmachernägeli gekauft. Und jetzt ist doch tatsächlich meine Nähmaschine kaputt: Bei jedem Stich zieht es mir die Nadel aus der Fassung, da nützt alles noch so feste Schrauben nichts. Pech gehabt! Schnellstens habe ich die Nähmaschine in die Reparatur gebracht, bei dieser Gelegenheit einen längstens fälligen Besuch gemacht und meine Ferien trotzdem sehr schön angefangen.

Instead of sewing the upper parts of my handmade shoes, I’m baking this morning. My swing machine needs mending. The longer I read about all the ingredients that are in convenience food, like crust or vegetables in tins, the more I am disgusted. Besides all the antioxidants, colours, softeners and I don’t know what else, there is sugar in almost every product. I really like to cook and bake from scratch. 

Pumpkinpie

Statt in der Schuhmacherwerkstatt bin ich, wie es sich für einen Bäcker gehört, ganz früh in der Backstube. Und habe schon wieder etwas gelernt: Kleine Knirpse muss man nicht schälen, nur in Stücke schneiden und weich kochen, was gar nicht mal so lange dauert. Auch mit der Maschine pürieren ist nicht nötig, es reicht, die Stücke inklusive Schale mit der Gabel zu zerdrücken. Ich habe es probiert und für lecker befunden. Sogar ohne Zucker schmeckt das Mus süss.

I’ve learnt that not all pumpkin need peeling, for example the Red Kuri. I didn’t even use a machine to mash it. A fork did the trick. By the way, he purée is amazingly sweet without a pinch of sugar. I’m making the crust from scratch too. Besides the chemicals in prefabricated products, there is so much wrapping, cardboard, plastic. I just can’t stand it anymore. 

Pumpkinpie-1

Gestern in der Migros musste ich feststellen, dass es nur noch vorausgewallte Teige gibt. Die einen sind sogar schon in eine Backschale gepresst. Aber ehrlich gesagt, je länger je mehr „gruset“ es mich ob dieser Konservierungsstoffe, Antioxidantien, E-Stoffen und was weiss ich, was sonst noch so in vorgefertigten Produkten steckt. Auch die Verpackung und der daraus resultierende Abfallberg ist unerträglich.

Mache ich den Teig lieber selber aus Mehl, Butter und Wasser.

So meine Lieben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Mich zieht es in die Backstube zurück. Da ist es schön warm, weil ich angefeuert habe. Die Bialetti-Kaffee-Zeit ist wieder angebrochen. Und wenn dann in etwa 10 Minuten die Sonne aufgeht, kommt die Elektrizität für den Backofen vom eigenen Dach.

Das macht mir schampar Freude!

That’s it for today, my dears. Have a nice weekend. I’m going back into the kitchen, enjoying a nice fire and a bialetti coffee. When the sun is up in 10 minutes, even the electricity comes from my own roof.

This makes me very happy, indeed!

 

verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

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Samstagsplausch: Tiptopf meets Better Homes and Gardens COOK BOOK

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coffeeandpumpkinpie

Ich liebe Kuchen – wir sagen Fladä. Da ich aber die einzige bin, die dann davon isst, back ich nur selten welchen. Einmal im Herbst muss Kürbiskuchen aber sein. Dann nehme ich mein amerikanisches Kochbuch hervor, der vielen Erinnerungen wegen, und schlage die Seite auf, die mit einem violetten Klebezettelchen markiert ist. Pumpkin Pie. Es ist Tradition.

I love pies but don’t bake them very often as I am the only one in the family who eats them. However, once in fall I bake pumpkin pie. I open my Better Homes and Gardens COOK BOOK I got from my friend Tracey in 2009 when I was in Herdon, VA for my assistant teachership. I reminice for while. 

pumpkin

Allerdings wird’s nichts mit dem 16 oz jar of Pumpkin, denn das gibts in unseren Läden nicht zu kaufen. Ein richtiger Kürbis muss her: Diesmal ein wunderschön oranger Kleiner Knirps, …

Actually, you cannot buy a jar of pumpkin in the stores here. I buy a whole pumpkin, a beautiful and deeply orange one … 

pumpkinschnetzeln

… den ich dann in mühsamer Arbeit in kleine Stücke schnetzle und mit ganz wenig Wasserzugabe dämpfe, bis ich ihn mit der Gabel zerdrücken kann. Dann schlage ich drei Eier, Milch und Zucker (Muskatnuss, Zimt und Ingwer) dazu. An die angegebenen Masse halte ich mich nicht. Ich mache das mit Augenmass. Hauptsache, es ist genug Pumpkinmasse da.

… which I cut in small pieces and cook in a pot before I mash them with a fork. I take three eggs (from my hens), milk and sugar (nutmeg, cinnamon and ginger) and mix the ingredients in a bowl. No measuring here as I don’t know how much mashed pumpkin I have got.

pumpkinpie

Auch den Teig kaufe ich nicht, ich mache ihn nach Tiptopf Rezept in der Rührmaschine mit dem K-Haken selber. Habe ich schon erzählt, dass ich bei Ricardo eine Kenwood-Maschine gekauft habe, nachdem ich meine vor zwei Jahren meinem Sohn geschenkt und sie nun doch vermisst habe?

I don’t buy the crust either as the store is far away (and I didn’t know whether I would make soup or pie when I bought the pumpkin), make it from scratch in my „new“ Kenwood machine.

Jedenfalls ist der Pumpkin Pie wunderbar geworden. Frisch aus dem Ofen schmeckt er mir am besten. Gestern zum Zmittag war er auch super lecker und heute morgen zum Samstagskaffee schmeckt er wunderbar.

The Pumpkin Pie is best straight from the oven I find. It also tasted delicious for lunch yesterday and was still great this early morning to my first cup of coffee. 

Und jetzt rüber zu Andreas Karminrot.

 

Gelber Zentner – Yellow Giant

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Aus einer Laune heraus pflanzte ich im Frühling doch noch zwei Kürbisse, da ja sonst nicht gerade viel los war in meinem Garten. „Gelber Zentner“ heisst die Sorte vielversprechend, soll sie ja dem Namen nach riesengrosse Früchte hervor bringen. Egal ob ein Zentner nun nach altem Mass 50 Kilogramm oder nach neuem, metrischem System 100 Kilogramm misst, Riesenkürbisse sollten wachsen.

Although my garden wasn’t really prepared, I decided to plant two pumpkins with the promising name „Yellow Giant“ last spring. At least, this could be the name translated into English. A „Zentner“ is a mesurement that meant 50 Kilogramms in the old days. It is 100 Kilogramms nowadays. Anyway, the plant is suposed to have gigantic fruits.

My plants still have blossoms, beautiful, yellow blossoms, and I am very happy that I can find a tiny green pumpkin underneath the green leaves. However, I’m not quite positve that there is enough time for the twarf to grow into a giant. Any fertilizer is a waste now.

Noch blühen die Pflanzen wunderschön buttergelb. Auch ein kleines Früchtchen kann ich unter den grossen Blättern finden. Aber ob die Zeit bis zum ersten Schnee noch reicht, dass daraus ein grosser Kürbis wird?

My neighbour Vreni is luckier. Not only does she have a green thumb, she also knows what place a pumpkin likes best. It’s the compost pile in front of her house. And there the fruits grow exactly like they should: Big yellow pumpkins. One single slice is enough for baking a tasty pumpkin pie and making a soup. Hurray, another fallish pleasure! Thank you Vreni.

Zum Glück hat meine Nachbarin Vreni einen grünen Daumen und vorallem den optimalen Kürbispflanzblätz auf ihrem Komposthaufen gefunden. Schöne, runde, grosse Kürbisse wachsen da, die ihrem Namen gerecht werden. Ein kleiner Schnitz reicht aus, um einen leckeren Kürbiskuchen zu backen. Noch ein herbstlicher Genuss.

Hast du die kleine Ameise entdeckt? Have you noticed the little ant?

Hier das Rezept:

Man dämpfe Kürbis, bis er zerfällt. Davon nimmt man etwa 3 dl Püree, mixe 3 Eier 100 g Zucker und 2 dl Milch darunter, würze mit 1/2 KL Salz, 1KL Zimt, wenig Muskatnuss und etwas Ingwer. Die Masse giesse man auf einen ausgewallten und ins Blech gelegten Mürbteig (vom Coop oder selbstgemacht). Dann bäckt man das ganze während 60 Minuten auf 200 Grad in der Mitte des Ofens.