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Kaffee auf dem Wollberg – Yarns‘ Mountain

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Wollberg

Meinen Kaffee nehme ich heute auf dem Wollberg ein. Die Aussicht ist wunderbar. Ich sehe mindestens hundert Möglichkeiten, die ich mit den roten, schwarzen, pinken, grünen, braunen, beigen, blauen, violetten. grauen, silbrigen und goldigen Fäden verwirklichen kann. Danke Sigi! 🙂

Wo all die anderen von Ninja’s Rund ihren Kaffee geniessen, kannst du hier lesen.

I’m a happy girl. Look what I got yesterday: A mountain of yarn. I’m looking forward to many creative hours. There are so many possibilities within these pink, blue, grey, black, blue, green, beige, purple, white, brown and metallic balls of yarn. Thank you Sigi, you made my day.

 

 

Mit Zöpfli – With Braids

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RoteMuetze

Die zweite Mütze ist fertig geworden. Und hier ein paar Angaben dazu:

42 Maschen angeschlagen

Restengarn verwendet, das Nadelstärke 3.5 mm verlangt.

Streifchen von 2 bis 8 Nadeln gestrickt. Dabei immer Schwänzcen von ca. 20 cm stehen lassen. Die Randmasche habe ich mit beiden Farben gestrickt. Nach ca. 200 Reihen abketten (Umfang etwa 54 cm).

Zusammennähen, am oberen Rand einen Faden einziehen und die Mütze zusammenziehen. Dann mit jeweils 12 Fäden Zöpfchen flechten und unten verknoten.

Am unteren Rand mit einer Rundstricknadel zwischen den Knötchen Maschen auffassen = ca. 100 Maschen. Börtchen bis zur gewünschen Höhe 2 re, 2 li stricken, abketten. Ich musste am Schluss 3 Fäden vernähen. 🙂

Ein rotes Börtchen würde mir besser gefallen, aber ich hatte kein rotes Garn mehr. Die Mütze sieht sicher auch schön aus, wenn man sie mit Wolle strickt.

RoteMuetze2

I finished the second hat. Here is some information how I did it:

I casted on 42 stitches

I used leftover cotton yarn and 3.5 mm needles.

I knited stripes of 2 to 8 rows. When I changed the colours I let ends of about 20 centimetres. You don’t have to sew in these ends. 

After about 200 rows (52 cm), I casted off and sewed the edges together. I sew in a thread and pulled to shape the hat on top. Then a made the braids using 12 ends for one braid. 

For the edge I picked up 100 stitches with a circular needle to knit the border (k2, p2). Knit as many rounds as you like. Cast off. I had to sew in 3 ends. 🙂

I’d rather have the border in red but I ran out of red cotton yarn.  The hat would look nice made with wool too. 

FOfriday

 

Do you wnat to see what others have finished this past week? Hop over to Tami’s

Process or Product?

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Restenwolle

What do you like more, the process or the product ?

When I started teaching, handcrafting was all about the product. The inspector would visit teachers twice a year and look very thoroughly at all the items the students had made under the teacher’s guidance. If she found mistakes they were the teacher’s fault. Those days, handcraft teachers undid a lot of the students‘ work and did it themselves again to present flawless products. Later, it was all about the process. It was important to let the students do something, anything, and it didn’t matter if it went straight into the garbage bin. 

As a teenager I loved to knit and sew, and fortunatelly my mother let me try, even more provided the material I needed. I remember that one night I wanted to sew pyjama bottoms. It was about 8 pm and I was very determined to go to bed in my new and selfmade pyjamas. I cut the pieces from fabric my mother had in stash, using freshly washed pyjama bottoms I had worn for quite some time and liked very much as a pattern. Then I sewed the seams and hems, eger to try them on. Gosh! They didn’t fit. They were way too tight and I couldn’t pull them over my knees. That was when I learnt the difference between woven and knitted fabric by the method of try and error. Process but no product. My sister and I still laugh about this story. 

So today, wip-Wednesday, I am all about the product. I want to finish the sweater I started in Baden-Baden last Friday. I’m knitting it top-down. You can find the easy raglan pattern here. Unfortunatelly, I had to frog the first sleeve this morning because it was too tight. Try and error. Process. 

Wer näht, strickt, häkelt, wird oft gefragt, was denn nun befriedigender sei, da sitzen und stricken oder am Schluss das fertige Stück in den Händen zu haben.

Als ich anfing, Handarbeitsunterricht zu geben, ging es nur ums Produkt. Die Inspektorin kam zweimal pro Jahr vorbei und schaute sehr genau, wie die Schülerarbeiten ausgefallen waren. Gab es etwas zu bemängeln, war es der Fehler der Lehrerin. In jenen Zeiten verbrachten die Handarbeitslehrerinnen viel Zeit damit, Schülerarbeiten aufzutrennen und selber nochmals zu machen, um das Schlimmste zu verhindern. Ich habe noch immer ein Badetuch mit einem applizierten Schmetterling, das mich bei jedem Gebrauch an meine Inspektorin erinnert, weil die Ecken der Schrägbandeinfassung bei einigen Schülerinnen nicht schön ausgefallen waren.

Später gings dann nur noch um den Prozess. Wichtig war, die Schülerinnen etwas, irgendetwas machen zu lassen. Es war egal, dass die Gegenstände direkt in den Kehricht wanderten.

Als ich etwa 14 Jahre alt war, wollte ich an einem Abend unbedingt ein Pyjama nähen und war wild entschlossen, erst und nur mit dem neuen Pyjama ins Bett zu gehen. Stoff fand ich in der Stoffkiste meiner Mutter, als Muster benützte ich mein frisch gewaschenes Lieblingspyjama. Ich schnitt zu, schloss Nähte und legte die Säume um. Aber oha Lätz! Das Pyjama passte überhaupt nicht, es war viel zu eng, so dass ich es nicht über meine Knie ziehen konnte. Damals lernte ich den Unterschied zwischen Tricot und Webware am eigenen Leib kennen, und zwar durch die Methode *Versuch und Irrtum*. Prozess. Meine Schwester und ich lachen noch immer über diese Geschichte.

Heute Mittwoch, 8. Januar, bin ich aber voll Produkt orientiert. Ich will den Pullover fertig stricken, den ich am letzten Freitag angefangen habe; einen einfachen Raglanpullover von oben nach unten. Die Anleitung kannst du hier finden. Den Pulli will heute Abend anziehen, vorher gehe ich nicht ins Bett! Unglücklicherweise musste ich heute Morgen früh den ersten Ärmel wieder aufribbeln, denn er war zu eng. Versuch und Irrtum, Prozess.

Und was bist du? Produkt oder Prozess orientiert? Viel Spass, so oder so.

tami_wip

Do It Yourself!

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Es ist mal wieder Zeit für ein Experiment. Einerseits ruft das durch die Ferien geleerte Portemonnaie danach, andrerseits meine Konsumübersättigung. Nach den vielzähligen Anschaffungen der letzten Wochen, bin ich es müde, Geld auszugeben. Ich werde also ab sofort für zwei Monate nur das absolut Notwendige kaufen, was sich auf Lebensmittel, resp. Frischprodukte beschränken wird. Also keine Schuhe, kein Handcrème, keine Kleider und keine Schnäppchen im Brockenhaus. Zum Glück liegt noch Knäuelweise Wolle und viel Stoff herum, so dass ich auf meine handwerklichen Tätigkeiten nicht verzichten muss.

Mein Vorsatz wurde gestern Sonntag schon auf die Probe gestellt, habe ich doch im Zug in der Eile (Wattwil war zu schnell erreicht) mein i-Phone- und das Brillenetui liegen lassen. Neue Gehäuse für Nasenvelo und Smartphone zu kaufen, kommt bei meinem schmalhansigen Vorsatz natürlich nicht in Frage. Da bleibt nur selbermachen.

Mit Filzwolle (Feltro), Reste von meinen Fudiwärmern, die ich im Winter gehäkelt habe, 33 Maschen auf Rundstricknadeln Nr. 6 anschlagen und 25 cm hoch stricken, abketten, Fäden vernähen und auf einer Seite zunähen. Dann wird das Täschchen mit Wäsche zusammen bei 60 Grad gewaschen und kommt … zu gross heraus. Filzwolle schrumpft zwar um ca. 30 bis 40 Prozent ein, wodurch die Berechnung natürlich schon mal daneben gehen kann.

Diese i-Phone Hülle ist übrigens eine einfache Arbeit fürs Rundstricken im textilen Werken. Nach dem Verfilzen sieht man nämlich auch Fehler nicht mehr. Den zweiten Versuch habe ich dann mit 30 Maschen gemacht. Und nun passt es perfekt, aber ich habe gemerkt, dass ich die erste Hülle nur mit 40 Grad gewaschen habe. Vielleicht passt sie dann doch noch. Sie gefällt mir nämlich besser.

Was das Geld Ausgeben betrifft, ob das Experiment wunschgemäss läuft oder ob nicht, darüber werde ich euch auf dem Laufenden halten … Guten Montag wünsch ich!

It might be time for another experiment. On the one hand the purse is quite emty after the holidays, on the other hand I’m a bit fed up with spending money and buying things. I plan not to buy anything except food which is absolutely necessary for two months. This means fresh produce like dairy, vegetable and fruit. Fortunatelly, there are black berries and apples ready to be picked and beans, salad and turnip in my garden. There is also much yarn and fabric in my stash so I don’t have to restrain my creativity.

My personal resolution was already tested today. I lost both the case for my i-phone and glasses in the train because we had to hop off in a hurry. Now there is only one way to get new ones, making them myself.

Cast on 33 stiches with felting yarn (feltro, leftovers from the chair cushions I made last winter) using 6 mm dpns, knit round after round until the piece mesures 25 centimetres, cast off, sew in the ends, and sew one side of the purse together. Now put it in the laundry, wash it hot (60 degrees Celsius). It turned out too big! Felting wool shrinks about 30 to 40 percents, which is quite unprecise. So I casted on a second one making 30 stitches. And now it’s fit. Later I noticed that I had washed the first case with only 40 degrees Celsius. It might fit after the second washing, which would be nice because I like it better.

I will let you know about my pledge, whether the experiment is successful or not … Happy Monday!