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Samstags multiplizieren – A Tool Box

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Multiplizieren

Flowers from my birthday and a funeral: This is life.

Dass es regnet, kommt mir entgegen, denn heute ist Weiterbildung. Das letzte Mal wird multipliziert. Ab neuem Schuljahr unterrichten die Lehrpersonen im Kanton Thurgau mit dem neuen Lehrplan. Für die Einführung wurden auf allen Stufen Multiplikatoren und Multiplikatorinnen eingesetzt. Ich weiss, dass der neue Lehrplan heftig diskutiert wurde, ja immer noch wird, und dass er durchaus seine Knackpunkte hat.

Schon bei der ersten Durchsicht, speziell im allgemeinen Teil, fühlte ich mich in meiner Pädagogik jedoch vorallem bestätigt. Mir gefällt, dass das Kind im Zentrum steht. Die Lebens- und Erfahrungswelt der Lernenden ist für seine Entwicklung wichtig. Um auf seinem Lebensweg in allen Belangen erfolgreich weiterzukommen, sind nicht nur inhaltliche, sondern auch überfachliche Kompetenzen wichtig.

Kompetenzen sind für mich Werkzeuge, die wir haben, um unsere Aufgaben, die das Leben stellt zu meistern. Ich hoffe, dass meinen Schülerinnen und Schülern am Ende ihrer Schulzeit einen vollen Wekrzeugkoffer, der auch das eine oder andere Spezialwerkzeug beinhaltet, mit nach Hause nehmen können.

An der heutigen Weiterbildung bekommen wir MuM Impulse, wie wir das Gelernte an unsere Kollegen und Kolleginnen weitergeben können. Ich bin gespannt.

Today is going to be an educational day. I’m anxious to get a lot of information about how to „teach“ colleagues in school. They may be different from students. 🙂 Educating students means supply them with a tool box. In my opinion the new curriculum „Lehrplan 21“ is the way to do it. That’s why I am one of the MuMs in my county. A multiplier (in German Mulitiplikatoren und Multiplikatorinnen).

verlinkt mit Andrea Karminrot

 

Sonntagsfreude: Orientierung in der Welt

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Könntest du aus dem Kopf eine Weltkarte zeichnen? Weisst du, wo der Taj Mahal, die Pyramiden von Gizeh oder New York im Bezug zu deinem Standort liegen? Weisst du, in welche Richtung du loslaufen müsstest, um dorthin zu gelangen? Wie genau und detailliert könntest du eine Weltkarte aus dem Kopf zeichnen?

Gestern war ich an der RZG-Weiterbildung. Räume, Zeiten, Gesellschaften, so heisst es im neuen Lehrplan. Und gleich vorneweg: Mir gefällt er, je länger ich mich damit beschäftige, umso mehr. Mir gefällt, dass Geografie und Geschichte zusammenkommen. Mir gefällt zum Beispiel das Thema „Sich in Räumen orientieren“. Mir gefällt, wie die Kompetenzen nach und nach aufgebaut werden. Mir gefällt die Idee eines Orientierungsrasters, das nach und nach immer feiner wird. Pöstlergeografie, Büffeln von Staaten und Hauptstädten ohne Bezug zu einem Thema findet man hingegen im neuen Lehrplan nicht mehr.

Mir ist mein Perfektionismus bös in die Quere gekommen, als ich heute Morgen aus den skizzierten Formen meine Weltkarte zusammengestellt habe. Wie gross ist Afrika im Vergleich zu Südamerika? Und diese Zacken, die die arabische Halbinsel, Indien, Thailand darstellen: Wie nah an den Äquator reichen die? Sind meine Formen überhaupt genau genug? Stimmen die Grössenverhältnisse? Und trotz allem, man erkennt die Weltkarte.

formen

Morgen werde ich mit meinen Schülerinnen und Schülern als Einstieg in die Lektion Formen zeichnen, um ihre Neugier zu wecken, was denn nun auf sie zukommt. Ob jemand auf die Idee kommt, dass die Teile grobe Umrisse der Kontinente sind?

Ich bin mir sicher, dass meine SuS bereits ein feineres Bild der Erde haben. Da fehlen nämlich wichtige Teile. Europa als Rechteck, wo bleibt da der Stiefel? Japan, Indonesien, die Philippinen, einfach unterschlagen.

Hingegen kann man die Kontinente, Ozeane und Weltmeere benennen, was bedeutungsvoll ist, wenn wir uns in den nächsten Wochen mit den Entdeckern beschäftigen, was zu einem noch genaueren Bild der Erde führen wird.

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Meine Sonntagsfreude: Einen neuen Zugang finden und richtig Lust bekommen, RZG zu unterrichten, egal was die kantonale Abstimmung vom heutigen Sonntag bringt.