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Spinnst du, oder was? – Spinning Exercise

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Wollvlies

Spinnst du, oder was? – Na klar doch.

Am letzten Montag hatte ich meine erste Spinn-Lektion. Dabei fand ich heraus, dass mein Spinnrad tatsächlich funktioniert. Immerhin etwas, dachte ich, voll motiviert, jeden Morgen und Abend für 15 Minuten am Spinnrad zu sitzen und immer besser zu werden. Hier seht ihr meine erste halb volle Spule, die Dienstagmorgenausbeute:

Spinnen1

Die Mittwochmorgenausbeute sah dann schon besser aus:

Spinnen3

Noch habe ich die empfolenen 500 gramm Wollvlies nicht gesponnen, habe aber trotzem heute Sonntag die mittlerweile volle Spule linksrum nochmals aufzusgewickelt, um die Überdrehungen ein bisschen aufzufangen. Traudi vom Drosselgarten stiftete die Idee, was ich aus dem doch immer noch sehr rustikalen Wollfaden machen könnte:

Woll-Granny

 

Zur Sicherheit häkelte ich einen zusätzlichen Wollfaden mit ein. Vielleicht wird ja eine Yoga-Matte draus, schön dick und isolierend.

Are you spinning? Of course I am!

I had my first spinning lesson last Monday at my neighbour’s Vreni, who is an experienced spinner. She has had her own sheep and therefore a spinner for many many years. During the time I sat there in front of her cosy oven I found out that my spinning wheel realy works. Not much to show though. I was determined to do a little spinning each morning. The first picture shows the product of Tuesday morning, the second is from Wednesday morning and is proof of my improvement. Vreni sasy it needs at least 500 gramms until you can say you manage spinning. I’m not there but nontheless crocheted a little something (a suggestion of Traudi at Drosselgarten) from my first yarn. It might become a yoga mat made of many granny squares some day; thick and sturdy and warm. 

Tripp-Trapp

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Spinnrad

Schwupps, der Sonntagmorgen ist schon rum. Stellt euch vor, ich langweile mich. Nichts lockt mich, weder das Buch, noch die Strickarbeit, noch die Vorbereitungen für den mogigen Schultag, auch nicht die Natur draussen. Ich mag nicht, aber nichts tun geht auch nicht. Also streunere ich durchs Haus, finde da und dort kurze Ablenkung, aber schon bin ich wieder in Bewegung. Kann keine fünf Minuten still sitzen.

Ich glaube, ich musste einmal zu viel kochen, einmal zuviel den Kehricht an die Strasse stellen, einmal zu viel abstauben, einmal zu viel das Brünneli putzen, einmal zuviel hören, dass Brot zum Znacht öde ist. Einmal zu viel, damit der Karrren hier läuft, das Alltagsrad dreht. Ich fühle mich heute wie ein Auto, das beim ersten Versuch nicht anspringt und dann ist grad die Batterie tot. Wer überbrückt mich jetzt?

Ich konzentiriere mich jetzt darauf, dass ich im Keller ein schönes altes Helvetia Einmachglas 1 1/2 Liter gefungen habe, das super geeignet ist für den Risotto-Reis im aufgerissenen Sack. Ich konzentriere mich darauf, dass ich morgen Nachmittag meine erste Spinnlektion habe. Darüber freue ich mich sehr. Das Spinnrad steht in der Stube und ich trete alle halbe Stunde mal fünf Minuten das Pedal zum Üben, um mich von meiner Unlust abzulenken. Tripp, trapp, tripp, trapp, damit das Rad dreht. Ist das eine Metapher?

Spinnrad2

What a incredibly boring Sunday morning this has been. It’s noon already. 

I am the one to blame. I’m not in the mood for anything, neither my book, nor my knitting project (almost done), nor preparations for school tomorrow, nor a healthy walk into the woods. There is no energy left. I’m fed up with cooking, cleaning, dusting, preparing meals that are not appreciated, doing the chores that keep the wheel of daily life running. Today I’m feeling like a car that hasn’t started at the first atempt and now the battery is dead. 

I’m trying to focus on things that make me happy like finding an old Helvetia jar in the cellar that is perfect for a ripped package of rice. Or the fact that I have my first spinning lesson tomorrow at 2.30 pm.  So I am pedalling for five minutes once in a while to distract me from my uninspired mood. Tripp, trapp, tripp, trapp. The spinning wheel must be going steadily. Is this a metaphor?