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Samstags 20/45 im Nebel – Foggy Brain

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Die vergangene Woche war surreal. Ich kann es immer noch nicht fassen: In welcher Apokalypse sind wir hier gelandet? Das neblige Wetter passt. Die Welt ist in Watte gepackt, genau wie mein Kopf. Draussen schiebt sich eine Nebelfront zwischen mich und die Landschaft, drinnen ein Stück Stoff zwischen mich und die Jugendlichen. Während der Nebel zur Jahreszeit gehört und auch etwas Besinnliches hat, ist der Latz im Gesicht widernatürlich und eine Form der Gewalt. Was da passiert, ist heftig.

Ich versuche, meine Schülerinnen und Schüler vor dieser Menschenrechtsverletzung zu schützen. Wir gehen oft nach draussen, wo wir die Maske ausziehen dürfen; viele tragen sie trotzdem. Wir arbeiten mündlich, denn da ist Maske nicht Pflicht; viele tragen sie trotzdem. Wir verteilen uns im ganzen Schulhaus, damit wir Abstand halten können; viele tragen die Maske trotzdem.

Ich will da nicht mehr hin.

Hilfe!

I don’t want to go to school anymore! I can’t bear to look into the big eyes of my students who don’t take down their masks even if they could, for expample when we read aloud, sit far apart, work outside on the schoolyard. I don’t want to be the person who they think makes them wear a mask that deprives them of oxygen. I don’t want to be the person who doesn’t see their hurt, the torture. I think it’s massive, and there is no evidence that it will lead to anything other than health issues, like a sore throat, a cough, a headache, stomachache and depression. These are children, for God’s sake!

We talk a lot about how we feel. Is my brain foggy? Am I dizzy? Am I able to concentrate? Does my head hurt? Am I thirsty? Do I need a break? Hopefull, lots of students stay home.

I don’t want to go back there!

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.