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Boro Sashiko Stitching

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Es gibt so viele gute Ideen, auch für heisses Sommerwetter. So sitze ich gemütlich im Schatten und nähe Vorstiche. Ich fange klein an und übe mich zuerst einmal an einem Blätz, bis ich mich dann getraue, ein Paar Jeans oder eine Jacke im japanisch inspirierten Boro-Style zu flicken.

Have you ever heard of Boro Sashiko Stitching? I’m staring small but are in love with this technique already. I don’t know yet whether I’m mending a pair of jeans or a jacket next. By the way, Sashiko is Japanese, in case you haven’t figured this out. 

I’m happily stitching in the shade. 

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Have a nice evening, afternoon or morning!

Mend And Make New – Wie neu

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I love mending and making new. There is so much satisfaction in it. Like this bag which I bought in Newport, Rhode Island, two years ago. I’ve never found the lining ideal, the zippers, the little bag, the colour and texture of the fabric. However, the bag has a nice size as there is enough space for the purse, handkerchiefs, lip gloss, a book, a bottle of water and even a small knitting project: all you need for a stroll through town or a trip by train or plane. 

I cut out the lining this morning and replaced it with a lovely cotton fabric. The bag is perfect now and coming with my to Australia. 

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Ich trenne mich ungern von Dingen. Deshalb liebe ich es zu flicken, was mir grosse Befriedigung schenkt. Zum Beispiel diese Tasche, die ich vor zwei Jahren in Newport, Rhode Island gekauft habe. Das Futter hat mir zwar nie gefallen, die Innentasche, die Reissverschlüsse, der Stoff. Aber die Tasche hat eine ideale Grösse. Für Lippenpommade, Taschentücher, Portemonnaie, eine Wasserflasche, ein Buch und sogar ein kleines Strickzeug ist genügend Platz: Alles was es für einen Stadtbummel, eine Bahn- oder Flugreise braucht.

Heute Morgen habe ich das Futter herausgeschnitten und es durch einen hübschen Baumwollstoff ersetzt. Die Tasche ist jetzt perfekt und kommt mit mir nach Australien.

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Weil der Winter noch dauert – As Winter is Staying

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Weil der Winter noch immer dauert, entschloss ich mich spontan, meinen Lieblingspullover, gekauft bei Simons in Montréal, zu flicken und ihm ein zweites Leben zu schenken. Das Börtchen unten hatte ein Loch, die Elbogen waren fast durchgescheuert. Zudem wirkt ein bisschen Farbe in dieser grauen Zeit Wunder.

Ich konnte es kaum erwarten, heute Morgen früh aufzustehen, den Schnee auf den Wiesen und an den Bäumen, auf den Dächern und den Autos zu erspähen im Wissen, dass ich heute meinen „neuen“ warmen  Winterpullover anziehnen konnte. Der Fühling kann mir gestohlen bleiben. 😉

As winter is staying with us a little longer, I decided spontaneously to mend my favourite sweater I had bought at Simons in Montreal three years ago; a second life for my sweater. There was a whole in the seam and the sleeves had gotten thinner and thinner. I didn’t want to risk getting wholes there too. I think that a little colour does wonders during these grey days.

I couldn’t wait to get up extra early risking a look out of the window to see that there would be snow on the fields, the roofs, the trees, the cars knowing I could wear my „new“ warm winter sweater. Spring, stay away from me! I’m not ready yet. 😉

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As you can see, I’m in the best of moods. Happy winter to you all!

Creare …

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… ist Lateinisch und bedeutet „schaffen, erschaffen“. Ich frage mich nun, ob nur Neues, also neu Geschaffenes das Prädikat „kreativ“ bekommt, denn im Schweizerdeutschen bedeutet „schaffe“ schlicht und einfach „arbeiten“, was nicht immer kreativ ist.  Aber einigen wir uns auf kreativ = neu. Einigen wir uns auch darauf, dass meine Kreativität im Moment schläft, denn es kommt mir parout nichts in den Sinn, was ich Neues machen könnte, obwohl hundert Wollknäuel und ebensoviele Stoffresten rufen: „Nimm mich, nimm mich, nimm mich bitte aus der Schachtel, runter aus dem heissen Estrich, raus aus der Gefahr der Motten und Mäuse. Mach was Schönes, oder halt was Nütziches aus mir. Lass dich inspirieren!“

… unforutnatelly, I can’t play with this Latin word because it means just the same in English: create. So let’s skip the first paragraph and come to the point: My creativity has disappeared. I don’t have any idea, any project at the moment. The yarn  and fabric does not talk to me.

Das einzige, was ich nun aus der Not heraus in Angriff nehme, ist der graugrüne Pullover meines Mannes, der schon seit vorletztem Winter in einem Korb liegt und darauf wartet, dass seine zerschlissenen Börtchen geflickt werden. Das ist natürlich bildhaft gemeint. Mein Mann wartet darauf, aber drängt mich überhaupt nicht, obwohl er ihn schon seit rund einem Viertel Jahrundert liebt, denn sein Grosi hat ihn gestrickt. Klar, dass ich ihn flicke.

What I do instead of creating is repairing my husbands sweater, which his grandmother knitted about a quarter of a century ago. I’t’s worth mending, isn’t it?

Ich bin in der ersten Phase des Prozesses,  dem Abrennen der Börtchen und Auffassen der Maschen. Was mir noch fehlt, ist die passende Wolle, denn in meinem grossen Vorrat findet sich tatsächlich nichts, dass den Ansprüchen genügt. Lieber wäre es mir, passende Wolle in Grün-Grau zu finden, aber wenn das nicht klappt, wähle ich einen Kontrast.

I’m in phase one of the process, which is separating the broken parts and picking up the stitches. Then I have to look for yarn in the yarn store. I’d rather use a matching green-grey than a contrasting colour. We will see. While I was looking for a matching yarn in my stash I took out this lace and an old duvet. The two together will be a new tablecloth for the kitchen table. And my creativity is coming back …

Beim Wolle suchen, ist mir die alte Spitze wieder in die Hände gefallen. Sie soll den Tischläufer verzieren, den ich mir für den Küchentisch aus einem Duvetanzug nähen. Und schon meldet sie sich leise zurück, die Kreativität.

Auch gut möglich, dass ich bei Tami’s amis eine gute Idee sehe.