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So wohl, so leicht – I Feel Good: What a Blessing!

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FreudeKaffee

Das Leben ist nicht nur Püppchen und Zuckerschlecken, auch wenn ich jetzt so Woche um Woche machen kann, was ich will. So viel Zeit für all die wunderbaren Dinge kreativer und gesellschaftlicher Art, die sonst im Alltag zu kurz kommen. Wie schön! Und doch kommt es mir oft vor, dass dann doch andere bestimmen, wie ich meine Tage verbringe. Ein Besuch beim Zahnarzt mitten im Nachmittag beschneidet die Freiheit sehr, vorallem, weil ich ja echt lieber zum Frauenarzt als zum Zahnarzt gehe und Stunden vorher schon nervös bin. Vermutlich ein frühkindliches Trauma. Oder das Auto muss in die Flicki, was bedeutet, dass sich mein Bewegungsradius einschränkt. Oder ich gehe aus dem Haus und schwups springt mich eine Arbeit an.

Vorletzte Woche hatte ich zudem einen gehörigen Schrecken bekommen, als ich nach der Mammographie ein zweites Mal aufgeboten wurde. Normalerweise gehe ich ja alle Herausforderungen des Lebens sehr rational an, also versuchte ich, mich zu beruhigen. Der erneute Besuch in der Riwag war ja immer noch sehr niederschwellig. Mir kamen verschiedene Frauen in den Sinn, bei denen ebenfalls falscher Alarm war (aber eben, es gibt auch andere). Hatte ich mich nicht gerade noch supergesund gefühlt? Da wäre nichts, sagte ich mir. Und doch. Mensch, welche Unsicherheit, was für ein Stress.

Und so gemütlich und allein zu Hause, da ist es dann doppelt schwer, nicht im Grübeltümpel zu versinken. Der Kurs am letzten Samstag kam mir grad sehr gelegen. Die perfekte Ablenkung. Bis am Mittwoch dann endlich die Entwarnung kam, war das Leben dann dreieinhalb Tage lang nicht so lustig. Ich war voll in den Strudel der modernen Gesundheitstechnik gezogen worden. Nervös, hibbelig und angespannt ging ich durch die Tage und war zu nicht viel nütze.

Die dreieinhalb Tage sind natürlich nicht für d Füchs, wie wir zu sagen pflegen. Man darf mal zu nichts nütze sein. Dafür habe ich die eine oder andere Erkenntnis gewonnen und geniesse die wiedergeschenkte Lebensfreude umso mehr, trinke Kaffee ohne dieses beklemmende Gefühl in der Brust und nähe Matrjoschkas ohne zitterige Hände. Mir ist so wohl, so leicht. Was für ein Geschenk!

Und da ich ja wieder voll zu was nütze bin, habe ich gestern das Fleckchen Parkett verlegt, eine Arbeit, die ich seit dem Einbaus des Vorratsschrankes noch vor mich hergeschoben habe. Mütterchen hat zugeschaut und mich ermahnt, gleich noch das Leistchen anzuschrauben, das den neuen Bodenbelag erst perfekt machen würde.

Usually, we take it for granted to feel good. It’s nothing special. However, after last week’s experiences, I am grateful for being safe and sound. I had a doctor’s appointment and got a letter afterwards that didn’t sound to promising. I had to go a second time to the mammography and could hardly wait until the date was due. I waited for a loooooong week, during which I was trying to calm down and find any reassuring reason, why I would be fine. I found it very hard to be at home alone. 

Finally, it was nothing. There are no words to describe how terrific it is to just sit and breath and feel … good. What a blessing! 

Enjoy the weekend! 

Und mit den guten Nachrichten geht es zu Samstagsplausch und Sonntagsfreude.