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Erst wenn ich fertig bin – When I am Done

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Ich habe mal wieder in die Sockenwollenrestkiste gegriffen. Jetzt ist die erste Socke fertig, aber Wolle ist eigentlich immer noch gleichviel da, dabei habe ich doch extra lange Röhrchen gestrickt.

I took out my sock-yarn-leftover-box. After finishing the first sock, there is still the same amount of yarn in the box it seams. I guess I’m going to knit about five pairs of socks with extra long cuffs. 

Sockebunt

Die zweite Socke plane ich ähnlich wie die erste. Mal schauen, ob dann weniger Wolle in der Kiste ist.

I’m knitting the second sock not identical to the first one. I’m wondering if there will be less yarn in the box. 

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Ich gehe erst ins Bett, wenn die zweite Socke fertig gestrickt ist. Und dann sind da noch 1000 Fäden zu vernähen, aber das schreckt mich nicht. Ich stelle es mir sehr gemütlich vor, morgen Nachnittag in der Küche am Tisch neben dem Herd zu sitzen und Fäden einzuziehne, während neben mir ein Feuer knistert.

I’m going to bed when the second sock is done. However, there are still a thousend ends to weave in. I’m not affraid of it. I think it will be lovely to sit at the kitchen table tomorrow afternoon and wave in one end after the other while a fire is burning next to me. 

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Going for a Walk Anyway – Spaziergang Trotz Allem

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A friend asked me last weekend if I had a recipe against bad-weather-depression. I suggested taking a bath, drinking a tiny glass of walnut liqueur (there are moments), sewing a green frog and going for a walk anyway.

As the weather forcast for this weekend wasn’t promising either I thought about an entire programme against bad-weather-depression. And this is what I’ve come up with:

1. Knitting happy socks in red-pink-yellow (prevents you from looking out of the window and seeing the grey sky and the foggy air, the wet trees and sad flowers)

2. Buying happy rubber boots

3. Going for a walk with the happy rubber boots (althought the happy socks aren’t finished yet)

I’m in the middle of the first happy sock, I bought the happy rubber boots, I went for a walk. I’m going for a second walk tomorrow, with the finished happy socks.

Nachdem ein Freund letzte Woche gemeint hatte, ich hätte ja ganz sicher ein Rezept gegen Schlechtwetterdepression, habe ich ihm ein heisses Bad, ein kleines Glas Nussschnaps (den macht er selber), einen grünen Frosch und einen Spaziergang trotz allem empfohlen. Dieses Wochenende war schon wieder Regenwetter vorausgesagt, so dass ich mir gestern noch im Sonnenschein ein ganzes Schlechtwetterdepressionsprogramm zusammenstellte.

Das sieht folgendermassen aus:

1. Socken in fröhlichen Ringeln stricken (gelb-rot-pink, mit einem Hauch türkis und grün)

2. Fröhliche Gummistiefel kaufen, denn die grünen von der Landi sind gut zum Arbeiten, heben aber die Laune nicht.

3. Einen Spaziergang mit den lustigen Regenstiefeln machen, auch wenn die Socken noch nicht fertig gestrickt sind.

Das Programm hat sich jedenfalls heute Samstag bereits bewährt. Morgen mache ich einen zweiten Spaziergang, diesmal mit den fertigen Socken. Der Abend ist ja noch lang, und ich bin allein zu Hause.

Fröhliches Wochenende! Happy Weekend!

There’s a Story behind Everything- Die Geschichte dahinter

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I want to tell you the story behind these socks I’m knitting.

In the seventies, my mother knitted striped socks for all of us. Everything was more colourful these days so the socks were either red-yellow or red-green. We loved the socks made of cotton yarn and wore them during the warmer period of the year. One day, my brother Michael, playing the trombone in a youth orchestra had a concert. He was sitting in the front row, wearing black trousers and a shirt or a sweater, of which I don’t know the colour anymore, like all others. What made him different were his red-green striped socks shining brightly from beneath the black trousers. Shortly after the concert the dress code was changed. Only white socks have been allowed since then. 🙂

Well, it’s alway nice to reminisce about times long gone. And then I thought I would add a bit of colour do a man’s wardrobe. He’s birthday is coming up soon.

Familietreffen sind wunderbar, weil da ab und zu eine Geschichte aufkommt, die man, obwohl zur Familie gehörend, noch nie gehört hat. Was ich euch heute erzählen möchte, liegt schon lange zurück, ist mir aber erst vor etwa einem halben Jahr zu Ohren gekommen. Was sie mit den gestreiften Socken zu tun hat, die ich gerade in Arbeit habe?

In den Siebziger Jahren, als alles noch ein bisschen bunter war (ich erinnere mich an orange VW Käfer und grasgrüne Opel Kadetts), strickte uns unsere Mutter Ringelsocken in rot-gelb und rot-grün. Sie waren aus Baumwollgarn und für den Sommer gedacht. Sie sahen toll aus in unseren roten und blauen Bally Sandaletten. Eines Tages hatte mein Bruder Michael mit seinem Jugendmusikorchester ein Konzert im Casino in Frauenfeld. Er sass in der vordersten Reihe und trug wie alle, obwohl es keine eigentliche Uniform war, dunkle Hosen und ein Hemd oder einen Pullover, an dessen Farbe ich mich nicht mehr erinnern kann. Was ihn von seinen Kollegen und Kolleginnen unterschied, waren seine rot-grünen Ringelsocken, die frech unter den Hosenbeinen hervor lugten. Kurze Zeit später wurde dann der Dresscode der Jugendmusik geändert. Es waren von da an nur noch weisse Socken erlaubt.

Nun, es ist immer schön, über die guten alten Zeiten zu sinnieren. Und dann dachte ich auch, dass es ganz lustig wäre, den Kleiderschrank meines Bruders ein bisschen aufzumöbeln. Er hat ja bald Geburtstag.

Gestern schien übrigens die Sonne.

After a lovely day yesterday we are back to unfriendly and grey weather.