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Saurer Museum – Living History

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SpulenKette

Industrialisierung – Victorian Age – Industrial Revolution 

Das Saurer Museum hat an 363 Tagen geöffnet. Man kann in der Wunderbar gleich nebenan einen Chip für den Eintritt kaufen und hat freien Zugang zu den Räumen und allen Maschinen. Eine Führung mit ehemaligen pensionierten Mitarbeitern der Firma Saurer ist aber unschlagbar und absolut empfehlenswert.

Ich habe ein Textilerinnenherz, das IMMER schneller schlägt, wenn ich irgendwo einen Faden, Fasern oder ein Stöffli sehe. Es sind schon zwei Wochen her, seit wir im Saurer Museum in Arbon waren. In einer alten Fabrikationshalle kann man anschauen, was die Firma früher hergestellt hat: Webmaschinen, Stickmaschinen und Transportfahrzeuge. Angefangen hat die Geschichte aber ganz anders.

Der Firmengründer kaufte 1835 eine Werkstatt, um Haushaltsgegenstände aus Eisenguss herzustellen. Ab 1869 begann er Stickmaschinen zu produzieren, denn die Stickerei war als Heimarbeit in der ganzen Ostschweiz eine sehr häufige Betätigung. Saurer exportierte aber in die ganze Welt.

Bändeliwebmaschine

Diese Bändeliwebmaschine aus dem vorletzten Jahrhundert ist noch immer voll funktionstüchtig. Jedes einzelne Teil wurde von hand gefertigt. Damals gab es noch keine Draht-Errosionsmaschinen, kein CNC. Da wurde gefräst und geschmiedet. Erstaunlich, wie jedes Teil ins andere greift.

Sticmmaschine

Um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts erweiterte Saurer sein Betätigungsfeld mit Transportfahrzeugen.

SaurerLastwagen

Das Saurer Logo war noch bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf den Schweizer Strassen häufig gesehen: Postautos, Armeelastwagen, aber auch Firmenlastwagen in aller Welt wurden in Arbon hergestellt.

SpulenSchuss

Aus jeder Krise kam Saurer heraus. Findige Köpfe entwickelten manche Weltneuheit, sowohl im Textil- als auch im Automobilbereich. Dies Spulen zum Beispiel werden automatisch und ohne den Webprozess zu unterbrechen in die Webschiffchen gelegt, wenn das alte leer ist. Auf der Webmaschine (unten im Bild) werden noch immer Geschirrtücher gewebt, die man im Museumshop kaufen kann.

Küehlituch

Die Maschine webt das Muster mittels einer Lochkarte: der Vorläuferin der computergesteuerten Anlagen.

Lochkarte

Und auch die Maschine, die die Lochkarten für die Muster stanzt, kann man anschauen. 110 Schussfäden ergeben eine Breite von rund 5 Zentimeter. Und die Schlaufe fürs Tüechli stammt aus der Bändeliwebmaschine, die ich euch oben gezeigt habe.

Heute ist Saurer Embroidery unter chinesischer Führung als top modernes Unternehmen noch immer weltweit tätig.

verlinkt mit Sonntagsglück

 

 

 

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Samstags nach dem Ausflug – Saturday Morning after the Field Trip

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NewportMemory

Den heutigen Samstag lasse ich ruhig angehen, denn gestern war ich zur Abwechslung mal richtig laaaange unterwegs. Mit den Lehrerkolleginnen und der Behörde besuchten wir das Saurer Museum in Arbon. Ich bin zwar kein grosser Fan von Metall- und Ölgeruch, aber das Museum (mit Führung) ist grossartig. Es ist unglaublich, die über 100 Jahre alten Web- und Stickmaschinen im Einsatz zu sehen. Beeindruckend ist auch die Sammlung an alten Nutzfahrzeugen. Die Sauerer Nutzfahrzeuge wurden zwar 1987 von Iveco übernommen, jedoch  in der Textilmaschinen Branche ist Saurer heute weltweit noch immer vorne mit dabei.

My heart beats for textiles and went very fast last night at Saurer Arbon, where we visited the museum with the board and colleagues from school. I will show pictures soon. Usually not a fan of the smell of oil and metal, I was deeply impressed by the more than hundred years old machines. They are still in perfect condition. The parts look amazing considering the fact that the means were limited this long time ago. Hippolyt Saurer was one of the bright and innovative spirits of this well known family. Even today Saurer is a huge enterprise with worldwide connections and a workplace for many.  

We had two tour guides who told interesting stories and heart worming anecdotes.  

Hippolyt

Hier nur einer der findigen Köpfe der Saurer Dynastie, die 1853 mit einer Eisengiesserei für Haushaltwaren begonnen hat. 

Eigentlich hätte ich ja mein (im Vergleich bescheidenes) neustes Design gestern fertig stellen wollen, aber die Zeit war einfach zu knapp. Jetzt fehlen nach dem Grün noch eine Reihe schwarz und eine Reihe orange.

Tja, ich habe einfach gerne Farben. Die putzen nämlich jeden noch so grauen Winterpullover heraus, wärmen an kalten Herbstmorgen meine Schulter und schenken Energie für einen strengen Arbeitstag. Davon liegen gerade ein paar hinter mir.

Im Moment scheint zwar noch eine wunderbare Septembersonne, aber wir wissen, dass das Altweibersommerwetter manchmal nur allzu schnell vorbei ist. Für Regentage und andere Widerlichkeiten bin ich in Bälde gerüstet. Ich werde mehr Bilder zeigen und auch mit einer Beschreibung aufwarten.

Musterbuch

Ich merke gerade, dass ich viel zu wenig Bilder gemacht habe, um zu zeigen, was mich so tief beeindruckt hat. Aber ein paar mehr habe ich dann schon noch. 🙂

Mehr Samstagsgeschichten gibt es bei Karminrot.