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Glückskäfer am Wochenende – Ladybug’s Weekend

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Glückskäfer

Am heutigen Samstagsplausch bei Andrea habe ich Gutes zu berichten. Gerne nehme ich das Glückschäferli mit.

Der Käfer hat mir Glück gebracht. Nachdem ich am letzten Wochenende einem Gespräch mit den Chefs sehr angespannt entgegenfieberte, hat sich daraus etwas Neues ergeben, ohne das Alte aufgeben zu müssen. Ich habe meine lieben Gschpänli nicht verloren, sondern ein paar neue dazu gewonnen. Verändert hat sich allerdings mein Betätigungsfeld. Ganz leise wünsche ich mir manchmal, dass für ein zwei Jährchen alles beim Alten bliebe. Ganz leise wünsche ich mir Routine, ja warum nicht ein bisschen Langeweile, weil’s weniger anstrengend ist, als sich dauernd umzustellen und auf Neues einzulassen.

Noch vor einer Woche ging ich davon aus, dass mein Pensum im nächsten Jahr gerade mal 10 Lektionen umfassen würde. Obwohl ich sehr gerne Hauswirtschaft und Kochen unterrichte (da stellt sich nie die Sinnfrage, weil alle gerne essen wollen), ist mein Pensum auf eine Klasse geschrumpft. Dazu kommen 6 Lektionen DaZ (Deutsch als Zweitsprache). „Na ja“, dachte ich, „nicht gerade berauschend, aber eine syrische Flüchtlingsfamilie würde reichen, um mein Auskommen zu verbessern. Irgendwie realistisch, oder?“

Und dann war da plötzlich ein Angebot aus der benachbarten Schule der gleichen Schulgemeinde, das mir das Herz brach, weil es einen Ortswechsel und somit Abschied bedeutete, obwohl ich mich doch gerade so aufs Zurückkommen gefreut hatte. Fast wollte ich verzweifeln, aber dann …. Manchmal schnappe ich aus dem Radio echt gescheite Aussagen auf. Am Samstag morgen, als ich gerade so deprimiert neben der Spüle stand, ging es um Lampenfieber, nicht mein aktuelles Problem, nein. Ein Schweizer Kabarettist erzählte, wie er gegen Lampenfieber angeht. Er sagt sich nämlich, wenn er auf die Bühne gehe, sei er kein Bittsteller, sondern habe etwas anzubieten. Wow. Mit genau dieser Einstellung wollte ich am Montag ins Gespräch. Ich habe etwas anzubieten: meine Flexibilität, mein breites Fächerprofil, meine Erfahrung. Und offenbar wollten sie mich dort. Und dann dachte ich, dass ich aus meiner Stärke heraus Bedingungen stellen könnte, nämlich meine Hauswirtschaftslektionen in „meiner“ Schule zu halten und in „meinem“ Lehrerkollegium zu bleiben.

Und tatsächlich, letzten Montag im schönste Frühlingswetter besiegelte ich mein Pensum 2016/17: Ich werde als Affeltranger Lehrerin in Affeltrangen 4 Lektionen Hauswirtschaft und 4 Lektionen DaZ unterrichten, in Tobel 4 Lektionen Deutsch, 3 Lektionen Räume und Zeiten (total neu für mich), ziemlich sicher 3 Lektionen Englisch und 2 Lektionen DaZ. Und jetzt studiere ich den Lehrmittelkatalog, Tintenherz und Sprachstarke und (alb)träume von zukünftigen Englischlektionen: „Bonjour! Äm …“

This is a long post in German. Let’s make it shorter in Englisch. I’m the lucky one! Yes, I’m back in the job in August with a nice range of lessons. I feared last weekend that the invitation into the head teachers‘ office meant the end of my time in Affeltrangen. But luckily, I had some aces  in my hand that I had forgotten about: my flexibility, my wide range of skills and diplomas, and my optimisme. And they actually wanted me at the new place. Thanks to a radio programme I was reminded of the right attitude to go into a meeting with the bosses. 🙂 I’m someone, I don’t beg, I have to give. You want something from me. 

Now I have a new job and keep the old one too. And I’m still with my fellow teachers, which is essential for me. And there are a few things on my wishlist I can afford next summer. 🙂 

Have a nice weekend!

And welcome to my new followers!