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Das Fest

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Petrus war im himmlischen Garten gerade mit seinen Himbeeren beschäftigt, als sich ihm von hinten der kleine Späher Raphael näherte.

«Was störst du mich in meiner Beerenmeditation», grummelte Petrus. «Du musst einen triftigen Grund haben.»

«Es ist wieder einer aus meiner Sippe parat», sagte Raphael. «Du musst die Leute zusammenrufen.»

Petrus zupfte die letzte Himbeere ab und legte sie ins Körbchen zu den anderen, rieb sich die Hände an den Hosenbeinen. Er hatte keine Eile, denn die Zeit im Himmel ist eine andere als auf der Erde. Gemächlich zog er sein Notizbuch aus seiner Hosentasche und studierte die abgegriffenen Seiten.

«Ich werde Karl mit den Vorbereitungen beauftrage», murmelte er und drehte sich zu dem Kleinen: «Ruf ihn, er soll in mein Büro kommen.»

Und Raphael hüpfte weg. Petrus räumte noch das Gartengerät zusammen, brachte die Himbeeren in die himmlische Küche, bevor er sich auf seinen Bürostuhl setzte und auf Karl wartete. Nachdenklich schaute er in die unendliche Ferne des Himmels. Er sah David mit geschlossenen Augen ruhig auf seinem Krankenbett liegen. Der junge Mann war so dünn geworden, man sah ihm an, was er in den letzten Wochen, Tagen und Stunden erdulden musste. Um ihn herum sassen seine Brüder, der Vater, die Mutter, die Freundin. Ab und zu kam ein Pfleger herein, dann wechselte eine Ärztin die Sauerstoffzufuhr und Petrus konnte Davids entspanntes Gesicht sehen. Die Fenster des Zimmers standen offen. Petrus war sehr zufrieden.

«Ja, die Zeit ist gekommen», sagte er.

Karl kam ins Büro, schloss die Tür hinter sich und setzte sich auf den Stuhl Petrus gegenüber.

«Du kennst das Prozedere, Karl,» begrüsste ihn Petrus nach einer würdigen Weile.

«Ich werde die Musiker bestellen, dem Küchenpersonal sagen, dass sie das Buffet richten sollen. Von der Sippe habe ich Emilio und Greti, den alten Hess, Anna und Karlsen., Martin und Agnes, Ida, Kurt und Mirijam, Peter und Anita benachrichtigt. Raphael ist schon ganz ungeduldig. Dann gibt es noch ein paar Freiwillige, die ebenfalls vor der Himmelpforte warten, um den Neuankömmling zu begrüssen. Dario, Nadine, Andri, Evelyne und Jörg. Stell dir vor, Sempé und Uwe sind auch dabei.»

Petrus nickte bestätigend.

«Haben wir genug Getränke? Orangensaft, Bier, Wein, Süssmost, Cola?», fragte er. «Ist die Torte so schön geworden, wie sie David jeweils gemacht hat? Die Marzipanröschen, sehen sie so echt aus, wie er sie hingekriegt hat? Bei den belegten Broten muss der Sulz wirklich gleichmässigst aufgetragen sein. Ja, wir wissen, dass die belegten Brötchen an Davids Lehrabschlussprüfung nicht perfekt waren. Trotzdem. Und wir brauchen noch Raffaellos, die mag er doch so gerne.»

Karl versprach, sich um alles und noch mehr zu kümmern und verliess einen nachdenklichen Petrus. Ihm war das Herz schwer und gleichzeitig freute er sich auf die Aufnahme des liebenswürdigen jungen Mannes in den himmlischen Gefilden. Er freute sich auf die Musik, den Tanz, das schöne Essen, bis ihm einfiel, dass man noch den Himmel abstauben und die Sonne polieren müsste. Er würde sich gleich selber darum kümmern und orderte auch eine leichte Sommerbrise an. Die Wiese ist im Himmel immer grün, die Blumen blühen auch immer und die Bienen und Schmetterlinge würden zum schönen Ambiente ebenfalls beitragen. Petrus war zufrieden und gesellte sich zu den Wartenden.

Hei, war das ein Betrieb. Eine Stimmung voller Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Dann hob sich der Vorhang.

«Er kommt, er kommt!», rief der kleine Raphael. «Er kommt, er kommt!» riefen die andern. «Wie schön er ist! Was für ein liebenswürdiger Mensch. Sei willkommen, David!», rief die Menge. Und zueinander sagten sie: «Wie schön, dass ihn seine Angehörigen gehen liessen.»

Das Fest konnte beginnen. Und hätten die Trauernden auf der Erde wirklich verstanden, wie wunderbar es tatsächlich in den himmlischen Gefilden ist, wie leicht es sich anfühlt und wie klar alles wird, dass «ich cha’s eifach nöd verstoh» nicht mehr existiert, dass es auf jede Frage eine Antwort gibt, ich bin sicher, sie wären getröstet.

Wir werden David wiedersehen.

Schönes pflegen – Treasure the Good

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Good Morning, Lovelies!

Guten Morgen, meine Lieben!

Nie wieder werde ich an einem Samstag so jung sein, wie heute. Das ist ein Grund zur Freude! Am Montag werde ich 54. Auch ein Grund zur Freude! Auf der anderen Seite wird mir jedoch auch die Vergänglichkeit bewusst. Ich denke, 54? Schon? Es fühlt sich doch gar nicht so an. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich denke, mein Leben dauert ja noch viele Jahre (Früher dachte ich ewig). Wie hoch ist die Lebenserwartung heute? 83 … 87.

Eine Freundin liegt im Sterben. Sie ist noch längst nicht 80,  gar nicht so viel älter als ich. Der Gedanke, dass auch mir nur noch wenige Jahre bleiben könnten, schleicht sich deshalb genauso oft in heran. Mir wird ein bisschen eng ums Herz, und ich spüre, wie mir die Zeit davon rennt ….

Umso mehr lohnt es sich, sie gut zu nutzen, Schönes zu pflegen: Freundschaft, Familie, Frieden.

Deshalb heute Sternenhimmeltee aus meiner neuen Tasse. Ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk einer lieben Freundin.

Teatime

A friend of mine is dying. She isn’t much older than me, which makes me think that life can be short and is limited anyway. There is no guarantee that I will become an old lady one day. Although, celebrating my 54th birthday on Monday, I am an old lady already. At least that’s what my sister told me several times over the last six weeks, whenever I complained about the horrible mattress in the campervan.  „Admit it, you are not young anymore“. 

When I was youg I thought that life would be eternal, at least I never thought about the end. But now I do and feel that there actually could be only a few years left … Because of that, it’s important that we take good care of ourselves, do what is worthwhile and treasure the good: friendship, family, peace.

It’s time for a cuppa. „Sternenhimmeltee in my new cup. Am early birthday present of a good friend.

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Karminrot.

Edit: Ich habe grad einen Kurstag hinter mir und freue mich, dass ich ganz tolle Frauen getroffen habe. 🙂

 

 

 

 

 

Autumn – Sterben

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Mandala3h

It’s so strange

that autumn is so beautiful;

yet everything is dying.


Mandalah4

Mandala2h