Hoch hinauf und tief hinunter – High Up And a Long Way Down

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SäntisamMorgen

Bevor ich auf den Bergwanderweg einbog, machte ich ein Bild vom Berg. Man kann in drei Stunden oben sein. Oder man nimmt die Bergbahn. Ehrlich gesagt, ich werde immer lieber hinauf kraxeln und mit der Bahn hinunter fahren. Sowieso wollte ich am Samstag nicht auf den Säntis, sondern nur bis zur Tierwis, mein Lieblingsrestaurant im Alpstein. Unglaublich, dass man das da oben bauen überhaupt konnte.

If you look up to the mountains top, you wouldn’t believe to be able to climb up there  without a rope. At 9.50 I took this photograph before I started. I wanted to go to Tierwis, where my favourite restaurant is. Unbelievable that there is a house at all. 

Tierwies

Hinter der Tierwis sieht es noch recht freundlich aus. Eine schöne Alpwiese mit hunderten von Blumen. Aber der Schein trügt, es gibt sehr viele Steine und Felsbrocken, man muss sich den Weg suchen.

Thousands of stones and rocks, hundreds of flowers in this steep landscape. I had to look for the path carefully. It’s all about the view, isn’t it? I felt so grateful to be able to be here. 

Silberplatten

Von hier aus konnte ich ins Toggenburg hinunter schauen. Ich konnte mehrere Alphütten erkennen, nur wusste ich nicht genau, welche die Alp Grueben ist, wo mein Bruder einen Alpsommer verbringt.

I followed the official path and turned to the right. I wasn’t completely sure which hut would be the one my brother is spending the summer. 

SäntisKarte

Ich wollte dem eingezeichneten Bergwanderweg folgen und dann nach rechts zur Alp vordringen. So genau wusste ich nicht, wo die Hütte war, und also auch nicht, ob ich am Ziel angelangt sei. Aber immerhin war da ein Alphüttli. Es war niemand zu Hause.

Alphütte

Es würde zu meinem Bruder passen, eine aquarellierte Kuh (oder ist es eine Ziege?) als Namensschild anzubringen.

Yes, who else would have a cow (or is it a goat?) as a name tag on the front door. However, I still wasn’t convinced. 

Alphütte_2

Zuerst einmal betrat ich einen Stall, dahinter konnte ich einen Blick in die gute Stube werfen. Immerhin sah das verblichene Hemd so aus, als könnte es Felix gehören. Aber man weiss ja nicht, die Älpler tragen eventuell alle die gleiche Mode. Ich habe mich umgeschaut und war dann zu 99.9 Prozent sicher, am richtigen Ort angelangt zu sein.

I went inside only to find a dark room for materials like chain saw, fuel, a saddle (was there a horse once?) … and behind the old stable a tiny chamber, about 15 square metres big. There is a bed behind the door. The shirt on the chair looks like my brother’s … 

Alphütte_3

Der Wohnraum ist nicht mehr als 15 Quadratmeter gross, hinter der Tür ist gerade noch Platz fürs Bett. Für Gäste ist hier definitiv kein Platz.

Mungg

Auf dem Bänkli vor dem Hüttli habe ich Mittagspause gemacht, dann aber beschlossen, nach Unterwasser zu marschieren, weil ich dort das Postauto auf die Schwägalp zurück erwischen wollte. Es hat mir fast das Trommelfell zerschlagen, als ein Murmeltier seinen Kollegen zur Warnung pfiff. Seht ihr den Kerl? Er steht rechts hinter dem hinteren Büschel gelber Blumen auf einer Steinplatte.

My brother wasn’t around. Anyway, I ate my bread and drank some water, before I decided to go down to Unterwasser and catch the bus back to Schwägalp, where I had parked my car in the morning.

Can you see the groundhog? 

Mungg_2

Überhaupt, es ist sehr steinig und steil da oben. Man muss auf jeden Tritt Acht geben. Wäre auch zu blöd, sich in so unwirtlichem und einsamem Gebiet den Fuss zu vertreten. Insgesamt habe ich 800 Höhenmeter hinauf und 1200 hinunter gemacht. Ein zünftiger Muskelkater erinnert mich daran.

Here he is. There are rocks and rocks and more rocks. It took me quite some time until I was down on a gravel road. In total, I walked 800 metres up and 1200 metres down. I sure have sore muscles in my legs. 🙂 

RegulaSäntis

 

 

 

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  1. Eine schöne Wanderung in schöner Natur-Landschaft…! Ich sollte wohl auch wieder etwas sportlicher werden, so dass ich solche Touren machen mag. Liebe Grüsse, Miuh

  2. Oh wie schön! Mir geht bei deinen Fotos richtig das Herz auf und ich freu mich total auf unseren Wanderurlaub in den österreichischen Alpen.

    Wie schade, dass dein Bruder nicht da war, hoffentlich erwischst du ihn beim nächsten Mal.

    Ganz liebe Grüße
    Biggi

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