Archiv der Kategorie: Allgemein

Rainbow in the Countryside – Regenbogen im Grünen

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Noch hat der Sommer kalendarisch nicht begonnen, schon reiht sich Sonnentag an Sonnentag. Es gab ein paar zum Teil heftige Regengüsse, aber meistens abends oder nachts. Die letzten Wolkenreste haben sich am Morgen jeweils wieder aufgelöst. Einmal gab es sogar einen Regenbogen von der Thur bis zur Thur, die ja in weitem Bogen um unsere Gegend fliesst. Ein wunderbares Lebensgefühl stellt sich bei mir ein.

Auch heute Morgen wärmt die Sonne meine rechte Schulter, während ich diese Zeilen schreibe. Ich wage einen Blick in den Wetterbericht der übernächsten Woche, denn ein Klassenlager steht an. Ich hoffe auf weitere Sommertage, weil wir doch mit dem Velo unterwegs sein werden, auf Campinplätzen übernachten und Reisen bei Sonnenschein grundsätzlich mehr Freude machen.

Hoffen darf ich. Und während dessen stricke ich das siebte Paar Socken dieses Jahres: Regenbogen im Grünen. Aus Resten. Mir kurzem Röhrli für den Sommer.

I’m enjoying these days immensly. Sunshine almost every day, warm temperatures, some thunderstorms with heavy rain. Bur the clouds disappear during the mornings. There has been a rainbow once.

While I am writing these lines, the sun is warming up my shoulder.

I hope for nice weather for the week after the next when we will be cycling around the lake of Constance with the students.

Wish me luck! Meanwhile I’m knitting socks (rainbow in the countryside), reading the newest about soccer world championship.

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Wie ich die Welt gerade sehe – Right now, I‘m in Paradise

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Es ist die Zeit im Jahr, in der ich jeden Abend Feriengefühle habe. Ich mache es mir gemütlich, versinke total im Jetzt, fühle die Unendlichkeit der Zeit, bis ich erschreckt feststelle, ui nein! Morgen ist ja Schule!

Grad jetzt, am frühen Sonntagmorgen habe ich auch Feriengefühle und bin mir sicher: Diesen Sommer bleiben wir zu Hause!

Let’s stay home this summer. Who needs to go away for summer break if s/he has a view like this?

On the closest tree, a blackbird is singing. Right now, I’m in paradise.

Anyway, five more weeks to go. A full schedule! 😊

Samstags experimentieren – Experimenting

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Aboriginal

Auch wenn einige meiner Schüler schon vor langer Zeit aufgegeben haben, ja eigentlich gar nie richtig eingestiegen sind, seit ich sie unterrichte, habe ich nicht aufgegeben. Ich nehme es (fast) nie persönlich, dass sie einfach keine Lust haben, englische Vokabeln zu lernen, die Gelegenheiten für Sprechübungen zu nützen, schriftliche Arbeiten einzureichen … Es  nervt mich gewaltig, dass sie den Unterricht stören und die Lernwilligen am Lernen hindern. Jede Lektion versuche ich einen Neuanfang. Manchmal staune ich selber über meine Perseveranz und erkläre sie mir durch die Vorteile, die das Alter und die Erfahrung mit sich bringen. Nein, ich bin keine schlechte Lehrerin. Es liegt nicht an meiner Person und an meinem Unterricht, dass die SuS nicht arbeiten.

Der neue Lehrplan 21 spricht in seinen Grundlagen von „wissen, können und wollen“. Für die ersten beiden bin ich zuständig und verantwortlich. Fürs Wollen schiebe ich den Ball ganz meinen Lernenden zu. Ich kann sich nicht zwingen zu wollen. Trotzdem ist, dass die SuS nicht lernen wollen, ein Problem. Ich möchte es lösen. Da ich eine Macherin bin, lasse ich nichts unversucht, was heisst, dass ich immer wieder Neues ausprobiere. Denn ich weiss, dass sich langandauernde Probleme nicht dadurch lösen, dass man mehr vom Gleichen nachschiebt.

Seit den Frühlingsferien arbeiten wir mit einem Quartalsplan, bei dem ich natürlich auch an meine Nerven gedacht habe. Die Lernenden, die ja bald in die Arbeitswelt eintreten, wissen, was die von mir vorbereiteten Themen und Schwerpunkte sind. In diesem Plan sind auch die Termine für die Abgabe von Arbeiten fixiert. Ich habe die Verantwortung fürs Lernen meinen Schülerinnen und Schülern übergeben. Wenn sie Unterstützung brauchen, stehe ich gerne bereit.

Ich denke, dass das Thema „Australien“, Unit 16 im aktuellen Lehrmittel ein ansprechendes Thema ist. Es gibt viele Möglichkeiten, dass die SuS selber tätig werden. Am Montag zeige ich ihnen einen kurzen Film über die Kunst der Aboriginies, und wenn sie wollen, dürfen sie sich gleich selber künstlerisch betätigen. Deshalb stehen neben meinem Kaffee heute Morgen diverse Acrylfarben und Wattestäbchen. Ich experimentiere noch, lasse aber meine SuS gerne von meinen Erfahrungen profitieren. ich bin gespannt.

Und dann habe ich da noch dieses Filmli gefunden:

Aboriginies2

Aboriginal Art. I’m still experimenting. Hopefully, my students will be eager to try out themselves. It might be a nice contrast to grammar and exercises, something they’ve never been keen on. The overall topic is Australia. 

I’m always trying new things to get my students interested in English. Anything that keeps them talking … improving … I’m positive that one day they will remember me and hopefully feel some kind of remorse thinking of me. 😉 

For weeks to go.

I’m doing a lot to be able to wish them all the best for the future. They are just tired of studying … 

🙂

 

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea.

 

 

 

Samstags … und schon Sonntag – Weekending in Rome

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Von all den Sehenswürdigkeiten in Rom gibt es bestimmt viel bessere Fotos als meine. Deshalb gibt es auf meinem Blog weder das Pantheon noch den Circus Maximus zu sehen. Wir waren übrigens auch am Trevi Brunnen, haben dann aber vor der Menschenflut Reissaus genommen.

Dafür genossen wir dann einen Espresso in der Quartierbeiz ganz nahe bei unsere Unterkunft. Und der war mindestens ein Bild wert. Was Kaffee anbelangt, sind die Italiener unschlagbar.

I’m in Rome with my husband, where we want to improve our Italian. Mine is very very poor. Hopefully one week of intensive studies will make a difference.

I’m not showing pictures of the highlights of Rome as there are better pictures than mine, such as the Colosseum and the Forum Romanum. It’s amazing to walk through the city and suddenly stand in front of ancient artefacts that are thousands of yesrs old.

When in Italy, you have to drink espresso.

 

Verlinkt mit Andrea

Samstags Dona nobis pacem – Gib uns Frieden – Sind wir verrückt geworden?

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Friedenstaube

Dona nobis pacem! Gib uns Frieden! kommt mir in den Sinn, und grundsätzlich diese Art des Betens, die das Bitten einschliesst und uns Menschen davon befreit, etwas zu tun, um das zu bekommen oder zu bewahren, was wir uns wünschen.

Wir bitten für alles Mögliche, Kleines und Grosses: Heile meine liebe Oma. Mach, dass ich eine gute Prüfung schreibe. Gib uns unser tägliches Brot. Mach, dass ich im Lotto gewinne. Bewahre mich vor Unglück. Hilf ihr durch die schwere Zeit. Mach, dass in Syrien Frieden ist.

Im Moment lehre ich gerade Reformation. Jan Hus, Martin Luther, Ulrich Zwingli. Ich erkenne, aus welchen Motiven sie vor 500, 600 Jahren gehandelt haben; aus dem Wunsch nach Befreiung des Menschen aus Knechtschaft, nach Selbstbestimmung, aus dem Überdruss an hohlen Predigten einer korrupten Elite in einer Sprache, die die Menschen nicht verstanden. Fällt nur mir der Bezug zu heute auf? Luther lehrte, dass gute Taten zum Seelenheil führen. Na ja, erst Mal gab es Krieg. Und wie sagte Schiller? Die Geister, die ich rief … 

Ich rede mit meinen DaZ-Schülern, die so gerne die Weltkarte anschauen und mir zeigen, woher sie kommen, wo sie ihre Ferien verbracht haben. Kiew, Sewastopol, Budapest, Orid, Ancona, Kirkuk. Sie zeigen mir ihr Land, von dem sie träumen. Dona nobis pacem!

Frieden? Wirklich? Ich sehe nur Krieg und die Rechtfertigung des Kriegs. Täglich höre und lese ich, mehr oder weniger subtil, was die Bösen im Osten, die Verbrecher an der Menschlichkeit tun: Bomben werfen, Meinung unterdrücken, Frauen vergewaltigen, Giftgas einsetzen, Wahlen manipulieren, Menschen enteignen. Täglich lese und höre ich, was Politiker fordern und was in der Folge passiert: Noch mehr Nato-Truppen an der Ostgrenze, Sanktionen und Bomben gegen Länder, die unserem Bild von Staat nicht entsprechen, Aufstockung der Rüstungsausgaben. Stimmungsmache gegen Russland, ohne dessen Opfer der 2. Weltkrieg nicht zu Ende gegangen wäre. Die 29 Millionen toten Russen sind schon lange vergessen. Europäische Truppen in Kriegsgebieten. Wir müssen. Wir sind die Guten. Dona nobis pacem!

Sind wir verrückt geworden?

Frieden? Schon lange nicht mehr war Krieg so nah, und täglich wird in der Politik und in den Medien darauf hingearbeitete. Das nennt man Manipulation, vor der wir uns gefeit glaubten, denn wir haben das ja schon mal erlebt.

Und wahrlich ich sage euch: Eines Tages in nicht mehr allzu ferner Zukunft wird es ganz klar sein, warum der Westen zu den Waffen greift. Die Geister, die ich rief …. Dona nobis pacem!

Die Sonne geht auf über dem beschaulichen, friedlichen Oberheimen. Ich mache mir Gedanken zu allem und nichts: anstehende Geburtstage, die kommenden Tage in Rom, die momentane ungesunde Anhäufung von Arbeit in der Schule, die Exkursion nach Dachau ins ehemalige KZ nähe München, Krieg und Frieden.

Es gibt sie, die anderen Stimmen. Die Stimmen der Völkerverständigung, des Friedens. Überall auf der Welt, auch dort, wo uns weis gemacht wird, es gäbe sie nicht. Wir müssen hinhören.

Nein, nicht Gib uns Frieden.

Wir machen Frieden.

 

verlinkt mit: Samstagsplausch bei Andrea. Übrigens kann ich seit drei Wochen bei den blogger.com Blogs nicht mehr kommentieren. Geht euch das auch so? Weiss jemand, woran das liegt?

 

Samstags sag ich’s mit Blumen – Finally, The Weekend

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KaffeeblumeMann, Mann, Mann! Was sind diese Wochen ausgefüllt. Ich komme kaum zum Atmen, sprich zu dem, was ich von Herzen gerne mache. Handarbeiten, gärtnern, Vögel beobachten, dem Gras beim Wachsen zusehen, Nachbarn besuchen, die Welt um mich herum erkunden. Statt dessen füllen sich die freien Nachmittage und Abende mit arbeitsbedingtem Sonderprogramm. Aber ich will nicht klagen, denn der Frühling gibt mir jede Menge Schwung. Und wenn ich im Kalender blättere, sehe ich einen Freitag winken. 1. Mai.

Und am Donnerstag war ja noch dieses Jubiläum. Es scheint, dass viele ein sehr kurzes Gedächtnis haben … und für viele ist es Geschichte. Irgendeine? Noch immer werden Atomkraftwerke gebaut. Und noch immer keine Lösung, wohin mit dem radioaktiven Abfall.

Gestern musste ich einfach ein bisschen schnipseln, wobei es fast länger gedauert hat, herauszufinden, was ich gerne tun möchte. Schliesslich bin ich bei Papier und Blumen gelandet.

Und ganz zufrieden mit dem Resultat. Vielleicht falte ich noch mehr. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Seid ihr auch so auf Trab?

Ich wünsch euch was!

Blume-2

I’m glad the weekend is here. The timetable has been full with extra meetings. However, we are enjoying the most beautiful weather, which provides me with a lot of energy. I think I will have time to spend outside tending the garden, watching the birds flying and the grass growing. However, I’m off to school. It’s another parents‘ day. 

I must talk about this event with the students. Although history for most, forgotten by many, it’s not over. It’s still a threat, and there are going to be more nuclear power plants all over the world … And still no solution of where to put the waste …

Blütenblatt-2

Hier geht’s zur Faltanleitung.                                              You’ll find the instructions here.

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.