Archiv der Kategorie: Allgemein

Samstags im und ums Haus – Time to Play on Saturday

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Ahhhhhhh! Wochenende! Die Woche war zwar ganz normal und zahm, aber ich bin trotzdem müde. Ob das an der Wärme liegt? Zwar hat sich gestern eine kleine Störung mit Temperaturstürzchen eingeschlichen, aber schon drückt die Sonne wieder durch.

Ahhhhhh! The weekend! I’m glad because I am tired although the week was quite relaxed. It might be the warmth that hit us. Even though the temperature dropped yesterday due to heavy clouds, the sun is back today. I love this time of the year. 🙂

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Ich habe das Wochenende mit Papier, Schere, Filz- und Farbstiften eingeläutet. Beim Übertragen vom Muster auf den Halbkarton sind mir die Winkel ein wenig verrutscht, so dass das Häuschen leicht scheps steht.

Friday afternoon after work, I did some playing (crafting), cut some paper, worked with colour and glue to „personalize“ the little house. It turned out slightly loop sided …

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Dafür ist es im Unterschied zum Original mit Farbe aufgehübscht …

… but is nicer than the original one … 

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… und hat vier verschiedene Seiten.

… and each side looks different. 

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Den Samstag verbringe ich im und ums Haus. Morgen Sonntag fliegen wir mit dem Motorrad aus.

I’m busy in and around the house today. Tomorrow, we are going on a field trip by motor bike. 

Und ihr so?

What are your plans?

Happy Weekend, my dears!

verlinkt mit Samstagsplausch 20.17 bei Andrea.

Give and Take – Offener Bücherschrank

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Per Zufall entdeckt. We happened to walk by.

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Das war mal eine Telefonkabine. It used to be a phone box.

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Nein, für den UBS Geschäftsbericht interessieren wir uns nicht … Oh no, we are not interested in bank business. 

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Dafür steht hier mein Lieblingsbuch. Wisst ihr welches? Und nein, ich nehme es nicht mit. Dafür ein anderes. Nächstes Mal bringe ich eins zurück.

Look, what I’ve found: My favourite book. However, I don’t take it with me. There is another one. I’ll bring one back next time. 

🙂

Danke! Weinfelden. Thank you.

Mein April – April 2017

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April-Collage

Die fotografische Rückschau auf den April zeigt doch, dass er es sehr gut mit mir gemeint hat. Nach Ostern verbrachten wir ein paar schöne Tage in Lissabon. Das Bild in der Mitte und das Bild oben links zeugen davon. Auch in Lissabon gibt es eine kleine Brauerei, die craft beer herstellt. Wir haben’s getestet und für sehr gut befunden. Bild in der mittleren Reihe rechts.

April brought some highlights, like our visit in Lisbon. We had a fabulous time. Photograph in the middle, middle row on the right and top left

Der traditionelle Karfreitagsfisch gehört auch zu den bleibenden Erinnerungen (Bild obere Reihe Mitte). Selbstverständlich haben wir keine Stofffische gegessen, aber die Gewürze alle gebraucht. Ohne Chmeli Suneli geht in diesem Hause nichts mehr. Wir haben schon für Nachschub gesorgt. Bild in der oberen Reihe in der Mitte.

The traditional family reunion before Easter was wonderful, too (picture in the middle of the top row). In this family my husband is the seasoner. He seasoned the fish preferably with Chemli Suneli, a Russian herbal seasoning. Picture in the middle of the top row.

Bevor der Winter nochmals aufgetaucht ist (Bild unten rechts), gab es wunderbare Frühlingstage mit ganz viel blauem Himmel, Bluescht und Löwenzahn. Bild oben rechts und Bild unten links sind Zeugen, falls es jemand vergessen haben sollte.

Before winter hit us again (photograph bottom row right side), we had enjoyed beautiful spring days. Blue sky, blossoms and dandelions all over. Don’t forget about those days, folks, and don’t complain about the rain we are getting now. Photograph in the top row on the right, in the bottom row on the left. 

Meine gehäkelte Jacke für das Abschlussfest im Sommer ist schon fast fertig. Die Ärmel fehlen noch (Bild Mitte links).

My crocheted cardigan is almost finished. Luckily, I’m ready for the school fiesta at the end of the year in no time. Picture in the middle row on the left. 

Ein Punkt auf meiner „Das erste Mal“-Liste ist Töff fahren. Erstmal musste ich mir aber eine Ausrüstung kaufen. Helm, Handschuhe, Nierengurt. Im zweiten Anlauf dann Jacke und Jeans, mit denen es mir  auch beim anschliessenden Kino-Besuch wohl ist. Die Hose sitzt wie massgeschneidert (Bild unten Mitte).

I bought a pair of bike jeans because I needed the right gear before I was ready to go riding, which is a goal on my first-time-list. The jeans are so cool! Picture in the bottom row in the middle. 

Mitumba – Das zweite Leben – Second Life

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Why I buy my clothes secondhand. And why I mend my clothes. 

Warum ich meine Kleider secondhand kaufe. Und warum ich meine Kleider flicke.

Mitumba

Fotoquelle

Mitumba, Altkleider, sind in Afrika und allgemein in der dritten Welt zu einem Geschäft geworden. Was soll daran falsch sein? Ich finde es heuchlerisch, den Organisationen Bereicherung vorzuwerfen, wenn es bei uns normal ist, dass der Zwischenhändler seinen Anteil abzweigt, um für seine Kosten bezahlt zu werden. Es ist heuchlerisch, bei uns den freien Markt spielen zu lassen, aber von den Armen zu verlangen, dass sie sozial sind, nachdem wir ihren Markt mit unseren Spielregeln kaputt gemacht haben. Sind wir etwa beleidigt, weil die Armen nicht dankbar nehmen, was wir im Überfluss haben und gäbig los werden wollen, sondern damit einen Handel aufbauen und damit verdienen? Dieser Artikel wirft ein etwas differenzierteres Bild auf das Geschäft mit den Alttextilien.

They are called „mitumba“, which is Suaheli and means „bundle of clothes“. Secondhand clothes. The mitumbas come from Canada, the United States and Europa and have become a business in Africa and other third world countries. Not everybody likes this fact as the textiles were thought of being a gift and not merchandise to make business with. I think these people are hypocrites. I’ve found an article (in German) that sheds some light into this complex story. 

ch-Sammlungsack

Fotoquelle

In der Schweiz liegt der Jahresbedarf an Textilien bei 13 bis 15 Kilogramm (die Angaben waren da verschieden) pro Kopf und Jahr. Sie alle haben bei der Herstellung sehr viel Energie, Wasser und sauber Luft verbraucht. Die Konsumenten bringen von diesen vielen Kleidern etwa 7 Kilogramm in der Altkleidersammlung und entsorgen etwa 6 Kilogramm direkt in der Verbrennung.

I don’t know how much textiles are consumed in your country. In Switzerland the amount is 13 to 15 kilogrammes per person a year, which is a lot. Certainly, a huge amount of energy, water and clean air has been used to. About 7 kilos go into recycling boxes and 7 kilos turn into garbage and are burnt. 

Brocki

Fotoquelle

Nur etwa ein Achtel der gesammelten Textilienn bleiben in der Schweiz oder in Europa und werden in secondhand Läden verkauft. Aber Altkleidersammel-Organisationen bieten also Arbeitsplätze (sammeln, aussortieren, Logistik, Verkauf) an und unterstützen mit dem Gewinn Hilfswerke im In- und Ausland.

Only an eighth of the collected clothes remain in Switzerland or Europe. They are sold in thrift or secondhand stores. Firstly, this means work places, social work places. Secondly, it means money for social organisations like the red cross, salvation army. 

Die meisten gesammelten Textilien gehen nach Asien und Afrika. In Kenia wiederum leben 200 000 Menschen vom Ergebnis der Altkleidersammlung aus Europa. Ihr Lohn übersteigt das durchschnittliche Einkommen der Bevölkerung. Auch in Ghana, Tansania und Tunesien gibt es ähnliche Zahlen. Altkleider sind also in Entwicklungsländern ein Geschäft, bei dem Geld verdient wird. Und eine Möglichkeit, Kleider von guter Qualität für wenig Geld zu kaufen.

Most of the textiles go to Asia and Africa. For example in Kenia, 200 000 people live from the result of these collections in Europe. Their wage is higher than the income people usually have. And they can afford clothes for their families in better quality and for a cheaper prize than new clothes would cost. 

Baumwolle

Fotoquelle

Um ein Kilogramm Baumwolle zu produzieren, werden in der Baumwollproduktion während der Wachstumsphase bis zu 25 Mal Pestizide versprüht und etwa 7000 Liter verbraucht, um ein Kilogramm Baumwolle zu produzieren. Dazu kommen Düngemittel, weiterer Wasserbedarf und Chemikalie in Veredelungsprozessen. Werden daher die Stücke aus der Altkleidersammlung noch einmal getragen, wird ihre Lebensdauer verlängert – zweitrangig wo und von wem auf der Welt -, ist das ein Beitrag zum Umweltschutz. Genau wie Kleider flicken auch.

Until one kilogram of cotton is ripe to be picked, it has already used up 7000 liters of water, needed 25 sprays of pesticides, not to mention fertilizer, more water and chemicals to produce fabric. It doesn’t matter where and who wears secondhand clothes, it makes perfectly sense to wear them a second time, to stretch their lifespan. Its one way to protect the environment, like by mending clothes, too. 

What is more, because they have been washed and washed and washed before, I can be sure that the chemicals too have been washed out too. 

Darüber hinaus kann ich sicher sein, dass es kaum mehr Rückstände von Chemikalien in meinen Kleidern hat, weil sie schon vorher gewaschen, nochmals gewaschen und nochmals gewaschen worden sind, bevor ich sie auf der Haut trage.

 

 

 

Saturday’s Sunshine – Samstags scheint die Sonne wieder

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KaffeemitSchneeball

Was haltet ihr von einer Schneeballschlacht? Normalerweise ein Mordspass, aber nicht jetzt. Nicht Ende April, nicht, wenn die Obstbäume blühen, die Rebe treibt und der Trauerschnäpper den ganzen Tag sein Lied trällert. Nichtsdestotrotz gibt es heute ein Bild von Kaffee mit Schneebällen. Oh je! Zum Glück scheint die Sonne volle Kraft.

🙂

As we live on a hill, first the cold and now the snow hit us. There has been serious damage to our trees over the last two weeks. Several have frost bites, like the wallnut tree, the butterfly bush and the wisteria at the entrance of the house. So sad! I don’t know whether it will bloom this year.

Several fruit trees have lost thick branches. They broke off due to the heavy and sticky snow. I don’t even know whether there will be any apples, plums or cherries this fall, as the frost killed the flowers. However, we are lucky that we realized that the chicken’s aviary almost was in great danger to break, too. It wasn’t an easy job to shovel the snow from the roof. 

Despite the bad weather yesterday, we did an orienteering race at school. I always wonder how happy some of the kids are, when they can run around instead of sitting in a chair. They did a fabulous job although the conditions were soooooo bad! 🙂 I was in charge of hot tea. It was fun! Afterwards we watched a movie about a basket ball team and their coach at an underprivileged school in California, which I liked very much. The story is based on a true story. 

Wir wohnen ein bisschen erhöht, so dass die Landschaft vorgestern Nacht von einer dicken und schweren Schneedecke zugedeckt wurde. Bilanz der Schäden nach dem Wintereinbruch der letzten zwei Wochen: Nussbaum erfroren, Sommerflieder erfroren, Glyzinie erfroren, Zwetschenbaum halbiert, Kirschbaum geviertelt, Zwetschgenbäume, Holunder und Apfelbäume haben dicke Äste verloren. Die Blüten sind vermutlich auch erfroren.

Wenn die Schneedecke weggeschmolzen ist, werde ich also aufräumen. Zum Glück haben wir noch realisiert, dass das Hühnergehege unter der Schneelast fast zusammengebrochen wäre. Der nasse Schnee hat sich auf dem Gitter festgesetzt und den am Nachmittag einsetzenden Regen wie ein Schwamm aufgesogen. Der Eine Stunde lang haben wir mit Leiter, Schaufel und Besen bewaffnet, das meiste herunter geholt.

Gestern hatten wir an der Schule trotz des miesen Wetters einen Orientierungslauf. Es erstaunt mich immer wieder, wie gewisse Schüler, die sonst nie stillsitzen können, die friedlichsten Geschöpfe sind, wenn sie herumrennen dürfen. Alle haben sich mega angestrengt, fanden kaum Zeit, einen heissen Tee zu trinken, für den ich zuständig war. 

Anschliessend schauten wir zur Belohnung einen Film über ein Basketballteam und ihrem Trainer an einer unterprivilegierten Schule in Kalifornien. Mit viel persönlicher Unterstützung schaffen es die Jugendlichen, sportliche Leistungen zu erbringen und sich dadurch einen Studienplatz zu sichern. Ich finde es ja schrecklich, ein Schulsystem zu haben, resp. eine Gesellschaft zu sein, in dem 10 Prozent zu den grossen Gewinnern gehören, 40 Prozent gerade mal so durchkommen und der Rest keine Chance hat. Schade auch, dass das Handwerk einen so kleinen Stellenwert in einer Gesellschaft hat.

Na, habe ich mal wieder meine Meinung gesagt: Ein Hoch auf das duale Bildungssystem, ein Hoch auf die Berufslehre, ein Hoch auf gute Staatsschulen und gleiche Chancen für alle.

Verlinkt mit Samstagsplausch 17.17 bei Andrea.