Archiv der Kategorie: Allgemein

Hierarchie im Kopf – Hierarchy in the Head

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Aus aktuellem Anlass.

Babajezas Wundertüte

Vernis

Meine Mitbewohnerin sagt zum Beispiel in Vorstellungsrunden nicht, dass sie Coiffeuse von Beruf ist. Sie möchte von der Reaktion der Leute nicht jedesmal enttäuscht werden. Dabei liebt sie ihren Beruf. Dass sie in den Augen der meisten „nur“ Coiffeuse ist, schmerzt. Mich schmerzt das auch, denn wir reden hier von einer gut ausgebildeten Fachperson, die gemäss einer Hierarchie in den Köpfen, wenig, resp. keinen Status hat, obowhl sie eine dreijährige Lehre mit Fähigkeitszeugnis abgeschlossen und eine Visagistinnenausbildung angehängt hat.

Gestern war ich mit meiner Freundin Sophie in einer Resto Bar ein Bier trinken und eine Kleinigkeit essen: Gefüllte Kartoffeln, Jalapeño-Käse-Kugeln, Mozarellasticks, Pouletflügeli. Irgendwie ist dann das Gespräch auf die Berufshierarchie gekommen.

Weder der Koch im Hintergurnd, noch der Keller stehen in diesem Messsystem hoch oben. Und doch ziehen wir alle grosse Freude und Befriedigung daraus, dass uns jemand was Leckeres zubereitet, das uns eine freundliche Servicfachangestellte an den Tisch bringt. Wir…

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Der Weg ist das Ziel – The Journey is The Reward

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Ich durfte ein Los ziehen und war in etwa so gespannt, wie wenn ich einen Chinesischen Glückskeks öffne. Würde der Spruch zu mir passen?

It wasn’t a fortune cookie, I was allowed to open, but I felt the same when a friend told me to draw a lot from her jar. 

Es kommt darauf an,

dass du darauf zugehst,

nicht, dass du ankommst.

I think it fits perfectly.

It made me think of Maud Lewis, a Canadian painter I’ve come across recently. She painted just for the fun of it. I love her paintings. They are plain, pure, innocent and full of joy. 

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What This Banana is Telling Me

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Wenn sich drei Sonntag hintereinander reihen, scheint es, als ob eine Hungersnot angekündigt wäre. Alle und noch viel mehr Menschen als üblich türmen ihre Einkaufswagen voll. Aber die Menge an zu verspeisenden Nahrungmitteln kann doch gar nicht grösser sein als üblich, denn entweder hat man Gäste oder man ist eingeladen. Mir löscht das dermassen ab, dass ich vermeide, vor Weihnachten und Neujahr einkaufen zu gehen.

Aber wisst ihr was? Ich hatte keinen Hunger. Denn von den Nachbarn kommen jede Woche Gemüse- und Früchte an, die sich im Laden nicht mehr verkaufen lassen. Nach Weihnachten war Lieferung besonders ergiebig. Zudem haben wir seit zwei Jahren einen Vorratsschrank mit Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Pelati in Dosen …

Ein anderer Gedanke: Wenn jemand seinen Kühlschrank vor den Festtagen gut bestückt hat, um für alle Fälle vorbereitet zu sein – ich muss bei unangemeldetem Besuch jeweils sehr gut improvisieren –, würde das bedeuten, dass die Vorräte hinterher ein Weilchen hinhielten und die Läden und die Regale dementsprechend leerer wären als üblich. Aber auch das ist nicht der Fall.

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Auf dem Weg von Acker zu Magen gibt es viele Möglichkeiten verlustig zu gehen. Aber für mich unglaubliche 45 Prozent gehen in den Haushalten verloren: Unüberlegt eingekauft, zu viel eingekauft, zu viel gekocht, im Kühlschrank vergessen …  So viele Tonnen Wasser, so viele Kilowatt Energie, so viele Arbeitsstunden und so viel vom eigenen Geld ….

Mensch vertraut auf das Ablaufdatum, beurteilt Produkte nach dem Äusseren und entscheidet vorschnell: Weg damit!

 

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I don’t like to be a moralist but especially around Christmas and New Year with all the festivities I feel really bad because

one fact is more obvious than usual:

45 percent of all food is wasted in households: to much was bought, the wrong things were bought, the food was lost in the depth of the fridge … There must be a lot of money in the pocket it it can be thrown out of the window so easily. The poster below is from Singapore. 

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But it’s not only your own money you’re saving when you shop reasonably. It’s energy, it’s water, it‘ s all the resources we should save to prevent this planet from dying. On this blog you can find a lot of helpful information about how to stop food waste. 

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And finally to the first picture of today’s post:

These fruits and vegetables are considered as not to be sell-worthy in the store. My neighbours supply me every week with food that would be dumped otherwise. Actually, I just wanted to make a bircher muesli for breakfast this morning and started writing this post instead. Now I am hungry. 

Have a nice day!

Hier noch der Link zu einem feinen Bananen-Dessert, zu dem sich die richtig braunen Bananen eignen.

Are you a bit adventurous? Do you or your guests like special effects? Try this recipe with ripe bananas. 

 

 

 

 

Ein bisschen Advent – Two Weeks to Go

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Adventskalender

This little angel was discovered by me going for the cob webs in my room. S/he hang from the ceiling unseen for years I think. Now it’s time to give s/he a more prominent pace in the house. Christmas is in two weeks and I am still not in the mood for it although I have a little advents calendar. A picture a day can’t be too hard, can it? Today it’s eleven. 

Man sieht ja allenthalben Weihnachtsdekoration, nur bei uns zu Hause nicht. Einen kleinen Adventskalender habe ich trotzdem: Jeden Tag ein Bildli ausmalen, das schaffe ich noch. Heute also die 11.

Den kleinen Engel habe ich per Zufall wieder entdeckt. Er hing Jahr aus Jahr ein unbeachtet an einem Haken in meinem Zimmer. Die nächsten zwei Wochen soll er ein bisschen prominenter platziert werden und ein wenig Weihnachtsstimmung bringen.

I Wish I Was a Bear – Samstags Tee trinken und träumen

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Tee

Ein bisschen hege ich jeden November die Hoffnung, dass dieses Jahr der Winter ausbleibt. Arrrrrg, ich finde es nicht schön, wenn es kalt ist. Ich gehe nicht gerne in die Kälte hinaus.

Natürlich weiss ich, wie wichtig die kalten Temperaturen des Winters in diesen Breiten für die Natur sind. Schliesslich hatte ich auch einmal einen riesigen Gemüsegarten, umgeben von grüner Weide, über den die Schnecken nach einem milden Winter hergefallen sind, um nur ein Beispiel zu nennen. Natürlich weiss ich, dass die Kälte gar nicht so schlimm ist, wenn man sich warm anzieht. Dass es einem sogar gefällt, wenn man erst mal draussen ist. Natürlich beobachte ich die Debatte um die Klimaerwärmung mit Besorgnis.

Trotzdem. Schon der Blick nach draussen heute Morgen lässt mich erstarren. Mein Nacken wird steif, mein Ellbogen schmerzt nur schon vom Gedanken an die Kälte. Ich wickle mir einen zweiten Schal um den Hals und beschliesse zum x-ten Mal, meine kuschelige Winterjacke fertig zu stricken.

Gestern ging ich ins Bett mit der Idee, heute den ganzen Tag nicht aufzustehen. Aber das ist Unsinn. Deshalb sitze ich frisch gewaschen und angezogen mit einer Tasse Tee am Tisch. Ich werde das ganze Wochenende im Haus bleiben und davon zu träumen ein Bär im Winterschlaf zu sein.

Ansonsten geht es mir super gut!

🙂

Thanks for tea during these unfriendly days! I don’t like winter, I don’t like the cold. It makes me stiff. My neck and elbow get sore. Of course I know that –  with the adequate clothes – winter isn’t all bad. The landscape turns magic and picturesque after a snowfall, it’s fun to make a snowman. 

Thanks for the weekend! I don’t have to go into the cold in the middle of the night to get to work. I’m going to stay near the oven for two days and wrap a second shawl around my neck. And I will finish the jacket I started knitting a year ago …. 

I whish I was a bear in a cave hibernating and dreaming of warmer days. 

🙂

 

Verlinkt mit Karminrot.

Bingo! Das Finale – The Final

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BingoFinale

Es gab Zeiten, da war ich viel fleissiger, was Handarbeiten betrifft, auch wenn ich jeden Tag ein paar Reihen nadle (das Schlüttli, die Socken) und ein paar Stiche nähe (das Tischtuch verlängert, den Lieblingspullover meines Vaters geflickt). Produkte kann ich nicht viele vorweisen, bin sozusagen also voll prozessorientiert, was ich als durchaus positiv werte. Für meine Unproduktivität gibt es verschiedene Gründe, nur einer ist meine fast Vollzeit Arbeitsstelle.

It’s a positive habit to focus on the process and not on the product, right? I haven’t been able to show off many finished items for quite some time. However, I’ve lengthened the table cloth on both sides and mended my father’s favourite sweater. There are several reasons for not being crafty that much. Only one is my almost full time job as a teacher. 

Kachelofen

Irgendetwas werkle ich eigentlich immer, ausser ich bin in der Schule oder schlafe, nur ist nicht immer Stoff oder Wolle involviert. Ich habe in den Herbstferien zum Beispiel unser Wohn-/mein Arbeitszimmer umgemodelt, das heisst, eine Wand herausgebrochen und den Kachelofen von grosser Last befreit.  Noch fehlt der finale Schliff, aber das stört mich nicht, wenn ich in der gemütlichen Stube Tee trinke.

I’m creative the time I don’t teach or sleep although there isn’t fabric or yarn involved all the time. I’ve remodeled our livingroom/my study. I tore down a wall and freed the oven during fall break. The project still needs its final touch, which doesn’t bother me when I drink a cup of tea in my cosy living room. 

Auf dem Herbstbingo kann ich ein paar Kreuze abhaken, und hätte ich richtig geplant und ein ehrgeizig das Ziel verfolgt, hätte es vermutlich mehr volle Reihen gegeben. Aber das ist ja nicht der Sinn des Spiels.

Ich reiche also bei Barbara mit gutem Gefühl eine fertige Reihe ein. 

I’ve been taking place in a game called Fall-Bingo. And if I had been more ambitious, I could have finished a row or two more. But that’s not the goal of the game I think.

I proudly hand in one finished row at Barbara’s. 

ErsterSchnee

Es hat letzte Nacht geschneit. Vorweihnachtsgefühle erwachen ganz langsam.

It’s snowed last night. I might feel a bit christmassy.