Archiv des Autors: Regula

Ernten und Einmachen – Harvesting and Preserving

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Hagebutten

Nicht gerade die energiespendende Konserve, wenn ich Hagebutten als Likör haltbar mache. Aber als Geschenk eignet er sich allemal. 🙂 Etwa vier Äpfel konnte ich an einem Baum zählen, den der späte Frost hat dem Obst arg zugesetzt. Hingegen hat es unzählig viele Hagebutten. Ein paar habe ich im schönste Sonnenschein geerntet. Das ist wichtig, damit die Früchte ihren optimalen Geschmack entwickeln.

I usually don’t think of schnaps when I talk about preserving. However, these rosebuds look so beautiful that I had to put them into a glass. You should harvest the fruits when the sun shines. 

Hagebuttenlikör

Ups, statt Nelken habe ich Sternanis erwischt, aber das schmeckt sicher auch sehr gut. Alle Zutaten ab ins Konfiglas, verschliessen und sechs Wochen in der Küche stehen lassen. Letztes Jahr hat es bestens geklappt. Hier findest du das Rezept.

I was very pleased with the result last year. Here you can find the recipe. 

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Der Herbst ist gelb, orange und rot – Fall is Red, Orange and Yellow

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Aussicht

Die wilde Rose wird immer grösser. Oft tummeln sich jetzt die Spatzen im Gebüsch und fressen sich an den roten Früchten satt. Ich kann sie vom Zimmer aus beobachten.

The dog rose is getting stronger and bigger by the year. It reaches the second floor now. What a wonderful sight into the landscape. The sparrows often sit in the bush having a feast. 

Hagebutten_2

Von der Strasse aus sieht die Heckenrose so aus. Sind die roten Früchte nicht wunderschön? Im Frühling noch zartfarbene, unauffällige Blüten, strahlen die Früchte leuchtend. Sollen die Vögel alle fressen oder werde ich einige auch ernten? Wir werden sehen.

Beautiful, vibrant rosebuds. There are so many that I plan to preserve some. I don’t know how yet. 

Hagebutten_3

Gelb und rot leuchtet es aus dem Gebüsch.

There is red and yellow in the bushes.

Orange

So richtig orange ist meine Strickarbeit. So langsam eilt es dann doch. 🙂

I’ve been knitting a bit from time to time. There won’t be too long until a little one can wear this tiny sweater. Orange, the third of fall’s colours. 

 

Cinema, Cinema, Cinema – Who is Wenzel Strapinski?

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Kino

Guten Morgen!

Um eine arbeitsreiche Woche abzurunden, ging ich gestern Abend ins Kino. Gerne schaue ich die Filme im Originalton, so dass die Auswahl jeweils recht eingeschränkt ist, weil im konventionellen Kino die meisten Filme synchronisiert werden. Gestern hatte ich Glück: Ein Schweizer Film stand auf dem Programm. Offenbar war ganz Wil und Umgebung entweder am Znacht essen oder an der Olma in St.Gallen.

Kennt ihr Wenzel Strapinski?

Irgendwie passen arbeitsreich und Ferien nicht so ganz zusammen, nicht wahr? Da ich aber endlich Zeit für ein grösseres Projekt hatte, von dem ich an dieser Stelle (noch) nichts verrate, sank ich jeden Abend müde ins Bett und habe auch einen gehörigen Muskelkater. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Ich habe grosse Freude und sehe dem Winter im Haus getrost entgegen.

Morgen fliege ich für ein paar Tage in den Osten. Nach Kaliningrad. Am nächsten Samstag werde ich dann berichten.

Macht’s gut!

I went to the cinema last night. Fortunately, they showed a Swiss movie as I don’t like synchronized versions of films even if they are in languages I have no chance to understand a single word. Subtitels will do.  Do you know who Wenzel Strapinski is?

KinosaalBig screen, big theater: There was nobody there, except me. 

Mehr Neuigkeiten am Samstagmorgen gibt’s bei Andrea.

 

 

Lesend ins Wochenende – Easy Reader in German – Happy Hour

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EasyReaderDeutsch

Easy Reader gibt es auch auf Deutsch. Ich habe für meine DaZ-Schüler eine kleine Bibliothek angelegt. Übrigens habe ich Thomas Brussig schon vor Jahren zum ersten Mal gelesen: „Leben bis Männer“. Es ist ein Monolog eines Fussballtrainers, der von seinen Erlebnissen und geplatzten Träumen erzählt.

Auch die Geschichte „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ kenne ich. Nur habe ich nicht gewusst, dass Thomas Brussig der Autor des gleichnamigen Buches ist. Jetzt freue ich mich umso mehr auf die Lektüre.

Wer mehr über die Currywurst wissen möchte, wird auch bei Easy Reader fündig. Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst.

I had no idea that Thomas Brussig is the author of one of my favourite movies, a movie I often think about although it seems ages since I saw it. The shorter end of sun avenue is located in the eastern part of the once divided city Berlin. 

I bought some easy reader books in German for my students who come from different countries all over the world: Irak, Hungary, Italy, Ukraine and Macedonia. Hopefully they get motivated by my choice of nine books. 🙂 I can’t wait to start reading tonight. 

Happy Hour

 

 

Saurer Museum – Living History

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SpulenKette

Industrialisierung – Victorian Age – Industrial Revolution 

Das Saurer Museum hat an 363 Tagen geöffnet. Man kann in der Wunderbar gleich nebenan einen Chip für den Eintritt kaufen und hat freien Zugang zu den Räumen und allen Maschinen. Eine Führung mit ehemaligen pensionierten Mitarbeitern der Firma Saurer ist aber unschlagbar und absolut empfehlenswert.

Ich habe ein Textilerinnenherz, das IMMER schneller schlägt, wenn ich irgendwo einen Faden, Fasern oder ein Stöffli sehe. Es sind schon zwei Wochen her, seit wir im Saurer Museum in Arbon waren. In einer alten Fabrikationshalle kann man anschauen, was die Firma früher hergestellt hat: Webmaschinen, Stickmaschinen und Transportfahrzeuge. Angefangen hat die Geschichte aber ganz anders.

Der Firmengründer kaufte 1835 eine Werkstatt, um Haushaltsgegenstände aus Eisenguss herzustellen. Ab 1869 begann er Stickmaschinen zu produzieren, denn die Stickerei war als Heimarbeit in der ganzen Ostschweiz eine sehr häufige Betätigung. Saurer exportierte aber in die ganze Welt.

Bändeliwebmaschine

Diese Bändeliwebmaschine aus dem vorletzten Jahrhundert ist noch immer voll funktionstüchtig. Jedes einzelne Teil wurde von hand gefertigt. Damals gab es noch keine Draht-Errosionsmaschinen, kein CNC. Da wurde gefräst und geschmiedet. Erstaunlich, wie jedes Teil ins andere greift.

Sticmmaschine

Um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts erweiterte Saurer sein Betätigungsfeld mit Transportfahrzeugen.

SaurerLastwagen

Das Saurer Logo war noch bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf den Schweizer Strassen häufig gesehen: Postautos, Armeelastwagen, aber auch Firmenlastwagen in aller Welt wurden in Arbon hergestellt.

SpulenSchuss

Aus jeder Krise kam Saurer heraus. Findige Köpfe entwickelten manche Weltneuheit, sowohl im Textil- als auch im Automobilbereich. Dies Spulen zum Beispiel werden automatisch und ohne den Webprozess zu unterbrechen in die Webschiffchen gelegt, wenn das alte leer ist. Auf der Webmaschine (unten im Bild) werden noch immer Geschirrtücher gewebt, die man im Museumshop kaufen kann.

Küehlituch

Die Maschine webt das Muster mittels einer Lochkarte: der Vorläuferin der computergesteuerten Anlagen.

Lochkarte

Und auch die Maschine, die die Lochkarten für die Muster stanzt, kann man anschauen. 110 Schussfäden ergeben eine Breite von rund 5 Zentimeter. Und die Schlaufe fürs Tüechli stammt aus der Bändeliwebmaschine, die ich euch oben gezeigt habe.

Heute ist Saurer Embroidery unter chinesischer Führung als top modernes Unternehmen noch immer weltweit tätig.

verlinkt mit Sonntagsglück