Kleine Schwester – Little Sister

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Ein Paar Socken mit Glitzerfaden ist fertig geworden. Schön, wie sie da im frühen Sonnenschein auf dem Stubentisch liegen, nicht? Es blieb noch ein schöner Rest Wolle übrig, so dass unverzüglich ich ein weiteres Paar mit nur 44 Maschen anschlug. Auf der Autofahrt zu Freunden ist auch „Die kleine Schwester“ fertig geworden.

Last week when we had lovely sunshine in the early morning, I finished a pair of socks. There was a nice amount of yarn left so I started a smaller pair, „The little Sister“, with only 44 stitches immediately. Today I could finish the socks while driving to friends.

Dieses schnüsige Sockenpaar war so zügig fertig, dass ich gleich noch ein weiteres stricken werde. Nur, ob dieser Wollrest ausreicht? Ja, er wird. Die Waage zeigt 35.3 Gramm an, die Socken wiegen nur 33 Gramm.

These lovely socks have got finished so fast, I’m starting another pair right away. However, I’ve been wondering whether there would be enough yarn. Of course, it would! „Little Sister“ weights 33 gramms, the leftover yarn 35.3 gramms.

Samstags 15/2021 – A Limitied World ??? Eine beschränkte Welt

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Wilhelm Busch bringt meine Woche auf den Punkt. Das Wetter ist noch immer nicht wirklich zu des Gärtners Freude, denn es ist mit Bise sehr kalt. Im Unterschied zum Liebstöckel sind mir aber, mit Jacke, Handschuhen und Mütze bekleidet, nicht die Spitzen abgefroren. Ja, es wurde mir beim Graben und Schaufeln sogar schön warm.

Ein frohes Wochenende wünsche ich euch!

Auch ich war immer daheim,

grub, krautete, stocherte, handhabte die Gießkanne,

besah alles, was wuchs tagtäglich genau und bin daher

mit jeder Rose, mit jedem Kohlkopf, mit jeder Gurke intim bekannt geworden.

Eine etwas beschränkte Welt, so scheint’s.

Und doch, wenn man’s recht erwägt,

ist all das Zeugs,

von dem jedes einzelne unendlich und unergründlich ist,

nicht weniger bemerkenswert,

als Alpen und Meer,

als Japan und China.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)





I, too, was always at home,

digging, weeding, poking, handling the water can,

inspecting everything that grew every day, and therefore became

intimately acquainted with every rose, every head of cabbage, every cucumber.

A somewhat limitide world, it seems.

And yet, when you consider it right,

all that stuff,

each of which is infinite and unfathomable,

is no less remarkable than

the Alps and the sea,

than Japan and China.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Und heute ruhen wir uns aus. Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea Karminrot.

Schlaf gut! – Sweet Dreams!

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Für mich war das Versprechen auf besseren Schlaf das ausschlaggebende Argument, mir ein Kissen mit Arvenholzspänen zu kaufen und einen Versuch zu wagen. Ich habe die einfachste Ausführung ohne Bezug gekauft und lieber selber ein paar Nähte geschlossen. Eher skeptisch eingestellt, war ich zufrieden, dass das Kissen gut riecht. Aber, ich erfahre jetzt, dass es tatsächlich nützt.

I haven’t slept well for over a near now. Sometimes my sleep is better, sometime it is worse. So anything that helps is welcome here. I heard stone pine as a remedy for better sleep at a neighbour’s and wanted to try it out. I ordered a plain pillow without cover. Being skeptical, I was glad at least it smelled devine. However, after some time now I think it works. Could be a coincidence though

Dann ist da noch eine Buchempfehlung für alle, die Handwerk und Kunsthandwerk lieben, naturverbunden und an Lebensgeschichten interessiert sind. „Das Lied der Arve“ ist ein wunderbares Buch. Einblick in das Leben eines begnadeten und doch so bescheidenen Menschen zu bekommen, ist ein Geschenk. Zum Lesen halte ich das Arvenkissen ganz nah an meine Nase.

Wood is a wonderful material to work with. Imagine to be able to build a violin out of a piece of wood. This book is the life story of a gifted violin maker in Bavaria, who coud hear the sound of trees, rain, sun, clouds and mountains. No wonder he was also a musician who could enchante the listeners.

Die Arve (Zirbelkiefer oder Zirbel ist eine Föhrenart, ein Hochgebirgsbaum, der hauptsächlich in Höhen zwischen 1500 und 2200 müM vorkommt. Man erkennt die Arve an ihren Büscheln von fünf Nadeln. Die Waldföhre hat im Unterschied zur Arve nur zwei Nadeln. Die Arve verkraftet Temperaturschwankungen und schwierige Phasen des späten Bergfrühlings mit lang gefrorenem Boden hervorragend. Der unter schwierigen Bedingungen lebende Baum wächst sehr langsam, erreicht aber ein Alter von 1000 und mehr Jahren.

Pinus cembra, also known as Swiss pine, Swiss stone pine, Arolla pine, Austrian stone pine or just stone pine, is a species of pine tree that grows in the Alps and Carpathian Mountains of central Europe, in Poland, Slovenia, Slovakia (Tatra Mountains), Ukraine and Romania. It typically grows at 1,200 metres (3,900 ft) to 2,300 metres (7,500 ft) altitude. The mature size is typically between 25 metres (82 ft) and 35 metres (115 ft) in height

The species is long-lasting and can reach an age between 500 and 1000 years or even more. However, it grows very slowly and it may take 30 years for the tree to reach 1.3 metres (4.3 ft).

Unbestritten, Arvenholz riecht wunderbar. Schon das allein steigert das Wohlbefinden, aber der Arve wird durch die Wirkung der ätherischen Ölen eine positive Auswirkung auch auf Kreislauf und Schlaf attestiert. Darüber hinaus hat Arvenholz eine antibakterielle Wirkung und behindert die Entwicklung der Kleidermotte.

Danser encore – Ein Lied geht um die Welt

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En dehors au travail

tout sera interdit

marcher dans les rues

se distraire, chanter, danser.

George Orwell, 1984

Offenbar gibt es Menschen, die nicht einfach hinnehmen.

There are some who fight for freedom in a peaceful way.

Glaube an das Morgen – Believe in Tomorrow

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To plant a garden is to believe in tomorrow.

Als meine Kinder alle noch zu Hause waren und ich mit ihnen, hatte ich einen grossen Gemüsegarten. Später baute ich, als die Jungs nach und nach auszogen, meine Tätigkeiten in der Schule aus. Der Gemüsegarten wurde aufgehoben, Wiese, Büsche und Bäume gaben am Feierabend genügend Arbeit.

Schon seit längerem trage ich mich angesichts der Weltlage mit dem Gedanken, nach meiner Pensionierung wieder Gemüse anzubauen. Die Weltlage und die Lage in der Schweiz hat sich im vergangenen Jahr noch einmal stark verändert. Mein Vertrauen in Errungenschaften und Einrichtungen der Eidgenossenschaft ist geschwunden. Ich erkenne, dass ich mich sobald nicht aus dem Erwerbsleben zurückziehen werde. Die Gartenpläne wollte ich aber nicht so weit hinausschieben.

Deshalb habe ich mir einen Streifen Garten angelegt mit den Möglichkeiten, die mir kräftemässig zur Verfügung stehen. Einfach mal anfangen, die ersten Schritte tun, nachher weiter schauen, das war meine Devise. Zwar wurde mein Eifer durch den erneuten Schneefall und die kalten Temperaturen ein bisschen gedämpft. Aber bereits sind die ersten Pflänzchen in die Beet gesetzt und strecken ihre Köpfe in die Sonne.

When my children were little and I at home all the time 20 Years ago, I had a big vegetable garden. I loved to pick weed in the evenings, to cook and preserve what the garden had given me. Later I worked as a teacher more and more and stopped gardening because a day has only 24 hours. For a while I have been thinking about starting again due to the situation of the world. My plan was to start vegetable gardening when I would retire from teaching as a garden needs time to be looked after. But recent events got me thinking I’d better start right now because it doesn’t look like I will retire soon. So I did with the means I have.

The cold and wintery weather lowerd my energy, however, I’ve put a few strawberry plants, beet root and lettuce already into the soil. I can’t wait to get more work done. I’m thinking of potatoes, lots of them!, onions, leek, beans, fennel, but also dill and marigolds between the vegetable. In case you wonder whether I like tomatoes and chilis or not, I built a greenhouse last year for those.

Hoffenlicht kommt bald der Frühling zurück, damit ich mit dem Garten weiter machen kann. Allerdings pressiert es ja nicht, denn Mitte Mai sind ja auch noch die Eisheiligen. In sonnengewärmter Erde wächst alles auch viel schneller. Für Tomaten und Chili steht übrigens mein Treibhäuschen breit, das ich letzten Sommer aufgestellt und bereits mit frischer Erde befüllt habe.

The Thing about Reading

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The thing about reading is that,

in that very moment,

while your nose is stuck in that book,

all your troubles fade and

you and your book are the only two things

that exist in the world.

Es schneit erneut, was überhaupt nicht zu meinen Frühlingsgefühlen passt, die mich nach draussen in den Garten ziehen. Nun denn, ich bleibe (vorerst) drinnen, vertreibe meine Zeit schreibend, lesend, strickend. Ihr seht, die Auswahl ist gross. Soll ich die Vorhänge ziehen?

It’s snowing again, whicht doesn’t correlate with my wish to do some gardening. Be it, I’m staying inside (for now), writing, reading, knitting. Should I pull the curtains? See my many reading possibilities below. There is one book in English, that I bought for my classroom library, where students can pick a book any time.

  • Atlas der Säugetiere: Alle Säugetiere, die in Lichtenstein und in der Schweiz heimisch sind, werden in Bild und Text vorgestellt. Ich habe nicht gewusst, dass es so viele verschieden Spitzmausarten gibt.
  • unterweg: Ein Lesebuch aus der Schule älteren Datums. Ich brauche sechs Geschichten daraus für ein Lesepuzzle, das die Lesekompetenz fördern soll.

  • Was uns krank macht, was uns heilt: Ein Buch über die psychologischen Faktoren der Gesundheit, eine ganzheitliche Medizin.
  • Bogwoppit: Im Brockenhaus gefunden für meine Schulzimmerbibliothek. Die Bogwoppits leben im Keller eines grossen Hauses. Es sind kleine Wesen, die ein bisschen wie Zaunkönige und Mäuse aussehen. Ist es klug, sich ihrer zu entledigen? Das Buch ist englisch geschrieben.
  • Ein Stadtmensch im Wald: Neu gekauft. Der Titel sagt fast alles. Der Mensch entflieht der Pandemie in den Ruppiner Wald nördlich von Berlin und will da eigentlich gar nicht mehr weg.

  • Kathrin Rüegg: Meine Schägerin hat mir einen ganzen Stapel von Büchern dieser Aussteigerin ausgeliehen.
  • Aufgewachsen in Ost und West: Gekauft. Das Buch beinhaltet 64 Geschichten für eine wirkliche Wiedervereinigung.

Wilhelm Tell – Samstags 14/2021 – A Fighter for Freedom

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Heute ist ein trauriger Tag!

Die Legende von Willhelm Tell geht auf das Jahr 1307 zurück und ist ein wichtiger Bestandteil der Mythen um die Gründung der Eidgenossenschaft 1291. Die Figur des Tell hat Friedrich Schiller bekannt gemacht. Wir sind gard auf einem Abstecher nach Altdorf, wo das Tell Denkmal steht. Altdorf hat in den Ereignissen jüngster Zeit eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Aber das findest du am besten selbst heraus.

„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“

Altdorf, wir, die Söhne und Töchter Tells, kommen wieder!

Swiss history is filled with heroic stories that were told in school like they were facts. Wilhelm Tell is a national hero created by Friedrich Schiller and well loved during the times of WW I and WW II. However, nowadays too less people seem to remember the oath against the oppressors in 1291, when the Foederation was founded.

There isn’t going to be a demonstration for freedom today in Altdorf. There is no right of free speech, no right of assembly at the moment. I’m deeply concerned. Were are we brothers and sister to stay together against oppression and despotisme? However, we, the sons and daughters of Wilhelm Tell, are coming back!

Today is a sad day!

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea, die heute vom Geo-Cachen erzählt.

Beim Telldenkmal gibt es übrigens einen Geo-Cache, den wir auch schnell gefunden haben.

17.50 h: Edit to the post:

I was wrong this morning: It’s a day of joy!

#morealtdorf

Und da ist noch Tells Verbündeter Winkelried.

Ein Kraut gewachsen – They Do Not Sow

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Wahrhaftig ein sinniges Geschenk zur Hochzeit, das ich weiland zur Hochzeit geschenkt bekommen habe. „Den kleine Doktor“ frage ich immer zuerst um Rat, wenn ich ein Boboli haben, denn so sagt Alfred Vogel selber: „So viele Kräutlein gegen Leibesnot.“ Einige davon wachsen ums Haus herum, zum Beispiel das Scharbockskraut. Wie der Name sagt, hilft es gegen Scharbock, Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelkrankheit. Auch wenn wir daran nicht leiden, tut ein Vitamin C nach dem Winter so oder so gut. Ich habe es gepflückt, gewaschen und dem Salat beigemischt.

Scharbockskrautblätter eignen sich auch als würzige Zugabe in Kräuterquark oder -butter und auf dem Brot. Sie können auch, vorsichtig dosiert, Smoothies beigemischt werden. Scharbokskraut vertreibt Frühjahrsmüdigkeit und wirkt blutreinigend. Ebenfalls verzehrt werden können die kleinen Brutknospen, am besten pur in kleinen Mengen.

Für den Tee wird getrocknetes Kraut verwendet, da durch Trocknen der Blätter das giftige Protoanemoin unschädlich gemacht wird. Zwei Teelöffel Blätter mit 250 ml kaltem Wasser übergiessen, einmal aufkochen und abseihen. Tee aus den Scharbockskrautblättern wird zur Blutreinigung getrunken, er regt den Hautstoffwechsel von innen an. Umschläge oder Sitzbäder mit Scharbockskraut helfen bei Hautunreinheiten und Hämorrhoiden.

As you can see in the picture, we’ve had a little snow which didn’t stop me from foraging my garden for edible planst full of healthy substances. There are many growing around the house, like pilewort or buttercup due to its blossoms. However, you should only eat the leaves before the plant blooms.

I added some pilewood leaves to the salad for lunch today. I also made a delicious soup with stinging nettle leaves the other day.

I truely believe that knowing „things“ comes in handy in uncertain times. The knowledge of our forefathers and -mothers is very helpful. Therefore, I can’t stop reading and learning the basics of life.

Behold the fowls of the air:

for they sow not, neither do they reap,

nor gather into barns;

yet your heavenly Father feedeth them.

(Matt.:26)