Schöner als ein Feuer … – Only One Thing is Better than a Fire …

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FeuerEins

Wenn ich in dieser Tage abends nach Hause kommen, heize ich tüchtig ein. Schon bald werde ich mir auf dem Holzherd meinen Znacht brutzeln.

Can’t wait to fry some eggs for dinner tonight. There is only one thing that is better than a fire: Two fires. 

FeuerZwei

Und damit es so richtig gemütlich wird und auch morgen früh noch warm in der Stube, heize ich auch den Kachelofen ein. Zwei Feuer sind noch schöner als eines. Ich spüre wie die Infrarotstrahlen gegen meine Winterdepression helfen. 🙂

Zugegeben, es wäre manchmal wünschenswert, nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa zu kollabieren, statt Holz zusammenzutragen und sich die Hände (und Pulloverärmel) schmutzig zu machen, aber knistert es erst mal im Ofen, ist alle Müh vergessen und der Genuss beginnt.

Because I want it to be really cosy tonight and until tomorrow morning, I’m making a fire in the oven, too. The ceramics will keep the warmth for a long time. What’s more; the fire keeps me happy on the greyest and shortest of days. Although it would be convenient to have a heating you don’t need to work hard and get dirty, when the fire crackles, I wouldn’t want to miss it. 

Enjoy the evening, my dears!

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Martini – Saint Martin’s Day

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Martinsgans

Mit dem HerbstHandarbeitsbingo läuft es nicht so toll. Die Arbeit hält mich vom Handarbeiten ab. Ein Glück, dass ich gestern, nach der halbtägigen Lehrmittelpräsentation, zu der ein Martin eingeladen hatte, noch an meinem Schuhprojekt weitergearbeitet habe. Tja, die Schuhe werden ein bisschen eigenwillig, aber mir geht es ja vor allem ums Rahmen Nähen. Darüber hinaus ist es auch interessant, für die vielen Probleme, die sich mir in den Wegstellen, eine Lösung zu finden. Zum Beispiel ist meine Haushaltnähmaschine einfach zu schwach, um das dicke Leder zu nähen. Dickes Leder wählte ich, damit die Schuhe stabil werden, und Kanten schärfen kann ich von Hand (noch) nicht zufriedenstellend gut.

Schusterwerkzeug

Noch habe ich keine Sattlernähmaschine, aber dafür sonst ein paar Werkzeuge angeschafft: Eine superspitzige Ahle aus der Schweiz, ein Schustermesser made in Italy und ein Zwickzange aus Deutschland. Die alten Werkzeuge habe ich alle geschenkt bekommen. Übrigens schneidet das alte Messer noch sehr gut. Wenn ich mich nicht von seinem Aussehen täuschen lassen hätte, …. 🙂

Schuhprojekt

Heute mache ich ein bisschen weiter. Ob ich den Oberschuh schon auf die Sohle zwicken kann?

Euch allen einen schönen Sonntag. Hier heult der Novemberwind.

Samstags früh aus den Federn – Early Bird on Saturday

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Spitzbube

Die frühen Morgenstunden, wenn es draussen noch dunkel und ruhig ist, sind mir die liebsten. Bevor ich parat bin für die „Widrigkeiten“ des Tages, brauche ich ein bisschen Zeit für mich. Da ich heute eine vierstündige Besprechung habe, war ich mehr als erfreut, als ich um halb sechs Uhr (noch vor dem Wecker) von selbst erwachte. Kein Gedanke, mich noch einmal umzudrehen und weiterzuschlafen. Lieber wollte ich in aller Gemütlichkeit einen Kaffee trinken, Feuer machen, die Katze füttern, den Holzvorrat aufstocken.

Den „Spitzbueb“ bekam ich gestern, als ich die Winterräder montieren und das Auto für die kalte Saison aufrüsten liess. Da kann heute nichts schief gehen. Solch nette Leute in der Garage meines Vertrauens!

The early morning hours are my favourites. I need time for myself before I am ready to face the world, which usually means the students. Today I have a meeting at 9 o’clock but have to pick up a few books at 8. I was more than pleased to wake up on my own at half past six. Not for a moment did the early bird think to even try to sleep a bit longer. Now I have plenty of time to feed the cat, make a fire, drink my coffee and get the strength for everything this day may bring.

I got this cookie called „Spitzbueb“ when I had the winter tires mounted and the car checked yesterday. Now, nothing can go wrong today.

Verlinkt mit Andreas Karminrot.

A Job Well Done – Gut gemacht! – Masters of the Trade

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HotwaterA few weeks ago I ordered a new hot water tank because the old one had lost half of its power a while ago. There had been the possibility also that it would break down any moment. Which didn’t happen. 🙂

Last week I got an e-mail announcing the arrival of the traded workers on Thursday. I was lucky that my son showed up so we could move the furniture together. It’s not easy to get a hot water tank out of an old house that has had a few alterations done since. So it had to be taken out through my bedroom. 

Anyway, on Thursday I went to work as usual, let the house open and a few instructions to the men on the kitchen table, as to help themselves to a cup of coffee. When I came home I found the hot water tank installed. There was a tool box in my bedroom, which was proof that the men would come again the next day. 

This morning I wrote some notes again and left the house for work. When I returned home after noon, the men, masters of their trade, were already gone. Everything was installed like I had wished, including a shiny new tap in the bathroom. Who wouldn’t want to take a hot bath and listen to some audio drama? Because the weekend is supposed to be rainy and grey, I’m going to watch a few films my colleague has recommended.  

Einmal mehr wurde ich Zeugin hervorragenden Handwerks: prompt, sorgfältig, fachmännisch. Unser alter Wasserboiler hatte schon ein Weilchen nur noch auf halber Kraft gearbeitet und drohte jederzeit seinen Geist vollends aufzugeben. Noch vor den Herbstferien bestelle ich deshalb einen neuen, damit ich zu Hause wäre, wenn er geliefert würde. Da mein Anliegen nicht so dringend war wie andere, verzögerten sich die Arbeiten.

Letzte Woche bekam ich, wie abgemacht, eine e-mail, die die Ausführung des Auftrags auf Donnerstag ankündigte. Das Möbelrücken konnte deshalb ohne Hast am Wochenende erledigt werden. Am Donnerstag verliess ich früh morgens das Haus, hatte bloss einen Zettel mit ein paar Mitteilungen an den Sanitär und Elektriker hinterlassen. Als ich am Abend nach Hause kehrte, stand der neue Boiler fertig montiert unter der Estrichtreppe. Eine Werkzeugkiste im Schlafzimmer war Beweis, dass die Männer am nächsten Morgen nochmals erscheinen würden.

Wieder hinterliess ich heute Morgen ein paar Notizen, stellte Kaffeetassen parat mit der Aufforderung, sich doch gerne zu bedienen. Wie erwartet war am Mittag alle Arbeit getan. Im Badezimmer glänzt zudem eine neue Mischbatterie und macht richtig Laune, das Wochenende mit einem Vollbad zu beginnen. Dazu gerne eine Geschichte von der Hör-CD. Und weil es offenbar das ganze Wochenende nass, trüb und kalt sein wird, hilft mir die Filmauswahl eines Kollegen über die Runden.

Habt euch wohl!

 

 

Ein normaler Mensch unter normalen Bedingungen

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Holzlöffel

Ich bring’s nicht aus dem Kopf, was mir letztens passiert ist. Ich habe in der ungezwungenen Runde mit Begeisterung von meinem Kurztrip nach Kaliningrad erzählt. Denn das machen alle, wenn sie gefragt werden, wie es in den Ferien war.

Während ich also vom guten Essen schwärmte, der Gemüse- und Früchtevielfalt auf dem Markt, den netten Menschen, der positiven Emsigkeit und von den Frauen erzählte, die in den Quartieren in aller Ruhe Laub rechen, das Laub in Säcke stopfen und weit und breit kein lärmender Laubbläser die Ruhe stört, flippt eine Freundin aus. Ich solle aufhören. Das stresse sie jetzt total, diese Begeisterung von einem Land, das doch nur korrupt sei.

Ehrlich, ich war geschockt. Mir stockte der Atem, das Blut begann in meinen Ohren zu rauschen, die Hitze schoss mir ins Gesicht. Solche Situationen habe ich sogar als Kind nicht erlebt, dass man mich abstellt. Mein Hirn schaltete aus, ich war buchstäblich vor den Kopf gestossen. Ich bin nicht schlagfertig. Also habe ich ein Weilchen nichts mehr gesagt.

Später im Gespräch ging es ums Lernen, dass ein Kind auf seine Lehrperson, die ihm etwas beibringen möchte, hören muss, um zu lernen. Dass es nicht auf dem stehen bleiben kann, was es schon weiss, weil das Wissensstillstand bedeute.

Auch später im Gespräch ging es darum, dass heute so vieles übertrieben sei, nicht mehr normal.

Das Leben gibt einem oft genug Bissen zu kauen, die nicht so leicht verdaulich sind. Jedenfalls sinniere ich seit Freitagnacht über diese drei Punkte nach und erkenne, dass sie zusammenhängen.

Nein, ich muss mich nicht rechtfertigen für die enthusiastische Berichterstattung meiner Erlebnisse im Osten Europas. Ich war dort, ich habe mit eigenen Augen gesehen, mit meiner Nase geschnuppert, mit meinem Herzen und Verstand wahrgenommen. Was ich berichte beruht auf Tatsachen. Man kann mich fragen, ob ich denn auch Unschönes und Unerfreuliches erlebt hätte. Ich würde bereitwillig Auskunft geben und von den armseligen Häuschen in den Aussenquartieren, vom Unrat um die Abfallcontainer, der Bauruine im Zentrum der Stadt und von den Schlaglöchern in den Strassen erzählen. Ich würde bereitwillig berichten, dass die Tiere im berühmten kaliningrader Zoo nicht zu den glücklichsten Zootieren gehören, weil man sieht, dass Kaliningrad, obwohl von der Grösse vergleichbar, nicht Zürich ist. Aber soweit ist es gar nicht gekommen. Das Bild eines Landes, das ich mit meinen Erlebnissen (und meinem seit geraumer Zeit angeeigneten Wissen) vermittelt habe, passt nicht zum Bild, das sich meine Freundin macht. Und statt sich darauf einzulassen, zuzuhören, zu reflektieren, nachzufragen, hat sie mich abgewürgt.

Es entspricht nicht der Norm, vom grössten Land der Welt ein diversifiziertes, ein gutes Bild zu haben. Der Mainstream denkt, nein weiss, dass Russland böse ist, gefährlich und korrupt, was sich aber nicht auf Fakten stützt, sondern einfach so ein Gefühl ist, das genährt wurde durch das Weltbild der Herkunftsfamilie, verschwommene Wissenshäppchen aus der längst vergangenen Schulzeit, Erinnerungen an den kalten Krieg. Das Gefühl, das heute genährt wird durch selektive Informationen in den Medien und dem bestätigenden Zunicken unter Freunden, wenn jemand schon wieder etwas Negatives von Wladimir Putin berichtet.

Ich habe das Glück, dass sich mein Vater schon in seiner Studienzeit für Russland und die Sowjetunion interessiert hat. Kurz nach der Auflösung der Sowjetunion ist er nach St. Petersburg gereist und hat schöne Erlebnisse und geschnitzte Holzlöffel und Gewürze mit nach Hause gebracht. Meine Mutter hat schon in den 60er Jahren Russisch gelernt, weil sie diese Sprache und die russische Literatur liebte. Als Teenager – zur Zeit des kalten Krieges – fiel mir das Buch „Katharina und die Russische Seele“ in die Hand und ich bin eingetaucht in eine fremde, unbekannte Welt. Ich habe erkannt, dass es andere Menschen gibt, die genauso „richtig“ sind wie wir. Ich habe erkannt, dass unsere Massstäbe nicht für alle Menschen gelten, dass aber Menschen, obwohl sie anders sind als wir, genau das Gleiche wollen, nämlich in Frieden leben, ein Dach über dem Kopf, zu essen und Freunde haben. Und sie lieben ihre Kinder genau wie wir. In Kaliningrad habe ich nichts anderes gesehen und erlebt.

Wenn wir nicht offen sind für eine Sichtweise, die sich mit unserem Bild nicht trifft, wenn wir keine Fragen stellen, sondern von vornherein kategorisch ablehnen, was neu und anders ist, dann können wir nicht lernen. Wenn wir die Auseinandersetzung mit anders Denkenden scheuen und lieber mit der genormten Masse schwimmen und uns still freuen, dass wir es so schön haben in der Schweiz, dann sind wir nicht lernfähig. Dann leben wir wie der Primarschüler, der sich weigert, zwei- und dreistellige Zahlen zusammenzuzählen, weil es im Moment so gut läuft mit den einstelligen.

Gestern habe ich meine Eltern besucht. Während das Gespräch normalerweise so verläuft, dass meine Eltern mir erzählen, was sie beschäftigt und was bei ihnen ansteht, war ich wohl so aufgewühlt, dass ich mein Freitagserlebnis und meinen Gedanken dazu loswerden musste. Mein Vater hat mich getröstet. „Reg dich nicht auf. Wer nicht hören will, ist selber schuld. Sein Verlust.“ Und auch zum Thema „normal“ hat er mir was mit auf den Weg gegeben. Ein Lehrer hätte seinerzeit (mein Vater ist 85 Jahre alt) den Spruch „Ein normaler Mensch unter normalen Bedingungen“ in die Runde geworfen und sie hätten darüber philosophiert, was denn ein normaler Mensch sei und was normale Bedingungen bedeuteten.

Statt coole Begriffe, wie Diversity, zu gebrauchen, sollten wir besser Vielfalt leben. Dann ist es aber notwendig, dass wir zuhören, wenn jemand neue, unbekannte Ideen äussert, zu denken beginnen, die Fakten checken, unser Bild von der Welt und uns selber in Frage stellen und allenfalls korrigieren. Leonardo da Vinci, nicht nur ein grossartiger Künstler, sondern auch ein Philosoph der Aufklärung so schön gesagt:

So wie das Eisen ausser Gebrauch rostet

und das still stehende Wasser verdirbt

oder bei Kälte gefriert,

so verkommt der Verstand

ohne Übung.

Kant-Bänkli

Oder ein Spruch von Immanuel Kant, einem Bürger von Königsberg, dem heutigen Kaliningrad (geschrieben auf eine Parkbank in ebendieser Stadt:

Der eine sieht  in der Wasserlache den Schmutz,

,

der andere die Sterne, die sich darin spiegeln.

 

 

 

 

Task Based Learning (TBL) – Heute bleib ich zu Hause

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Haus_2

Accidentally, I’ve found this tutorial this morning. Why not use it in class? I’m sure my students appreciate a craft’s lesson. And they might even be more eager to train vocabulary. The topic of the current unit is architecture, buildings and drawing a floor plan. It’s called TBL (task based learning).  

Let’s reach for the basics first. 

Haus

HausBedroom

HausLivingroom

HausSink

HausVoci_2

HausVoci

I think this cute house is better than a floor plan. 

 

Link zum ErklärVideo

Und weil es so herzig ist, gehe ich damit zu Sonntagsglück.