Äs polderet a d’Türe

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chlausundich

6. Dezember

Es polderet a d’Türe,
de Samichlaus isch da.
Ich fürcht mi nöd, ich weiss es,
er isch en liebe Ma.

Ich säg em fründli Grüezi
und luege zuenem ue:
«Wo häsch Du dänn Dis Hüsli?
Wer putzt Dir Dini Schueh?

Vo wem häsch d’Spanischnüssli?
Wer sticht Dir d’Guezli us?
Und – wachsed d’Mandarinli
im Gärtli vor Dim Hus?»

De Samichlaus muess lache:
«Du Läcker, mit Verlaub,
das dörf ich Dir nöd verrate,
susch wird mis Eseli taub.»

Samstags bin ich im Sternenglück – Lucky Me; I’ve got Stars

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sternenkaffee

Die erste Adventswoche brachte ein paar vorweihnächtliche Aktivitäten mit sich. Wenn ich aus dem Küchenfenster schaue, sehe ich bei meiner Nachbarin an der Haustür einen Sternschmuck und um die Säule beim Hauseingang eine Lichterkette, was mich dazu motiviert hat, meine ins Fenster zu hängen. Am 1. Dezember eröffnete unsere Schule traditionell den Affeltranger Adventskalender mit einem farbigen Fenster. Der Chor hat Lieder gesungen, der Schulleiter eine kleine Rede gehalten und ein sinnige Geschichte vorgelesen. Wir, ein paar Kollegen und ich, haben zu diesem Anlass eine deftige Linsensuppe gekocht, was an sich schon ein kleines Fest war. Ahh, ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

I don’t have much time to prepare for Christmas at home. Lots of activities in school instead, which I like. We made soup the other night to serve visitors and friends of our secundary school in Affeltrangen, who came to watch the opening of the first picture of the advents calender of the village. It has been a tradition for some years that our school takes part. Cooking together in the afternoon was a little celebration itself. I’m looking forward to next year already. 

Gross in Weihnachtsstimmung bin ich noch nicht. Vielleicht ändert sich das, wenn wir in der Schule in aller Herrgottsfrühe am nächsten Dienstag die ebenfalls traditionellen Grittibänzen backen. Advent findet für mich also vor allem am Arbeitsplatz statt, was ich durchaus zu schätzen weiss.

Soon we are going to bake bread men (Grittibänzen) for all students early in the morning, which is also a lovely tradition I love very much. 

sternencollage

Zu Hause falte ich Papiersterne. Ein richtiges Sternenglück macht sich breit, das ich gerne teile.

At home I’ve been folding paper stars. Lucky me!

Ho Ho Ho – Bald kommt der Samichlaus

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chlaeusefimmelsberg

We made these Samichläuse (Santas) some years ago with the first and second grader in a little school called Fimmelsberg. What a wonderful time I spent there. :-) 

These Santas might be a bit old-fashioned but you can still see them around. That’s why I remembered them by the way. Hopefully, I will find a few moments to walk through the forest this weekend and find a piece of wood I can transform into a little Santa. I’d like to have sitting him on my doorstep or coffee table. 

When I’m a famous writer one day, someone might translate my stories. Until then, the following thoughts are just for my German speaking readers. Sorry.

Ich wünsche mir

Ich möchte dem Samichlaus einen Stuhl zum Sitzen anbieten, wenn er zu Besuch kommt. Er würde mich sanft ermahnen, etwa, dass ich brav meine Finken anziehen, fleissig Klavier üben und nach der Schule schnell nach Hause gehen soll, weil sich meine Mutter Sorgen macht, wenn ich zu lange ausbleibe. Er würde mich aber auch loben, dass ich mich nämlich im vergangenen Jahr redlich bemüht hätte, die kleineren Geschwistern nicht herum zu kommandieren. Um dem Samichlaus eine Freude zu machen – und natürlich auch in der Hoffnung auf ein feines Chlaussäckli – spielte ich ihm auf dem Klavier ein Stücklein vor. Anna Magdalena Bach vielleicht oder die Variation über „Morgen kommt der Weihnachtsmann“.

Ich möchte vor dem Samichlaus stehen und die Geschichten hören vom grossen Sankt Nikolaus, der ein reicher Mann war damals im 3. Jahrhundert, seinen Reichtum aber grosszügig unter den Armen verteilte und die Stadt Myra aus einer Hungersnot rettete. Der Samichlaus würde mir vielleicht auch eine andere Geschichte erzählen; jene von Gliris, dem Siebenschläfer zum Beispiel, der den Besuch des Samichlaus im Wald bei den Tieren fast verschlafen hätte, dann aber ein wohliges Plätzchen in seiner grossen, warmen Manteltasche fand.

Ich wünsche mir, dass der Samichlaus auch dieses Jahr zu mir kommt, möchte ihm dieselben Sprüchlein aufsagen, dieselben Ermahnungen und Geschichten hören wie schon vor 30 Jahren. Ich freue mich auf die Mandarinen, die Erdnüsse, die Biberli und die Züritirgel. Wie früher zählte ich die Schöggeli und die Müüsli und hoffte, dass der Samichlaus die Leckereien gerecht verteilt habe.

Ich bin sicher, der Samichlaus hat sich nicht verändert in den letzten dreissig Jahren. Noch immer ist er in seinem edlen Gewand, mit Mytra und Bischofsstab unterwegs. Sein Bart ist immer noch lang und lockig. Der Samichlaus ist nicht älter geworden, jedoch auch nicht moderner.

In honoriam Samichlausi

hier ein paar Ideen aus vergangenen Jahren:

Here a few links from the old days:

Stoffstiefel für den SamichlausSantas Boots

Ein gefalteter Nikolaus und einer aus Nüssli– Paper Santa and Peanut Santa

Ein gebackener Nikolaus  – Santa Clause likes his coffee black

Innerer Frieden Inner Peace

Viele leckere Grittibänzen – Traditional Bread Men

Meine Sonntagsfreude: Heute im Wald nach einem Stück Holz suchen (ihr wisst schon, von ganz unten am Stamm, bevor sich die dicken Wurzeln in den Boden graben) und einen Samichlaus malen.

 

 

Sonntagsfreude: Orientierung in der Welt

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weltkarte-2

Könntest du aus dem Kopf eine Weltkarte zeichnen? Weisst du, wo der Taj Mahal, die Pyramiden von Gizeh oder New York im Bezug zu deinem Standort liegen? Weisst du, in welche Richtung du loslaufen müsstest, um dorthin zu gelangen? Wie genau und detailliert könntest du eine Weltkarte aus dem Kopf zeichnen?

Gestern war ich an der RZG-Weiterbildung. Räume, Zeiten, Gesellschaften, so heisst es im neuen Lehrplan. Und gleich vorneweg: Mir gefällt er, je länger ich mich damit beschäftige, umso mehr. Mir gefällt, dass Geografie und Geschichte zusammenkommen. Mir gefällt zum Beispiel das Thema „Sich in Räumen orientieren“. Mir gefällt, wie die Kompetenzen nach und nach aufgebaut werden. Mir gefällt die Idee eines Orientierungsrasters, das nach und nach immer feiner wird. Pöstlergeografie, Büffeln von Staaten und Hauptstädten ohne Bezug zu einem Thema findet man hingegen im neuen Lehrplan nicht mehr.

Mir ist mein Perfektionismus bös in die Quere gekommen, als ich heute Morgen aus den skizzierten Formen meine Weltkarte zusammengestellt habe. Wie gross ist Afrika im Vergleich zu Südamerika? Und diese Zacken, die die arabische Halbinsel, Indien, Thailand darstellen: Wie nah an den Äquator reichen die? Sind meine Formen überhaupt genau genug? Stimmen die Grössenverhältnisse? Und trotz allem, man erkennt die Weltkarte.

formen

Morgen werde ich mit meinen Schülerinnen und Schülern als Einstieg in die Lektion Formen zeichnen, um ihre Neugier zu wecken, was denn nun auf sie zukommt. Ob jemand auf die Idee kommt, dass die Teile grobe Umrisse der Kontinente sind?

Ich bin mir sicher, dass meine SuS bereits ein feineres Bild der Erde haben. Da fehlen nämlich wichtige Teile. Europa als Rechteck, wo bleibt da der Stiefel? Japan, Indonesien, die Philippinen, einfach unterschlagen.

Hingegen kann man die Kontinente, Ozeane und Weltmeere benennen, was bedeutungsvoll ist, wenn wir uns in den nächsten Wochen mit den Entdeckern beschäftigen, was zu einem noch genaueren Bild der Erde führen wird.

weltkarte

Meine Sonntagsfreude: Einen neuen Zugang finden und richtig Lust bekommen, RZG zu unterrichten, egal was die kantonale Abstimmung vom heutigen Sonntag bringt.

 

 

Samstags: Erholung – Relaxation

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feuer

Bevor Mama jetzt an die Weiterbildung nach Kreuzlingen düst, hat sie schon:

WC und Brünneli geputzt. Küchenboden gewischt. Holzvorräte und Anzünder aufgefüllt. Feuer gemacht. Kaffeemaschine gereinigt und aufgefüllt. Einkaufsliste geschrieben und Einkauf organisiert. Fürs Mittagessen geplant.

Man will sich am Wochenende ja schliesslich entspannen.

Bevor I’m leaving the house for educational update on the new curriculum, I’ve already cleaned the kitchen floor and the bathroom, filled up the wood and fire starters, serviced the coffee machine, written the list for grocery shopping and organized the shopping process, planned lunch, turned the heating on (means made fire).

Saturday is for relaxation, right?

🎄🎄🎄🎄🎄

Happy Weekend!

verlinkt mit Andrea Karminrot