Manicure – Maniküre

Standard

Maniküre

I had a manicure on Saturday afternoon and it was heaven. So I did it again this morning. My hands haven’t been so clean for months. We have a wood stove, which leaves black traces under my finger nails I don’t even notice most of the time.

Am Samstagnachmittag genosse ich eine Maniküre der besonderen Art.  Ich musste heute Morgen also grad nochmals. Schon seit Monaten waren meine Hände nicht mehr so sauber, denn normalerweise bleibt da nach dem Anfeuern immer ein schwarzes Rändli unbemerkt unter den Fingernägeln. 

The manicure consisted of several parts. Firstly, I had to dig deep into unwashed curly wool of “Walliser Schwarznasen Schafe” and look for the most beautiful curls. It left a shiny layer of lanoline on my hands. The curls went into a plate until it looked like a  cake covered with whipped cream. And then the fun started. It got very soapy. 

Die Maniküre bestand aus verschiedenen Teilen. Zuerst musste ich tief in ungewaschene Walliser Schwarznasenschaf Wolle tauche und die schönsten Locken heraussuchen. Das hinterliess einen feinen Film erstklassigen Lanolins auf meiner Haut. Die Locken wurden in Runden auf einem Pflanzenteller angeordnet, bis das Ganze wie eine mit Schlagrahm garnierte Torte ausschaute. Dann begann der seifige und glitschige Spass.

Zottelkissen1

Later it was time for a cup of coffee. 

Zeit für Kaffee nachdem die Zötteli gelockert waren.

Heidschnucke

I tried to felt wool of Heidschnucke, but it didn’t go that well as the fibers are waveless and a bit glossy not unlike human hair. It needed some extra effort, some extra scrubbings. I take the long process as an experiment because the result is not completely convincing. :-) Nontheless, both cushions are drying in the sunshine, and I have a next manicure in mind already. 

Heute Morgen versuchte ich Heidschnucke zu filzen, aber das ging erwartungsgemäss nicht so gut, denn die Wolle ist sehr glatt und glänzt sogar ein bisschen, menschlichem Haar nicht unähnlich. Es brauchte ein paar extra Portionen Heisswasser und zusätzliches Rubbeln. Den langwierigen Process nehme ich als Experiment, denn das Resultat … na ja … ist nicht wirklich überzeugend. Vielleicht lässt sich noch ein wenig mit der Filndadel nachhelfen, wenn das Kissen erst mal sonnengetrocknet ist. Um das weisse Zottelkissen muss ich mich bestimmt mit der Katze streiten. :-)

Filzkissen

 

 

Nicht so bald was Neues – Nothing New in The Near Future

Standard

Schneeweisschen3

Das Leben lehrt einen so manche Lektion, zum Beispiel Geduld, Gelassenheit, Nachsicht. Mal 5 gerade sein lassen. Alles nicht so eng zu sehen. Zu erfahren, dass das Gegenteil auch wahr ist.

Man gewinnt Einsichten aber auch, wenn das Leben dabei ist, anderen eine Lektion zu erteilen. Das gibt viel Stoff zum Nachdenken. Ich überprüfe gerade täglich meine Motivationsquelle, die sich zu einem sehr grossen Teil an der Pflicht orientiert.

“Jemand muss das ja machen.”

Zum Beispiel kochen am Abend, Fenster putzen, die Hühner misten, einkaufen, den Geschirrspüler ausräumen. Man muss es ja sowieso machen, warum nicht gleich jetzt. Früher aufstehen, damit man möglichst viel von der To-do-Liste abstreichen kann.

Das Gegenteil wäre, sich an der Lust zu orientieren.

“Ich mache es dann schon, einfach nicht jetzt. Zudem habe ich heute schon genug gearbeitet.”

Bis der Lustorientierte in die Gänge kommt, hat der Pflichtbewusste schon alles erledigt. Wer bleibt gesünder?

Schneeweisschen1

Die Frage, ob man prozess- oder produktorientiert ist, taucht immer mal wieder auf. Hier passt sie vorzüglich dazu. Produktorientiert hat das Ziel vor Augen, am Ende ein Resultat zu haben, etwas fertig gemacht zu haben. Deshalb muss ich jetzt dranbleiben, noch ein bisschen länger arbeiten, obwohl ich müde bin. Die Frage, ob ich noch Lust verspüre, stellt sich gar nicht. Der Lohn liegt im Produkt. Da aber die westliche Welt auf Produkt getrimmt ist und uns täglich tausend Möglichkeiten offeriert, werden wir den Lohn gar nicht richtig geniessen können, denn schon haben wir ein neues Ziel, das wir mit aller Kraft anpeilen. Wir können uns auch keine Fehler leisten, denn sie sind lästige Hindernisse auf dem Weg zum Produkt und zum Ziel. Erschöpfung ist die Konsequenz. Also lieber vorher umdenken.

Wer nämlich prozessorientiert ist, ist schon am Ziel, sobald er angefangen hat, denn der Weg ist das Ziel. Irrtum und Fehler sind willkommene Möglichkeiten zu lernen und zu wachsen. Umwege machen die Reise interessanter, erlebnisreicher.

In diesen Ferien beobachte ich nun mein Tun sehr genau. Ich schaue mir zu. Ich höre mir zu. Statt dass ich sage, drei Stunden Pompoms häkeln, phuuuu, endlich fertig, sage ich: Ich geniesse jede einzelne Minute der drei Stunden, die ich in die 180 Pompoms stecke. Sie machen meine Schneeweisschendecke perfekt. Und jetzt bin ich fast ein bisschen traurig, dass der letzte Faden vernäht ist.

Aber natürlich freue ich mich sehr am Produkt, hoffentlich noch ein Weilchen. Deshalb ich fange auch nicht gleich was Neues an.

Schneeweisschen4

Lots of thoughts are spinning in my head these days. I friend of mine has been taught a lesson of life. She has to learn now how to be very kind to herself and careful with what she does and thinks. I’m thankful that I can learn from her as she is sharing her thoughts very openly and freely. 

I’m thinking about what motivates me to do all the things I usually do. I like things to be done, rather sooner than later. No need in procrastinating as in the end, I have to do it anyway. Cleaning the fridge, taking down cobwebs, cooking dinner, going shopping, for instance. I do it even if I am tired after a hard day in school. Because:

Someone has to do it, right? 

There are others who don’t even see that there are things to be done because they have already worked so hard during the day. 

“I will do it. Sometime. But now I need a rest.” 

And then there is the question of product- or process-oriented. Checking off things from a to-do-list has a lot to do with product oriented. And as these lists tend to be endless, exhaustion is the consequence. To be honest, there isn’t light at the end of the tunnel of work, chores and projects as there are millions of possibilities. There is always someone who asks you for a favour and / or wants to be pleased. 

On the other hand, someone who is process-oriented reaches the goal from the beginning. The path is the goal. The longer the path, the more rewarding the gaol Obstacles are a possibility to learn and grow. They make the journey more interesting, more eventful.

I’m watching myself these days very carefully. And I’m listenting to what I say because it makes a difference in how we see things and experience them. Instead of saying: Thank God, I’ve finally made all the 180 pompoms of the border of my blanket, I say: I enjoyed every single minute of the three hours it took me to make this beautiful border, because it makes my blanket “Schneeweisschen” perfect. Actually, I am a bit sad that the blanket is done. 

However, I am very pleased with the product hopefully for a long time. Therefore, I’m not starting with a new project soon. :-) 

Schneeweisschen2

 

I’m linking with Crochet Addict.

Lustige gehäkelte Bölleli – Crochet Pompom Edge

Standard

Pompomedge2

I’m so happy with the blanket’s border I have to show you this very evening.

However, this is going to take some time as this pompom edge I pinned a while ago on pinterest, is time consuming and needs my full attention.

I love it!

Pompomedge.quad

Ich bin so zufrieden mit meiner lustigen Böllelibordüre, die ich schon vor einiger Zeit auf Pinterest gesehen habe,  und muss einfach noch einen schnellen Beitrag auf den Blog stellen.

Aber, die Pompoms brauchen Zeit und meine volle Aufmerksamkeit.

Sop schön.

Baby Blanket – Home Stretch – Auf der Zielgeraden

Standard

LaidaClaus

Ein paar Tage weg sein. Ein paar Tage Höhenluft schnuppern. Nette Leute treffen. Über die riesigen Berge (noch immer Schnee bedeckt) staunen und die Wahnsinnsidee, einen Tunnel von 57 Kilometer Länge zu buddeln. Sich am kleinen Seelein freuen, das im Zuge der Deponie von 250 000 Kubikmeter ( also 250 Meter mal 1 Kilometer mal 1 Meter Masse, ein kleines Häufchen angesichts der Gesamtmenge) Tunnelgeröll der Renaturierung entstanden ist. Der Lai da Claus zum Verweilen und Baden ein. Sedrun ist jetzt noch schöner. :-)

I was in the mountains for a few days breathing fresh air, meeting nice people, checking how the landscape has changed since I was there last time. The Swiss people may be famous for their tunnels like others are for their towers. Anyway there is a tunnel 57 kilomters long about to be opened, NEAT, that goes under Sedrun, one of my favourite villages in Graubünden. I cannot immagine the tons of stone they took out. There is a tiny bit of it (250 000 cubic meters) that forms a cute little lake now. 

Häkelblöcke

Daneben ein paar Takte häkeln. Ja, Schneeweisschen ist in der Endphase und ich im Endstpurt auf der Zielgeraden. Vielleicht werden die 25 Quadrate heute noch zu einem Stück zusammengefasst.

Häkelblöcke1

I found the time to crochet a bit. Therefore “Schneewittchen” is about to be finished. I’m on the home stretch crocheting the 25 sqaures into one piece tonight. 

Schneewittchen4

 Linking with Crochet Addict and Life and Yarn.

Nebeneinander – A Pile of Fabric on the Side

Standard

Jupe

Guten Morgen, Samstag!

Ich vermisse die Samstagsrunde bei Ninja. Und eigentlich wollte ich ja den Garten jäten. Oder in der Sonne sitzen. Draussen ein bisschen aufräumen. Die Nachbarn treffen. Einkaufen gehen. Statt dessen sitze ich auf dem Teppich und zerschneide alte Pullover, was zu tun, mich die Lust ganz plötzlich überfallen hat. Das Resultat könnte lustig werden. Mal schauen, ob ich auch so mutig bin, das Stück anzuziehen, wenn es fertig ist. Vielleicht zuerst zu Hause, wo mich niemand sieht. Zum üben sozusagen. :-)

Ich philosphiere ein bisschen über Ferien, die ich jetzt, wo die Kinder ausgeflogen sind, so richtig geniessen kann. Ich lebe so ganz aus mir heraus. Am schönsten ist das Gefühl am Vorabend des nächsten Tages, wenn ich völlig entspannt in die Wolle krieche, weil ich weiss, dass ich erst wieder aufstehe, wenn ich möchte. Vorletzte Nacht habe ich wohl deshalb so entspannt und tief geschlafen, dass ich am nächsten Morgen weder wusste, welcher Tag war, noch wo ich war. Ein Glück, dass ich mich noch an mich selber erinnerte. Und dann kam die Befreiung: Ich war zu Hause, es war Donnerstag/Sonntag. Ich musste nichts und durfte alles.

Deshalb zerstreue ich mich heute Morgen zwischen hundert Möglichkeiten, die ich gestern schon in Erwägung gezogen habe, und mache trotzdem etwas ganz anderes; zwei, drei Sachen nebeneinander sogar.

Derweil trinke ich jetzt Kaffee wie jeden Samstag. Und auf Instagram geht auch #samstagskaffee.

Jupe3

Good Morning, Saturday!

I miss the lovely group at Ninja’s. Sigh! And actually, I wanted to weed my front yard. Or sit in the sun. Or walk around the house with a broom. Meet the neighbours. Go grocery shopping. I’m sitting on the carpet cutting old sweaters instead. I’ve just felt the urge to do so. I’m not quite sure about the result or my reaction to the result. Will I be enough strong to wear the piece at all? Meanwhile I’m drinking a cup of coffee like every Saturday. There is still #samstagskaffee on Instagram. 

It’s so relaxing to have a break. There are hundrets of possibilities of what to do. Nothing has to be done, everything can be done. There is no timetable, no children who need my attention. I’m thinking of the old days, when everybody in the family had a break except me as I had to maintain the infrastucture as I call it. At least I thought I had. ;-)

Anyway, I still know how it was not to be able to drink the whole cup of coffee in peace. And perhaps a second one if I felt so. I’m very grateful that I can now: drink it in peace and have a second one with a pile of fabric on the side. 

Happy weekend!

Doodleherz

Ich doodle weiter! – Still doodling!

 

Machen statt pinnen: U = 2 r π

Standard

NadelkissenJeans

So alle 3 Monate streife ich durch Pinterest auf der Suche nach neuen Ideen. Ich habe bescheidene Gebiete, in denen ich jage, zum Beispiel “pink”, “Herzen”, “Lace and Linnen”. Oder “denim” oder “recycling”. Nebst verschiedenen Taschen und Täschchen, fand ich dieses Nadelkissen nachahmenswert.

Es wurde auch höchste Zeit, meine Lieblingsformel wieder einmal anzuwenden.

Ich hatte U und wollte r,

um die Schablone für die Kreisflächen zu zeichnen.

Sage eine, Mathematik sei im Alltag nicht wichtig.

Verlinkt mit machen statt pinnen bei Geschwister Gezwitscher.

 

 

Turtle – Schildkröte

Standard

Turtle

I’m still deep into denim. Before I could even think of doing the real work I had to sew a little bit. Remember? It’s my way of meditation. Anyway, I meditated quite a while until I knew what I wanted to sew. And it took quite some time to make my new friend the way I wanted it to be: The shape of the head, the placement of the legs, the measurments, and finally the look on its face. 

Im Moment heisst mein Programm “dies-anstatt-das”. Konkret hiess das heute Nachmittag, zuerst ein bisschen nähen, bevor die richtige Arbeit losging. Meine Form der Meditation, wie schon erwähnt hier auf dem Blog. Ich meditierte eine Weile über meiner Stoffkiste. Und es dauerte nochmals eine Weile, bis mein neuer Freund so aussah, wie ich ihn haben wollte: Die Kopfform, die Anordungn der Beine, die Masse und schliesslich sein Gesichtsausdruck.

I call the little guy Guy. I think it’s a nice name for a turtle and I love puns. 

Ich nenne den kleinen Kerl Guy. Ein schöner Name für eine Schildkräte. Und freue mich am Wortspiel.

I’m not sure yet whether Guy is a cushioned pouch or a pouchy pillow. Meanwhile Guy is sitting on the sofa for a little longer. 

Ich weiss nur nicht, ob Guy ein gepolstertes Täschchen oder ein Polster mit Täschchen ist. Deswegen liegt Guy noch ein bisschen länger auf dem Sofa.

And now off to work!

Aber jetzt an die Arbeit!

Gefunden hier und verlinkt bei “machen nicht pinnen“.