Archiv der Kategorie: Kitchen/Küche

Waldboden im Glas – The Taste of Forest Soil

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Ich konnte es kaum erwarten, heute Abend nach Hause zu kommen und die Tannzapfenkonfitüre zu kochen. Es hat ein Weilchen gedauert, bis die Konsistenz genügend dick war, dass ich den Sud in Gläser füllen konnte. Jetzt muss die Herrlichkeit noch auskühlen! Ich freue mich schon auf eine Scheibe Brot mit Butter und dem erdigen Brotaufstrich.

Actually, I am feeling very much down to earth as I’ve already tasted a spoon full of this freshly made delicacy. It’s like biting into forest soil. 😉 I like bitter, and I like to experiment with the goods of nature.

Моя русская бабушка – Mein russisches Grossmütterchen – My Russian Grandmother

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Plötzlich hat mich die Russlandsehnsucht gepackt. Mein russisches Grossmütterchen rührt an meiner Seele. Es mag daran liegen, dass das Salz aus Krasnalessje langsam zur Neige geht und ich mich frage, ob und wann ich die Gelegenheit haben werde, in jenem kleinen Lebenmittelladen neues zu kaufen. Es mag auch daran liegen, dass auf dem Waldspaziergang am letzten Sonntag die Tannzapfen so zahlreich am Boden lagen. Es kann auch an den Gänsen liegen, die in mir den Egal.

My yearning for Russia, a small village called Krasnalessje especially, has grown over the last months. There may be three reasons. First, the salt I bought in the little market there is almost finished. Second, I found many many pine cones in the forest on our Sunday walk that the Taiga came into my mind. Third, my brother’s geese are a constant reminder of Russia because there you can see many of these big birds along the roads, signs of a simpler life. Hmmmm. It’s possible that I romanticize what I saw almost two years ago.

Heute nachmittag zog ich die groben Schuhe an, kleidete mich in meinen dicken, schwarzen Mantel und zog die Mütze tief ins Gesicht. Genau so bekleidet, würde nämlich auch mein russisches Grossmütterchen in den Wald ziehen. Ich sammelte Tannzapfen und Fichtenzweige. Erstere brauche ich für Tannzapfenkonfitüre, zweite für ein Waldöl.

Nadelbäume enthalten viele ätherischer Öle, Harze und Flavonoide, mit heilbringender Wirkung, zum Beispiel in der dunklen Jahreszeit unsere Immunabwehr zu stärken sowie Erkältungen und Muskelschmerzen entgegenzuwirken. Es kann nicht schaden, sich von Big Pharma unabhängiger zu machen. Auch darin können uns die Russen Vorbild sein. In der аптека wir einem vor allem anderen zuerst Pflanzenmedizin empfohlen.

I went into the forest this afternoon dressed like a Russian babushka, heavy boots, thick coat, thick hat and a bag to collect pine cones and spruce branches. I am making spruce oil and pine cone jam. The needles need drying first, the pine cones had to be boild in hot water for 30 minutes. Now I let them be for 24 hours. The jam making is goint to take place tomorrow afternoon. Can’t wait to enjoy a slice of bread with the freshly made delicacy.

Vor der Weiterverarbeitung müssen die Fichtennadeln, die ich von den Ästen abgestreift habe, trocknen. Dann werden sie in ein Glas gefüllt und mit Öl (Mandel-, Oliven- oder Jojobaöl) bedeckt. Nach vier bis sechs Wochen ist der Ölauszug zum Absieben reif. Daraus kann ich dann eine Salbe herstellen oder das Fichtennadelöl direkt einreiben.

9 frisch gefallene Tannzapfen werden knapp mit Wasser bedeckt 30 Minuten lang ausgekocht und 24 Stunden stehen gelassen. Das passt perfekt, denn morgen Nachmittag habe ich Zeit aus dem abgesiebten Saft mit ebensoviel Zucker Konfitüre einzukochen, die herb und nach Waldboden schmeckt und den Duft der unendlichen Taiga in meine Küche zaubert. Hier geht’s zum Rezept.

Nur Unsinn im Sinn – Just Fooling around

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Early in the morning when nobody is around …

Dear colleagues, bon appetit!

Keine Hexerei – Samstags 44 / 21 –Three Pleasures

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Guten Morgen, meine Lieben!

Die vergangene Woche wird als ereignisreich in Erinnerung bleiben. Aber davon ein anderes Mal. Ich mich vor allem ausruhen und positive Energie tanken, weshalb ich diesen Samstag von drei Vergüngen berichten möchte.

1. Am letzten Samstag hatte ich das Glück, secondhand einen ganzen Sack Wolle aus dem Korb zu fischen. Daraus wird ein Pullover werden. Da sich die Wolle sehr schnell aufbraucht, werde ich bald sehen, ob ich eine zweite Farbe einmischen soll. Aber vorerst stricke ich gemütlich meine Runden. Nicht zu viele am Tag, denn die Arbeit geht in die Ellbogengelenke.

2. Im Grossverteile gibt es alles, ausser Quitten. Quitten sind eine vergessene Frucht, die seit Römerzeiten bei uns kultiviert wird. Leider nur noch sehr selten, obwohl es hunderte verschiedene Sorten gibt. Ich habe das Glück, dieses Jahr eine ganze Tüte voller gelbwolliger Früchte von einem Arbeitskollegen geschenkt bekommen zu haben. Seine Empfehlung war, davon Quittenlikör zu machen. Warum auch nicht!

3. Auf meiner frühmorgendlichen Stöberrunde auf Insta habe ich das Rezept für fermentierten Rotkohl gesehen. Fermentieren ist für mich die hohe Kunst des Konservierens. Aber vielleicht lag ich falsch? Nach oberflächlichem Studium des Rezeptes komme ich zum Schluss: Es ist keine Hexerei. Die Frage bleibt, ob Weck-, Bülacher- oder Schraubglas. Da muss ich aber erst in die Tiefen unseres Obstkellers und gucken, ob noch Glasiges von den Vorbesitzern zu finden ist.

Good morning, my dears!

Last week was quite nervwracking and adventurous, but I’m going to tell about it in another post. Today should be a relaxing day as I am a bit low of spirit. I need a break and some positive energy. Therefore I want to tell you about three lovely project that I have in the go.

#1: Last Saturday I happened to find a bag full of lovely sweater yarn and I immediately started knitting. As the yarn is heavy I can’t knit for very long. So the next four or five rounds are planned for today.

#2: I got a bag full of quinces from a colleague at work. He mentioned that quince liquor is the best. I’ve tried a few recipes with rosebud and red currants, but never any pipfruit. So I cut the quinces into little cubes, filled them into a jar, added dandied sugar and filled the jar with vodka. Not the jar is sitting on the counter for four weeks.

#3: I’ve always admired people who ferment their crop of the vegetable garden, which I have considered the ultimat skill of presservation. And I am just doing that today as I saw a recipe on Insta early this morning and there happen to be a red cabbage in my fridge. The only thing missing is a big enough jar that I hope to find the the depth of our fruit cellar.

Katze hätscheln ist Entspannung pur. Ein schönes Wochenende euch!

Petting the cat is so relaxing. Have a lovely weekend!

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea

The Taste of Fall – 2006 und 2021 – Quince Jelly

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Es riecht wunderbar im ganzen Haus. Ich habe Quittengelee gemacht, obwohl im Keller noch zwei Gläser aus dem Jahr 2006 stehen. Man würde es nicht glauben, aber der Gelee ist noch gut, auch wenn die Farbe etwas nachgedunkelt hat. Und das beste ist, dass sie nach all diesen vielen Jahren in der Dunkelheit endlich geliert hat. 🙂 Ich werde sie für anstatt Zucker für einen Kuchen aufbrauchen, denn die frische sieht halt doch viel schöner und appetitlicher aus.

Einen ganzen Plastiksack voller Quitten habe ich geschenkt bekommen. Diese haarigen Uräpfel sehen schon sehr speziell aus. Es braucht viel Kraft, um sie klein zu schneiden.

Die Schnipsel kommen in den Entsafter, der ohne Elektrizität auf dem Holzherd erhitzt wird. Der Dampf streicht durch die Fruchtstückchen und kocht sie weich. Der Saft fliesst ins Auffangbecken und über einen dünnen Schlauch in einen anderen Topf, in dem dann der Gelee gekocht wird.

Before and After – Vorher Nachher

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In der Backstube – Samstags 12/2021 – At The Baker’s

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Guten Morgen, meine Lieben!

Die Lust, eine Zuger Kirschtorte zu backen, hat mich regelrecht überfallen, als ich noch nicht meinen ersten Kaffee getrunken hatte. Es mag am Regenwetter liegen, das mich von der Gartenarbeit abhält. Zusätzlich hat mich auch ein Bildchen auf Instagram motiviert. Also nicht bloss gucken, sondern auch tun. 🙂 Das wird eine Sonntagsfreude!

Good morining, my dears!

It hit me while I was drinking my first coffee this morning. I would bake a cake! Zuger Kirschtorte is my favourite, and I usually make it once a year for a birthday invitation. Today is no birthday, just a rainy day that stops me from gardening although I would love to dig and shovel some. So, cake it is!

Verlinkt mit der Samstagsrunde bei Andrea.

Useful – Foto-Reise 36/52 – Praktisch

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Praktisch, wenn im Garten Äpfel wachsen.

I’ve had a full crate of apples since fall. Today is the day to make apple sauce. 

Praktisch auch diese grosse Pfanne. Praktisch ist der Holzherd, denn für eine grosse Pfanne braucht es grosse Hitze. Praktisch, wenn es keine Elektrizität braucht, um aus den Äpfeln Apfelmus zu kochen.

A big pot (bigger than any burner of the stove) comes in handy if you want to make lots of apple sauce. The big pot came with the house when we bought it. Cooking on a wood stove doesn’t cost one Rappen for electricity.

Praktisch, Konserven verzehrbereit im Vorrat zu haben.

I find it most useful to have preserves that are ready to eat. 

Praktisch, wenn ein Probiererli zum Testessen übrigbleibt.

A small rest of applesauce is very useful, too. Also the rest of whipped cream from Sunday’s dessert.

Praktisch, wenn man Apfelmus gegen Mandarinlikonfitüre tauschen kann.

Then I could trade a glass of my applesauce and got a glass of tangerine jam.

Verlinkt mit Foto-Reise 36/52 bei Martins Blogzimmer.

Das Thema ist „praktisch“.