Archiv der Kategorie: Kitchen/Küche

Ernten und Einmachen – Harvesting and Preserving

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Hagebutten

Nicht gerade die energiespendende Konserve, wenn ich Hagebutten als Likör haltbar mache. Aber als Geschenk eignet er sich allemal. 🙂 Etwa vier Äpfel konnte ich an einem Baum zählen, den der späte Frost hat dem Obst arg zugesetzt. Hingegen hat es unzählig viele Hagebutten. Ein paar habe ich im schönste Sonnenschein geerntet. Das ist wichtig, damit die Früchte ihren optimalen Geschmack entwickeln.

I usually don’t think of schnaps when I talk about preserving. However, these rosebuds look so beautiful that I had to put them into a glass. You should harvest the fruits when the sun shines. 

Hagebuttenlikör

Ups, statt Nelken habe ich Sternanis erwischt, aber das schmeckt sicher auch sehr gut. Alle Zutaten ab ins Konfiglas, verschliessen und sechs Wochen in der Küche stehen lassen. Letztes Jahr hat es bestens geklappt. Hier findest du das Rezept.

I was very pleased with the result last year. Here you can find the recipe. 

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Samstags in der Backstube – Baking from Scratch

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Zwickzange

Na, überrascht? Das erste Bild will so gar nicht zum Titel passen. Da wollte ich nämlich gestern schon damit beginnen, meine Schuhprojekt in die Tat umzusetzen, hatte ich doch tatsächlich eine Zwickzange geschenkt bekommen und kleine, feine Schuhmachernägeli gekauft. Und jetzt ist doch tatsächlich meine Nähmaschine kaputt: Bei jedem Stich zieht es mir die Nadel aus der Fassung, da nützt alles noch so feste Schrauben nichts. Pech gehabt! Schnellstens habe ich die Nähmaschine in die Reparatur gebracht, bei dieser Gelegenheit einen längstens fälligen Besuch gemacht und meine Ferien trotzdem sehr schön angefangen.

Instead of sewing the upper parts of my handmade shoes, I’m baking this morning. My swing machine needs mending. The longer I read about all the ingredients that are in convenience food, like crust or vegetables in tins, the more I am disgusted. Besides all the antioxidants, colours, softeners and I don’t know what else, there is sugar in almost every product. I really like to cook and bake from scratch. 

Pumpkinpie

Statt in der Schuhmacherwerkstatt bin ich, wie es sich für einen Bäcker gehört, ganz früh in der Backstube. Und habe schon wieder etwas gelernt: Kleine Knirpse muss man nicht schälen, nur in Stücke schneiden und weich kochen, was gar nicht mal so lange dauert. Auch mit der Maschine pürieren ist nicht nötig, es reicht, die Stücke inklusive Schale mit der Gabel zu zerdrücken. Ich habe es probiert und für lecker befunden. Sogar ohne Zucker schmeckt das Mus süss.

I’ve learnt that not all pumpkin need peeling, for example the Red Kuri. I didn’t even use a machine to mash it. A fork did the trick. By the way, he purée is amazingly sweet without a pinch of sugar. I’m making the crust from scratch too. Besides the chemicals in prefabricated products, there is so much wrapping, cardboard, plastic. I just can’t stand it anymore. 

Pumpkinpie-1

Gestern in der Migros musste ich feststellen, dass es nur noch vorausgewallte Teige gibt. Die einen sind sogar schon in eine Backschale gepresst. Aber ehrlich gesagt, je länger je mehr „gruset“ es mich ob dieser Konservierungsstoffe, Antioxidantien, E-Stoffen und was weiss ich, was sonst noch so in vorgefertigten Produkten steckt. Auch die Verpackung und der daraus resultierende Abfallberg ist unerträglich.

Mache ich den Teig lieber selber aus Mehl, Butter und Wasser.

So meine Lieben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Mich zieht es in die Backstube zurück. Da ist es schön warm, weil ich angefeuert habe. Die Bialetti-Kaffee-Zeit ist wieder angebrochen. Und wenn dann in etwa 10 Minuten die Sonne aufgeht, kommt die Elektrizität für den Backofen vom eigenen Dach.

Das macht mir schampar Freude!

That’s it for today, my dears. Have a nice weekend. I’m going back into the kitchen, enjoying a nice fire and a bialetti coffee. When the sun is up in 10 minutes, even the electricity comes from my own roof.

This makes me very happy, indeed!

 

verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Tadahh! Der Appenzeller Schlorzifladen

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Der Schlorzifladen ist ein flacher Kuchen mit einem aromatischen Belag aus gekochten, pürierten Dörrbirnen und einem Rahmguss. Im nichthelvetischen Raum würde man ihn wohl Birnenkuchen nennen. Die grossen, flachen, dünnen Kuchen haben in der deutschsprachigen Schweiz ganz verschiedene Namen: Wähe, Tüne, Chueche, Zelte oder  in der Ostschweiz eben Fladen. Schlorzi kommt vom Verb schlorze, was soviel wie pfuschen meint, oder es ist ein Nomen, das entweder eine verpfuschte, krumme Naht oder eine lose, liederliche Frau meint. auskunft darüber gibt das Schweizer Idiotikon, was wiederum ein verfänglicher Name ist, denn es ist nicht für dumme Menschen gedacht, sondern ist ein Mundartwörterbuch.

Der Schlorzifladen ist in den beiden Halbkantonen Appenzell und im Kanton St. Gallen, insbesondere im Toggenburg, anzutreffen.

Man kann den Schlorzifladen selber machen, also einen geriebenen Teig herstellen und gedörrte Birnen über Nacht in heissem Wasser, Rotwein oder Kirsch legen, weich kochen und durch den Fleischwolf drehen, allerlei Gewürze beigeben. Rezepte findet man in alten Schweizer Kochbüchern oder im Netz, zum Beispiel hier und hier und hier. Nichts spricht dagegen, sowohl den Kuchenteig, also auch die Birnenmasse fertig zu kaufen. Der Rahmguss ist keine Hexerei.

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Birnmus

Eier-Rahmguss

Ein bisschen Zimt darf nicht fehlen.

Schlorzifladen

Gegessen wird er warm oder ausgekühlt, zum Zmorge, zum Znacht oder als Dessert. Und wer weiss, vielleicht sehen wir uns ja mal im Restaurant Äscher und geniessen in dieser spektakulären Beiz im Alpstein ein Stück Schlorziflade.

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Hierhin kommt man bequem mit der Luftseilbahn Ebenalp und einem sanften Abstieg, oder man wandert über das Plattebödeli hinauf und gönnt sich nachher die Abfahrt. Jetzt liegt da oben allerdings noch Schnee. Wir müssen uns noch ein Weilchen gedulden.

Für die Gewinnerinnen gibt’s von Mond bei bimbambuki ein virtuelles Bienchen.

Marietta, Kathrin, Melanie, Pia haben richtig geraten.

Einfach genial! – Simply Ingenious

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kochbuchDas einfachste Kochbuch der Welt ist mir am Donnerstagnachmittag per Zufall über den Weg gelaufen. Es hat mich sofort angesprungen, obwohl ich weiss Gott keine Kochbücher brauche. Für meinen Sohn, der hoffentlich bald in eine WG ziehen und von jetzt an selber kochen muss, genau das Richtige.

The world’s simplest cook book, is it possible? Yes, it is as I saw at first sight. I considered it perfect for my son who is moving into a shared apartment soon. I don’t need any cook books, of course. However, I’ve been surprised by the photographs. The dishes look mouth-watering, which I haven’t expected due to the low prize. 

Schwarz-gelb ist nicht meine Lieblingsfarbkombination, trotzdem habe ich das Buch aufgeschlagen und … gestaunt.

ratatouille

Die rund 280 Rezepte sind tatsächlich super einfach, bestehen aus zwei bis höchstens sechs Zutaten und deren Zubereitung wird in ganz wenigen Schritten beschrieben. Es gibt Gemüse-, Fisch-, Geflügel-, Fleisch- und Kartoffelgerichte, Vorspeisen und Desserts. Die Fotos sehen mehr als gluschtig aus. Weil auch die Zutaten mit Foto abgebildet sind, ist auch schnell klar, dass ein Eisbein ein Gnagi ist.

The recipes are very simple indeed. Two to six ingredients shown in pictures, very little text of how to prepare the dish. We had „Überbackener Chicorée“ for lunch, which was very very good. 

There are about 300 recipes of vegetables, meat, fish, potatoes, starters and sweets. I can’t wait to try them all out. I might use this book in school too. 

ratatouille

Und weil ich durchaus etwas vom Kochen verstehe, die Rezepte als vielversprechend beurteile und die überbackenen Chicorée heute zum Zmittag sehr sehr lecker waren, gebe ich gerne Note 6 mit Stern. Mehr geht nicht. 🙂

With this book, everybody is a chef. No excuses accepted anymore. 

Verlinkt mit Sonntagsfreude bei Rita  und Sonntagsglück bei Soulsister.

Samstags: Vitamine und Mineralstoffe – Vitamins and Minerals

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smoothie-orange

Vitamine zum Zmorgen

vertreibt Kummer und Sorgen.

Oder so.

Judihui! Ferien! Was bedeutet,

  • dass ich NICHT in dieser Affenkälte noch mitten in der Nach zur Arbeit fahren muss.
  • dass ich den ersten Kaffee im Bett trinken kann.
  • dass ich mir danach einen Smoothie mixen kann.
  • dass ich das ganze Wochenende nicht an die Arbeit denken muss, ausser ich will.
  • dass ich heute Morgen gemütlich einkaufen kann.
  • dass ich NICHT beim ins Bett Gehen schon an den nächsten Morgen denken muss.
  • dass ich meine langmonatige Strickarbeit aufnehmen und hoffentlich fertig stricken kann.
  • dass ich an einem Tag, wenn über dem Nebel die Sonne scheint, in die Winterberge fahren kann.

Ferien! Judihui!

Der Smoothie enthält: Banane, Mandarine, Karotte, Fenchel, Wasser, Rahm und ein bisschen Ahornsirup.

Ingredients of the smoothie: banana, tangerine, carrot, sweet fennel, water, cream, maple syrup

Winter break. It’s terrific 

  • to stay in bed a bit longer and have a cup of coffee there.
  • NOT have go to work in the middle of the night in these awfully freezing temperatures.
  • NOT to worry about the next day.
  • to stay in the house if I feel like.
  • to go to the mountains if I feel like. 
  • to mix a smoothie with lots of vitamins and minerals.
  • to go grocery shopping peacefully.
  • to have a chat with my neighbours
  • to hopefully finish a hibernating knitted jacket.
  • to read lots of books.

Have a nice weekend, my friends!

 

verlinkt mit Karminroter Samstagsrunde 4.17

Energie-Inkontinenz – Energy Incontinence

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smoothie

Ich bin zum Schluss gekommen, dass Energie-Inkontinenz ist eine Krankheit ist. Zum Glück kann man sie behandeln. Ich verordne mir Wärme vom Holzfeuer und Grünes.

I declare energy incontinence is an illness. Treatable, of course, with warmth and greens. I’m on diet, on green smoothie diet. 

Ak-ut hat mich darauf aufmerksam gemacht. Sie schwört auf grüne Smoothies, die sich aus Kopfsalat, Spinat, Feldsalat, Girsch, Löwenzahn, Gartenkräutern, Äpfel und Birnen, Datteln (für die Süsse) und Heidelbeeren mixen lassen. Die Liste hat ein paar Tücken, wenn es draussen weiss und eisig. Girsch und Löwenzahn werde ich dann im Mai wieder finden, Kopfsalat kommt aus dem Treibhaus. Datteln sind nicht, Äpfel- und Birnen entfernt, Heidelbeeren gar nicht grün. Aber wir wollen mal nicht pingelig sein und die Vorräte checken.

There are some difficulties to get green ingredients as it is freezing outside and not one single green plant in my garden. Also the fridge doesn’t contain lettuce. On the list of greens I find also apples and bananas but have no idea why these fruits are called greens. But what the heck! Let’s start. 

smoothie-2

Ich finde Endiviensalat und Äpfel, nehme zum Süssen einen Sprutz Birnel, was Birnendicksaft ist und Fruchtzucker enthält wie die Datteln. Nein, ich wäge die Zutaten nicht ab, füge nach Gutdünken Wasser dazu. Im Netz finde ich viele Rezepte, habe diese drei notiert, um einen Anhaltspunkt zu haben. Und dann läuft mein Mixer auf Knopfdruck „Smoothie“. Grr! Grr! Grr! Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr………. Fertig.

I’ve found many recipes on the internet and have printed out three of them to get an idea what to blend. I’ll go with salat, apples and a bit of pear syrup. 

Bananen-Spinat-Smoothie

  • 2 Bananen
  • 125 g Babyspinat (1 große Handvoll oder 1 Schälchen)
  • 100 ml Wasser

Apfel-Birnen-Smoothie

  • 2 Äpfel/Birnen
  • 125 g Feldsalat oder Grünkohl (1 Schälchen)
  • 100 ml Wasser

Tropisch fruchtiger Ananas Smoothie

  • 1/2 Ananas
  • 1/2 Kopfsalat
  • 150 – 250 ml Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)

smoothie-3Endivien-Apfel-Smoothie mit Birnel

Gesundheit! Santée! Cheers!

Ach ja, ich stricke mir noch eine grüne Mütze. Rundherum, das ist nicht schwer.

Furthermore, I’m also knitting a green hat. Round after round, simple and easy.

Making Tea my Top Priority – Prioritäten setzen

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Erst mal Tee trinken, dann koche ich weiter.

Let’s have a cup of tea first.

teetrinkenUpdate

Guten Abend – Good Evening 

Ich komme grad von der Weiterbildung zurück und freue mich auf einen ruhigen Abend und einen ruhigen Sonntag, denn ich fühle mich seit Donnerstag echt ausgelaugt. Ich spüre regelrecht, wie mir die Kälte die Energie absaugt. Gibt es den Ausdruck „Energie inkontinent“? Ist das eine Krankheit? Ein Gemütszustand?

I’m just coming back from a conference regarding the new curriculum and looking forward to a peaceful evening and Sunday. I’m feeling rather week and lost my energy due to the frost. The world seems hostile to me and affects my mood. But what the heck, it’s okay. I might stay in bed all day tomorrow. 

Also, ich melde mich ab, verkrieche mich. Ich hab’s ja gut: das Haus ist warm, es gibt Tee und was zu essen, das Bett ist weich.

Hab’s gut und bis zum nächsten Samstag bei Andrea.