Archiv der Kategorie: Kitchen/Küche

Saftige Orangen in Hülle und Fülle – A Pyramide of Oranges

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Orangenbio

Eine ganze Kiste voller Orangen durfte ich vor ein paar Tagen mit nach Hause nehmen. Seither verwöhne ich mich täglich mit einer Dosis Vitamin C in Schnitzform.

They look great and they taste great. And they contain a lot of Vitamine C, which will (hopefully) bring me through winter. I’m enjoying my daily dose anyway. 

Orangenbio-2

Ich habe die vielen Orangen nicht gekauft, weil sie besonders günstig im Angebot waren, sondern weil sie direkt vom Bio-Produzenten in Spanien über eine Freundin zu mir geliefert wurden. Dazu gab es Ratschläge zur Lagerung: Aus dem Seidenpapier wickeln, kühl lagern (Keller oder Kühlschrank) und so, dass sich die Früchte nicht berühren.

I’ve heard that oranges are especially pricy these days. However, I haven’t bought a box of these beautiful fruits because they were cheap. They are biologically produced and directly from the producer in Spain. 

Orangencake

Und weil ich eine Orange in den Händen halte, deren Schale ich bedenkenlos abraspeln kann, gab’s am Wochenende einen französischen Orangencake. Er schmeckt grossartig und ist wegen des frisch gepressten Orangensafts darin sehr saftig

French Orange cake was a must. As I only use orange zest from biologically produced fruits, it’s rare occasion. The cake is very tasty and juicy. 

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Banana Love – Was tun mit überreifen Bananen?

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Food-Waste-3

  1. Im Moment ist das grad mein Lieblingsbild, weil Banane und französisch.
  2. Mein Mission ist Food Waste.
  3. Und wie der Zufall so will,  ist meine Früchteschale voller überreifer Bananen. Was also tun? Marianne hat mich auf diese Idee gebracht: Bananen in Butter bräunen. Ein super Tipp. Ich habe sie dann noch mit Wodka flambiert und finde, sie sind als feines Dessert zum Neujahr, vielleicht mit einem Rahmtupf, sehr geeignet.

🙂

bananeflambée

You’ve bought too much bananas and they turn brown already? So now nobody wants to eat them anymore. However, don’t waste them. 

Instead of the delicious banana cake I usually make, I tried banane flambée.

Make sure, your kitchen ceiling is fire-proof.

Turn the kitchen ventilation off!

Bake the bananas in butter for about 4 minutes, add whiskey or vodka or any booth (40 % of alcohol), light it with a match. It’s lovely to watch at night.

Be careful. 

 

 

Samstags Kaffee mit Loop – I’m Feeling Loop-ish

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Loop

Loop season has started. I added a piece of fabric to a loop before the first coffee this morning because I always felt like I was being strangled when I was wearing it. 

Besides, it’s liqueur tasting time after three weeks. Find the recipe here and here (last year’s).

Ich liebe Loops. Es gibt nichts Praktischeres als diese endlosen Schleifen. Sie bleiben auch bei stärkstem Wind auf dem Novemberspaziergang und beim Arbeiten an ihrem Ort, fallen in der Garderobe nicht vom Kleiderhaken.

Übrigens hat trotz oder gerade wegen Sonnenscheins die Loop-Saison begonnen. Die kühlen Lüftchen, die um die Hausecken streichen, der Durchzug im Klassenzimmer, wenn ich ein Fenster öffne, weil die Luft so stickig wird, tun meinem Nacken nicht gut. Deshalb in den nächsten Monaten nie mehr ohne. Ohne Loop.

Der auf dem Bild, ursprünglich ein an den Fransen zusammengeknüpfter Schal, war einfach ein bisschen zu kurz. Ich habe mich immer knapp stranguliert gefühlt. Mit dem Einsatz aus Plüsch ist er jetzt noch vor dem doppelten Kaffee heute Morgen perfekt geworden.

Zudem ist heute Halbzeit in der Hagebuttenlikörküche. Das Schnäpsli wird gut. Hier (vom letzten Jahr) und hier hat es Rezepte.

Mehr vom Samstag gibt es hier.

 

 

Ernten und Einmachen – Harvesting and Preserving

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Hagebutten

Nicht gerade die energiespendende Konserve, wenn ich Hagebutten als Likör haltbar mache. Aber als Geschenk eignet er sich allemal. 🙂 Etwa vier Äpfel konnte ich an einem Baum zählen, den der späte Frost hat dem Obst arg zugesetzt. Hingegen hat es unzählig viele Hagebutten. Ein paar habe ich im schönste Sonnenschein geerntet. Das ist wichtig, damit die Früchte ihren optimalen Geschmack entwickeln.

I usually don’t think of schnaps when I talk about preserving. However, these rosebuds look so beautiful that I had to put them into a glass. You should harvest the fruits when the sun shines. 

Hagebuttenlikör

Ups, statt Nelken habe ich Sternanis erwischt, aber das schmeckt sicher auch sehr gut. Alle Zutaten ab ins Konfiglas, verschliessen und sechs Wochen in der Küche stehen lassen. Letztes Jahr hat es bestens geklappt. Hier findest du das Rezept.

I was very pleased with the result last year. Here you can find the recipe. 

Samstags in der Backstube – Baking from Scratch

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Zwickzange

Na, überrascht? Das erste Bild will so gar nicht zum Titel passen. Da wollte ich nämlich gestern schon damit beginnen, meine Schuhprojekt in die Tat umzusetzen, hatte ich doch tatsächlich eine Zwickzange geschenkt bekommen und kleine, feine Schuhmachernägeli gekauft. Und jetzt ist doch tatsächlich meine Nähmaschine kaputt: Bei jedem Stich zieht es mir die Nadel aus der Fassung, da nützt alles noch so feste Schrauben nichts. Pech gehabt! Schnellstens habe ich die Nähmaschine in die Reparatur gebracht, bei dieser Gelegenheit einen längstens fälligen Besuch gemacht und meine Ferien trotzdem sehr schön angefangen.

Instead of sewing the upper parts of my handmade shoes, I’m baking this morning. My swing machine needs mending. The longer I read about all the ingredients that are in convenience food, like crust or vegetables in tins, the more I am disgusted. Besides all the antioxidants, colours, softeners and I don’t know what else, there is sugar in almost every product. I really like to cook and bake from scratch. 

Pumpkinpie

Statt in der Schuhmacherwerkstatt bin ich, wie es sich für einen Bäcker gehört, ganz früh in der Backstube. Und habe schon wieder etwas gelernt: Kleine Knirpse muss man nicht schälen, nur in Stücke schneiden und weich kochen, was gar nicht mal so lange dauert. Auch mit der Maschine pürieren ist nicht nötig, es reicht, die Stücke inklusive Schale mit der Gabel zu zerdrücken. Ich habe es probiert und für lecker befunden. Sogar ohne Zucker schmeckt das Mus süss.

I’ve learnt that not all pumpkin need peeling, for example the Red Kuri. I didn’t even use a machine to mash it. A fork did the trick. By the way, he purée is amazingly sweet without a pinch of sugar. I’m making the crust from scratch too. Besides the chemicals in prefabricated products, there is so much wrapping, cardboard, plastic. I just can’t stand it anymore. 

Pumpkinpie-1

Gestern in der Migros musste ich feststellen, dass es nur noch vorausgewallte Teige gibt. Die einen sind sogar schon in eine Backschale gepresst. Aber ehrlich gesagt, je länger je mehr „gruset“ es mich ob dieser Konservierungsstoffe, Antioxidantien, E-Stoffen und was weiss ich, was sonst noch so in vorgefertigten Produkten steckt. Auch die Verpackung und der daraus resultierende Abfallberg ist unerträglich.

Mache ich den Teig lieber selber aus Mehl, Butter und Wasser.

So meine Lieben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Mich zieht es in die Backstube zurück. Da ist es schön warm, weil ich angefeuert habe. Die Bialetti-Kaffee-Zeit ist wieder angebrochen. Und wenn dann in etwa 10 Minuten die Sonne aufgeht, kommt die Elektrizität für den Backofen vom eigenen Dach.

Das macht mir schampar Freude!

That’s it for today, my dears. Have a nice weekend. I’m going back into the kitchen, enjoying a nice fire and a bialetti coffee. When the sun is up in 10 minutes, even the electricity comes from my own roof.

This makes me very happy, indeed!

 

verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Tadahh! Der Appenzeller Schlorzifladen

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Der Schlorzifladen ist ein flacher Kuchen mit einem aromatischen Belag aus gekochten, pürierten Dörrbirnen und einem Rahmguss. Im nichthelvetischen Raum würde man ihn wohl Birnenkuchen nennen. Die grossen, flachen, dünnen Kuchen haben in der deutschsprachigen Schweiz ganz verschiedene Namen: Wähe, Tüne, Chueche, Zelte oder  in der Ostschweiz eben Fladen. Schlorzi kommt vom Verb schlorze, was soviel wie pfuschen meint, oder es ist ein Nomen, das entweder eine verpfuschte, krumme Naht oder eine lose, liederliche Frau meint. auskunft darüber gibt das Schweizer Idiotikon, was wiederum ein verfänglicher Name ist, denn es ist nicht für dumme Menschen gedacht, sondern ist ein Mundartwörterbuch.

Der Schlorzifladen ist in den beiden Halbkantonen Appenzell und im Kanton St. Gallen, insbesondere im Toggenburg, anzutreffen.

Man kann den Schlorzifladen selber machen, also einen geriebenen Teig herstellen und gedörrte Birnen über Nacht in heissem Wasser, Rotwein oder Kirsch legen, weich kochen und durch den Fleischwolf drehen, allerlei Gewürze beigeben. Rezepte findet man in alten Schweizer Kochbüchern oder im Netz, zum Beispiel hier und hier und hier. Nichts spricht dagegen, sowohl den Kuchenteig, also auch die Birnenmasse fertig zu kaufen. Der Rahmguss ist keine Hexerei.

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Birnmus

Eier-Rahmguss

Ein bisschen Zimt darf nicht fehlen.

Schlorzifladen

Gegessen wird er warm oder ausgekühlt, zum Zmorge, zum Znacht oder als Dessert. Und wer weiss, vielleicht sehen wir uns ja mal im Restaurant Äscher und geniessen in dieser spektakulären Beiz im Alpstein ein Stück Schlorziflade.

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Hierhin kommt man bequem mit der Luftseilbahn Ebenalp und einem sanften Abstieg, oder man wandert über das Plattebödeli hinauf und gönnt sich nachher die Abfahrt. Jetzt liegt da oben allerdings noch Schnee. Wir müssen uns noch ein Weilchen gedulden.

Für die Gewinnerinnen gibt’s von Mond bei bimbambuki ein virtuelles Bienchen.

Marietta, Kathrin, Melanie, Pia haben richtig geraten.