Archiv der Kategorie: Kitchen/Küche

Samstags eine Million – A Russian Buffet

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Birkensaft

Während gestern die Temperaturen wieder einmal über 30 Grad kletterten, stand ich in der Küche vor dem Herd und machte gefühlt eine Million Blini für das russische Buffet, welches den Vortrag meines Mannes über seinen Bildungsurlaub im grössten Land der Erde abrunden sollte.

Blini sind Pfannkuchen, die zum einen Buchweizenmehl und zum anderen Hefe enthalten. Ich habe hübsche kleine Blini von ca. 8 cm Durchmesser gebacken (immer fünf in der grossen Pfanne gemeinsam), so dass am Ende von viermal der Teigmenge 150 Stück in drei Platten lagen. Vor lauter Hitze habe ich vergessen, ein Bild zu schiessen.

Zu den Blini passt allerlei: Saurer Rahm, Kaviar, Gurkenscheibchen, Essiggurken, Tomaten, Brombeerkonfitüre, Kräuterquark und Olive (wir nennen letzteres Russischen Salat). Das Russische Buffet sah sehr schön aus. Das Kreuzstichtischtuch aus dem Bündnerland hat super gepasst.

Zu trinken haben wir Mors (Preiselbeersaft), Birkensaft und Kwas angeboten. Davon hat es noch übrig, so dass ich heute ganz bestimmt genügend trinken werde. Die Getränke enthalten nämlich alle keine Konservierungsstoffe und würden in Kürze entweder alkoholisch werden oder Schimmel bekommen.

Blini hat es auch noch viele. Deshalb jetzt erst Mal Morgenessen, wie Friedrich Dürrenmatt so nett sagt. 😉

Blini

I like maple syrup and got to know how it is made. I didn’t know that birches have juice as well, which I learnt is a common beverage in Russia. Anyway, we served birch juice yesterday after my husband’s presentation about his sabbatical. There was also mors, which is cranberry juice and kvas, which is made from dark bread and yeast.

I made about 150 blinis, a kind of pancakes (English recipe). Blini are very very common. You can eat them with jam, Olivier salad, cucumbers, pickles, tomatoes, cream, kaviar, salmon and lots of herbs. There are always lots of fresh herbs on Russian food. Dill weed, cilantro and parsley.

There are lots of blini and side dishes, beverages and sweets left. What’s for dinner won’t be a question this weekend. But first, blini with cream and jam for breakfast. Yumm!

 

Zum Samstagsplausch geht es hier.

Heisses Wetter gepaart mit Feriensehnsucht – Bubbly Drink

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SirupSektMineral

 

Diese Zutaten habe ich gefunden: Rhaberbersirup, Sekt und Mineralwasser. Dazu ein Minzeblatt. Der Kopf wird ganz leicht, meine Feriensehnsucht noch ein bisschen grösser …

I’ve found rhubarb syrup and a bottle of bubbly in the cellar. I’ve mixed the two with mineral water and added a leave of pepermint from my garden. Ahhhh, my head is spinning and the longing for summer break has got even stronger …

Cheers! I’m a Surviver – Heute Abend proste ich mir selber zu

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Finally, the weekend. This has been a tough week and I don’t even know why exactely. I’ve been a bit sick lately and therefore cranky. I haven’t been my usual self and found it enormously annoying to hear: „You should read your e-mails!“ Pardon me?

Really??? I was teaching. Furthermore, the e-mail was sent to me 5 minutes before this stupid remark. I was speachless, I usally am. When I said what I had thought in tha moment, everybody was a bit worried about me, but: Why shouldn’t I be cranky for once? There are others who are always in a bad mood and nobody gives a damn. Anyway: The social worker was so worried that I came to my classroom after school to ask if I was alright. Of coures, I am. Heirassa!

I feel like a surviver! Heroin of the day. I’m rising my glass to a toast to myself. Heirassa!

There was no time for cooking this week. So this is what I am doing. There are some yellow peas in a pot on the wood stove boing. There is also a dough in a bowl rising in the warmth of the stove. The recipe is from a website I really like. пирожки.

Gelberbs.jpgHuff! Geschafft. Feierabend und ich trinke auf mich, Überlebende, Heldin  meines Alltags.

Diese Woche hatte es in sich. Jedenfalls ist das mein Gefühl, das sich durch einen Blick in die Agenda bestätigt. Zudem ist nicht alles rund gelaufen, was auch daran liegt, dass ich ein bisschen angeschlagen bin, so angeschlagen, dass es mich nervt, dass die Kids nicht verstehen, was angeschlagen heisst. Heirassa!

Offenbar ist es so ungewöhnlich, dass ich im Lehrerzimmer grantig bin, dass der Schulsozialbarbeiter nach dem Unterricht bei mir vorbei gekommen ist, um zu fragen, ob denn jetzt alles wieder in Ordnung sei. Heirassa! Da gibt es Leute, die sind tousjours in schlechter Stimmung.

Die ganze Woche war so voller Programm, dass ich nicht einmal zum Kochen gekommen bin. Das will ich heute Abend aufholen. Es soll …. wie heissen die Dinger schon wieder? … geben: mit Gelberbspüree gefüllte Brötchen. Im Moment kochen die Gelberbsen auf dem Holzherd, in dessen Wärme der Hefeteig aufgehen wird. Heirassa! пирожки

Es geht mir gut!

Have a nice evening!

🙂

 

Ei Ei Ei – Färberexperiment – I Did Not Succeed

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Ostereierfärben2019

I don’t remember where I read that stinging nettle could be used as egg dye. And after I experimented with the plant, I am quite unsure whether it was stinging nettle at all.  Spinatch maybe? I’ll try again next year.

The light lime green is a bit disappointing. If you have a very very close look, you can recognize some white shades, which were supposed to be the floral design. Anyway, the eggs taste delicious. There was one rather damaged by the dye process and I had to eat it immediately.

Das Experiment mit der Brennnessel als Ostereierfarbe war … interessant, vorallem hat es interessant gerochen. Wäre der Geruch nicht gewesen, ich hätte die Eier auf dem Herd vergessen, weil ich so vertieft in meine Flickarbeit war. Gerade noch im richtigen Moment stürzte ich in die Küche und habe das Schlimmste verhindert: Grün geränderte Eidotter. Die Kostprobe ergab ein 1A Resultat.

Ostereier2019Nest.jpg

Zartes Lindengrün ist herausgekommen, und wenn man ganz genau schaut, sieht man das Pflänzchenmuster. Ich bin mittlerweile ziemlich unsicher, ob im erwähnten Beispiel überhaupt Brennnesseln zum Färben verwendet wurden. War es nicht eher Spinat? Nächstes Jahr werde ich das ausprobieren.

 

Fröhliche Ostern!                                       Happy Easter!

Pflückfrischer Salat – Weed? Of course not!

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WilderSalat

Ernten ist das neue Jäten!

I don’t weed anymore, I harvest!

Giersch, Vogelmiere, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Löwenzahn. Das sind gerade mal vier essbare (Un)kräuter, die ums Haus herum wachsen. Ich bin entschlossen, noch viele mehr kennenzulernen.

Goutweed, chickweed, speedwell, daisy blossoms, dandelion leaves. These are four edible plants that grow around my house. I’m determined to learn a lot more.

WilderSalat_1.jpg

Heute gibt es wilden Salat. Mit gerösteten Kernen besonders lecker.

Today, we are going wild. I may add a bit lettuce, and some fried seeds. 

 

Bon appetit!

Samstags im Garten – My Future Vegetable Garden

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Gartenbeet

Guten Morgen Sonnenschein!

Die Bise ist abgeflaut, so dass wir die volle Kraft der Frühlingssonne geniessen können. Am Mittwochnachmittag und Donnerstagabend habe ich drei Stunden im Garten verbracht, um meine im Herbst angelegten Gemüsebeete umzuplatzieren. Ich konnte im September noch nicht wissen, dass wir ein halbes Jahr später den Hühnerauslauf vergrössern würden. Huff!

Wie es so ist mit scheinbar anstrengender Arbeit: Man muss einfach anfangen. Jammern nützt nichts. Zur Belohnung fühle ich mich heute Morgen so zufrieden, dass ich mein Morgenessen nach draussen genommen habe, um mein Werk zu geniessen. Noch ist nichts angesäht, denn die Nächte sind empfindlich kalt, so dass eh nichts wachsen würde. Damit die Beete aber so bleiben, wie sie sind, liegt ein Maschendraht darauf, um die Katzen, Hunde und Hennen fernzuhalten.

Mein Brot ist übrigens mit meiner selbstgemachten Tannzapfenkonfitüre bestrichen. Sie riecht nach den Weiten der sibirischen Taiga und schmeckt wie frisch geschlagenes Fichtenholz.

Zapfenkonfi

Ich habe neun sturmfrische Tannzapfen gewaschen, in einer Chrompstahlpfanne knapp mit Wasser bedeckt für eine halbe Stunde gekocht und etwa 24 Stunden stehen gelassen. Dann nimmt man die Zapfen heraus, misst wie viel Flüssigkeit man hat, gibt ebensoviel Zucker dazu und kocht den Sirup auf, bis er dick ist. Ich habe letzten Samstag davon berichtet. Hier gibt es Bilder dazu.

Lola.jpg

Das Konfibrot schmeckt so gut, ich musste es verteidigen.

Lola, gschsch!

I’m so happy: Spring has arrived after the cold wind had died. Furthermore, I had enough time to move my little vegetable garden on Wednesday and Thursday, which took me three hours. It’s worth the effort.

Project „vegetable garden“ is starting with only two beeds because I want it to be a success, so I’d better start small. Anyway, it’s still to cold to plant anything. Therefore I’ve covered the beeds to keep cats, dogs and hens out.

I think it’s time for a little celebration in the early morning sunshine. As you can see, I have to fight for my breakfast.

The jam is made of fir cones. In case you would like to see how I did it, here are some pictures of the process.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

 

 

 

 

 

Samstags bodenständig – A Saturday in the Sticks

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ZapfenhonigVoll die Fichte – Holz und Zapfen. Dazu Kaffee.

Das Heute ist ein bisschen kürzer als üblich, denn um fünf Uhr schon beginnt ein Fest (das Geschenk ist noch nicht ganz fertig und ich habe nichts anzuziehen. Hilfe!). Ich habe deshalb eine Liste gemacht, um das wirklich Wichtige (Futter für die Hühner, Lektüre für die nächsten Tage, Wäsche aufhängen, eine Abholung für den Unterricht am Montag) nicht zu vergessen …

Das Leben ist im moment grad ein bitzeli anstrengend, was ich auch auf die Frühlingsmüdigkeit schiebe. Aber ehrlich, so eine Woche in den Bergen mit Jugendlichen bringt dich ganz schon aus dem Tramp. Einerseits bedeutet es nämlich eine Woche lang jede Nacht zu wenig Schlaf. Zweitens ist die Dauerpräsenz nicht zu unterschätzen. Auch muss ich an dieser Stelle auf den Lärmpegel hinweisen, der, wen wundert’s?, vor allem während der Mahlzeiten und dem abendlichen Spiel über gesundheitlich tolerierbaren Werten liegt. Aber ich will nicht jammern. Ich finde es wertvoll, mit Jungendlichen eine Woche Leben zu teilen, und Schule ist ja nicht unbedingt das Leben.

ZapfenDas Ausgangsmaterial: frische Tannzapfen.

Du kommst dann am Ende der Woche müde bis ins Gebein nach Hause, um festzustellen, dass du erst mal Arbeit nachholen musst, bis alles wieder so ist, wie du möchtest: ein bisschen was im Kühlschrank und in der Gemüseschublade, die Wäsche gewaschen, die Sturmschäden im Garten behoben, die Hühner gestreichelt. Du denkst auch, dass nach einer Woche im Schlafsack frisches Bettzeug ein Muss ist und kämpfst mit der Matratze und der übergrossen Bettecke und generierst grad nochmals Wäsche zum Waschen, Aufhängen, Zusammenfalten und Versorgen.

Zapfenhonig1.jpgDie Tannzapfen werden eine halbe Stunde im Wasser gekocht.

Auch in der Schule musst du erst mal wieder ankommen. Nebst dem Verräumen des Lagermaterials läuft der Unterricht. Hast du endlich wieder alles im Griff, stellst du fest, dass in drei kurzen Wochen schon wieder Frühlingsferien sind und du noch kaum Prüfungsnoten hast, obwohl du dir ja so vorgenommen hast, dieses Jahr mit einem Polster ins letzte Quartal zu steigen, weil die Zeit nach den Frühlingsferien immer wie im Flug vergeht.

Trotzdem: Ich habe keine Korrekturarbeiten mit nach Hause genommen. Denn immer, wenn man schon einen Siech voll Arbeit hat, kommt noch mehr: In der Scheune liegen vier Ster Holz. Zum Glück schön am Trockenen. Es eilt nicht …

Zurück zur Liste: Ich lasse mir noch ein einhalb Stündchen, bevor ich mich ihr zuwende. Erst mal mache ich jetzt Zapfenhonig, womit das Rätsel von gestern gelöst wäre. Das Rezept (es gibt da noch andere Leckerbissen zum Ausprobieren) schlägt übrigens Kiefernzapfen vor, aber im Moment sind Fichtenzapfen im Überangebot (Wann hört denn endlich dieser verstörnede Sturmwind auf?). In meiner Küche riecht es wie in einer russischen Banja. Dazu der Geruch nach frischem Holz in der Scheue. Leute, es geht sehr bodenständig zu und her in Oberheimen.

Macht’s euch nett!

Zapfenhonig2.jpgDie ausgekochten Zapfen färben das Wasser dunkelbraun. Das Ganze kommt jetzt eine Nacht lang zugedeckt in die Kühle.

Oh, I’m so tired. I had so much energy through the whole winter. But finally, the class camp with the bunch of youth, the stormy nights, the rain, and life itself have knocked me down. After the classcamp I had to catch up with a lot of chores in school and at home. Yesterday, I felt on top of things. I was wrong: there is another long list for today. What should I do?

I decided it was time to do something special and deal with the hard stuff later. Therefore – first thing in the morning – some cones (the recipe says pine cones) are cooking on the stove as I’m making  fir cone honey. The fragrance is wonderful. To make being at home even better, there is a load of wood logs in the barn that smells also of an undisturbed life in a peaceful place. Yes, I really love living in the sticks. 🙂

Now I’d better be going. There is a lot to do.

Have a nice weekend!

 

Verlinkt mit Samstagsplausch.