Archiv der Kategorie: Momentaufnahme

Versprechen – Promise

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Don’t forget: Next spring is coming!

Vergiss nicht: Der nächste Frühling kommt bestimmt.

Fürio, dä Himmel brännt – Burning Sky

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Bis der Tag erwacht – Samstags 44 * 22 – Until Dawn

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So lange dauerte es noch nie, bis ich die Zeitumstellung inkorporiert hatte. Jeden Morgen erwache ich vor vier Uhr, was bis letzte Woche fünf Uhr war. Egal, wie spät ich ins Bett gehe. Meine innere Uhr ist stehen geblieben und verweigert den Sprung. Es passt zu meinem Gemütszustand. Obwohl das Leben weitergeht, wie wir zu sagen pflegen, ist meine Uhr irgendwie stehen geblieben. Ich staune jeden Tag, lerne jeden Tag neu, dass sich die Erde dreht. Der Sommer ist vorbei, die Blätter fallen von den Bäumen, es ist dunkel am Morgen, wenn ich mit der Arbeit beginne. Ich weiss es ja, und doch vergesse ich es.

Halb fünf Uhr. Ich warte, bis der Tag anbricht. Hei, ist das dunkel draussen. Ich zünde Licht an, entfache ein Feuer, mache mir Tee und geniesse die Ruhe. Das ist das Schöne am Frühaufstehen. Kein Geräusch dringt an mein Ohr, und es wird eineinhalb Stunden dauern, bis ich die Kirchenglocken von Heiligkreuz hören kann. Wenn überhaupt, denn der Nebel entrückt nicht nur Formen, sondern auch Töne. Dieser Morgen passt gut zu meinem Gemütszustand. Ich fühle mich entrückt. Die Wirklichkeit da draussen, passt nicht zu meinem Innern. Um es auszuhalten, muss ich mich distanzieren, ein bisschen wenigstens, so dass es nicht auffällt.

I’ve woken up around four each morning. My inner clock hasn’t made the change yet. And no matter what time I go to bed, I am awake early. Too early for a Saturday anyway. So I get up, turn on the light, make a fire in the stove and heat up a cup of tea. I enjoy the peace and quiet of the new day. This is the beauty of getting up early: no sounds. Especially today as there is fog that covers everything, the visible and audible proof of humans. It suits me, matches my condition. I’ve placed myself outside the circle of others. Just slightly, so nobody notices. At least that’s what I think, because nobody talks about it.

I’m waiting for dawn, because I want to go to the forest, I want to rake leaves, I want the day to start. I want to go on with life. And I will some day. Then the clock will run again. Days, weeks and moths will pass and I won’t forget that the leaves have turned their colours, the months have passed, the days have become short, the nights long.

Verlinkt mit Andrea Karminrot in Berlin.

Eine tote Maus – Samstags 37 * 22 – A Dead Mouse on The Carpet

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Dieser Morgen will einfach nicht so recht in die Gänge kommen, dabei habe ich mich gefreut. Hey, ein Wochenende liegt vor mir. Alles ist möglich.

Aber zuerst ist die Milch sauer, dann liegten da noch der Abwasch von gestern im Spültrog und eine tote Maus auf dem Tepppich. Aber ich mag nicht in den Laden fahren und frische Milch kaufen. Ich kann mir Schöneres vorstellen, als eine Auflaufform mit eingekrustetem Kartoffelgratin zu putzen und auch das angefressene Tier vor der Küchentür aufzuheben, scheint eine unlösbare Aufgabe zu sein.

Lachhaft, denke ich, aber das macht die Sache auch nicht besser. Nun denn, ich braue mir einen türkischen Kaffee und schlucke meine Vitalstoffe. Dann noch Nüsse einsammeln, Äpfel auflesen, Hühner misten. Später treffen wir uns, um die Wohnung des Sohns zu räumen. Ich fühle mich saft-, kraft und leblos, wie der kleine Nager auf dem Teppich. Warum habe ich eigentlich keine schwarzen Kleider?

This is a very difficult morning although I was looking forward to it. Hey, a whole weekend to fill with anything I want to do.

However, the milk has turned sour, yesterday’s dishes are still in the sink and a dead mouse is lying on the carpet. I don’t have the energy to drive to the store and buy fresh milk, I can’t bear to clean the filthy pan and pick up the half-chewed, stiff rodent.

Ridiculous, I think, but this doesn’t change a thing. Anyway, I brew myself a Turkish coffee and take my minerals and vitamines. And on to picking up apples and walnuts, cleaning the chicken coop. Later we are going to empty my sons appartment. I feel sap-, power- and lifeless like the little animal on the carpet. Why don’t I have black clothes?

Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea.

Momentaufnahme – This Very Moment

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denke ich: ans Freichlichtmuseum Ballenberg und daran, in welches Haus ich am liebsten einziehen möchte. Das aus dem Appenzellerland, dem Zürcher Weinland oder das Tessinerhaus?

mag ich: Dass es am Abend noch hell ist, wenn ich schlafen gehe und immer noch hell, wenn ich das erste Mal erwache. 😉

mag ich nicht: Daran denken, was noch alles sein sollte, bevor die Sommerferien beginnen.

spüre ich: Dass ich aufpassen muss, dass es nicht zu viel ist.

freue ich: Mich, dass wir eine Pause in der Sorge um den Sohn haben dürfen. Ausgestanden ist noch nichts.

fühle ich: grosse Unterstützung von Menschen, von denen ich es nicht erwartet hätte.

trage ich: keine Socken an den Füssen: Es ist wirklich Sommer!

brauche ich: ein bisschen Abstand von gewissen Menschen.

höre ich: die Kuckucksuhr in der Stube sieben mal rufen.

mache ich: eine Erdbeerroulade

lese ich: „It’s okay, not to be okay“

trinke ich: Mandelsirup aus Lion, wo wir waren, als die Welt noch in Ordnung schien.

vermisse ich: nichts

schaue ich: jeden Abend eine Episode von Mr. Monk.

träume ich: von den Sommerferien am See und im Atelier.

I’m thinking: What a wonderful time of the year.

I like: strawberries with cream.

I don’t like: grading tests.

I’m feeling: my heart beat.

I’m looking forward to: the movie night tonight

I’m feeling: the warmth crawling into the house.

I’m wearing: shorts and t-shirt, no socks. It finally is summer!

I need: nothing, I have all I need.

I’m listening: to the ticktock of the clock.

I’m doing: I’m writing this post, no big projects though.

I’m reading: 5 to 10 pages of my courant book before I fall asleep. I’m so tired!

I’m drinking: almond syroup from Lion France. Delicious!

I miss: nothing.

I’m watching: Mr. Monk

I’m dreaming of the lake and the shop, the shoes I’m going to make in July and the outdoor museum I’m going to visit.

I’m not sure which house I want to move into. This one is high on the list though.

Hier geht’s zum Original

Katze im Abendlicht – A Room with A View

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Wir wohnen in einem alten Bauernhaus mit Scheune. Nachdem diese nach 10 Jahren von vollgestopft mit Holz und Allerlei fast leer ist (es gibt da noch ein Heubett für die Katzen, ein paar Werkzeuge zum Heuen und Bretter, die zu lang sind, um sie wegzubringen), habe ich gegen Westen zwei Lücken in die Wand gesägt und zwei Fenster eingesetzt. Durch diese scheint am Abend die Sonne. Der Boden über dem Badezimmer ist deshalb zu einer erhellten Plattform geworden, wo man in aller Beschaulichkeit ein Bschorle oder ein Bier trinken und ein bisschen quatschen kann. Gestern Abend leistete uns Lola Gesellschaft, denn das Fenster, eigentlich nie offen, erregte ihre Neugierde.

Heute Morgen ist der Frühling zurückgekommen. Die Sonne, auf der anderen Seite des Hauses scheint mir mitten auf den Tisch und lockt mich nach draussen. Allerding sollte der Mielemann kommen und den Geschirrspüler flicken. Wünsch mir Glück, dass das möglich ist.

We live in an old farmhouse with an attached barn, that after ten years of hard work, is almost empty. I cut out two openings a while ago and fitted two windows in in order to have more light in the barn. As we are in the middle of April, we can watch the sunset from this lovely plattform over the bathroom that the previous owner had attachted to the house and built in the barn in the late seventies. This lovely spot with a view to the west is perfect for a happy hour drink and a chat. Yesterday Lola kept us company. The window mostly closed, caught her interest.

This morning with the sun on the other side of the house, spring has sprung again. Let’s do some work outside. However, the Miele man is supposed to come and fix our dishwasher. Whish me luck that it can be fixed.

Kuchen vom Feuer – Outdoor Baking – Tadahh!

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Experimentieren an einem schönen Frühlingsabend. „Wilde Küche“ war mein Ratgeber. So gut, so einfach.

Experimenting on a lovely spring afternoon. „Wild Kitchen“ – outdoor cooking was my guide. I’m very pleased with the book and the result.

Kleine Blümchen – Friday Flowerday

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Ob es am Frühling liegt, dass ich den Eindruck habe, die Tage seinen mit Unterricht und schulischen Belangen mehr als gefüllt? Ich schaue aus dem Fenster, sehe die Wiesen langsam grün werdend im Sonnenlicht. In anderen Jahren habe ich jede freie Stunde draussen rund ums Haus herum verbracht, konnte nicht genug kriegen vom Aufräumen, Wischen, Umgraben, Pflanzen und Planen. Und heute bin voll im Pausen- und Feierabendmodus. Ich schon mehr als zufrieden, dass ich sehen kann, wie mein Bier zu wachsen beginnt und ich ein paar Blümchen pflücken kann.

Was du heut nicht kannst besorgen,

verschieb getrost auf morgen.

I’m not achieving any goals these days besides work and the tasks around it. I get up and work and then there isn’t time to actually do something. Instead I sit at the window and watch the grass getting green in the sunlight. In other years, I spent each free hour outside, couldn’t get tired of harking, cleaning, cutting, planting and planning. Today I feel nothing than having a nice break and happy hour. I am more than pleased that I can see how my bere starts to grow and pick a few flowers.

Put off till tomorrow

what you can’t do today.

🙂