Archiv der Kategorie: Sewing/Nähen

Eight Years of Hibernation – Es hat nicht viel gefehlt

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Knöpfe

Eight years ago, it might be even more, my son started this piece because he was bored and I made him sew. He almost finished it. Just half of the border and a few buttons were missing when I tucked the blanket in a box and forgot about it most of the time. 

Ferien sind dazu da, Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Diese Decke, die ich die meiste Zeit vergessen hatte, war allerdings nicht auf meinem Radar, als ich die toten Wespen im Estrich entsorgen wollte. Aber warum nicht auch dieses Arbeit nach mindestens acht Jahren Winterschlaf inklusive Züglete vollenden?

Patchwork

There isn’t much use of a half-finished blanket in a box in the attic, right? It didn’t eat hay thought, as we say, but …

Eine halbfertige Decke in einer Plastikkiste im Estrich nützt nicht viel, nicht wahr? Wenigstens hat sie in all den Jahren kein Heu gefressen, wie wir sagen.

Patchwork_2

I’ve always wondered when I would get around to finish the blanket. How much time would it take anyway? An hour, maybe two … Today – first day of summer break – the time had come. Hibernation ended this afternoon at about two o’clock. 

Dann und wann ist mir das Sommerferienwerk meines Sohnes in die Hände gefallen, aber ich konnte mich nicht aufraffen, die fehlenden zwei Randstreifen und die paar Knöpfe anzunähen, obwohl dazu nicht viel Zeit nötig gewesen wäre. Heute Nachmittag um zwei Uhr war die Zeit reif.

Patchwork_3

I’m wondering whether my son remembers him sewing a patchwork blanket years ago. I’ll know soon enough. 

Es nimmt mich wunder, ob mein Sohn sich noch erinnert.

 

Nähen ohne Schnittmuster? – Without a Pattern?

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Shorts_1

So ne Sommerferien-Hose ist was Feines und ratzfatz genäht. Dazu brauche ich nicht einmal ein Schnittmuster … Nur leider, leider, ist die Hose zu klein geworden. Etwa Grösse 152.

Also nochmals von vorne: Stoff auslegen, falten, schneiden … Nur leider, leider, ist die Hose diesmal – aus lauter Angst – zu gross geworden. Jetzt trägt sie mein Mann, der schliesslich auch Sommerferien hat.

Ich habe gedacht, ich mache erst mal Pause, aber dann hat es mich doch in den Fingern gejuckt. Zum dritten Mal: Stoff suchen, auslegen, falten, schneiden. Und jetzt passt sie. Nur die Beine hätte ich gerne ein bisschen länger …

Vielleicht versuche ich es noch einmal.

Shorts

Shorts during summer break, if it is hot, are very convenient, comfortable and easy to wash. They are made in no time, even without a pattern I thought. Unfortunately, they turned out too small for me. 

Once again (no need for a pattern I thought): fold the fabric, cut the fabric, sew the shorts. Probably a bit scared, the shorts turned out too big this time. What the heck! They are my husband’s now as he is also on vacation. 

Third time (still without a pattern): Look for some more fabric, fold the fabric, cut the fabric, sew the shorts. Taddah! They fit perfectly. However, the legs could be a bit longer … 

I may try again tomorrow. Without a pattern, of course! 

Die zu kleine Hose würde ich in den Juli Tauschkorb werfen.

stich-schlinge-tauscherei

 

Happy Hour der anderen Art – What Happy Hour Means to Me

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Boxershorts7

Der Begriff „aktive Erholung“ passt hervorragend zu den fleissigen Schweizern, die sich verbreitet über Arbeit und Leistung definieren. Sogar in der Freizeit sind sie aktiv und produktiv. Fast hätte ich „gerne“ geschrieben, aber das passiert ganz unbewusst. Sie wissen auch, was von faulenzen zu halten ist. So schnell ist das Urteil gefällt, dass einer „än fuulä Siech“ ist.

Ich gebe zu, auch ich mache gerne was. Es ist ja gut und recht, sich über alle Möglichen Inhalte schlau zu machen und theoretisch viel zu wissen. Wenn aber die praktische Umsetzung ausbleibt, fehlt mir echt etwas. So habe ich also mein neu erworbenes Wissen über Altkleider, Lumpensammlungen, Sortierwerke und Mitumba schon am Freitag während meiner ganz persönlichen Happy Hour in einen praktischen Output gesteckt: Aus einem Hemd in der Lumpenkiste sind superlustige Lumberjack Boxershorts entstanden. Zeitaufwand zwei Stunden. Und das tönt ja jetzt nicht nach einer grossen Arbeit.

I’m not fond of big theories I find it more awarding to transform knowledge into a practical output. I was reading a lot about textiles, the way how the rich countries consume clothes like other raw materials without thinking about the environmental issues and how the Africans build a business with what we consider to be no longer wearable. However, more and more people buy their clothes second hand all over the world. I am one of the many fans, always have been. 

As the Swiss in general are very busy people, they tell everybody all the time that they relax actively, which means they are busy even in their free time and (this may be the downside) they know exactly who is a lazy person. Actually, I find it hard to be lazy, but try to avoid to judge others. „Chacun à son goût.“ My happy hour on Friday was not related to beer or champagne, but to sewing and recycling as the result of my studies. 

Boxershorts

  • Ein altes Hemd von den Ärmeln befreien und das Coller am Vorder- und Rückenteil wegschneiden, damit die Stoffteile flach liegen.
  • Cut off the sleves or an old shirt, cut off the collar and place the fabric flat on the table. 
  • Das Hemd in der Rückenmitte falten und die Knopf- und Knopflochleiste des Vorderteils passend aufeinander legen. Das Schnittmuster (meins ist von Handmade Kultur) auflegen, so dass die Säume der Hose auf die Säume des Hemdes und die vordere Mitte auf die Knopf- und Knopflochleiste zu liegen kommt.
  • Fold the shirt in half, placing the edge with the buttons onto the edge with the botton holes. You will find a pattern for short in the internet. Pinterest may be a source. The seam of the shirt is used as the seams of the shorts. 
  • Mit Nahtzugabe ausschneiden.
  • Cut out with seam allowance. 

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  • Die Hosenbeine an der Innennaht zusammen nähen.
  • Push one leg into the other and sew the inner leg seams. Sew the scrotch seam as shown on the pictures above and below. Fold the fly. 
  • Hosenteile ineinander schieben (rechte auf rechte Seite) und die Schrittnaht nähen. Dabei die Knopf- und Knopflochleiste übereinanderlegen, dass ein Hosenschlitz entsteht und keine Fältchen entstehen.

Boxershorts3

  • Damit die Boxershorts so bunt werden wie im Sprichwort, Applikationen anbringen.
  • Add some colour to your shorts with a little appliqué. 

Boxershorts4

  • An der oberen Schnittkante einen elastischen Bund annähen. Knöpfe annähen.
  • Add an elastic waistband and sew on colourful buttons. 

Boxershorts5

Und fröhlich flattert die Wäsche im Wind.

It’s quite stormy today. 

🙂

Verlinkt mit Sonntagsglück, einfach.nachhaltig.besser leben und upcycling im Mai.

Hello, Lumberjack – Manchmal – Bunte Unterhose

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Manchmal trägt die Wirklichkeit
eine bunte Unterhose
unter ihrem grauen Kleid.
Und eine Rose im Knopfloch.

 Franz Wittkamp

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Hello, Lumberjack!

I’ve started into the weekend with a little sewing project. For how long this former shirt has been waiting in a box to see the light of a beautiful day, I have no idea. Was it even mine back then? I think so. 🙂 The pattern is from the internet. 

Der perfekte Start ins Wochenende beginnt mit einer kleinen Näharbeit. Das ehemalige Hemd lag Jahre lang in einer Bananenschachtel, bis es heute endlich wieder das Licht der Welt erblicken durfte. Ich glaube sogar, das Holzfällerhemd hat mal mir gehört. Das Schnittmuster kommt aus den Weiten des www.

Macht’s euch nett!

Have a nice weekend!

 

 

Mug Rug and a Cup of Coffee – Miau – Meow

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miau

Why not spend the day with a little bit of sewing as it is an off day? It’s Labour day but not in all places of Switzerland. We only have to cross the border to the next Kanton to enjoy business as usual. So we are going out for lunch today. In oder to keep it fair, on the 1st of November it’s the other way round. 🙂 

Ein geschenkter Tag. 1. Mai, aber nicht überall in der Schweiz. Überschreiten wir die Kantonsgrenze, wird fleissig gearbeitet. Deshalb werden wir heute auswärts essen gehen. Der Gerechtigkeit halber, geniessen dann unsere Nachbarn im Kanton St. Gallen den 1. November als Feiertag.

Ich gehe es leicht an. Es gluschtet mich, ein bisschen zu nähen. Da das Wetter nach einem superschönen Wochenende heute eher auf Sturm steht, bleibe ich drinnen gemütlich an der Wärme.

SchwarzeKatze

Blacky is keeping me company. Doesn’t she look a bit depressed? Is she sick? I don’t worry too much. 

Die schwarze Katze leistet mir Gesellschaft. Sieht sie nich ein bisschen niedergeschlagen aus? Ob ihr was fehlt?

Büsi

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Miau, miau! Das Platzdeckchen ist fertig. Für den Schriftzug habe ich das Wiefelfüsschen ausgepackt.

Meow, meow! The mug rug is finished. I took the darning food for the writing.

miU2

Now it’s time for a second cup of coffee and some crocheting to celebrate a new mug rug. I haven’t finished the cardigan yet … I’m going easy on my elbow. 

Jetzt ist es aber Zeit für eine zweite Tasse Kaffee, um den neuen Untersetzer einzuweihen. Dazu ein paar Stäbchen häkeln. Noch ist das türkis Jäckchen noch nicht fertig. Ich schone meinen Ellbogen.

Deins? Meins? Seins? – Yours? Mine? His? – Buchstabenteppich aus Gründen

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Man soll viel trinken, aber muss es denn immer aus einem sauberen Glas sein?

Nein, natürlich nicht, denn schliesslich wollen wir im Geschirrspüler kein Ungleichgewicht mit den Tellern schaffen. Also wird das Trinkgefäss zur Seite gestellt mit den besten Absichten, es beim nächsten Durst wiederzuverweden.

Nur ist dann beim nächsten Mal nicht mehr klar, welches denn nun meins, seins oder deins ist. Das grüne? Das klare? Oder doch das lilane? Und schon steht noch ein weiteres auf der Spüle, und noch eines und noch eines und noch eines.

Mit den Kaffeetassen ist es die gleiche Geschichte.

We should drink a lot of water during the day, but do we need to get a clean glass each time we are thirsty?

Of course not, because we don’t want to overload the upper section of the dish washer when the lower section is half empty. Therefore a glass is put aside with the best intention of using it again. But after a while nobody knows which glass is his or hers.

The pink one? The green one? Or was the green one mine yesterday? And an other glass is put aside and a next and a next. In the evening they all go into the dish washer.

It’s the same story with coffee cups.

Gläser wohin2

Mit er schnellen Methode meiner kürzlich genähten Untersetzer aus alten Jeans und bunten Stoffresten plus einer kleinen Applikation, ist nun ganz klar definiert, wer sein Glass und seine Kaffeetasse wohin stellt. A für Andreas und R für mich. Ich rechne aus, wieviel Arbeit, wieviele Spülgänge, wieviele Liter Wasser, wieviel Strom ich sparen kann. 🙂

Due to the same super quick method I used for the mug rugs, from now on everybody knows exactely where to put the glass or coffee cup: A for Andreas and R for me. L was designed for Linus but he moved out. I’m happy about how much work, water and electricity I can save. 🙂

Gläser wohin3

 

Twinkle, Twinkle, Little Star – Machen statt pinnen

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samstags-sterne

Ich hatte Lust auf Nähen und auf Wollstoffe. Eigentlich wollte ich von Hand sticheln, habe dann aber doch die Nähmaschine ausgepackt, was eine gute Entscheidung war. Die Untersetzer sind im Nu genäht. Schon ein erstes Schielen nach Weihnachten? Ja, aber bitte ohne Glitzer. 😉

Die Idee ist von hier.

I’ve felt like wool fabric and sewing and found these lovely coaster on Pinterest. Although I thought about sewing by hand, I finally took out the sewing machine, which was a good decision. The coasters are a quick and fun project. All you need are a few scraps. It’s first glimpse of Christmas already, but without glitter. 😉

 

Uups: Die Kaffeetasse ist auch schon auf dem Bild.

Dabei ist doch erst Donnerstag!

 

Twinkle, Twinkle, Little Star ist eines der bekanntesten englischen Wiegenlieder. Die Verfasserin, Jane Taylor (1783–1824), veröffentlichte den Text erstmals 1806 in der Kindergedichtesammlung Rhymes for the Nursery. Gesungen wird er zur erstmals 1761 notierten Melodie des französischen Volkslieds Ah ! vous dirai-je, maman, die im deutschen Sprachraum vielmehr durch das Weihnachtslied Morgen kommt der Weihnachtsmann bekannt ist.

Twinkle, twinkle, little star,
How I wonder what you are!
Up above the world so high,
Like a diamond in the sky.

When the blazing sun is gone,
When he nothing shines upon,
Then you show your little light,
Twinkle, twinkle, all the night.

Then the traveller in the dark
Thanks you for your tiny sparks;
He could not see which way to go,
If you did not twinkle so.

In the dark blue sky you keep,
And often through my curtains peep,
For you never shut your eye
Till the sun is in the sky.

As your bright and tiny spark
Lights the traveller in the dark,
Though I know not what you are,
Twinkle, twinkle, little star.