Archiv der Kategorie: Orchard

Ziegenbart? Hexenhaar? Pilzgeflecht? – What’s This? – Heute ist Erntetag

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Hexenhaar

Starten wir den Sonntag mit einem Rätsel: Was ist das?

Let’s start this lovely Sunday with a riddle.

Ziegenbart? Goatbeard?

Hexenhaar? Hair of a witch?

Pilzgeflecht? Mycelium?

Es gibt noch mehr, noch viel mehr. Und ich werde es unter Schmerzen einbringen. Weil es so gesund ist. Weil es mich an den Sommer erinnern wird. Weil es interessant ist. Heute ist der ideale Erntetag.

There is more, much more. And I am going to harvest it although it’s painful. Because it is healthy, interesting, special. Because it will remind me of summer.

Today is a perfect day for harvesting.

 

 

Verlinkt mit Sonntagsfreude bei soulsister.

 

Zuwachs bei den Bienen – Violet Carpenter Bee

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holzbieneblau

Weil die frisch geschlüpfte Sumatra Regenwaldbiene nicht ganz ernst zu nehmen ist, bekommt die Bienenkollonie Zuwachs in Gestalt einer tatsächlich existierenden Spezies: Die Blaue oder Violette Holzbiene.

I didn’t know there was a bee named violet carpenter bee. In case you would like to read more, you will find information on Wikipedia. There are a few sites that provide knowledge about this beautiful bee.

Wer mehr über dieses schöne Insekt, das Totholz braucht, um nisten zu können, erfahren möchte, liest am besten hier oder hier nach. Zugewandert ist die Holzbiene aus dem Süden. Ob das mit dem Klimawandel zu tun hat?

Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, im Frühling auf Suche zu gehen. Wir haben hier jede Menge Totholz, und Muskateller Salbei steht schon auf der Einkaufsliste.

I can’t wait to check on the old and dead branches of our elderberry bushes whether there are any violet carpenter bees. I most certainly are providing food for these wild bees in spring. They like Muscatel Salvia.

holzbiene

Anyway, my colonie of wild bees has grown.

 

Der Geschmack meiner Jugend – Berner Rosen

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BernerRosen

Gestern ging ich meine Eltern besuchen. Einfach so. Unangemeldet, um zu schauen, wie es ihnen geht, ein bisschen zu plaudern und zu sagen: Hey, ich lebe noch!

Beim Abfahren sah ich sie: die Berner Rosen. Äpfel vom Baum, der schon alt war, als ich aufwuchs in diesem Quartier. Wir haben eine einfache Baumhütte in die Verzweigung des Stammes gebaut, Stefan und ich. Dort oben sind wir gesessen und haben auf den Milchmann gewartet, auf Herrn Hild aus der Murkart, der uns ab und zu ein abgelaufenes TamTam geschenkt hat.

Der Baum steht ziemlich genau auf der Grenze zwischen meinen Eltern und dem Land, auf dem damals noch Kühe und Rinder weideten. Erst viel später ist schliesslich ein Haus gebaut worden, das jetzt leer steht.

In all den vielen Jahren hat keiner gefunden, man müsse den alten Apfelbaum fällen, der sich tapfer gegen Altersgebresten wehrt. Er wirft vertrocknete Äste ab, leidet unter der Schneelast, das Loch im Stamm wird immer grösser, der Efeu wuchert. Und doch trägt der Baum Früchte. Diesen Herbst ganz viele.

Ich war schon dran vorbei gefahren, in Gedanken bereits zu Hause, als ich nochmals umgekehrt bin und ein paar Äpfel aufgelesen habe. Wunderbar rot, ein bisschen bitter im Geschmack, aber voller Erinnerungen. 🙂

Verlinkt mit Sonntagsglück.

Oberheimen Blog

BernerRosenGestern ging ich meine Eltern besuchen. Einfach so. Unangemeldet, um zu schauen, wie es ihnen geht, ein bisschen zu plaudern und zu sagen: Hey, ich lebe noch!

Beim Abfahren sah ich sie: die Berner Rosen. Äpfel vom Baum, der schon alt war, als ich aufwuchs in diesem Quartier. Wir haben eine einfache Baumhütte in die Verzweigung des Stammes gebaut, Stefan und ich. Dort oben sind wir gesessen und haben auf den Milchmann gewartet, auf Herrn Hild aus der Murkart, der uns ab und zu ein abgelaufenes TamTam geschenkt hat.

Der Baum steht ziemlich genau auf der Grenze zwischen meinen Eltern und dem Land, auf dem damals noch Kühe und Rinder weideten. Erst viel später ist schliesslich ein Haus gebaut worden, das jetzt leer steht.

In all den vielen Jahren hat keiner gefunden, man müsse den alten Apfelbaum fällen, der sich tapfer gegen Altersgebresten wehrt. Er wirft vertrocknete Äste ab, leidet…

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Was klappert denn da? – Pling! Pling! Plong! – Musikalischer Erntesegen

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Nussmandala

Stormy weather for the last few days. The wind shakes the branches of the tree. There are walnuts everywhere! Lots and lots of walnuts. Pling! Pling! Plong! The sound of the falling nuts onto the car keeps me from sleeping. I always forget to park next to the shed. 

Pling! Pling! Plong tönt es die ganze Nacht, wenn der Wind bläst und die Äste zum Tanzen und die Nüsse zu Boden bringt. Ich liege im Bett und höre sie fallen. Mensch, schon wieder vergessen, das Auto neben dem Schopf zu parkieren. Ich nehme es positiv: Musikalischer Erntesegen.

Nussmandala-2

We had this many nuts years ago. The heat and draught haven’t done damage to our giant walnut tree. 

Das letzte Mal hatten wir vor Jahren soviel Nüsse. Die Hitze und Trockenheit hat unserem Baumriesen nichts anhaben können.

Samstags ist Erntetag – Bananas, Apples, Pears and Prunes

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BananenkaffeeGestern war offensichtlich ein strenger Tag, denn um 17 Uhr hat mich eine Migräne ins Bett im abgedunkelten Schlafzimmer gezwungen. Nach 12 Stunden Ruhe, was in Oberheimen sehr gut funktioniert, bin ich heute früh, wenn auch noch ein bisschen wobbelig, wieder auf den Beinen und starte den Tag mit einem dicken Bananenshake. Oh ja, die Nächte werden länger. Die Tage beginnen merklich später.

Ein Glück, dass der ziemlich leere Kühlschrank noch eine angefangen Packung Milch enthält. Bananen kriege ich von Nachbars umsonst, weil ihnen der Dorfladen im nächsten Ort überreife und unverkäufliche Gemüse und Früchte zum Abholen bereit stellt, wovon hier das ganze Dörfli profitiert.  Mir scheint, es klappt im Laden gerade mit der Bananenkalkulation nicht so prächtig.

Banana shake made from scratch with more than ripe bananas which our neighbours get from the store in the next village. The fruits can’t be sold anymore and would be thrown away. As there is more than the neighbours can use themselves, they share. I think it’s hard to calculate the craving of the costumers at the moment because I get bananas to bake and cook and shake what ever I like

Bananenäpfel

Überhaupt bringt der frühe Herbst allerlei Früchte hervor. Äpfel und Birnen von den eigenen Bäumen, Zwetschgen von der Hofgemeinschaft einen Kilometer entfernt. Da fahre ich heute noch hin und pflücke mir ein paar Kilogramm zum Dörren und Einfrieren.

The harvest has begun. We have pears and apples from our own orchard. Soon the grapes will be ready to be picked. Later this morning I’m picking prunes at the farm next door. I’m going to dry and freeze them. 

Aber erst mal Bananenmilch und Kaffee, damit die Lebenssäfte wieder in Schwung kommen.

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea.

 

 

 

Apfelliebe – Auf den Blickwinkel kommt es an – Love of Apples

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Gravensteiner

Es kommt auf den Blickwinkel an.

You have to put everything into perspective.

Gravensteiner-1

Ist er nicht ein Prachtkerl?

Isn’t it a beauty? It even survived the hail we had in spring. 

 

Apfelsaft

Da sage ich nur: Prost!

Cheers! It’s all I’m saying.

Samstags viel Lektüre – Summer of Books

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Garten

Ein weiterer strahlender Morgen in diesem Sommer. Ich habe noch eine wage Vorstellung, wie sich ein Regentag anfühlt. Aber zur Gewohnheit sind mir die Sonnentage noch nicht geworden.

Natürlich denke ich an die Trockenheit, die sich über ganz Europa zieht. Natürlich denke ich an die, die unter der Hitze leiden. Selbstverständlich ist mir voll bewusst, warum man kein Feuer entfachen darf im Freien. Natürlich bekomme ich mit, dass der Nachbar Heu kaufen muss für seine Tiere und zwei seiner Kühe zur Schlachtbank führt, weil das Futter knapp wird. Ich sehe, dass die ansonsten fetten Wiesen und Äcker dieses Jahr ziemlich mager sind.

Mein Garten ist zum Glück pflegeleicht und braucht kein Wasser. Zudem ist noch ein Rest in der Wassertonne übrig. Und wenn unser Rasen trocken und braun wird und nicht mehr wächst, spart mir das höchstens Arbeit. Und ja, ich denke doch, dass bald die Aufforderung kommt von der Gemeinde, mit dem Wasser sparsam(er) umzugehen.

Another sunny morning. I can’t get enough of them and don’t take them for granted. I fully enjoy the bright side of a summer like this one. 

I know about the negative aspects of these sunny and dry period the whole Europe is facing. I talk to my neighbour who is buying hay because his animals can’t find grass on the pastures. The grass has turned brown and dry. I know that some people can’t stand the heat and suffer. I’m expecting that soon there will be a call for saving water.

I’m glad my garden doesn’t need much care. When the grass doesn’t grow anymore, I have less work. The same with the weed. 

Lektüre

Ansonsten läuft das Leben allgemein auf Sparflamme. Es ist so ruhig geworden während der Ferien. Die Hitze bremst nochmals alles aus. Ich bin froh um die Bäume, die nicht nur Schattenspender sind, sondern auch die Luft erfrischen. Trotzdem waren die Ferien bis jetzt Ereignis reich.

Der Sommer 2018 ist mein Büchersommer. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelesen. Zum Ende der Ferien hin, deutet die Hälfte dieses Stapels bereits wieder auf die Arbeit hin.

2018 is the summer of books. I haven’t read that much in years. Most of the books are second hand, the rest is – now at the end of summer break – work related. I’m not very busy these days. I pick blackberries in the morning, when the temperatures are agreeable. However, I like it hot. 🙂

 

Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch.