Archiv der Kategorie: Orchard

Nächtliches Treiben – Mysterious Action in the Middle of the Night

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Nachträglich kann ich nicht mehr sagen, was mich aufgeweckt hat. Ich weiss nur, dass ich die Augen offen hatte, zur Zimmerdecke starrte, als ich bemerkte, dass auf der Strasse vor unserem Haus ein Auto mit Dieselmotor angehalten hatte. Es ist schon aussergewöhnlich, dass nach Mitternacht überhaupt ein Auto vorbeifährt, dass eines anhaltet, kommt eigentlich nie vor.

Ich war schlagartig hellwach, sprang aus dem Bett, um zu kontrollieren, ob sich meine Befürchtung bewahrheiten sollte. Waren tatsächlich Plakatschänder am Werk, von denen man anlässlich der nächsten historisch wichtigen und spaltenden Abstimmung allenthalben hört? Sollte ich jemand auf frischer Tat ertappen, wie er unsere Plakate herunterriss? Und wirklich, stand da ein weisser Van direkt neben unserem Schopf. Ich hörte Türen schlagen. Dann fuhr das Auto … rückwärts …. es würde doch nicht etwa den Hydranten umstossen … und verschwand hinter dem Schopf.

Mein Mann schlich im Pyjama und barfuss aus dem Haus, um die Schelme aus nächster Nähe beobachten zu können. Ich stand derweil am Fenster. Was musste ich da sehen? Die Übeltäter machten sich nicht an den Plakaten, sondern an den Bienen zu schaffen. Gespenstisch hüpfte ein Taschenlampenlicht unter den Obstbäumen hin und her. Mein Puls, sowieso schon beschleunigt, erhöhte sich gleich noch um ein paar Takte.

Wartet ihr nur, dachte ich. Zuerst jedoch brauchte ich wärmende Kleider und vor allem meine Brille. Diesmal sollte der Bienenköniginnendieb kein Glück haben. Ich wollte zumindest die Automarke und -nummer notieren. Leider war die Brille nicht dort, wo ich sie vor dem Insbettgehen hingelegt hatte, was ich sonderbar fand.

Mittlerweile war mein Mann von seiner Spähertour zurück und rief die Polizei an. Bienenkönniginnendiebe seien bei uns im Garten. Man versprach, sofort eine Streife vorbeizuschicken. Mein Mann gab eine Wegbeschreibung durch und verschwand erneut kopfüber in der Nacht. Ohne Brille vom Balkon aus zu spähen, so gut es eben ging. Viel sah ich nicht, nur dass sich ein Schatten vor und zurück bewegte. Ich hörte, wie jemand Spanngurten festzurrte und wunderte mich, warum ein Bienenschänder sich die Mühe machte und die Magazine wieder sauber verschlösse.

Dann läutete das Telefon. Die Polizei wollte ein update und ich erklärte, dass sich die Aktion dem Ende nähere, da ich gesehen hätte, dass bereits die letzte Kiste wieder verschlossen worden sei. Ich hörte einen Automoter. Der Anrufer erklärte, dass der Streifenwagen schon ganz in der Nähe sei … Doch halt, was war da unten los? Ich sah, dasss mein Mann aus dem Gebüsch gekrochen war und … tatsächlich … auf die Heckscheibe des abfahrenden Wagens klopfte. Ich rief durch den Hörer, dass sich da draussen … etwas Erstaunliches … abspiele. Ob der vermeintliche Dieb vielleicht doch …

Mittlwerweile konnte ich erkennen, dass gar kein weisser Van, sondern ein silberiger Combi auf der Strasse stand. Tatschächlich! Der Besitzer hatte sich nächtlich an seinen Bienen zu schaffen gemacht und bei den heimischen fünf noch drei neue Völker platziert. Solche Aktionen müsse man nachts durchführen, wurden wir belehrt.

Fehlalarm also, erklärte ich der Polizei, meinem Freund und Helfer. Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Man nahm mir die Ströung zu meinem Erstaunen überhaupt nicht übel. Eine Vorwarnung wäre allerdings nicht schlecht gewesen,. Aber da stimme ich hundertprozentig zu.

Im Licht des Tages konnte ich dann mit eigenen Augen sehen, dass drei neue Bienenvölker in Oberheimen heimisch geworden waren.

Yes, I commit, I’ve gotten a bit paranoid during the last 19 months. The night before last I woke up and heard a car stand in front of our house, engine running. My first thought was that some idiots had come to remove the posters for the next voting from our shed. I got up and looked out of the window. However, what I saw was even worse: Someone was at the bee boxes. They are going after the queens, I thought.

My husband, very brave, went outside and wanted to watch what was going on. Meanwhile I was looking for some warmer clothes and my glasses, which I couldn’t find. Then my husband came back and called the police. He explained that someone was stealing the queens. Yes, there were people who just do that! The policeman assured that a car was on its way. What a relief. My husband disappeard in the dark again with a mission: He wanted to write down the number of the plate if in any case the patrol car would be late.

I, still without glasses and warm clothes, went up on the balcony to have a better look. Meanwhile the last beehive had been closed, the flashlight was gone and the engine of the car was turned on. Next thing I heard was the phone ringing downstairs. I ran and picked up the receiver. It was the police for an update. Up onto the balcony I ran while I was telling that the opperation seemed to have come to an end. What did I see there? My husband was talking to the man in the car. Was it possible that … this man … was the owner of the bees? I ask the policeman to hold on and … actually the thief turned out to be the bee keeper. How could he not tell us that he would be at the bees‘ in the middle of the night? I was glad the police was very understanding when I told what I had just seen. Appology accepted.

At daylight I could see three new bee boxes next to the five that were already there.

Untermieter – Busy As A Bee

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Wir haben seit gestern Nacht Untermieter. Die Zügelaktion ging schnell von Statten, denn die Beuten waren am alten Ort gefledert worden: Königinnen geklaut und die Kästen offen zurückgelassen. Richtig verschüchtert waren die übrig gebliebenen Bienen in einem Knäuel angeordnet. Hoffen wir, dass es ihnen am neuen, sicheren Ort unter neuer Königinnenherrschaft bald wieder gut geht.

Early in the morning I took a picture of the domicil of our tenants, the bees. They had to fled their old place because some criminals had taken the queens and left the place in a mess. Poor bees! They were in shock as the owner told us. I think we have found the perfect place for them. They have new queens and will soon relax and grow again.

In der Morgensonne sah das Domizil im Halbschatten eines Kirsch- und Zwetschgenbaues so aus. Noch wagten sich erst die mutigsten in die offene Wiese hinaus. Aber bald schon war emisiges Sumsen um die Kästen herum, so dass ich Ängstliche das Foto aus sicherer Distanz gemacht habe.

The bee hives are in the shade of two small fruit trees. The bees can fly down to the forest and a little creek to get a drop of water. I am a coward when it comes to bees and took the picture from a safe distance because the bees had become busy at noon.

Futter gibt es für die Bienen in der näheren und weiteren Umgebung genug. Da sie nach unten zum Waldrand ausschwärmen, merken wir von den emsigen Sammlerinnen im Garten nicht viel.

There is quite some distance between the bees and us when we are in the garden. We won’t be disturbed by the busy little creatures.

Cuckoo Flower – Wiesenschaumkraut

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Wie das Wiesenschaumkraut zu seinem Namen kam …

Foto-Reise 22/52 – Ganz nah – Near The House These Days

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Am liebsten bleibe ich dieser Tage ganz nah beim Haus. Dieses Foto ist von heute morgen.

I like to stay very close to the house these days. I took this photograph this morning.

Ein wunderbarer Ort zum Sein. Dieses Foto ist vom letzten Sonntag.

It’s a wonderful place to be This photograph is from last Sunday.

Und es gibt immer etwas zu tun. Heute noch mehr Äpfel als letzte Woche.

There is always a chore or two. Today I had to pick up more apples than last Sunday.

Verlinkt mit Foto-Reise bei Martin zum Thema „ganz nah“.

Samstags 20 / 43 – Die Letzten? – Are there more?

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Am Mittwoch dachte ich, dass Nüsse Auflesen für diesen Herbst erledigt sei. Heute Morgen nun stelle ich fest, dass die schönsten und grössten erst im nächtlichen Regen herunter gefallen sind. Es wäre schade, sie nicht aufzusammeln. Deshalb wird die samstägliche To-Do-Liste um einen Posten erweitert. Jetzt aber los, bestelltes Brennholz holen … Ich liebe den Herbst!

On Wednesday I thought that I was done with picking up walnuts. I was wrong. The biggest and most beautiful came down last night with the rain. It would be a shame to let them go to waste. That’s why my to-do-list has become one chore longer. I have to hurry now picking up fire wood I ordered yesterday … I love fall!

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea

Die Gaben der Natur – Traditional Recipe – Tuorta da Nuschs

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Der Montag war Enkeltag, und weil die Kleinen ins Spiel mit den Nüssen so vertieft waren, dachte ich, dass ich wohl Zeit hätte, ein paar zu knacken und eine Nusstorte zu backen. Ich brauchte dazu den ganzen Tag. 🙂 

When my grandchilderen were here on Monday I thought there was enough time to bake a nut tart. However, it took almost a day. I’m still not patient enough to bake with little childern as I have really small expectations of the outcome of a baked product. 

Sie ist wunderbar geworden. Auch der Nussallergiker hat ein Stückchen gekostet, weil ja angeblich geröstete Nüsse keinen Schaden anrichten. Wir werden sehen.

The tart is delicious.

Would you like a taste of a traditional Swiss recipe from the part of Switzerland minority of people speak Romantsch, the forth official language?

I’ve found some information for you and a recipe in English.

Aufgepasst:

Die 400 g Zucker verteilen sich auf den Teig (150 g) und die Füllung (250 g).

Samstags 20 / 39 – Kühler Westwind – Cool and Stormy Days

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Der Kälteeinbruch nach dem Sommer trifft mich immer wie ein Holzhammer. Bämm! Es ist, als müsste ich das Leben neu erfinden. Welche Kleider? Welche Schuhe? Beim Lüften des Schulzimmers ungesunder Durchzug. Halstuch vergessen. Das Haus zu kühl, um gemütlich zu lesen oder einen Film zu gucken. Leicht feuchtlig.

Heute haben wir die Heizung angeworfen: Stecker einstecken, Schalter kippen, Feuer entfachen. Warten, bis die Umwältpumpe einschaltet. Derweil das Feuer knacken hören, die Strahlungswärme aufsaugen. … Jetzt sind auch die Radiatoren warm. Ich mache Kaffee und entspanne mich …

Der Westwind lässt die Nüsse prasseln. Ich gehe in den Finken und ohne Regenschutz nach draussen und habe mit klammen Fingern m Nu ein Becken mit den Köstlichkeiten gefüllt. Es hat noch mehr … Diese Ladung trocknet jetzt in der warmen Stube auf dem Chüschtli.

Kannst du das Spinneli sehen?

It’s cooled off a lot. The temperature dropp has got me, it’s hard for me to adjust to the unpleasant weather although I know that rains is much needed. I don’t know which clothes and shoes to wear, there is either too hot or to fresh air in my classroom (I forgot to wear a loop around my neck). The house feel moist.

It was time to start the central heating this morning and it makes quite a difference in my well-being. When the stove had gotten really hot, I made coffee. Fire is essental to me!

Hundreds of walnuts have fallen from the big tree the past two days. I went outside without raincoat and picked up a whole pastic bowl in now time. There are more … Can you spot the tiny spider in the photograph?

Verlinkt mit dem Samstgsplausch bei Andrea Karminrot.

Samstags 20/32 – In der Wespenhöhle – One Million Wasps

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Wespen

Es sind einfach zu viele Wespen. Zuerst wollte ich einfach die Fürchte einsammeln, die keine Wespenhöhlen sind, aber schliesslich wusste ich nicht einmal mehr, wo ich meinen Fuss hinstellen sollte, ohne eine wilde Horde stechender Insekten aufzuscheuchen. Ich versuche es lieber morgen vor dem Sonnenaufgang nochmals.

Wespen_2

The wasps have been here since exactely August 1. This year there are – unlike the years before – so many. 

Because I was too late this morning, there was no change to pick apples although I always wear rubber gloves for protection. I have to be extra careful to spy a wasphole. Sometimes an apple is almost eaten up inside and filled with wasps. I gave up as I felt really uncomfortable.

I’m going to try again before sunrise tomorrow.

Brombeerstaude

Glücklicherweise war ich bei der Brombeerernte früh genug.

Brombeeren

Luckily, I was early enough to pick black berries.

 

Es ist Zeit für einen zweite Tasse Kaffee und einen Besuch bei Andrea Karminrot.