Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Samichlaus, schon unterwegs? – Samstags 48 * 22 – Santa Claus

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Heute, ams 3. Dezember, ist der Samichlaus schon unterwegs, oder? Hast du ihn schon gesehen? Ich meine real, nicht auf einem Plakat oder in der Zeitung oder, wie ich, als Deko. Herzig, nicht wahr? Und du kommst nie drauf, wo diese Deko auf dem Tischchen stand. Nein, nicht in einem Kafi, nicht in einem Restaurant, nicht in der Bäckerei. Im Fitness-Center. Ich, voller Vorurteile, hätten den Bodybuildnern diese weihnächtlich nostalgische Seite nie zugetraut. Dieses Jahr gibt es bei mir zwar keine Sankt Nikolaus Bastelei, aber ich werde mir die Idee für nächstes Jahr merken: Wattebällchen oder Pingpong-Bälle und ein rote Hütchen drauf. Den Fellbommel darf ich nicht vergessen.

Ansonsten war ich diese Woche ziemlich oft draussen an der frischen Luft und habe mir die letzten, schwächelnden Sonnenstrahlen zwecks Vitamin D Produktion eingefangen. Ich habe 24 Wichtel genäht, die einer nach dem anderen die gemütliche Ofenbank verlassen und im Schulhauseingang auf Weihnachten warten werden. Noch drei Wochen. Ich wäre heute schon parat … 🙂

In Switzerland, Santa Claus is already on his way to the children. Have you seen him? In real, I mean? Santa or traces of him are everywhere: on posters, advertisments, decorations. I found these cute little Santa hats on the table in a coffee shop at a fitness centre. Not in my keenest dreams I would have expected Santa decoration at the body builder’s. You never know, do you? Anyway, as I don’t creat any Santa decorations this year, I try not to forget about these cotton wool balls with a red hat. Maybe next year?

The last week has passed quickly. I went for walks every day to catch even the weakest rays of the sun. Furthermore, I have made 24 leprechauns of which two have already left the bench of my stove and are now waiting for Christmas in school. Three more weeks to go until then. I could easily take a big jump and dive into the festivities now.

Verlinkt mit Karminrot.

Weitermachen – Samstags 47 * 22 – Keep Going – ???

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Heute ist Weiterbildung. Wir arbeiten fleissig, und leider kann ich nicht machen, was ich an einem Samstag so gerne mache, nämlich ohne Zeitdruck unverplant von einer Arbeit zur nächsten gleiten und darüber bloggen. Deshalb: So long, my friends. Ich muss weitermachen …

Today is a workday, and we are very busy. Unfortunatelly, there is no room for fun and leasure. Therefore: So long, my friends. I have to keep going.

Verlinkt mit Andrea Karminrot

Tatsächlich! Ein Gartentag – samstags 46 * 22 – Weeding and Harvesting

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Jeder Wetterbericht prognostiziert Regen, Nässe, Kälte. Novembergrau eben. Und jeden Tag scheint trotzdem die Sonne. Keine Chance, Trübsal zu blasen. Heute wollte ich nur schnell eine Christrose pflanzen, aber die wärmenden Sonnenstrahlen haben mich verleited, da etwas auszugraben, dort etwas auszuzupfen. Der Boden ist nass und krümelig, besser geht die Gartenarbeit nie von der Hand.

Even if the ground is wet and my boots get very dirty, working in the garden is paradise. Look at the blue sky!

Even if they tell us every day that there will be a lot of rain, the sun shines for hours. Actually I wanted to plant a hellebora, but then got sidetracked due to the warm and bright November sun.

Even if I wanted to feel blue, there’s no chance.

Verlinkt mit Andrea von Karrminrot in Berlin.

Ein ganz normaler Samstag – 45 * 22 – The Usual Saturday

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Normalerweise schlafe ich am Samstag nicht aus. Carpe Diem! Ein unverplanter Samstag will in voller Länge genossen werden. Ein guter Mix zwischen entspannender Arbeit und Erholung soll es sein. Heute bin ich allerdings etwas später dran (Atelierabend mit Sashiko), habe mir auch eine Liste geschrieben, damit ich nichts vergesse. Einige dieser Posten werden im Novembernebel draussen stattfinden, Laubrechen, Entorgungstour und zum Bäcker laufen, was ich als erstes schon erledigt habe.

Ich geniesse gerade eine zweite Tasse „Kaffee“ mit „Schlagrahm“ und dazu eine Scheibe frischen Zopf. Wir bekommen unser Brot hier auf dem Land pro Woche zweimal geliefert und alle paar Monate muss ich dann die Rechnung bezahlen. Der Bäcker betreibt seine Bäckerei mit Restaurant im nahe gelegenen Ort, der bis vor 50 Jahren der Hauptort der Gemeinde war. Ökonomische Gründe haben zu einem Geimeindezusammenschluss geführt, in deren Folge die meisten Strassen in der Gegend geteert wurden. Ich denke jeden November an diesen Segen.

Die Alten erzählen, dass man die Bewohner der Nollengegend in Weinfelden und Wil an ihren Dreck verspritzen Autos als Hinterwäldler erkennen konnte. Nun, im Herbst bei Nebel starren die Strassen auch heute noch vor Schmutz, den die immer grösseren landwirtschaftlichen Fahrzeuge aus ihren tiefen Pneuprofilen verlieren, wenn sie in horrendem Tempo, aus nassen Äckern oder Wiesen kommend, durch unsere Weiler brausen. Zudem hinterlassen auch die letzten weidenden Kuhherden ihre Spuren, wenn sie am Abend in den Stall gebracht werden. Ich weiss wieder, wovon ich erzähle, denn ich habe am Mittwoch das Auto gefegt, und viel ist davon nicht mehr zu sehen.

Sodeli, kommen wir noch zu den Anführungs- und Schlusszeichen bei den Worten „Kaffee“ und „Schlagrahm“. Beide sind nicht, wonach sie aussehen. Letztens im Laden habe ich schlagbare Hafermilch entdeckt und will das natürlich ausprobieren. Und tatsächlich, es funktioniert, wie das Bild zeigt. Der „Kaffee“ ist aus Getreide gemacht.

Zudem habe ich einen super guten Handmixer geerbt, ein richtiges Schlagwunder, der das gewünschte Produkt unter einer Minute erstellt. Ich habe zudem eine grossartige Bettdecke, einen kleinen Küchentisch und zwei Pullover geerbt. Auf meinem Pullt steht ein Becher mit Stiften, die ich nach und nach ausprobiere, ob sie noch schreiben.

Das Leben geht weiter, die Erde dreht sich, derweil sich überall kleinere und grössere Dramen ereignen. Sei demütig und stark!

Have I ever told you that I love Saturdays? I usually get up as early as on workdays because there is so much to love about Staturdays. They are the perfect mix of relaxing chores and freetime. Today I got up later than usual because I was in the atelier stitching my Sashiko project. When I came home it was way after bed time.

As I knew it would be later today to start the chores, I made list so I wouldn’t forget what I had had in mind in the first place. Paying the bill at the baker’s for example and buying a Sunday treat on this occasion. You have to know that in my sticks the baker comes around twice a week and brings the ordered bread like in the old days. When I was younger I thought being the one delivering bread, coming around, chatting with customers in front of their houses, dis cussion bread choices would just be the work I loved to do. But unfortunately my brother-in-law who owns a bakery too, moved to the other end to the world and bakes bread for other people. And here it went, my job I was hoping for.

Anyway, my second cup of „coffee“ with shipped „cream tastes wonderful even if I am still a teacher. I ‚m writing „coffee“ because it ist not, neither is the „cream“ cream. It’s made from oats and whippable (if this is a word at all). I was wondering if it would actually work when I saw the produce in the store. Yes it does. About the „coffee“ I have written a few times. It is also made from grain.

I have inherited the mixer I made the whipped cream. I also inherited a lovley little kitchen table and two sweaters. And on my desk there is a glass filled with pencils and pens that I try our once in a while and trow away if they do not write.

Life goes on. The earth runs arond the sun and itself. Be humble and strong!

Verlinkt mit Karminrot.

Bis der Tag erwacht – Samstags 44 * 22 – Until Dawn

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So lange dauerte es noch nie, bis ich die Zeitumstellung inkorporiert hatte. Jeden Morgen erwache ich vor vier Uhr, was bis letzte Woche fünf Uhr war. Egal, wie spät ich ins Bett gehe. Meine innere Uhr ist stehen geblieben und verweigert den Sprung. Es passt zu meinem Gemütszustand. Obwohl das Leben weitergeht, wie wir zu sagen pflegen, ist meine Uhr irgendwie stehen geblieben. Ich staune jeden Tag, lerne jeden Tag neu, dass sich die Erde dreht. Der Sommer ist vorbei, die Blätter fallen von den Bäumen, es ist dunkel am Morgen, wenn ich mit der Arbeit beginne. Ich weiss es ja, und doch vergesse ich es.

Halb fünf Uhr. Ich warte, bis der Tag anbricht. Hei, ist das dunkel draussen. Ich zünde Licht an, entfache ein Feuer, mache mir Tee und geniesse die Ruhe. Das ist das Schöne am Frühaufstehen. Kein Geräusch dringt an mein Ohr, und es wird eineinhalb Stunden dauern, bis ich die Kirchenglocken von Heiligkreuz hören kann. Wenn überhaupt, denn der Nebel entrückt nicht nur Formen, sondern auch Töne. Dieser Morgen passt gut zu meinem Gemütszustand. Ich fühle mich entrückt. Die Wirklichkeit da draussen, passt nicht zu meinem Innern. Um es auszuhalten, muss ich mich distanzieren, ein bisschen wenigstens, so dass es nicht auffällt.

I’ve woken up around four each morning. My inner clock hasn’t made the change yet. And no matter what time I go to bed, I am awake early. Too early for a Saturday anyway. So I get up, turn on the light, make a fire in the stove and heat up a cup of tea. I enjoy the peace and quiet of the new day. This is the beauty of getting up early: no sounds. Especially today as there is fog that covers everything, the visible and audible proof of humans. It suits me, matches my condition. I’ve placed myself outside the circle of others. Just slightly, so nobody notices. At least that’s what I think, because nobody talks about it.

I’m waiting for dawn, because I want to go to the forest, I want to rake leaves, I want the day to start. I want to go on with life. And I will some day. Then the clock will run again. Days, weeks and moths will pass and I won’t forget that the leaves have turned their colours, the months have passed, the days have become short, the nights long.

Verlinkt mit Andrea Karminrot in Berlin.

Im Hier und Jetzt – Samstags 43 * 22 – Now And Here

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Jetzt Laub rechen

Wenn du deine Aufmerksamkeit so viel wie möglich im Körper hältst, dann bist du im Jetzt verankert. Du verlierst dich weder in der äußeren Welt noch in deinem Verstand. Gedanken und Gefühle, Ängste und Wünsche können dann zwar noch da sein, aber sie überwältigen dich nicht.

Raking leaves now.

When you keep your attention in the body as much as possible, you are anchored in the now. You don’t get lost in the outside world or in your mind. Thoughts and feelings, fears and desires can still be there, but they don’t overwhelm you.

Jetzt Kaffee trinken und dem Rotkelchen zuhören.

Achte auf Pausen – die Pause zwischen zwei Gedanken, die kurze Pause zwischen den Worten eines Gesprächs, zwischen den Tönen beim Klavier- oder Flötenspiel, auf die Pause zwischen Ein- und Ausatmen. Wenn du diesen Pausen Aufmerksamkeit schenkst, wird aus dem Gewahrsein von „etwas“ einfach Gewahrsein. Die gestaltlose Dimension reinen Gewahr seins steigt in dir auf und tritt an die Stelle der Identifikation mit Form.

Now drinking coffee and listening to the robin.

Notice pauses – the pause between two thoughts, the brief pause between words in a conversation, between notes on the piano or flute, the pause between inhaling and exhaling. When you pay attention to these pauses, awareness of „something“ becomes just awareness. The formless dimension of pure awareness arises in you, replacing identification with form.

Die Zitate sind von Eckhart Tolle.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Glitter – Samstags 42 * 22 – Ausstaffieren

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Wie verziert man einen Feenhut? Und welches Material könnte ich in meinem Fundus haben, ohne mein Restchen Silberstickgarn aufzubrauchen? Und wäre Gold nicht sowieso besser als Silber? Ob ich wohl in der Kiste mit den Bändern und Kordeln etwas Glänziges finde? Und da erinnerte ich mich an die Glanzgarne, die ich vor vielen Jahren geschenkt bekommen hatte. Lurex genannt. Zu unterst in der Box mit den feinen Baumwollgarnen lagen sie: silber, gold und türkis. Wunderschön. Das Ausstaffieren der zauberhaften Kopfbedeckung kann beginnen. Es ist der Prototyp eines Hutes, der für mich zu klein geraten ist und nun einem kleinen Mädchen Freude machen wird.

Doch halt, zuerst will ich noch die Schokoladentorte backen, die mit den vielen Nüssen und kaum Mehl aus dem Tiptopf. Und wenn ich dann noch genügend Butter habe, backe ich noch einen Zitronencake. Für heute Nachmittag ist eine besinnliche Baumpflanzaktion geplant, bei der der gesellschaftlichte Teil dem Anlass würdig kulinarisch bereichert werden sollte. Ob das gemütliche Zusammensein tatsächlich im Wald stattfinden kann, ist angesichts des Regens noch nicht sicher.

Am besten wird sein, mein Haus für möglichen Besuch vorzubereiten. Ich lege also lieber gleich los. Nur wo soll ich beginnen?

Erst mal Kaffee …

What is this Saturday holding for me?

I got up early this morning due to lots of ideas what to do today. Firstly, the prototype of my fairy-witch-whatever-hat must be decorated to fit a little girl who would love to have the purple hat. I was thinking about what to add to the hat for a while. Glitter? Stitching? Ribbons? What could I use from my stash? And then it hit me: Years ago I was been given a huge pile of yarn including some lurex. And yes, I found the glittery yarn in the box that contains my thin cotton yarns: silver, gold and turquoise.

But before I start stitching, I want to make a chocolate cake for an event later in the day. We are going to plant a tree in honour of my son who died two months ago. Family and friends are meeting in the forest. And as the living still have human needs, we are having a barbeque. And of course, a cake will always be appreciated.

However, the sky is looking quite grey and it is still raining. So we might gather in my house, which I’d better get ready for visitors. Lots to do, but where to start? I’ll have a coffee first …

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Glückliche Schafe – Samstags 41 * 22 – Happy Sheep

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Vergangene Woche habe ich mehr Schafe als Kartoffeln gesehen. Ich wundere mich, woher die Kartoffeln stammen, die zur irischen Küche gehören, wie Pasta zur italienischen. Aber vermutlich waren wir in Gebieten ohne Kartoffeläcker unterwegs, denn Irland baut auf rund 34 000 Hektaren Kartoffeln an. Im Jahre 2019 wurden zusätzlich zu den 1 529 480 Tonnen produzierten Tonnen noch rund 210 000 Tonnen Kartoffeln importiert.

Die Schafe hingegen waren überall, wo wir hinkamen. Je weniger Menschen, je mehr Schafe. Meistens waren sie in Herden unterwegs, aber oft auch grasten sie ganz alleine weit weg von den anderen. Und wenn wir dachten, das sei jetzt bestimmt das letzte gewesen, entdeckten wir noch zwei weitere irgendwo zwischen dem Heidekraut oder den Reisenfarnen. Kein Hirte weit und breit, woraus ich schliesse, dass Wölfe das Wasser scheuen und nicht auf die Insel schwimmen. Glückliche Schafe. Ein Leben in Freiheit.

Sie sagen, es brauche fünf Schafe für einen Pullover.

I wondered where the pototaoes are grown in Ireland as we hardly saw any potato farming last week. However, there is a huge potoato production in Ireland, 1 529 480 tonnes of potatoes in the year 2019. The import of another 210 000 tonnes doens’t look like much.

Anyway, we saw many, many, many sheep. And when we thought we had seen the last, there were at least two more. Sometimes they were grazing in heards but often there was a lonly sheep far away from the others. Most had black faces, some had white faces and some were sprinkled. They all were marked with big dotts of red, blue or green colour, sometimes two colours. Happy sheep living in freedom.

They say it takes five sheep for a sweater.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.