Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Samstags Erwachen mit Schnee – I Woke up and Saw

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Schneemorgen

Die blaue Stunde ist doch am Abend? Vermutlich bin ich zu früh aufgestanden.

Der Baum ist nicht unter der Schneelast zusammengebrochen. Der Wind hat ihn erledigt.

I’ve thought the blue hour occurs in the evening? Where have all the colours gone? 

I probably got up too early this morning. 

Have a nice weekend, my dears.

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

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Samstags än Flätsch ab – ein Hoch auf die Arbeit – Teachers‘ Day on Saturday

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Lampenschirm

Heute Morgen ein Hoch auf die Arbeit: Wir haben Schulinterne Weiterbildung und arbeiten zum neuen Lehrplan. Konfrontation, Erarbeitung, Vertiefung und Transfer. Eigentlich bin ich ja Lehrerin, die Erziehungsaufgaben zu Anstand und Umgang mit Mitmenschen würde ich sehr gerne den Eltern überlassen. Es passt, dass an der Tasse ein Flätsch ab ist.

Gestern im Unterricht, der seit dem Lehrplan 21 WAH, Wirtschaft-Arbeit-Haushalt, heisst, war es nicht schön. Das hat aber nichts mit dem Lehrplan zu tun, sondern daran, dass es Jugendliche gibt, die in gewissen Situationen jeden Anstand und Respekt vor den Mitschülerinnen und Erwachsenen verlieren. Ich habe mich sehr genervt, auch über die stummen Dulderinnen, die nichts sagen, wenn sich ihre männlichen Kollegen wie Arschlöcher benehmen und eine Sprache wählen, die inakzeptabel ist.

Ich habe mich aber schnell wieder erholt, (super gut geschlafen), denn ich habe einen Aktionsplan: Nächsten Freitag wird nicht gekocht. Wir werden über Verhalten, grusige Witze, das Arbeitsfeld Schulküche reden und einen Verhaltenskodex aufschreiben. Wenn den alle unterschrieben haben, schauen wir mal, was Kühl- und Vorratsschrank hergeben, damit es vielleicht doch noch etwas Kleines zu essen gibt.

Es gibt mir auch zu denken, wenn „anständige“ Kinder unsere Guetzliback-Aktion für den Adventsmarkt (der Erlös kommt einem guten Zweck zu Gute) mit dem Satz quittieren: „Warum müssen wir für andere backen? Immer müssen wir für andere arbeiten, für uns gibt es nichts.“ Ja, auch darüber müssen wir reden!

Die Jugendlichen haben schöne Mailänderli gebacken, was ich an dieser Stell doch noch erwähnen möchte. Und wenn nach dem ganzen Tohuwabohu am Mittagstisch bei Kartoffeln und Käse nicht Sätze aus der ganz untersten Schublade gefallen wären, hätten sie auch ein Probiererli bekommen.

Teaching isn’t just transmitting of information and knowledge with a pedagogical background. It’s education and includes a lot of showing how we behave in a group of human beings and society. Let’s say straight: Yesterday was an awful day! There are actors and silent spectators when someone loses control and doesn’t show any respect. 

By the way, I can not bake christmas cookies when the most disgusting words and jokes are given around and class mates are insulted. I cannot stand that there is nobody (except me) that says stopp to such inappropriate behavior. 

Anyway, I am quite confident, that we will be back to cooking in class after a serious discussion and a declaration. On a poster, with the signatures of all the members of the class. 

Lamp shade: Doily to over an odd glass shade.

Der Lampenschirm besteht aus einem Kunststrickdeckeli über einem (schiefen) Glasschirm.

 

 

Mehr Samstagsgeschichten gibt es bei Andrea.

 

Samstags ein Taschentuch – Old Fashioned Handkerchief – Schnuderlumpen

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Taschentücher-2Ich bezweifle, dass die Regenwälder vor Rodung geschützt sind, wenn wir uns von Papiertaschentüchern lossagen. Ich bezweifle, dass umgekehrt die guten alten Stofftücher die Welt vor dem Untergang retten. Trotzdem bin ich im Netz auf die Anregung gestossen, ebensolche zu nähen und mit genau dieser Mission zu verschenken, wobei Recycling Papier die Regenwälder ebenfalls schont.

Ich weiss allerdings seit Donnerstag genau, dass es meinen Nerven enorm gut täte, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Nasen überhaupt schnäuzten. Da sass ich also vorne am Lehrerpult und wollte entspannt zusehen, wie die Buben und Mädchen ihre Prüfungsaufgaben lösten. Schon ging es los mit Geschnupfe. Alle fünf bis zehn Sekunden zog irgendwo im Schulzimmer eine oder einer die Nase hoch. Es nervte! Es nervte sehr!

Und jetzt überlege ich die ganze Zeit, wie ich eine Verbindung zwischen Kopernikus‘ heliozentrischem Weltbild und der Verwendung eines Taschentuchs finden kann, denn schliesslich unterrichte ich die Klasse in Geografie.

Aber vielleicht ist es, zwar weniger diplomatisch, dafür ehrlicher zu sagen: „So unanständig, den Rotz hochzuziehen, wenn andere Leute im Raum sind. Schnäuzt eure Nasen!“ Lehrer sind auch Erzieher.

Taschentücher

It’s a pet peeve when students don’t use their tissues. You all know how awful it sounds. Of course it’s bad manners. So when I sat there at my desk and the students were writing a test, I got more and more bugged as the time went on. It was impossible to identify the „sinners“. That’s way I have to teach them all about behavior. Should I do it blunt or more diplomatic? Should I delegate this task to their class teacher or write a letter to the students‘ parents? 

There is the idea of saving the rain forests by stopping using paper tissues and making hankies of fabric scraps. Although I’m not convinced that the old fashioned handkerchief is the solution to the worlds environmental troubles, I’m in the mood of sewing. And there is always something new to learn, for example a rolled hem

Und wenn das nächste Mal jemand die Nase hochzieht, werde ich nicht fragen, „brauchst du ein Taschentuch?“, und eine negative Antwort risikieren, wie ich das auch schon erlebt habe. Ich werde sagen: „Du brauchst ein Taschentuch.“ Ich hab ja jetzt sogar umweltschonende aus Stoff für den Nochmalsgebrauch in der nächsten Lektion bei einer anderen Lehrperson.

Ein schönes schnupfenfreies Wochenende wünsche ich euch!

 

Rollsaum nähen im Film hier. Mehr vom Samstag bei Andrea hier.

Link zur Greenpeace Aktion hier. 

 

 

Samstags früh aus den Federn – Early Bird on Saturday

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Spitzbube

Die frühen Morgenstunden, wenn es draussen noch dunkel und ruhig ist, sind mir die liebsten. Bevor ich parat bin für die „Widrigkeiten“ des Tages, brauche ich ein bisschen Zeit für mich. Da ich heute eine vierstündige Besprechung habe, war ich mehr als erfreut, als ich um halb sechs Uhr (noch vor dem Wecker) von selbst erwachte. Kein Gedanke, mich noch einmal umzudrehen und weiterzuschlafen. Lieber wollte ich in aller Gemütlichkeit einen Kaffee trinken, Feuer machen, die Katze füttern, den Holzvorrat aufstocken.

Den „Spitzbueb“ bekam ich gestern, als ich die Winterräder montieren und das Auto für die kalte Saison aufrüsten liess. Da kann heute nichts schief gehen. Solch nette Leute in der Garage meines Vertrauens!

The early morning hours are my favourites. I need time for myself before I am ready to face the world, which usually means the students. Today I have a meeting at 9 o’clock but have to pick up a few books at 8. I was more than pleased to wake up on my own at half past six. Not for a moment did the early bird think to even try to sleep a bit longer. Now I have plenty of time to feed the cat, make a fire, drink my coffee and get the strength for everything this day may bring.

I got this cookie called „Spitzbueb“ when I had the winter tires mounted and the car checked yesterday. Now, nothing can go wrong today.

Verlinkt mit Andreas Karminrot.

Samstags Kaffee mit Loop – I’m Feeling Loop-ish

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Loop

Loop season has started. I added a piece of fabric to a loop before the first coffee this morning because I always felt like I was being strangled when I was wearing it. 

Besides, it’s liqueur tasting time after three weeks. Find the recipe here and here (last year’s).

Ich liebe Loops. Es gibt nichts Praktischeres als diese endlosen Schleifen. Sie bleiben auch bei stärkstem Wind auf dem Novemberspaziergang und beim Arbeiten an ihrem Ort, fallen in der Garderobe nicht vom Kleiderhaken.

Übrigens hat trotz oder gerade wegen Sonnenscheins die Loop-Saison begonnen. Die kühlen Lüftchen, die um die Hausecken streichen, der Durchzug im Klassenzimmer, wenn ich ein Fenster öffne, weil die Luft so stickig wird, tun meinem Nacken nicht gut. Deshalb in den nächsten Monaten nie mehr ohne. Ohne Loop.

Der auf dem Bild, ursprünglich ein an den Fransen zusammengeknüpfter Schal, war einfach ein bisschen zu kurz. Ich habe mich immer knapp stranguliert gefühlt. Mit dem Einsatz aus Plüsch ist er jetzt noch vor dem doppelten Kaffee heute Morgen perfekt geworden.

Zudem ist heute Halbzeit in der Hagebuttenlikörküche. Das Schnäpsli wird gut. Hier (vom letzten Jahr) und hier hat es Rezepte.

Mehr vom Samstag gibt es hier.

 

 

Samstags im Dorf – Village Life

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Kenwood

Mein Leben verläuft grad sehr unspektakulär und besteht eigentlich nur aus arbeiten und schlafen. Dass an den Fronten nichts läuft, ist allerdings ein gutes Zeichen. Nur hätte ich gerne ein bisschen mehr Zeit fürs Kreative und Gesellschaftliche.

Life is rather boring at the moment. Of course, there is always work … In fact, I work and sleep. Sometimes I eat. However, not a long time ago I cried for quiet. And now that it is quiet, I’m complaining. Silly me! Nontheless I would love a bit more time for creative projects. 

Aber ich darf nicht klagen: Heute Morgen gab es Kaffee beim Korbflechter, und heute Abend bin ich zum Fondue bei Nachbars eingeladen.

Actually, I shouldn’t complain because I had coffee with my basket weaver friend this morning and tonight I’ve got an invitation for fondue at the neighbours‘. That’s why my Kenwood is working so hard. 

LastwagenCarlo

Zudem traf man sich nach dem Mittag zum Dorfplausch: Werner hat einen nigelnagelneuen Lastwagen. Enorm so ein Teil, macht nicht mehr Lärm als mein PW und glänzt wie eine polierte Silbermünze. So aufregend!

Lastwagen-2

Where is everybody? In the truck behind the wheel. There is so much to see and admire. It’s new and shiny and my neighbour’s dream that’s come true. Every detail is like he planned it. Life in the tiny village is so exciting, isn’t it? 

LastwagenWerner

Während die Kenwood einen Zopfteig knetet, mache ich eine Pause und lese andere Samstaggeschichten bei  Andrea Karminrot.

Samstags ein Bild aus Kaliningrad – Hasta Barista, Baby!

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Hasta_Barista_2

Der Barista presst den Kaffee für den ersten Espresso des Tages in den Kolben.

Heute Samstag habe ich euch eine ganze Cafeteria mitgebracht. Nicht mehr als ein Smart, ist es bestimmt die kleinste der Welt. 🙂 Sie ist zum Zeitpunkt des Bildschusses idyllisch an einem See im Zentrum von Kaliningrad gelegen, wo Jogger, Geschäftsleute, Familien und Touristen vorbei kommen, jedoch allzeit an jedem beliebigen Ort mit Parkplatz Einsatz bereit.

Der Barista verdient zweimal fünf Sterne. Einmal für den perfekten Kaffeegenuss und einmal für die gute Idee.

Hasta Barista, Baby!

This is probably the tiniest coffee shop on the whole planet. Furthermore, it’s mobile. Very creative, don’t you think? 

Hasta_Barista

Um noch auf Andreas Frage zu antworten. Kreativ war ich in Kaliningrad nicht – mir war am Tag der Abreise so schlecht, dass ich unmöglich noch einen Knäuel Wolle und vier Bambus Stricknadeln zusammenpacken konnte -, habe aber immer Ausschau nach kreativen Ideen gehalten. Ein Beispiel habt ihr ja jetzt kennen gelernt.

Verlinkt mit Andrea Karminrot