Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Samstags 40 / 21 – Saturday’s Tangle – Durcheinander – Chrüsimüsi

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Durcheinander auf dem Blatt gleich Durcheinander im Kopf. Durcheinander in den Unterlagen gleich Durcheinander im Kopf. Durcheinander auf dem Pult gleich Durcheinander im Kopf. Das Innere spiegelt sich im Äusseren. Das mag nicht für alle Menschen stimmen, aber für mich stimmt es. Deshalb habe ich heute nach dem ersten Kaffee in den Kissen gleich mit Aufräumen begonnen.

Strickarbeit. Die sieht nämlich nur so aus, als wäre sie zunderobsi (unordentlich, durcheinander). Werde ich nach etwa 6 oder 7 Runden, glatt rechts gestrickt, abgekettet haben, lassen sich die Würmer ohne Probleme nebeneinander legen.

Schwieriger zu entwirren ist das Durcheinander in meinem Kopf. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Bei den drastischen, undemokratischen Corona-Massnahmen, die diskriminieren und zur Willkür veranlassen? Die horriden Meldungen über was weiss ich nicht, was uns erwarten könnte/wird?

Zweimal zu Lebzeiten ist mein Leben zunderobsi (das Unterste zuoberst) geraten, aber da war nur meine kleine Welt nicht mehr in Ordnung und das Rundherum hat gut geklappt, war mir eine Stütze und Hilfe. Ich konnte mit den Problemen umgehen: Nachdenken, handeln, überprüfen. Nachdenken, … Das Steuer in die Hand nehmen, die Angst an ihren Platz verweisen. Jetzt aber ist die Welt durcheinander, mein Einfluss im nächsten Umfeld zwar nicht ganz ohne Bedeutung, aber wenn ich schaue, was abgeht, sehe ich keine Besserung. Persönlich war ich vom Wahnsinn nicht gross betroffen, nur die Absurditäten, die Willkür, die Ungerechtigkeiten, die Lügen der Medien und das blök blöke Verhalten intelligenter Leute haben mich gestresst.

Als ich letzten Winter meinen Husten nicht losgeworden bin, habe ich Witze gemacht. Tja, wenn einer nichts mehr zu husten hat, bekommt er halt den Husten. Nach gefühlt 100 verschiedenen Kräutertees, Tinkturen, Salben, Arztbesuch und Astra Z. Medi (bestimmt bin ich 300 Franken ärmer), steht fest, dass der erste Gedanke einmal mehr der beste war. Mein Husten ist weder virell noch bakteriell, sondern der Protest meines Körpers.

Nach turbulenten Zeiten der Unsicherheit wohnen meine Eltern seit gestern im Altersheim. Meine Schwester sagt, es sei alles gut. Die Leute dort sehr nett, die Nachbarn alte Bekannte, die kleine Wohnen, bestückt mit den eigenen Möbeln und dem mitgezügelten Chrüsimüsi, sehe aus wie zu Hause. So weit so gut, tatsächlich.

Ich nehme Abschied von meinen Eltern, die wirklich alt geworden und auf Hilfe angewiesen sind. Meine Mutter war am Tag ihres Umzugs erneut überrascht, dass sie umzieht und erstaunt, dass Vater auch mitkommt. Ich rechne aus, dass mir noch 26 Jahre bleiben, bis ich in der gleichen Lage bin, und ich kann nicht verhindern, daran zu denken, was in der Zeit vorher schon alles nicht mehr funktioniert haben wird, bs ich diesen Schritt machen muss. Und ich weiss, dass solche Gedanken nichts bringen. Mir kommt das Video dieses indischen Gurus in den Sinn, der uns das Leben erklärt. „Why worry!“ Du wirst das Video auf youtube finden, wenn es dich interessiert.

Was mich aber wirklich fertig macht, ist die Tatsache, dass ich meine Eltern nicht besuchen darf. Nicht schnell auf einen Sprung vorbei, einen Blumenstrauss für die neue Wohnung bringen, nicht die geflickten Pyjamas, nicht den Naturführer für meinen Vater. Der Beweis, dass ich gesund bin, muss auf den Tisch. (Den gibt’s natürlich für 50 Franken und zwei Stunden Aufwand pro Besuch).

Meine Entscheidung gegen die mRNA-Injektion, was mir als Bürgerin dieses Landes zusteht, macht mich ohne gesetztliche Grundlage zur Persona non grata. Ich stecke weg, dass ich nicht in die Bibliothek darf, ich stecke weg, dass ich keine Weiterbildung besuchen darf, ich stecke weg, dass mir Kulturangebote verwehrt sind, dass ich nicht in die Beiz darf, in Arbeitsgruppen die Aussenseiterin bin, aber es ist richtig schwer, zu erleben, dass die Geschwister so locker vom Hocker sagen, du darfst da nicht rein, es herrscht Zertifiggdi-Pflicht (sie gebrauchen natürlich dieses Wort nicht). Und auch das ist noch nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass meine Eltern mein Wegbleiben nicht verstehen können, weil es so jenseits ihrer Lebenssichten ist, das so etwas überhaupt passieren konnte. Und die Frage, die in meinem Kopf dreht und dreht und dreht und mich in einem Hustenanfall fast ersticken lässt:

Wie konnte es soweit kommen?

Wie kommen wir da wieder raus?

Ein Glück sind zwei Wochen Ferien!

Today is not the best day of my life. I am worried sick about the status of the world, of my country, of my parents. They moved into a nursing home yesterday and as my sister told me, they are at peace with this step. The two-room appartment they are living in now looks just the same as their old living room. Same furniture with even the same paraphernalia on top of the side board. Their next door neighbour is a woman they lived next door when I was a toddler. A lot of people in the home know my parents. All good!

However, I’m not allowed to visit them as I have no green pass. I can’t go by for a quick visit and see for myself, bring some flowers, a book my father likes to read, the pyjama bottoms I’ve mended. The worst part is that my parents don’t understand this craziness that has gone worse every months leaving us at a place where we don’t see a way out of this mess.

I’m sitting here, my head is spinning and no cure for my psycho cough I’ve had for a year now. And while I’m asking myself the upteenth time again and again, I’m almost choking on my cough:

Why have we come into this situation?

And how is it going to end?

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Samstags Herbstbaseln – 39 / 21 – Autumn Feelings

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Ich liebe den Herbst, die Zeit, in der Pullover und Wollsocken genügen, um aus dem Haus zu gehen. Weniger mag ich die nasse Kälte, wenn die Sonne so weit weg scheint, dass sie den Weg ins Herz nicht findet. Normalerweise beschleicht mich schon im September, aber spätestens im Oktober ein Gefühl der Melancholie, weil der Sommer viel zu schnell vorbeigegangen ist. Es graust mir ob der dunklen Jahreszeit. Aber dieses Jahr ist alles anders. Ich kann es kaum erwarten, bis der Dezember kommt. Ich will endlich wissen, ob das nächste Jahrzehnt im Zeichen der Hoffnung oder der Verzeiflung stehen wird.

Noch ist Oktober, die Zeit der Ernte. „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Also öffne Augen, Ohren und Herz. Lass dich nicht blenden von scheinheiligen Worten, lass dich nicht aufhetzen gegen „die anderen“. Stell den Fernseher ab, kündige das Zeitungsabonnement und schaue, denke und fühle selber.

Und noch ein Zitat, 700 Jahre alt und aktuell wie nie: „Wer die Wahrheit spricht, wird bestraft.“

Tatsächlich habe ich heute Samstagmorgen nicht wie üblich in meiner masochisitschen Art die Nachrichten gelesen, um zu sehen, wie verrückt die Welt geworden ist. Vertrauend auf das Grundgefühl „In guten Mächten wunderbar geborgen“ habe ich meinen Kaffee getrunken, die Wolken aufbrechen sehen, die ersten Sonnenstrahlen begrüsst, ein bisschen Karton zerschnitten und Farbe aufgetragen.

Mal schauen, ob ich später noch richtige und essbare Pilze im Wald finden darf.

Du magst lesen, wie meine letzte Woche war?

Macht’s euch nett!

I like fall because I can wear sweaters and woolen socks and go out and about. No heavy boods, no thick winter coats, mits and hats. Life is easy and the house is cosy. However, I don’t usually feel very well in fall because I miss the warmth of summer and fear the cold and wet winter days. Not this year though. December cannot come too soon. I want to see, I need to know whether there is hope or despair in sight for the next decade.

It’s October, the time of harvest, not just crops. „You shall know them by their fruits.“ So do not listen to slimy words, don’t fall for hate speech. Spread the light. Turn off the news TV and radio, do not read the newspaper. Watch, think and come to conclusions on your own. Truth prevails, as Jan Hus, the Czech reformer, said 1415 before he was killed.

So I didn’t read the news this morning, didn’t check how crazy the world has gone over night. I drank my coffee and enjoyed the fall feelings. I watched the clowds opend up for the first rays of the sun. It felt good. Then I thought that hand crafting always had a soothing impact on me and I started cutting some cardboard and paint it.

I may go out later and find some real and edible mushrooms in the woods.

I wish you well. Have a lovely weekend!

Verlinkt mit Andrea in Berlin.

Samstags 36 / 21 – Glaube, Liebe, Hoffnung – The Way of Love

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Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,

hätte aber die Liebe nicht,

wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte

und alle Geheimnisse wüsste

und alle Erkenntnis hätte;

wenn ich alle Glaubenskraft besässe

und Berge damit versetzen könnte,

hätte aber die Liebe nicht,

wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte

und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen,

hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.

.

Die Liebe ist langmütig,

die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht,

sie prahlt nicht,

sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig,

sucht nicht ihren Vorteil,

lässt sich nicht zum Zorn reizen,

trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht,

sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles,

glaubt alles,

hofft alles,

hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

.

Prophetisches Reden hat ein Ende,

Zungenrede verstummt,

Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen,

Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt,

vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war,

redete ich wie ein Kind,

dachte wie ein Kind

und urteilte wie ein Kind. Als ich eine Frau wurde,

legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel

und sehen nur rätselhafte Umrisse,

dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk,

dann aber werde ich durch und durch erkennen,

so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

.

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;

doch am grössten unter ihnen ist die Liebe. (1 Kor 13,1 ff)

.

 If I speak in the tongues of men and of angels,

but have not love, I am a noisy gong or a clanging cymbal.

And if I have prophetic powers, and understand all mysteries and all knowledge,

and if I have all faith, so as to remove mountains,

but have not love, I am nothing.

If I give away all I have, and if I deliver up my body to be burned,

but have not love, I gain nothing.

.

Love is patient and kind;

love does not envy or boast; it is not arrogant

or rude. It does not insist on its own way; it is not irritable or resentful;

it does not rejoice at wrongdoing, but rejoices with the truth.

Love bears all things, believes all things, hopes all things, endures all things.

Love never ends.

.

As for prophecies, they will pass away;

as for tongues, they will cease;

as for knowledge, it will pass away.

For we know in part and we prophesy in part,

but when the perfect comes, the partial will pass away.

When I was a child, I spoke like a child, I thought like a child, I reasoned like a child.

When I became a woman, I gave up childish ways.

.

For now we see in a mirror dimly, but then face to face.

Now I know in part; then I shall know fully, even as I have been fully known.

So now faith, hope, and love abide, these three;

but the greatest of these is love.

Take Care! Alles Gute!

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Sonntags Spätsommer vom Feinsten – Late Summer Days and Nights

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Zeitgleich mit der ersten längeren Sonnenphase dieses Sommers wurden die Menschen, inklusive mir, super aktiv. In unserer politischen Gemeinde feiern wir ein gross(artiges) Jubiläum. Da kann es schon mal vorkommen, dass 24 Stunden am Tag zu wenig sind, weil uns das Leben mitunter Unvorhergesehenes vor die Füsse wirft. Aber auch das hat sich einigermassen geklärt.

Bis anhin kein grosser Fan von Jubel-Trubel-Heiterkeit-Festivitäten bin ich total begeistert vom Einsatz meiner Mitmenschen. Es ist einfach schön zu sehen, wie Gross und Klein einander hilft, wie die Kleinen von den Grossen lernen, sei es beim Servieren des Mittagessens im Festzelt, bei der Turnvorführung oder beim Musizieren auf der Bühne.

Und erst die Feste: Es ist berührend zu sehen, wie sich ehemalige Klassengschpänli nach 50 Jahren beim Wiedersehen umarmen. Ich durfte so viele interessante Begegnungen erleben, während ich an der Fotoausstellung den Stand mit der wunderschönen Dorfchronik „Wuppenau gestern-heute-morgen“ hütete.

Heute, am dritten Tag, steht jetzt noch der grosse Umzug mit der Bevölkerung bevor. Ich muss mich beeilen, um bei den Vorbereitungen unserer Präsentation zu helfen. Zuerst aber noch ein stärkendes Birchermüesli im Sonnenschein, mit den Früchten und Beeren aus dem eigenen Garten bei Sonnenschein gepflückt.

Freut euch des Lebens!

Sometimes 24 hours a day are not enough. These days and nights are the best! I am happy that the sun fills us, the people, with a lot of energy. We are celebrating the anniversary of our community. So many people have worked for so long and los many hours. I think the sun is the proper reward.

Today is the third day of the festivities. I am ready to jump to the next event. Hopefully I can take some photographs to show you about this wonderful day filled with joy and happiness. This is the meaning of life: coming together and feel connected.

In all the hurry I was able to pick some berries and fruits to make a tasty bircher muesli. I’m feeling very fortunate once more.

Verlinkt mit Andrea Karminrot

Samstags 33/2021 sind aller guten Dinge drei – All Good Thing Go by Three

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Seit letztem Sonntagnachmittag bin ich im Huthäkelmodus. Mittlwerweile habe ich aus einem Garnrest zwei so genannte Fischerhüte gehäkelt, aber noch immer nicht genug. Ein Rest Leinengarn in grün würde sich doch auch noch gut für eine Kopfbedeckung eignen, und da ich ja inzwischen den Dreh raus hatte, dachte ich, dass ich im nu einen dritten Häkelhut fertig gestellt hätte. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Klar ist auch, warum der Hut auf englisch „basket hat“ heisst.

I haven’t stopped crocheting hats yet. I’ve finsished two blue ones and started a third one in green. All good things go by three. The yarn is also donated and made of linnen which I think is perfect for a hat. I’m sure I will find someone with the matching tone of skin to wear it. Looking at the picuture it gets perfectly clear why this type of hat is called „basket hat“.

Der Hut war schon ziemlich weit fortgeschritten, als ich bemerkte, dass er mir zu lümpelig wird. Also habe ich heute Morgen kurz nach Sonnenaufgang alles wieder aufgetrennt und einen dritten Faden dazugenommen. Aller Guten Dinge sind drei.

I had done a good part of hat #3 when I noticed it would get too wobbly. So I ribbed it back and took a third thread. All good things go by three. Again.

Aber bevor ich weiterhäkeln kann, gehe ich erst Äpfel auflesen. Die Tage werden kürzer, die Erntezeit ist da. Zu Hause, in meiner Parallelwelt, bin ich voll am Geniessen. Draussen in der Welt weniger … Aber ich bin so gespannt, wie sich die unser Leben weiterentwickelt. Mit gruseliger Faszination beobachte ich, was in der Welt passiert. Ich kann’s nicht fassen.

However, first thing this morning is gathering apples, which I enjoy very mucht. Life at home in paradise – in a parallel world – is good. The world outside makes me worry. But I am so anxious to see how our life will change. I observe what happens in the world with horror-stricken fascination. It’s beyond my grasp.

Verlinkt mit Andrea von Karminrot.

Schöne scheue Schöpferstunde – Samstags 32/2021 – Good Morning World!

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Pünktlich zum Ferienende hat sich das schöne Wetter eingestellt. Es ist wunderbar, bereits am Morgen barfuss auf die Wiesen zu laufen, das Emd zu riechen, den Bienen bei der Arbeit zuzusehen, ärmellos in der Sonne zu sitzen. Und morgen ist es wieder so und auch übermorgen … „

Jeden Morgen geht die Sonne auf in der Wälder wunderbarer Runde. Und die schöne scheue Schöpferstunde, jeden Morgen nimmt sie ihren Lauf.“ Oh, wie ich diese Gewissheit aufsauge!

Good Morning, World!

The sun has been greeting us for three days in a row. I still can’t believe that I feel heat and sweat on my skin. Do I mind school staring together with the fair weather? Probabely not because it is just wonderful to go barefoot on the grass in the morning, wearing a sleeveless t-shirt at 6 am, watching the bees going wild on the hemp.

Und doch, die freien, unbeschwerten Tage sind zu Ende. Ich muss wieder in die Welt hinaus. Angesichts der Tatsache, dass auch die Massenmerdien aus den Ferien zurück sind, hätte ich vielleicht besser anstatt Faserhanf CBD oder gar THC Hanf angepflanzt. Aber den Bienen scheint es egal zu sein: sie fliegen und sumsen und trinken als ob es kein Morgen gäbe. Gibt es ja auch nicht, denn bereits machen sich Politiker und Journalisten Gedanken, was man mit den Ungeipften machen soll … Ob ich aus Oberheimen je wieder ungefährdet wegkomme? Und was, wenn nach den Sommerferien das Impfwägeli vor dem Schulhaus steht? 12jährige sind in der Schweiz für alt genug befunden worden, um auch gegen den Willen ihrer Eltern die Spritze zu bekommen? Die Regierung hat die elterliche Gewalt ausgehebelt und greift von den Journalisten unkommentiert in seine bisher „heiligste“ Zelle ein. Brauche ich auf meine alten Tage Beruhigungsmittel, um dem Wahnsinn zu begegnen? Das Bedrohliche an dieser „Pandemie“ ist nicht das Virus, sondern die Menschen.

And yet, the free and carefree days at home in paradise are over. I have to face the world, a world I still am not used to. The politicians and journalists are back from their holidays it seems, still out of their minds like before asking questions like „What are we going to do with the unvaccinated?“ I wonder how much longer I can walk freely in the streets in my country. What about freedom of opinion? What am I going to do if schools / teachers have to tell students to get a vaccination, if these people are in our schoolhouse someday? Children of 10 or 12 years are considered capable of deciding to get the shot against their parents‘ will. Frankly, this is insane! It’s a crime!

„Am Ende kommt alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“

Wie gross wird der Schaden sein?

“Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.”

John Lennon

How big the damage? In terms of war: the collateral damage?

Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea.

Die Sonne spüren – Samstags 31/2021 – At Peace

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Kein Begriff ist passender als „Sonnwendlig“ dieser Tage, denn jede und jeder wendet sich automatisch der Sonne zu, wenn sie sich, so selten das auch passiert, am wolkenbehangenen Himmel zeigt. Sonnwendlig, diese Blumen, die sich der Sonne zuwenden, heissen in meinem Dialekt Chrottäpöschä, Chueblume und auf Deutsch Löwenzahn. Gestern am späteren Nachmittag habe ich mich mit einer Flasche Sonnwendlig aufs Bänkli vors Haus gesetzt. Normalerweise suchen wir ja im Juli und August den Schatten, sitzen lieber auf der Ostseite des Hauses oder unter dem Nussbaum. Aber jetzt bin ich auch ein Sonnwendlig. Ich spüre die Wärme der Sonne und beschliesse, doch kein Holzofenbrot zu backen wie neulich, um einen guten Grund zu haben, die Stube gemütlicher zu machen und ein bisschen einzuheizen.

„Sonnwendlig“ means flowers that follow the sun. Dandelions. Everybody is a dandelion these days because once the sun is out, everybody want to feel it. It’s usually to hot on the westside of our house in late afternoon. But yesterday I opened a bottle and sat in front of the house, fully exposed to the sun behind clouds, of course. I was wearing a heavy shirt. There is no heat this summer. Anyway, I felt the sun and got in touch with life so much that I decided not to bake bread to warm up the living room. There is one more cardingan …

Ferien sind schön. Es ist genug Zeit, die Schönheiten und die Ruhe der Natur zu geniessen, den Blick auf das Naheligende zu lenken. Frieden zu schliessen mit sich und der Mitwelt.

Summer break means enough time to enjoy the beauty of nature and the stillness of a meadow away from the road, enough time to focus on the obvious. I’m at peace myself and the world.

Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea in Berlin.

Patriotisch wie noch nie – Samstags 30/2021 – Feeling Patriotic

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Direkte Demokratie bedeutet, dass die Bürger und Bürgerinnen ihren Staat formen können. Sie wählen nicht nur diejenigen, die seine Geschicke lenken, sondern können sich direkt einbringen und mitbestimmen. Am Volk kommt die Regierung nicht vorbei, wenn es seine Rechte und Pflichten wahrnimmt. Ja, wenn! Ich fühle mich am heurigen Nationalfeiertag patriotisch wie noch nie in meinem Leben. So patriotisch, dass ich ein Schweizer Kreuz häkeln musste. Ihr seht es in Arbeit, symbolisch für meine schweizerische Bürgerinnenpflicht.

Tomorrow is Switzerland’s birthday. Usually, I am not that patriotic. But I am now. There are some serious advantages people can make use of. Switzerland is in our hands. There is work to do. That’s why I felt like crocheting a Swiss flag this morning. It’s not finished yet as it is meant to be symbolic for the progress we are in. Switzerland is formed by its people. Let’s do the work!

Ich fühle mich so patriotisch, dass ich ein 1.August-Weggli gekauft habe und meinen Kaffee aus dem Rössler-Chacheli trinke. Aber Spass beiseite, die Lage ist ernst. Vor mir liegt viel Arbeit, damit mein Land bleiben darf, wie es gedacht ist.

I bought a special bun this morning and I’m feeling like drinking my coffee like my grandfather did. Now‘ I am off to central Switzerland to make a stand for my country. Hopefully, we will be thousands.

Verlinkt mit Andrea Karminrot. Ja, im Wald war ich schon.