Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Am Samstag Sturmböen – It’s Stormy Out There

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Sturmmorgen

Draussen toben die Novemberstürme, die sich nicht ums Datum kümmern. Auf meiner Tour rund ums Haus habe ich ein paar Dinge gefunden, die gestern noch nicht da lagen: Nachbars Baugitter liegt quer auf der Strasse, das blaue Schnapsfass ist unter die Bäume gerollt, ein Amselweibchen versteckt sich im Geäst der Weinrebe. Dafür fehlt einiges, was gestern noch da war: der Baum hat alle Blätter verloren, der Türkranz ist ebenso unauffindbar wie die grüne Zeltplache zum Abdecken des Häkselguts. Nur die Wolken waren gestern schon da.

Schon vor dem Sturm war der Samichlaus hier. Er hat Biberli, Schöggeli, Nüssli, Guetzli, Grittibänzen und Mandarinli ins Lehrerzimmer gestellt.

Chlaustasse

Den Kaffee trinke ich heute aus meinem neusten Fundstück aus dem Brockenhaus.

 

Hello, Good Morning!

It’s stormy out there. Like others I didn’t have the time to bring stuff inside that was in danger to fly way. Things are missing, but there are also other items that are not supposed to be here. I’ll sort it out later. First, I’m having a cup of coffee in my new mug. 

Samichlaus, Santa, was here on the 6th. He brought a lot of nuts, tangerines, cookies, chocolate. I love to see the big box on the table in the teachers‘ lounge. It’s a big thank you from the school administration. 

 

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Samstags anfangs Teezember – No Christmas Rush This Year!

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Teezember1

Ich habe mal gelesen, dass die Zeit mit zunehmendem Alter gefühlt schneller zerrinnt, weil das Gehirn nachlässt und weniger speichern kann. Es bleiben weniger Erinnerungen haften, die schliesslich das Zeitempfinden verlängern. Zweitens läuft die Zeit schneller ab, wenn man weniger erlebt. Je ereignisloser der Alltag ist oder je weniger bewusst er erlebt wird, umso weniger Momente, die wir nie vergessen werden, bleiben in Erinnerung. Es ist ein Trugschluss zu meinen, der Tag oder die Woche gehe nie zu Ende, wenn mir langweilig ist.

Habe ich also den Eindruck, dass die Zeit nur so rast, werte ich das als schlechtes Zeichen für meine Lebenführung. Denn nicht die Zeit rast, sondern ich. Offenbar gelingt es mir nicht, ansich erinnerungswürdige Augenblicke bewusst zu erleben, offensichtlich bin ich achtlos.

Zugegeben, der Alltag ist nicht immer das Gelbe vom Ei, ein Schultag kann so anstrengend sein, dass ich ihn am liebsten schon hinter mir hätte. Und trotzdem möchte ich am Ende meines Lebens nicht auf einen grauen Brei zurückschauen, in dem ein paar grossartige Highlights schwimmen. Wenn immer ich denke, was? Schon wieder Samstag?, gibt es nur eins für mich. Langsamer werden.

Vermutlich sind wir im Dezember noch anfälliger für das Gefühl, die Zeit rase nur so vorbei, denn die Tradition stellt uns vor ein Dilemma. Nie im Jahr (ausser vielleicht vor den Sommerferien, aber da sind die Tage lang, die Sonne ein Energiespender) ist so viel los, wie in der Zeit vor Weihnachten, die wir in unseren mitteleuropäischen Breiten aber bitte besinnlich und friedvoll feiern sollen. Es ist paradox zu meinen, Hast, Eile, ein voller Terminkalender und daraus resultierende Müdigkeit und ein dünnes Nervenkostüm liessen sich mit Friede und Besinnichkeit in Einklang bringen, die wir uns zu Weihnachten sehnlichst wünschen. Betriebsamkeit passt nicht zum hereinbrechenden Winter und dem Bedürfnis des Körpers, nach einem reichen Sommer und Herbst auszuruhen.

Für mich gibt es auch da nur eins: Slow down. Es wird auch Weihnachten ohne Dekoration, ohne Guetzli, ohne Adventsfenster, ohne ohne ohne. Statt dessen werde ich meine Kraft für mich, meine Familie, meine Arbeitskollegen und die Schüler aufwenden, damit wenigstens ich nicht auch noch am 24. Dezember über die Ziellinie krieche. Mein Weihnachtsschmuck ist dieses Jahr eine ausgeglichene Lehrerin zu sein.

Was an dieser Adventszeit speziell ist, habe ich schon lange vorbereitet. Gestern habe ich meine Briefe zum Teezember zur Post getragen, und heute darf ich selber die erste Tasse Adventstee trinken. Aber zuerst jetzt Kaffee! Aus der Santa Tasse.

Habt euch wohl!

I think I’m going to take it really slow this year regarding Advent and Chistmas. I’m not planning on cookies, tree, candles, presents. It’s just me, my family, the colleagues at work, the students. Christmas ornament this year will be a content woman under the „Christmas tree“, a teacher who is fit enough to wish the students Merry Christmas with all her heart.

Yes, I’m reading „Skipping Christmas“ by John Grisham.

🙂

The only thing I have been planning long before today, is Tea-Cember. I’m having a cup of tea sent to me from 24 people all over Germany, Austria and Switzerland. Yesterday I sent my share of lettres to them. I wish you all a good time during December 2018.

It’s still dark outside. I’m having a cup of coffee with whiped cream (vegan) in my Santa cup. I think I’m coming into Christmas mood much easier without the rush.

 

Verlinkt mit Andreas Samstagsrunde bei Karminrot.

 

 

 

Samstags farbenfroh – Adding Some Colour

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Farbenkaffee

Der November ist in unseren Breiten nicht als der farbenfrohste Monat bekannt. Mit ihm wird grau assoziiert, Hochnebel, schwarze Nächte und dunkle Zeiten. Ab und an beschleicht mich eine Ahnung, dass ich meine Einschätzung, die auf langjähriger Erfahrung beruht, in der Zukunft eventuell überdenken müsste. Es gibt keine wochenlangen Nebelperioden mehr im Thurtal, die Sonne scheint öfters, die Heizung läuft nicht alle Tage. Klimawandel?

Trotzdem, die Tage sind kurz, so dass ich am Morgen und Abend hinter der Windschutzscheibe klebe, damit ich allfällige Hundespaziergänger und Velofahrerinnen frühzeitig erkennen kann. Ehrlich, ohne Brille sehe ich mehr, weshalb ich mein Nasenvelo über die Stirne schiebe, wenn ich im Dunkeln unterwegs bin.

Ich bin froh um zwei Tage Pause. Das Leben ist so anstrengend, wenn der Tag kurz ist. Es dünkt mich, ich müsste alle Arbeit in weniger Zeit erledigen, weil unsere Kultur ja keine Winterruhe kennt. Zudem haben mich die Schniefnasen in der Schule in diesem Herbst schon zum zweiten Mal angesteckt. Liegt es daran, dass gebrauchte Taschentücher im Papierkorb hinter meinem Lehrerpult entsorgt werden? Waschen die Kinder ihre Hände zu wenig? Soll ich auf die Begrüssung per Händedruck verzichten?

Na ja, mal schauen, was Salzwassergurgeln, gemütlich Lesen, eine Verabredung zum Kaffeetrinken und ein seichtes, aber spannendes Buch bringen. Und ich bringe ein bisschen Farbe und Liebe in den heutigen grauen Tag.

Ich wünsch euch was!

Maybe climate change brings higher temperatures, more sunny days, less fog and dryness to my part of the world. Nontheless, I am exhausted from one week’s workload as the days are so short but the work is the same as during summer when there are more hours to do it. I’m always tired when the sun goes down and could immediately go to bed. It’s painful to have to work after 6 o’clock, like meetings. I don’t like to go out when it’s dark. 

Therefore the trimester between fall break and Christmas is the hardest. Furthermore, if the students are coughing and sneezing all the time and pass their bugs over to me. It has happened for the second time in five weeks. Hatschi! 

I try not to feel sorry for me. Thankfully, it’s the weekend. I can rest, read a novel I have read already three times (sometimes it is good if you know what to expect) and meet an old friend. I’m adding a bit of colour and love to the gray day

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea.

Am Samstag lachend – A Sense of Humor – Nur eine Phase, Hase

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Am Mittwoch habe ich ein Päckli bekommen, denn ich habe ein Buch gewonnen. Da kam ich also von der Schule nach Hause, war des trüben Wetters wegen ziemlich schlaff und dachte als erstes an eine Tasse Kaffee. Milchkaffee, denn der Herd zum Milch Erwärmen war heiss, weil ich heizen musste. Brrrr! Was für ein trüber Tag.

Oft mache ich mehrere Dinge gleichzeitig, was vermutlich eine Mutterkrankheit ist, die ich mir bis jetzt noch nicht abgewöhnen konnte. Also, Feuer anzünden, Kaffee kochen, Milch aufkochen und Briefkasten leeren. Ahhh! Für einmal nicht nur eine adressierte Werbung und die Gratiszeitung.

Dann war der Kaffee fertig, der Ofen gab schon ein bisschen Wärme ab, das Päckli war ausgepackt. Da sass ich nun in meiner kuscheligen Strickjacke, den Kaffeebecher neben mir, das Buch in der Hand. Schon auf der ersten Seite musste ich dreimal lachen. Schliesslich wurde es draussen dunkel, der Kaffee war schon lange getrunken und ich war immer noch am Lesen. 🙂

Danke Sybille!

Ich habe ein „strenges“ Wochenende: Gestern Abend im Konzert: Let it be. Heute Klassenzusammenkunft und morgen Familientreffen.

 

Verlinkt mit Karminrot von Andrea.

Knopfsammlung am Samstag – So Many But None

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Knoepfe

Tatsächlich, kein passender Knopf im Fundus.

 

Tatsächlich habe ich diese Woche meine Strickjacke fertig bekommen. Nur die Knöpfe fehlen noch. Leider gibt meine Knopfsammlung nichts her. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder fahre ich heute noch in die Stadt oder ich frage die Nachbarin, ob sie in ihren Schätzen das Passende für mich hat. Sie hat nämlich vor einiger Zeit die wunderbarste aller wunderbaren Knopfsammlungen geerbt. Ich würde ihr im Gegenzug Eier zum Tausch anbieten.

I have many many many buttons, but none that is a match to my cardigan. Now I can either go to town and buy some, or I’m going to ask whether my neighbour has the appropriate buttons. I happen to know that she inherited a treasure of buttons a while ago. I’m offering her some eggs in return. I’m a fan of countertrade. 

Überhaupt finde ich Tauschhandel grossartig: Ich tausche zum Beispiel auch Pulloverflicken gegen Ledersohlen oder Nachtessen, Korbinstandstellen gegen Baumnüsse oder eine gestrickte Mütze, Gemüse gegen gesammelte Tannzapfen als Anzüdhilfen.

Korbdefekt

Dieser Patient braucht einen neuen Henkel.

 

Grossartig finde ich auch, dass ich in meiner Gegend umgeben bin von fähigen jungen Leuten, die für mein in der Schule verdientes Geld die Arbeit machen, die mir mittlerweile zu anstrengend ist. Zum Beispiel Rodungsarbeiten hinter dem Schopf, Bretterbodenrausreissen und Isolationüberprüfen plus Erneuerung über dem angebauten Badezimmer. Ich werde mich derweil gemütlich auf dem Sofa ausruhen und fit machen für den nächsten Schultag.

At nine o’clock a young man is coming to check on some „ancient“ boards and bad insolation over the bathroom now that I have used up all the stored wood logs up there. I hope he can do a bit of work to keep the bathroom warmer. 

Föhnfenster

Und dann hat diese Woche der Föhn geblasen. Auf dem Abendspaziergang am Mittwoch sah der Blick in die Berge dann so aus. Es hat sich ein typisches Föhnfenster gebildet. Sehen die Bäume nicht aus wie reines Gold?

We’ve had lovely wether when the fog was gone. On Wednesday we had a typical wether situation. We call it Föhn, which is the same as a Chinook.  Aren’t these trees like gold?

Happy Weekend!

 

Verlinkt mit Karminrot von Andrea.

 

Samstags Rechtschreibestreit und Klassenzusammenkunft– Class of 1969

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Schulhefte

Guten Morgen, meine Lieben!

Ach je, ich weiss gar nicht, wo anfangen. Bei meinem ersten Schultag? Oder Mitwochnachmittag? Oder doch die Klassenzusammenkunft? Hmmmmm….

Im Moment ist (wieder einmal) ein Rechtschreibstreit ausgebrochen, den, wen wundert’s (ich schaffe es nicht, auf dieses Apostroph zu verzichten), diejenigen in die Presse „schleiken“, die von Schule keine Ahnung haben. Munter wird da Rechnen mit Schreiben und Sport verglichen. Man stellt Erstleser mit Gymnasiasten gleich. Sogar die Chancengleichheit von Migranten und Migrantinnen wird ins Feld geführt. Es ist auch klar, warum die Jungendlichen und die jungen Erwachsenen so schlecht in Orthographie sind: Sie hatten in der Unterstufe das falsche Lehrmittel und ebenso schnell ist eine Lösung für das Problem gefunden: ein Verbot. Und Rotstift, klar. So wie früher, als die Lehrer noch keine Kuschelpädagogen waren.

Ich waltete meines Amtes und vertiefte mich in zwei Zeitungsartikel, formulierte eine Rechtschreibfehler freie Entgegnung, um, als ich fertig war, zu merken, dass die Sonne über meinem freien Mittwochnachmittag unter gegangen war, ohne dass ich einen Strahl abgekriegt hatte.

Wenn mich dieser Tage jemand fragt, wie es mir gehe, antworte ich: „Viel zu viel zu tun. Bis Weihnachten kann das nicht so weitergehen.“ Ich lebe wie eine Wühlmaus im Dunkeln und von den Reserven, und dass mein Mann von veganer Ernährung redet und ich um meine Baustoffe, sprich Eiweisse mit den 12 essentiellen Aminosäuren, fürchte, macht die Situation auch nicht besser.

Heute ist Klassenzusammenkunft im Schulhaus meiner Kindheit. Ich freue mich. Zu diesem Anlass habe ich die ersten Schulhefte ausgegraben. Seht ihr den Fehler? Es heisst nicht schmuzig, sondern schmutzig. Was man hört. Also doch lautgetreues Schreiben. Und auf der Sekundarstufe dann die Doppelkonsonantenregel. Aber wenn die Schüler nicht wollen, nützt auch das nichts. 🙂

I’m looking forward to the reunion of my primary school class. I started school in spring 1969 and I still remember the first time I sat on a school chair. We got a  pencil and a tablet, which was a real tablet made of cardboard with special coating, so you could write on it and clean it afterwards with soap, a chore we had every weekend. On Monday, the teacher checked the tablet.

We are meeting at our schoolhouse that has been renovated and enlarged lately. On this occasion I took out my first notebooks for the photograph of this post. First grade notebook is on the right, second grade on the left. 

I’m busy in school and don’t have much time to be outside and get some sun. What will this do to my health? You need sunshine to stay healthy regarding Vitamin D, right? Will my face turn pale and get a grey shade? Will my hair fall out? Will I have a headache every day? What about my bones? Something has to chance or I won’t see Christmas. 

Anyway, today is going to be fun!

And tomorrow is a day to rest and relax. 

Have a nice weekend, too!

 

Verlinkt mit Samstagplausch bei Andreas Karminrot

 

 

 

Samstags kopfüber in den Winter – Head over Heals into Winter

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TeeGuten Morgen, liebe Leute!

Der See ist leer, die Flüsse ohne Wasser. Gestern habe ich gehört, dass der Bund seine Kraftstoffreserven angezapft hat, weil der Rhein nicht schiffbar ist. Aber Schaffhausen und Basel sind weit weg.

Ich sehe nur die Thur, die ich auf meinem Weg in die dichter bevölkerte Gegend jeweils überquere. Ja, das Flussbett sieht ziemlich trocken aus. Auch die Quelle in der Wiese oben sprudelt nicht mehr, und auch den Bach weiter unten höre ich nicht mehr rauschen.  Deshalb ist der Regen sehr willkommen, der heute Morgen Punkt 6 Uhr eingesetzt hat. Er soll angeblich heute den ganzen Tag und auch morgen Sonntag noch fallen, vielleicht in Form von Schnee. Juhee! Vom Sommer head over heals direkt in den Winter. Es passt.

Was das Wochenende bei dieser Wetterprognose verspricht? Meine Liste reicht von Haushalten über Lieferdienste zu Strickprojekt. Trotzdem wird das Wochenende entspannt. Ich starte mit Tee neben dem Feuer.

Und wie sieht das Wochenende bei euch aus?

It started raining this morning as we have been told by the weather forecast. I couldn’t believe it. The summer seemed never ending. And now it is supposed to snow tonight. I’ll stay more or less in the house this weekend as it needs tending. You cannot go away for two weeks, come back and start working a hundred percent and still manage your household. And of course you cannot neglect your job. It’s agains work ethics, right?

Anyway, the weekend will be relaxing. I’m starting with a cup of tea warmed by a fire. What are you up to?

 

Verlinkt mit der Samstagsrunde bei Andrea.