Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Patriotisch wie noch nie – Samstags 31/21 – Feeling Patriotic

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Direkte Demokratie bedeutet, dass die Bürger und Bürgerinnen ihren Staat formen können. Sie wählen nicht nur diejenigen, die seine Geschicke lenken, sondern können sich direkt einbringen und mitbestimmen. Am Volk kommt die Regierung nicht vorbei, wenn es ihre Rechte und Pflichten wahrnimmt. Ja, wenn! Ich fühle mich am heurigen Nationalfeiertag patriotisch wie noch nie in meinem Leben. So patriotisch, dass ich ein Schweizer Kreuz häkeln musste. Ihr seht es in Arbeit, symbolisch für meine schweizerische Bürgerinnenpflicht.

Tomorrow is Switzerland’s birthday. Usually, I am not that patriotic. But I am now. There are some serious advantages people can make use of. Switzerland is in our hands. There is work to do. That’s why I felt like crocheting a Swiss flag this morning. It’s not finished yet as it should be symbolic for the progress we are in. Switzerland is formed by its people. Let’s do the work!

Ich fühle mich so patriotisch, dass ich ein 1.August-Weggli gekauft habe und meinen Kaffee aus dem Rössler-Chacheli trinke. Aber Spass beiseite, die Lage ist ernst. Vor mir liegt viel Arbeit, damit mein Land bleiben darf, wie es gedacht ist.

I bought a special bun this morning and I’m feeling like drinking my coffee like my grandfather did. Now‘ I am off to central Switzerland to make a stand for my country. Hopefully, we will be thousands.

Verlinkt mit Andrea Karminrot. Ja, im Wald war ich schon.

The View – Samstags 30/21 – Freie Sicht

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Für meine körperliche und mentale Fitness marschiere ich regelmässig meine Runden. Ist diese Aussicht in die Ebene nicht erfrischend? Ich liebe meine Region und seine Leute. Zumal hier entgegen aller Unkenrufe aus der Stadt selbstbestimmte, vernünftige und im gesunden Masse skeptische Menschen wohnen, die sich nicht mit einem Stück Torte und einer Wurst zu einer Tat verführen lassen, deren Konsequenzen noch niemand voraussagen kann. Noch haben wir die Freiheit, diese Entscheidung zu treffen.

This is the view I enjoy when I go on my daily walk. I love my county and the people who live here. City folk claim that the rural people are badly educated and therefore stupid based on the fact that in the countryside the fewest get vaccinated against Covid-19. It is insulting. My people are just critical and don’t let themselves lured into a vaccine with a piece of cake and a hot dog; a vaccine whose consequences are unknown and could be fatal.

Lange musste ich dieses Jahr auf das Fensterputzfieber warten, aber gestern Abend hat es mich gepackt, so dass ich heute als allererste Tat zu Allzweckreiniger und Sprühflasche gegriffen habe. Die Sicht aus dem ersten Stock in den Garten und darüber hinaus ist wieder klar. Vielleicht mache ich heute noch ein bisschen weiter, aber erst mal bin ich zum Mittagessen eingeladen. Es ist der Abschluss einer fruchtbaren Zusammenarbeit, an derem Ende eine Jubiläumsschrift für unsere politische Gemeinde herausgekommen ist. Ich werde berichten. 🙂

I cleaned the windows first thing this morning. Now the view into the garden is clear again. I’ve waited a long time to do this chore but thought I would be much quicker when the fever hits. I was right! I might do the windows in the upper floor but am having lunch with some people to celebrate the launch of a chronical of our community. Working on it was such fun and uplifting! 🙂 I’m going to show it soon and tell you all about it.

Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea

Like Truman in his Show– Samstags 29/21 – Am Rand der Blase angekommen

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Nach einer verrückten Zeit sind die Ferien angebrochen, sagt der Kalender. Nach drei Wochen, in denen ich angestrengt versucht habe, den Kopf oben zu behalten – Andrea erzählt Ähnliches –  Ich komme mir vor Truman in der Show: Ich bin am Rand der meiner Blase angekommen, stecke mit einem Bein zwar schon draussen, habe auch eine erste Nase voll Luft genommen, aber der Kopf und Körper sind noch nicht geschlüpft. Trotzdem guten Morgen, guten Mittag, guten Abend und gute Nacht! Warum der Vergleich mit der Truman Show? Ganz einfach, das Openair Kino am Schulschluss ist zwar im Regen untergegangen, aber den Film haben wir trotzdem geschaut. Dazu gab es Wienerli mit Brot und in der Pause ein Pingu-Glacé.

Um im entschleunigten Alltag Fuss zu fassen, mache ich es wie meine Hühner. Ich picke da etwas, scharre hier ein bisschen, laufe in die eine und später in die andere Richtung. Ein bisschen Büsche schneiden, Glas entsorgen, ein Ei mit Peterli essen, einen Kaffee trinken.

Wenn ich absitze, komme ich nie mehr hoch.

🙂

Frohes Wochenende euch allen!

Summer break. Finally although I can’t comprehend the meaning of it. I’m still in the bubble called school house, like Truman was caught in his show. Of course, I‘ knew that there would be the end of „the show“, the end of the semester, the end of all the craziness that comes with the end of the school year. I knew that finally all students would be gone and I could go home, too. However, I don’t actually know what to do now and here. What will I do the next five weeks?

That’s why I am living like my hens right now. Picking here and there, this and that, running in this and in the other direction. Meaning recycling glass, cutting trees and bushes, eating what I find in the fridge and drinking coffee.

I fear I can’t get up again when I sit down.

By the way, we had a movie night in school watching „Truman Show“. That’s when I realized I could stay in school for ever and I have to be brave to meet normal people.

😉

Samstags 26/21 – Alles ist gut! – Back Home

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Nach einer Woche Jubel, Trubel, Heiterkeit und ein paar Problemchen bin ich zurück zu Hause und geniesse die Ruhe. Von Gewitter- und Hagelnachrichten leicht beunruhigt, musste ich gleich den Garten inspizieren.

Alles ist gut!

We spent a wonderfull week in the mountains. With kids of this certain age, it isn’t a given that all goes well, but it did. They have a lot to learn about living together and responsibility. However, I am glad to be home safe, especially as I drove the long way home by car alone across Switzerland from the south est to the north east. After a peaceful night sleep I checked the garden beds first thing in the morning.

All is good!

Der heftige Regen hat den Pflanzen nur gut getan. Die Erdbeeren, der Fenchel, die Zwiebeln wachsen jetzt üppig, und endlich spriesst auch der Dill. Ich machte mir vor allem um die Sonnenblumen Sorgen, aber sie haben sich nicht bestätigt. Eine ganze Reihe entwickelt sich prächtig. Sind die fröhlich orangen Ringelblumen nicht wunderschön?

There was heavy rainfall and hail last week and I was a bit concerned the plants may have suffered. In the contrary, onions, strawberris and fennel are thriving. How I love the orange spots of the marigolds!

Vor zwei Tagen war ich noch im Gebirge. Wir gingen über die längste Hängebrücke der Alpen. Sie überquert ein Tal oberhalb Randa im Wallis. Bevor man sie erreicht, muss man zwei Stunden steil bergauf wandern. Das Abenteuer ist die Mühe wert.

It was quite an adventure to cross this valley over a Tibetian bridge. It is 494 meters long and the longest of the Alps. However, you must hike the steep mountain for 2 hours bevor you are rewarded with a spectacular view down.

We got a visitor.

🙂

Verlinkt mit der Samstagsrunde bei Andrea Karminrot.

Kuriosität am Wegrand – Samstags 25/21 – Early Morning Walk

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Samstag ist mein Lieblingstag. Alles kann, nichts muss. Meistens. Heute nicht, denn ich packe, damit ich morgen Sonntag mit dem Auto und dem ganzen Plunder nach Grächen fahren kann. Wo liegt Grächen? Irgenwo im Wallis, also weit, weit weg, hinter den sieben Bergen. Ich denke, dass ich den Weg nach Brig finde, weil ich eine grobe Ahnung der Schweizer Geografie habe. Von Grächen aus, oder in seiner Nähe, kann man das Matterhorn sehen … Nein, ein Navi habe ich nicht, aber eine Strassenkarte.

Tomorrow I’m leaving for a part of Switzerland I haven’t been to for quite some time. Must be almost 40 years. I don’t even know where the village is I’m spending a week with the students. Let’s hope my car will act like a dog and follow its nose … I do not have a GPS, only a map. However, I know that I’m going to see the Matterhorn there. Anyway, I am packing today …

I’m so tired in the evening these days that I go to bed early. And wake up early because there is so much going round and round in my head, so much to do at the end of the school year. I wonder why everybody except me has an additional idea of what should be done before the break. There might as well a member of the school board come for a visit in my classes in the last week because he finally notices that he hasen’t done his chores yet. I’m going to scream, to call in sick. In order not to get sick now, I must take it slowly. An early morning walk might do the trick, I thought. Then I spotted these interesting leaves at the wayside. What may stress a tree so much and causes it to lose the colour of its leaves, I thought. And how lucky am I that my hair doesn’t lose its grey colour and turn green due to all the stress.

Seit einigen Jahren versuche ich, die letzten Wochen vor den Sommerferien gut zu organisieren, damit es nicht zu viel wird. Vieles hängt von einer vorausschauenden Planung ab. Leider scheine ich die einzige zu sein, und es erstaunt mich, welche Wünsche gewisse Leuten noch haben, die mir zusätzlich Arbeit generieren. Voller Schrecken ist mir eingefallen, dass der Verantwortliche aus der Schulbehörde noch nicht auf Unterichtsbesuch war. Wenn der es wagt, in der letzten Woche aufzutauchen, werde ich schreien.

Und so habe ich mit einem frühen Morgenspaziergang gestartet und dabei eine Kuriosität entdeckt. Ein kleines Detail am Wegrand. Ich frage mich, was diese Buch stresst, dass sie zweifarbige Blätter hat? Und ist es nicht ein Glück, dass mir mein Stress statt meiner grauen Haare grün gescheckte beschert?

Take it easy!

Heute also ganz gemächlich!

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Body, Mind and Soul – Samstags 24/21 – Fürs Gemüt, fürs Auge und für den Magen

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Manchmal raucht mir echt der Kopf, das Herz wird schwer, der Magen empfindlich. Soviel, das ich sehe, höre, worüber ich nachdenken muss. Deshalb heute also bewusst etwas fürs Gemüt (diesen frischen Pfefferminztee), für die Seele (diese wunderschönen Rosen) und für den Magen (der erntereife Rhabarber). Dieses Trio ist ein Geschenk der Natur, ohne mein Zutun gewachsen, einfach da in meinem Garten.

There’s so much going on right now: work, friends, students, garden, politics, people … I have to care for the balance of body, mind and soul. That’s why I mostly stay home besides school. It’s a gift to have friends at work I can share my thoughts with and feel connected during the storms. It might be like holidays when we go into the mountains with the students for five days next week …

Anyway, a whole weekend lies ahead of me and I already went out a few steps to pick up what God provides me with: roses, rhubarbe and peppermint. I haven’t done anything to get this bounty of nature. It’s all there for me. I’m very fortunate. And I wish everybody was.

Was treibt mich an? Was treibt dich an? Was lässt dich aufstehen am Morgen, auch wenn niemand da ist, der dir sagt, du musst? Wie grossartig ist es, Motivation, die Lebenskraft zu spüren. Woher kommt sie? Wer füttert sie? Wie leicht könnte sie herunterbrennen.

What’s my motivation to get up in the morning? What makes me move? How wonderful is it to feel the strength inside. Where does it come from? Who feeds it? How easily could it burn down …

Wenn du über Rhabarber diskutieren willst, hier geht’s lang.

I need to take a break now and then and close the channels through which all the news, the information come, and yet, I have to know! There is body, soul AND mind.

Einmal mehr haben wir Frauen in der Strickgruppe diskutiert, und plötzlich ging da dieses Stoppsignal auf, das ich oft vorgehalten bekomme, wenn das Thema unangenehm wird. Natürlich muss Mensch Sorge tragen, dass nicht zu viel auf einen eindringt. Ich bin voll dafür, die Kanäle zu schliessen, wenn es zu viel wird. Und doch machen mich Kopf, Herz und Hand aus. Ich muss wissen und zu verstehen versuchen.

Dans la vie, rien n’est à craindre,

tout est à comprendre.

Marie Curie

Verlinkt mit der Samstagsrunde bei Andrea.

Mehr vom Garten gibt es hier.

Und aus Nachbars Welt hier.

Im Garten – Samstags 23/21 – Working Hard

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Heirassa! Was bin ich doch nervös. Ein Glück, kann ich im Garten buddeln. Mein Gemüsegärtchen soll eine zusätzliche Rabatte bekommen, gebaut aus dem, was da ist. Aber erst mal Pause!

Die Schweiz stimmt dieses Wochenende ab. Noch nie war seit 1848 eine Abstimmung wichtiger, denn die Freiheit steht auf dem Spiel. Du findest, ich übertreibe? Wie weit kann die Schweiz sinken, wenn schon die Abstimmungsunterlagen betrügerisch sind, weil nachträglich Artikel eingefügt werden? Es ist die Ent-Täuschung im wahrsten Sinn des Wortes, wenn die Regierung lügt, um die Abstimmung in die gewünschte Richtung zu bringen. Davor dürfen mündige Bürgerinnen und Bürger nicht die Augen verschliessen, nur weil der Schmerz nicht auszuhalten ist.

I’m working hard in my garden as I want to add a bed for flowers around the vegetable patch. This will look great and keep the grass from moving forward. I like to use material that is already available without spending much money and needing much time. These old logs from a fallen prune tree are exactely what I need. Lucky me!

I’m very nervous as we are voting this weekend. It’s probabely the most important voting since 1848. Anyway, whether it will be a won or lost battle (a battle it is), I will either celebrate or derive comfort from being together. A moment for the history books, I’m sure.

Meanwhile, I am working hard and trying not to think too much!

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.

Ups and Downs of A Gardener – Samstags 21/21 – Freuden und Leiden einer Gärtnerin

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Mein Grünzeugs wächst langsamer, als es die Schnecken und Vögel fressen. Mit einer Ausnahme: Den Kräutern scheint das feuchte, relativ kühle Wetter zu behagen. An allen Ecken wächst es. Hier ein bisschen Pfefferminze, da ein Büschel Zitronenmelisse. Den Schnittlauch finde ich unter dem Rosenbusch, den Salbei gleich daneben. Das kleine Oreganopflänzchen vom letzten Juni hat sich zu einem grossen Teppich gemausert. Der Peterli ist noch klein, so dass ich nur ganz wenig ernte. Der stolzeste Stock ist der Liebstöckel, Maggikraut nennen wir es, da es dem Maggiwürfel seinen Geschmack gibt. Gestern habe ich den ersten Salatkopf geerntet. Also eindeutig mehr Ups als Downs.

Macht’s euch nett!

Geniesst das Wochenende. Ich werde meines draussen verbringe.

Wie meine Hennen auch.

My gardening adventure has been a tough one so far. The snails and the birds eat more than the plants grow it seems. Maybe I should have a look at the very first pictures of my garden beds. I might see a difference. Nontheless there are the herbs that have grown for a longer time: the lovage is the biggest plant gronw up to a hight of one meter already. The tiniest is the parsley. Oregano bought last summer has grwon from a tiny patch to a whole carpet of green and yellow. There is lemon balm at many corners of the garden, the same with peppermint and sage. Yesterday I could harvest the first lettuce. Definitely more ups than downs.

Have a nice weekend! I’m going to spend mine outside. Like my hens too.

Verlinkt mit Andrea von Karminrot in Berlin.