Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Worth A Visit – Samstags 26 * 22 – Einen Besuch wert

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Eine erlebnisreiche Woche liegt hinter mir. Viele tausend Schritte sind wir zusammen gegangen. Berg auf und Berg ab, über steinige, schmale und ebene, breite Wege. Bei Sonne und Regen. Einatmen, ausatmen, Herzschlag für Herzschlag. Nie hat eine/r gemotzt. Wir durften am Reichenbachwasserfall die Macht des Wassers erleben und erkennen, welche Inspiration sie ist. Wir durften in die Vergangenheit schauen und staunen, aber auch über zufküftige Projekte. Der Mensch ist ein Kämpfer. Wir konnten sehen, woher der Strom kommt, wo das Wasser für den Hydropower gesammelt wird. Das Wort „blackout“ hat eine weitere Dimension bekommen. Hoch über dem Tal hängend und schaukelnd hat vermutlich die eine oder der andere genauso wie ich die eigene Bedeutung in einer anderen Dimension gesehen und angesichts der felsigen Umgebung einen anderen Bezug zu grüner, fruchtbarer Landschaft bekommen. Wie ich letzte Woche sagte, wir sollten öfters verreisen. Es macht uns reich. Das Seil kommt aus dem Freilichtmuseum Ballenberg: unbedingt einen Besuch wert. Das Seil ist so schön, perfekt und duftet so gut. Eine andere Seilerei habe ich vor ein paar Jahren in Rhode Island besucht.

I spent an educational, interesting and wonderful week with the students in the mountains. We hiked many miles up and down steep and narrow paths, walked along an anciant path over an Alpine pass. We could experience the power of the water at the Reichenbach Falls (where Sherlock Holmes was killed). What an inspiration. We could see into the past and the future. Humans are fighters. We went where the water is collected to produce hydroelectrical power. The word „blackout“ got a different meaning. We climbed up, went over a bridge and dangeling there, some may have thought about what’s important in life. The landscape, the mountain peaks, the valleys, the cliffs of the Bernese Highlands are overwhelming, no wonder the British have loved it from the start of tourisme.

I’ve bought back lots of insights in human nature, pictures of a region I hadn’t been familiar with and a rope from the outdoor museum Ballenberg, which I dearly love and feel a connetcion to my ancesters. I had the most wonderful encounter with a woman at the shop where I bought this rope. It clicked when we looked eachother in the eyes. Hopefully I will see her in July. Years ago I was at a rope maker’s in Rhode Island … It might be closer where you live and worth a visit.

Verlinkt mit Andrea Karminrot in Berlin.

Bücher und Puzzleteile – samstags 25 * 22 – Books and Puzzles

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Rezepte, wie Mensch durch Stressphasen kommt, gibt es zu Hauf. Wandernde Geister, unruhige Schüler, nervöse Teenager, zerstreute Lernende wollte ich deshalb mit einem 1000 Puzzle einfangen. Ich fand ein ansprechendes Bild in Teilchen vor etwa fünf Wochen für den sagenhaften Preis von 8 Franken. Tatsächlich stürzten sich vier Jungs auf die grosse Aufgabe, um dann nach 45 Minuten daran zu scheitern.

Ich dachte, es könnte motivierend sein, wenn schon mal der Rand gelegt wäre, und startet das 90 x 69 cm grosse Werk. Es vergingen entspannte Minuten, Viertelstunden, ja Stunden nach dem Unterricht, so dass ich jeweils voll entspannt aus dem Schulhaus und nach Hause eilte.

Vorgestern habe ich das letzte Teil gelegt, zur Enttäuschung einiger Mädchen, die tatsächlich angefangen hatten, in den restlichen Stückchen nach passenden zu suchen, als die Aufgabe lösbar zu sein schien. Ich habe versprochen für Nachschub zu sorgen.

Dass Puzzles eine grossartige Sache sind, habe ich schon vor Jahren entdeckt. Sie füllen leere Momente sinnvoll. Sie sind ein Übungsfeld für Durchhaltewillen. Sie zeigen, dass nach Anstrengung Belohnung in Form eines guten Gefühls winkt. Auch sind sie mein ultimatives Rezept, den Puls zu verlangsamen, die Körperhaut von zu eng auf passend auszudehnen, die Haare zu glätten, das Herz zu entlasten, das Kopfkarrussel anzuhalten.

Es war also nicht nur wegen der Mädchen höchste Zeit eine neue 1000er Herausforderung zu erstehen, sondern auch wegen mir. Tatsächlich wude ich fündig. Überhaupt war die Fahrt ins Brocki Frauenfeld gestern jeden Benzinrappen wert, denn ich habe auch die kleine Bibliothek in meinem Schulzimmer (die oberen vier) und meinen Bücherstapel (die unteren fünf) ergänzen können. Die fünf leichten Sommerblusen für die kommenden heissen Tage (nicht auf dem Foto) drehen derweil in der Waschmaschine.

Sodeli, das wars für jetzt. Die Zebras, Antilopen und Elefanten am Wasserloch auf meinem Puzzle rufen mich.

There is a blessing in puzzles as they are very addictive and let me forget my sorrows. They calm me down in times where I can’t focus on anything to do. Maybe books do, too. That’s why I went to the thrift store yesterday afternoon that seemed too long to stay at home all nervous and troubled.

The drive was worth every penny I had to spend for petrol. I’ve found two beatiful puzzles for little money right after the entrance. Of course, I had to browse the whole store and grabed also four books for my students (are there other teachers who spend money for their students?) and five for me, books I have heard of, stories located in Australia (I can’t get enough of them) and one by Cecilia Ahern, which I have seen on film.

Actually, I’ve bought the two puzzles for me and my students because some students are very sad that the one big puzzle I had brought to school was finished two days ago and I promised yesterday to bring a new one for them after class camp. I do anything to show the teens that there is a life besides whatsapp, snapchat and tiktok. I’m a teacher.

Verlinkt mit Andrea von Karminrot.

Parallelwelten – Samstags 24 * 22 – What A Wonderful World

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Willkommen in meiner wunderschönen Welt! Die kraftvolle Sonne verzaubert die Landschaft in ihrem Licht. Die Luft ist erfülllt von verheissungsvollen Sommergerüchen. Die Vogelwelt singt aus voller Brust. Der Garten beschenkt mich reich mit Erdbeeren.

Willkommen in meiner Welt des Schreckens, des Bangens und der Sorge. Ich beobachte, wie ich zwischen diesen Welten hin und her geworfen werde oder mich bewusst dazwischen bewege. Niemals hätte ich gedacht, dass mein neulich gewähltes Motto, mein Mantra auf harte Probe gestellt würde: „Den Erfahrungen, die auf mich zukommen, begegne ich mit Weisheit, Liebe und Leichtigkeit“.

Nein, ich werde nicht in einem Ozean der Traurigkeit ertrinken. Das Leben hat zu viel Gutes zu bieten: verlässliche Freunde, Zuspruch, geteilte Sorge, gefühltes Miteinander und schliessliche Glaube, Liebe und Hoffnung.

Und ganz viele Erdbeeren!

Welcome to my overwhelmingly beautiful world! The landscape glows under the enchanting early morning sun. The air is full of the fragrance of freedom and summer promises. The choir of the birds in the trees is so powerful. The garden gives away its fruits generously ready to just be picked.

Welcome to my world of sorrow, uncertainty and grief! At best, I am a wanderer between these worlds observing closely how I manage. Sometimes I am more like a play ball thrown in and out. Who would have thought that the motto I’ve been implementing in my life, would be tested so hard: „What ever experience crosses my way, I will take it with wisdom, love and lightness“.

I will not drown in an oncean of sadness. Life is too rich and offers too much good: reliable friends, encouragement, shared worries, solidarity and finally, faith, hope and love.

And lots of strawberries!

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Mit allen Sinnen – Samstags 23 * 22 – With All My Senses

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Während ich da sitze, noch voller Eindrücke meiner kurzen Balkonzeit und anschliessender kleinen Gartentour, den Blick schweifen lasse, merke ich, wie mir das wunderbare Gefühl, das ich eben noch hatte, entgleitet. Ich versuche mich festzumachen, etwas zu finden, das mich festhält, wenn die Gedanken auf die vielen anstehenden Aufgaben, den vollen Terminkalender, die Herausforderungen der nächsten Wochen abdriften und ich es verliere.

Ich lese „It’s okay not to be okay“ auf einem Buchrücken in meinem Bücherstapel. Und es tönt wie eine Botschaft vom Himmel. Mir fällt ein Armband, von einer Freundin geschenkt bekommen und lange Zeit nicht bemerkt, ins Auge. Ich fühle die Stoffperlen in meiner Hand und spüre die Unendlichkeit dieses Kreises. Alles wird gut.

Ich sehe die Rosen vor blaustem Himmel im Sonnenschein. Ich rieche an den Rosen und verstehe, warum die Biene in die Blüte kriecht, so verheissungsvoll ist der Durft. Ich pflücke eine schon welke Blüte, spüre ihre samtenen Blätter. Und ich brühe mir einen aromatisierten Tee auf. Ich schmecke die Rosen. Alles wird gut!

Ich nehme das Buch aus dem Stapel, vertiefe mich in der Lektüre, trinke meinen Tee über den Bäumen.

Alles ist gut!

Coming back from my little garden tour a few minutes ago, it hit me. There are so many tasks to be done, so many oppointments, the end of the school year, class camp … Times can be overwhelming sometimes.

What has happened to the wonderful feeling of inner peace I felt half an hour ago? I try to focus and my eye catches a book „It’s okay not to be okay“. A birthday gift from a friend who told me it was a very encouraging read. All will be good!

I see a bracelet unnoticed for a long time, another gift. I feel the fabric pearls in my hands and think of the eternity of a circle. All will be good!

I see the red roses under the bluest of skies on this beautiful June morning. I smell the roses and I understand why the honey bee is about to crawl into the blossom. The fragrance is so promising. All will be good!

I pick one of the roses and feel the soft touch of velvet. I make a cup of tea with the additional taste of this glorious rose. I drink the tea above the trees. All is good!

Verlinkt mit Andrea Karminrot

Zu Fuss im Naturpark – Samstags 22 * 22 – On Foot

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Guten Morgen, meine Lieben!

Es ist schwierig, in Koper ein Lieblingskaffee zu finden, denn an allen Ecken und Enden wird Kava angeboten. Hervorragender Kaffee! Wir haben aber doch eine Wahl getroffen und trinken jeden Morgen vor dem Tagesprogramm einen Espresso und einen Capuccino in dieser netten Gasse, auch eine von vielen. Die Schau ist excellent, denn schon früh am Morgen bewegt sich das halbe Städtchen hinauf und hinunter. Überhaupt ist es wunderbar hier, ich kann Slowenien und Koper als Feriendestination sehr empfehlen. Nach dem Kaffee habn wir uns zu Fuss in den Naturpark aufgemacht. Zugegeben, der Strasse entlang war es ein bisschen heiss, aber die Anstrengung hat sich mehr als gelohnt. Der Naturpark ist in einem ehemaligen Salinengebiet und späterer Mülldeponie angelegt worden, von dem heute nur noch Fotos zeugen.

Good morning, my dears!

There are so many lovely coffee shops in Koper that we had a hard time to choose a favourite one. „Dehar“ opens every morning at seven, which is perfect for us early birds. We usually drink an espresso and a capuccion before we go out and about. Today we visited the natural park nearby. We went on foot along the road, which was a bit boring but very much worth it. I haven’t seen as many cars ready to be transported overseas in my life. Who is going to buy all these expensive cars, I wonder. Anyway, when we entered the park, we entered a completely different world. The park was built from 1992 until 2007 in an area where they used to extract salt from sea water in the old times, later the area was used as a waste deposit. These days nobody is allowed to set foot into the park and desturb the wild life.

Es kreucht und fleucht, trällert und quakt in aller Abgeschiedenheit; man kann nur durch Schlitze auf die Wasserlöcher, Tümpel, Feuchtwiesen und Inseln gucken. Der Weg ist von abwechslungsreichen Hecken gesäumt, die wohltuenden Schatten spenden, worüber wir, obwohl in der ersten Tageshälfte unterwegs, sehr froh waren. Immer wieder findte man Informationstafeln, die Vögel, Amphibien und Pflanzen erklären. Plattformen bieten eine schöne Sicht auf das ganze Naturschutzgebiet, das zwischen Hafenanalge, Parkplätzen und riesigen Gebäudekomplexen ein Refugium für Flora und Fauna bietet.

We followed the path listening to the bird song and quaking of frogs. There are windows where you can watch the many marsh birds, the Camargue horses and a specific species of cattle. If you want to know more about animals, flowers and other plants there are posters along the way.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Unglaublich! – Beyond Belief

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Nachdem ich zwei Tage hintereinander weniger als 8000 Schritte gemacht hatte, suchte ich eine Möglichkeit, heute die gewünschte Schrittzahl zu erreichen. Und nachdem ich gestern und heute eine ellenlange To-Do-Liste abgetragen hatte, suchte ich eine Möglichkeit, mich zu belohnen. Weil es im Haus keinen Kaffeerahm mehr gibt, suchte ich eine Möglichkeit, einen Kaffee Crème geniessen zu können. Ich ging also zu Fuss in die Bäckerei im Ort, kaufte einen Sonntagszopf und bestelle mir Kaffee und einen Coupe mit Vanilleglacé und Erdbeeren in die Gartenbeiz. Der Kaffee kam stantepede, der Eisbecher ein bisschen später. Während ich ein SMS schrieb, wurde es dunkel über mir, etwas Grosses streifte mein Haar, der schöne Coupe fiel auf den Tisch und ich sah gefiederte Flügel und einen gezackten Federschwanz vor mir in den Himmel steigen. Ein Milan hatte mir das Herzgueztli gestohlen, es dann aber gleich fallengelassen. Ich rämte Glacé und Beeren wieder in den Glaskelch, klaubte das zerbrochene Herz vom Boden auf und genoss den Dessert in vollen Zügen. Was für ein Abenteuer. Beschwingten Schrittes lief ich anschliessend nach Hause.

After having all the chores done and being short of about 6500 steps, I went to the bakery nearby on foot this afternoon to have a cup of coffee with cream in it (no cream in the house) and a rewarding cup of ice cream with strawberries (I deserved it, right?). Although the temperatures weren’t really warm, I sat outside enjoying the peaceful surrounding of a small village on a quite Saturday afternoon and waiting for the ice cream. A blackbird was singing on the tree …

I got my beautiful ice cream, (as you can see in the picture above) but wanted to finish the text message to a friend first, when suddenly there was something dark over me touching my hair. I heard a noise, saw the ice cream falling over and a huge bird flying away into the sky. I realised that a red kite had picked up the heart-shaped cookie from the top of the ice cream. What an adventure! Can you believe it?

I put the ice cream, the strawberries and the cream back into the bowl. The cookie, broken into three pieces, wasn’t far away either. I enjoyed every bit of the delicacy. Then I went home and couldn’t wait to tell this story.

Freude – Samstags 20 * 22 – Joy

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Heute macht mir alles Freude. Aus aktuellem Anlass. 🙂 Was bleibt mir anderes übrig, um die Herausforderungen zu meistern?

Viel Glück euch allen!

Today is going to be a joyful day. What else I am supposed to do in order to face the challenges?

Good luck!

Verlinkt mit Andrea Karminrot

Auf zwei Hochzeiten tanzen – Pedicure Eventually

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Mit meinen Fingernägeln konnte und kann ich nicht trumpfen. Immer ist da irgendwie Dreck unter den Nägeln, im Winter von der Holzheizung, im Sommer von der Gartenarbeit. Zudem trocknet die Erde meine Hände aus. Mehr Aufmerksamkeit schenke ich deshalb meinen Füssen. Sie arbeiten ja auch ganz kräfig und tragen mich durch die Tage und durch den Wahnsinn der Zeit. Nach der Pedicure bei der Nachbarin fühle ich mich jung und frisch. Jetzt wo der Sommer kommt, kann ich meine Füsse herzeigen, obwohl auch sie werden von der Gartenarbeit schmutzig. Egal! Ein Fussbad wird das wieder, bevor ich heute Abend an eine Geburtstagsfeier und etwas später zum Nachtessen anlässlich des letztjährigen Dorffestes gehe. Mit schönen Füssen auf zwei Hochzeiten tanzen also.

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch!

There are two invitations tonight and I thought it was perfect to have my feet done eventually. There is no need during winter, and it is also very dificult to make an arrangement because I hardly see my neighbour who does feet.

As she likes the nails being long and the feet very ugly (the pedicure should make the biggest difference), any time I must cut the toe nails immediately I have to wait four more weeks to a possible appointment, which could well turn into six or seven weeks and then I must cut the toe nails immediately myself. And so on. But now being outside more often, we happend to be at the same place at the same time. You can see the result in the picture.

Have a nice Sunday!

verlinkt mit Andrea Karminrot