Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Samstags in Mailand aufwachen – Woken by the first plane

Standard

Capucino in Bergamo

Wer würde vermuten, dass es des Nachts in Mailand so ruhig ist? Aber um 6.45 hat uns das erste Flugzeug mit Zielflughafen Linate aus den Federn geschüttelt.

Letzte Woche machten wir eine kleine Reise. Zuerst gings durch die Zentralschweiz ins Berner Oberland. Dann durch den Lötschberg ins Wallis. Danach über den Simplon nach Italien und weiter nach Genua. Von dort machten wir einen Abstecher nach Bergamo, wo es unter den Kastanienbäumen kräftig nach Herbst riecht, auch wenn die Temperaturen eher sommerlich sind. Am späten Nachmittag standen wir schon vor dem Mailänder Dom. Es ist keine gute Idde, ein Sackmesser dabei zu haben, wenn man den Dom von innen sehen möchte. Dafür wurden wir mit einem schönen Spaziergang durchs Castello, den Park, entland des Kanals entschädigt. Wir kamen auch in den Genuss der Metro.

Hallooooooo in Brienz, Berner Oberland.

Heute fahren wir über den Gotthard an der Teufelsbrücke und dem Suwarow Denkmal vorbei mit einem Halt bei der Tellsplatte nach Hause zurück. Aber erst mal Espresso.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

We made a little trip to Genova, Italy last week. We saw the Swiss mountains, crossed the Alps. Actually we found summer in Italy. Thursday was very rainy but still warm.

We had a nice time.

Yesterday we reached Milano, the metropole of fashion. I’ve never been in this North Italian city except for Milano Centrale, the main station. Therefore, I was very impressed by the splendor of the Dome. Don’t bring your Swiss army knife with you if you would like to go inside.

Il duomo di Milano. At least a part of the front.

Advertisements

Samstags: Was ist denn eigentlich das Problem? – What’s The Problem?

Standard

RingelsockenGranit

Der erste Tag der Herbstferien, womit der Sommer nun tatsächlich zu Ende gegangen sein dürfte. Obwohl auch gestern wieder ein so wunderschöner Tag war und in mir die Frage aufstieg, ob es vielleicht doch möglicherweise dieses Jahr nicht Winter wird?

Vor dem Winter, den dunklen, kurzen Tagen habe ich jeden Herbst eine Heidenangst, die ich rational gar nicht erklären kann. Wieso sollte ich den Winter nicht überleben? Wir leben im 21. Jahrhundert, in einem der sichersten Länder der Welt. Wir haben Zentralheizung und tonnenweise Brennholz im Haus. Ich kann mir jederzeit noch einen zusätzlichen Winterpullover, eine Jacke, dicke Stiefel kaufen. Es gibt genügend kalorienreiches Essen, um die Körpertemperatur bei 36.5 Grad zu halten. Und wenn ich erst mal fünf Kilometer in meinem Auto gefahren bin, wird es auch bei Minustemperaturen leicht wärmer. Und tatsächlich scheint auch im Winter immer mal wieder die Sonne, ist der Nebel der 80er und 90er Jahre Geschichte. Was ist denn eigentlich das Problem?

Ich betreibe Symptombekämpfung, plane dem Überlebenskampf: Ringelsocken, ein interessanter, aber nicht zu dick bepackter Terminkalender. Höhepunkte, auf die ich mich freuen kann: ein Konzert, ein Essen mit den Arbeitskollegen. Eine entspannende Fusspflege (heute Nachmittag), nette Gesellschaft. Lachen. Nein, ich schiebe keine Depression.

Heute gibt’s also Sonne und bekömmliche Temperaturen zum Ferienanfang. Im Ofen brennt ein Feuer, der Kaffee schmeckt wunderbar. Wir bekommen Besuch und dürfen uns auf zwei interessante Wochen freuen.

Fall is here: Today is the first day of fall break. I don’t feel exhausted at all except that I’ve caught a cold. I’m glad that the sun shines, I’m happy that my socks are ready to wear. I’m very pleased how the new kitchen counter turned out. Yesterday the finishing touches were added: the glass wall behind the counter. I’ve chosen the perfect colour, a creamy white that matches the kitchen cabinets. 

So far so good. If only there wasn’t THE fear. I don’t feel good when the summer is over. I really have to fight winter. I know, there isn’t any explanation: We have central heating and tons of wood logs in the barn and at the neigbours‘ ready to be delivered if we needed more. The foggy days of the 80s and 90s are over, there have been lovely periods with sun in the last winters. I can buy a sweater or two if the temperatures would drop more than expected and make me freeze to the bone. Even my car gets warmer after five miles in action. I have many shawls to warm my neck. What’s the problem?

I’ve already packed my survival kit with happy socks, some highlights in my  social life, a massage now and then, a pedicure this afternoon to have a head start. And no, I am not depressed. 

I wish you all the best! Safe travels! 

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andreas Karminrot.

Samstags Feldspat, Quarz und Glimmer – A Piece of Earth History

Standard

Herbstgenuss

A lot has happened the last week. After the rain, it seems like nature would want to make up for the dry weeks and months we had. There is plenty of everything: mushrooms, walnuts, apples, pears and grapes. 

I also got a new counter top in the tiny kitchen. I cannot fathom the age of this granite. Do you know how Earth looked like 200 million years ago when this stone emerged from magma? It was the time of the giant continent Pangaea.  I now have a piece of Earth history in my kitchen. 

I teach German to some kids from other countries of Europe. Yesterday a girl told my what she loved about Switzerland. Nature, she said. Her eyes glowed when she told me that she drives to school by bike along the meadows. That it takes her two minutes to be in the forest. Obviously she’s visited some parts of the country and is amazed that she could see the mountains from any place. She also told me that she can’t believe that Swiss people take the beauty of the country for granted. So today my heart is full of admiration and gratefulness for the Earth. 

Sicher erinnert ihr euch an diesen Spruch aus dem Erdkundeunterricht. Granit besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer. Tatsächlich, wenn ich schräg in unsere neue Küchenabdeckung schaue, glitzern da kleine Einschlüsse. Letzten Montag wurde die Platte geliefert. Ich finde es unfassbar, dass der Stein mit dem schönen Namen Calanca (aus dem Tal mit dem selbigen Namen) ungefähr 200 Millionen Jahre alt ist. Weisst du, wie die Erde damals ausgesehen hat? Es war die Zeit des Riesenkontinents Pangäa. So gesehen, wäre auch ein Afrikanischer Granit ein lokales Produkt gewesen … 😉

Ich staune zur Zeit auch über den Segen, den die Natur hervor bringt. Unsere Wiesen rund um Oberheimen sind voller Champignons. Bei uns im Garten spriessen Schirmlinge aus dem Boden. Die Äpfel, Birnen, Nüsse und Trauben sind reif. Ich weiss gar nicht, wo ich mit der Verarbeitung der Ernte anfangen soll: Traubensaft und -gelee, Apfelmus und Birnschnitze. Die Nüsse muss ich nur zusammenlesen und zum Trocknen auslegen. Dabei wollte ich doch heute endlich meine Gartenbeete parat machen: hacken, mulchen, bepflanzen. Ich habe eine laaaaaaaange Liste gemacht und fühle mich fit, sie auch zu bodigen.

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Samstags ist Erntetag – Bananas, Apples, Pears and Prunes

Standard

BananenkaffeeGestern war offensichtlich ein strenger Tag, denn um 17 Uhr hat mich eine Migräne ins Bett im abgedunkelten Schlafzimmer gezwungen. Nach 12 Stunden Ruhe, was in Oberheimen sehr gut funktioniert, bin ich heute früh, wenn auch noch ein bisschen wobbelig, wieder auf den Beinen und starte den Tag mit einem dicken Bananenshake. Oh ja, die Nächte werden länger. Die Tage beginnen merklich später.

Ein Glück, dass der ziemlich leere Kühlschrank noch eine angefangen Packung Milch enthält. Bananen kriege ich von Nachbars umsonst, weil ihnen der Dorfladen im nächsten Ort überreife und unverkäufliche Gemüse und Früchte zum Abholen bereit stellt, wovon hier das ganze Dörfli profitiert.  Mir scheint, es klappt im Laden gerade mit der Bananenkalkulation nicht so prächtig.

Banana shake made from scratch with more than ripe bananas which our neighbours get from the store in the next village. The fruits can’t be sold anymore and would be thrown away. As there is more than the neighbours can use themselves, they share. I think it’s hard to calculate the craving of the costumers at the moment because I get bananas to bake and cook and shake what ever I like

Bananenäpfel

Überhaupt bringt der frühe Herbst allerlei Früchte hervor. Äpfel und Birnen von den eigenen Bäumen, Zwetschgen von der Hofgemeinschaft einen Kilometer entfernt. Da fahre ich heute noch hin und pflücke mir ein paar Kilogramm zum Dörren und Einfrieren.

The harvest has begun. We have pears and apples from our own orchard. Soon the grapes will be ready to be picked. Later this morning I’m picking prunes at the farm next door. I’m going to dry and freeze them. 

Aber erst mal Bananenmilch und Kaffee, damit die Lebenssäfte wieder in Schwung kommen.

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea.

 

 

 

Samstags gibt es kein Zurück – Is It Fall Already?

Standard

Wolljackegrau

Gestern hat der Regen eingesetzt und bis jetzt nicht aufgehört. Des nachts habe ich immer mal wieder sein leises Rauschen gehört. So schön, wenn man im frisch bezogenen Bett im Trockenen liegen darf. Heute morgen sieht meine Welt wie frisch geduscht aus. Auch schön.

Mit dem Regen ist das Gefühl von Herbst gekommen, für den ich eigentlich nie parat bin – nicht mal für das Gefühl -, obwohl ich das Schöne jeder Jahreszeit sehen kann und sehen will. Nur …

Von natur aus sehr gschaffig, auch ein bisschen unter Strom, wenn ich nicht arbeite, tut mir die Sommerhitze einfach gut. Sie lässt mich locker werden, ein bisschen träge, entspannt meine Muskeln. Kaum sinkt das Thermometer unter 20 Grad, spüre ich, wie sich meine Haut anspannt, um die Wärme im Körper zu bewahren. Ich brauche Wollsocken, einen Schal, ein zweites Unterhemd, damit ich mich nicht verkrampfe.

Ein wärmende Jacke über der Schulter tut jetzt gut. Deshalb ist es Zeit, die angefangene Arbeit weiterzuführen. Auch wenn die Wetterprognose schon in Kürze wieder sonnige und wärmere Tage verspricht, hat heute der meteorologische Herbst begonnen. Es gibt kein Zurück.

Falls euch meine Tasse auch gefällt, hier habe ich sie gefunden. Sie hat mich zu einigen Gedanken angeregt.

After a long and wonderful summer, today we get a taste of fall for the first time. I’m never ready for it. I love the heat because it lets me loosen up. Now my skin is tight to keep the warmth inside of my body. I’m tense and have stiff fingers. However, I have to face it and make the best of it. Which I do. I may cook dinner on the wood stove …

I took out a hibernating – or is there an expression for sleeping during summer? – project that never has felt cozier. I’m drinking tea from a cup a found yesterday. It has made me think about me being me. 

I rise my cup

To Fall and Happiness!

 

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Samstags ein volles Programm – I’m busy

Standard

VerenaSocken

Guten Morgen, meine Lieben!

Heute habe ich leider keine Zeit zum Pläuschlen. Ich muss dringend dieses Geburtstagsgeschenk fertig stellen. Zum Glück ist es kühler geworden, da ist der Griff zur Wolle sowieso die richtige Entscheidung.

Good Morning, my Ladies!

I’m busy finishing this birthday present as tomorrow is the day. Regarding the weather, it’s time to put the socks on again. 

Verlinkt mit Samstagskaffee 34.18 bei Andrea in Berlin.

Update: 8:10

VerenaSocken2

Update 9:27

Update 10:07

VerenaSocken4

Update 12:41

VerenaSocken5

Samstags Wochenendgefühle – Ahhhhh, A Weekend Well Earned

Standard

KaffeemitRassel

Wochenende! Wohlverdient.

Die erste Schulwoche gestaltet sich ja immer besonders anstrengend, weil die Schüler, der Stundenplan, die Abläufe neu sind. Das Leben B hat wieder angefangen, was bedeutet, dass der Wecker klingelt, wenn es noch dunkel ist, dem ersten Kaffee kein zweiter folgen kann, die Tage durchgetaktet sind, nicht alles so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber es gibt auch viel Positives, denn (noch) macht mir die anspruchsvolle Arbeit mit den Jugendlichen vorwiegend Freude.

Am letzten Wochenende hatten wir eine kleine Besucherin. Auch deshalb geniesse ich dieses mit all seinen Versprechungen von Ruhe und Erholung sehr.

Im Bildhintergund kann man den von mir aufgepeppten Triptrap von tutti.ch sehen. Alles in allem 30 Franken für den Stuhl und den Gurt, zwei Stunden Arbeit für das Pölsterli. Ja, die Kleine sitzt und isst Zwieback. Nie lernt der Mensch mehr als in den ersten drei Jahren seines Lebens. Ich bin fasziniert.

I’m back in school and glad the first week of the new year went so well. However, this weekend feels well earned. Last weekend our granddaughter was visiting. She sits and eats bread crusts. I’m fascinated how much she has been learning in her short life. Can you see the high chair in the background? I got it second hand for a song as well as the belt, added two hours of work and it looks very me and unique. 🙂 

Happy Weekend!

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot. Samstagsplausch 33.18