Archiv der Kategorie: Samstagskaffee

Gallina – Samstags mit den Hühnern ins Bett – Don’t Forget to Close the Chicken Coop

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Die Redewendung „mit den Hühnern ins Bett“ passt meistens sehr gut zu mir. Meistens, aber in diesen diesen laaaangen Tagen nicht. Da gehe ich liebend gerne noch vor dem Federvieh in die Heia.

Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass es auf dem Lande den einen oder anderen Räuber gibt, der die ruhigen, aber noch hellen Abendstunden für Erkundungsgänge nutzt , um dann in den ruhigen, schon wieder hellen Stunden brutal zuzubeissen.

Vor zwei Jahren haben wir unseren Hühnerhof einbruchsicher gemacht. Damit die Tierchen aber noch ein bisschen mehr Freiheit haben, geht es durch ein schmales Törchen in einen angrenzenden Auslauf. Durch dieses Törchen könnte ein hungriger Marder ganz schnell zu seinem Frühstück gelangen.

An dieses traurige Erlebnis musste ich heute Morgen noch in den Federn denken. Mein erster Gang war deshalb an die Nähmaschine. Das Stoffhuhn soll uns beim zu Bette Gehen daran erinnern, den Feller runter zu lassen, weshalb es seine Tage im verdunkelten Schlafzimmer verbringt.

Huhn

I needed a reminder that I wouldn’t forget to close the chicken coop at night. The early morning hours are the most dangerous for a defenceless chick. The sun rises these days when everybody in our tiny village is still asleep, except my chickens and the predator from the woods. 

I had to think of what had happened two years ago and got straight to the sewing machine this morning, some fabric scraps in my hand. 

Gallina stays in bed all day. 

For me it’s time to get dressed. 🙂

 

Verlinkt mit Samstagsplausch 24.18 bei Andrea Karminrot.

 

 

 

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Samstags in den Büschen – In the Jungle

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Schneiden

It’s amazing. With the increase of sunny hours in the day, our garden turns into a jungle. It would take three years and we couldn’t leave and entre the house. There are black berries attacking from the east, stinging nettles from the north and south and wild roses from the west. Also the trees need some pruning. 

That’s why I am clear cutting around the house. Sort of. It’s a real pleasure these sunny days. 

Die Natur holt sich ihren Raum zurück. Wäre ich nicht von Zeit zu Zeit mit der Gartenschere unterwegs, wären wir bald eingewachsen. Von Westen greifen die Heckenrosen an, von Osten die Brombeeren, der Wein. Von Süden und Norden die Brennnesseln. Auch die Bäume machen sich breit und breiter. Ich rechne mit drei Jahren, bis  unser Haus unter einem grünen Pflanzenteppich begraben wäre.

Wir wollen es ja nicht so weit kommen lassen, weshalb man mich dieses Wochenende draussen sieht. Uhu. Ums Huus ume. In den Büschen. Bei diesem Wetterchen ist das eine wahre Freude.

Und hier noch ein Link, weil ich so grosse Freude habe. 🙂

Und ihr so?

 

Haus

The cat is watching me. 

 

Verlinkt mit Andreas Samstagsplausch 23.18.

 

 

 

Samstags im Rosenrausch – When the Roses Bloom

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Rosenkaffee

The sun is as bright as can be after the rain last night. I love these early Saturday morning hours. The roses are in bloom, which happens only once in a summer. I’m so glad the hail two days ago didn’t do any harm to them. Therefore it’s essential to pay attention with an open heart. However, my to-do-list is unbearable long. It’s time to get to work it off. I don’t want to feel guilty every time I see the mess in my studio. It’s high time to declutter! There will be time to sit and enjoy later in the day. I may even sew a bit … 

Have a nice weekend!

Wie ich es liebe, wenn am Abend Regen fällt, vielleicht sogar ein Gewitter losbricht und dann am nächsten Morgen die Sonne scheint. Wie ich diese Zeit liebe, wenn ich beim Schlafengehen die Gewissheit haben darf, dass morgen wieder schönes Wetter ist.

Tatsächlich! Heute Morgen scheint mir die Sonne in die Kaffeetasse und im Garten leuchten die Rosen im Licht. Ahhhhh! Ein Glück, dass der Hagel vorgestern sie nicht zerschlagen hat. Die Natur ist heute frisch geduscht und strahlt noch schöner als üblich. Und über allem liegt die Oberheimer Ruhe, die mir so gut tut. Ich atme tief ein und aus.

Genug geschwelgt jetzt. Es ist Zeit, alle halbfertigen Arbeiten zu erledigen. Meine To-Do-Liste ist beträchtlich angewachsen. Mein Arbeitsplatz soll heute Abend wunderbar aufgeräumt sein. Ich will endlich wieder ohne schlechtes Gefühl in mein Arbeitszimmer treten können. Es ist Zeit, wieder einmal  ein paar störende Dinge zu entsorgen! (die Liste wird laufend angepasst), weil ich an meinem freien Nachmittag lieber genäht, als entrümplet habe. Das musste sein.

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Samstags in der Gartenbeiz – Let’s Have Some Ice Cream Under the Trees

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Eine der schönsten Gartenbeizen in der Schweiz liegt fast vor unserer Haustür.

There is no expression in English for Gartenbeiz. But if you have a look at the photograph you will understand. It’s one of my favourite places. 

Riethüsli

Übrigens ist auch die Gaststube ein Bijou. Im Winter kann man sich zudem an den warmen Kachelofen lehnen. Aber heute beim schönsten Sommerwetter haben wir unsere Glacé selbstverständlich unter den Buchen genossen.

Being in this beautiful gartenbeiz and having some ice cream makes summer perfect. However, also the interior of this restaurant is lovely. 

Riethüsli-3

Also wenn ihr mal im Land seid, klopft bei uns an und wir führen euch ins Riethüsli.

If you visit us, we will bring you there. 

Da wo der Sommer am schönsten ist!

 

 

Verlinkt mit Samstagsplausch.

Samstags zurück – Nadia opened her home and heart

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Rom hat mir sehr gut gefallen. Wir hatten eine super nette Gastmutter und fühlten uns sehr willkommen in ihrer Wohnung.

Auch die Schule, in der wir einen Italienischkurs gebucht hatten und jeden Morgen zusammen mit Menschen aus allen Teilen der Welt die Schulbank drückten, war perfekt. Ich kann sagen, dass ich einiges gelernt habe und mein Gestammel ein bisschen koherenter geworden ist. Immerhin kann ich ab und zu einen Ausdruck wie ma certo! oder e poí platzieren.

Jedenfalls sind wir wieder in der Schweiz. Das merkt man daran, dass ein hässlicher Kaffee 4.60 kostet, den eine freundliche Bahnangestellte bringt, die sich den selber nicht leisten könnte.

Rom hat übrigens den besten Kaffee. Dieser ist nur ein Beispiel.

I’m back in Switzerland, actually in The NEAT tunnel. Here my advice: Never drink coffee in the first hour you are in Switzerland. Get used to the prices first.

Rome was great. I’ll go there again as my Italian needs improving although I’ve made some progress.

We enjoyed being students and experiencing the city life. We were walking for hours along Roman buildings (what’s left of them). We stayed with a lovely lady who opened her home and heart for us. Hopefully, I will meet her again.

 

Verlinkt mit Karminrot am Samstag.

Samstags Dona nobis pacem – Gib uns Frieden – Sind wir verrückt geworden?

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Friedenstaube

Dona nobis pacem! Gib uns Frieden! kommt mir in den Sinn, und grundsätzlich diese Art des Betens, die das Bitten einschliesst und uns Menschen davon befreit, etwas zu tun, um das zu bekommen oder zu bewahren, was wir uns wünschen.

Wir bitten für alles Mögliche, Kleines und Grosses: Heile meine liebe Oma. Mach, dass ich eine gute Prüfung schreibe. Gib uns unser tägliches Brot. Mach, dass ich im Lotto gewinne. Bewahre mich vor Unglück. Hilf ihr durch die schwere Zeit. Mach, dass in Syrien Frieden ist.

Im Moment lehre ich gerade Reformation. Jan Hus, Martin Luther, Ulrich Zwingli. Ich erkenne, aus welchen Motiven sie vor 500, 600 Jahren gehandelt haben; aus dem Wunsch nach Befreiung des Menschen aus Knechtschaft, nach Selbstbestimmung, aus dem Überdruss an hohlen Predigten einer korrupten Elite in einer Sprache, die die Menschen nicht verstanden. Fällt nur mir der Bezug zu heute auf? Luther lehrte, dass gute Taten zum Seelenheil führen. Na ja, erst Mal gab es Krieg. Und wie sagte Schiller? Die Geister, die ich rief … 

Ich rede mit meinen DaZ-Schülern, die so gerne die Weltkarte anschauen und mir zeigen, woher sie kommen, wo sie ihre Ferien verbracht haben. Kiew, Sewastopol, Budapest, Orid, Ancona, Kirkuk. Sie zeigen mir ihr Land, von dem sie träumen. Dona nobis pacem!

Frieden? Wirklich? Ich sehe nur Krieg und die Rechtfertigung des Kriegs. Täglich höre und lese ich, mehr oder weniger subtil, was die Bösen im Osten, die Verbrecher an der Menschlichkeit tun: Bomben werfen, Meinung unterdrücken, Frauen vergewaltigen, Giftgas einsetzen, Wahlen manipulieren, Menschen enteignen. Täglich lese und höre ich, was Politiker fordern und was in der Folge passiert: Noch mehr Nato-Truppen an der Ostgrenze, Sanktionen und Bomben gegen Länder, die unserem Bild von Staat nicht entsprechen, Aufstockung der Rüstungsausgaben. Stimmungsmache gegen Russland, ohne dessen Opfer der 2. Weltkrieg nicht zu Ende gegangen wäre. Die 29 Millionen toten Russen sind schon lange vergessen. Europäische Truppen in Kriegsgebieten. Wir müssen. Wir sind die Guten. Dona nobis pacem!

Sind wir verrückt geworden?

Frieden? Schon lange nicht mehr war Krieg so nah, und täglich wird in der Politik und in den Medien darauf hingearbeitete. Das nennt man Manipulation, vor der wir uns gefeit glaubten, denn wir haben das ja schon mal erlebt.

Und wahrlich ich sage euch: Eines Tages in nicht mehr allzu ferner Zukunft wird es ganz klar sein, warum der Westen zu den Waffen greift. Die Geister, die ich rief …. Dona nobis pacem!

Die Sonne geht auf über dem beschaulichen, friedlichen Oberheimen. Ich mache mir Gedanken zu allem und nichts: anstehende Geburtstage, die kommenden Tage in Rom, die momentane ungesunde Anhäufung von Arbeit in der Schule, die Exkursion nach Dachau ins ehemalige KZ nähe München, Krieg und Frieden.

Es gibt sie, die anderen Stimmen. Die Stimmen der Völkerverständigung, des Friedens. Überall auf der Welt, auch dort, wo uns weis gemacht wird, es gäbe sie nicht. Wir müssen hinhören.

Nein, nicht Gib uns Frieden.

Wir machen Frieden.

 

verlinkt mit: Samstagsplausch bei Andrea. Übrigens kann ich seit drei Wochen bei den blogger.com Blogs nicht mehr kommentieren. Geht euch das auch so? Weiss jemand, woran das liegt?

 

Samstags das Weite suchen – Go away, Mice!

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Mauser

Diese Sonne! Diese Wärme!  ich geniesse dieses Duo, auch wenn es von kalt zu warm ziemlich abrupt gewechselt hat. Ich geniess den Garten, den gemähten Rasen, die blühenden Bäume, die grasenden Kühe, den Duft des zertrampelten Grases. Ich geniesse den Frühling, der auch auf unseren luftigen Höhen Einzug gehalten hat. Meine Lebensgeister sind so viel munterer.

Although spring has sprung, there seem to be mice in the walls and floors of this old house of ours. Arrrrg! I hate to hear there sounds. Hey, mice, it’s spring outside. Go away! 

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Sogar Mauser ist endlich fertig geworden. Seine grüne Jacke ist ihm schon fast zu warm. Wohin nur mit ihm? Wir wollen ja nicht, dass ihn die Katzen erwischen. Hoffentlich flüstert er seinen Cousins in den Wänden und Böden zu, endlich das Weite zu suchen. Schliesslich ist draussen Frühling!

My energy level has risen remarkably due to the sun and warmth and blue sky. It’s so nice and easy to get up in the mornings and to do chores around the house in the evenings. I don’t feel like collapsing on the sofa when I come from school any longer. That’s why this guy has gotten a stuffed body and a shirt eventually. I hope he will have word with his cousins in the walls and floors and send them outside. 

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Have a nice weekend, Ladies!

 

 

verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea.