Archiv der Kategorie: Frieden/Peace

Danser encore – Ein Lied geht um die Welt

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En dehors au travail

tout sera interdit

marcher dans les rues

se distraire, chanter, danser.

George Orwell, 1984

Offenbar gibt es Menschen, die nicht einfach hinnehmen.

There are some who fight for freedom in a peaceful way.

Samstags 7B/2021 – Darf ich hoffen? – Is There Hope?

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Sind die schönen, sonnigen, Tage mit den Temperaturen um die 14 Grad eine Täuschung, oder kommt der Frühling tatsächlich? Schaue ich auf den phänologischen Kalender, hat tatsächlich der Vorfrühling begonnen? Darf ich hoffen? Hoffst du auch?

Der Hasel blüht in Nachbars Garten!

Der phänologische Kalender kennt 10 Jahreszeiten: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst und Winter. Die Blüte, Fruchtreife, Blattfärbung oder der Blattabwurf von bestimmten Pflanzenarten – sogenannte Zeigerpflanzen – markieren jeweils den Beginn einer neuen Jahresphase.

Sind die Zeichen aus der Politik, wenn noch nicht der volle Frühling (Frühling 2020), vielleicht der Vorfrühling? Darf ich hoffen?

 

Es ist einfacher,

jemanden zu täuschen als ihn zu überzeugen,

dass er getäuscht wurde.

 

 

Is there hope that spring is in the air? According to the phenological calendar blooming hazel is a sign of early spring. The phenological calendar consists of 10 seasons: early spring, mid spring, late spring, early summer, mid summer, late summer, early autumn, mid autumn, late autumn and winter. The flowering, fruit ripening, leaf coloring or leaf fall of certain plant species – so-called indicator plants – mark the beginning of a new phase of the year.

 

However, let’s not be fooled. We are in mid February, and the astrological calender says that spring begins on March 21. But there are other signs of spring as well in my garden.

Is there hope considering politics? Are the changes I can see and feel a sign of hope that democracy will be restored, the tyranny of the federal government overcome? I really hope the women and men in charge are no chickens (sorry, chickens!).

 

It’s easier to fool people than to convince them

that they have been fooled.

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.

 

 

 

 


The 17 Sustainable Goals – 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

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Hast du dieses Symbol schon einmal gesehen? Mir ist es gestern zum ersten Mal begegnet, und ich habe es spontan geschenkt bekommen. Dieser Anstecker weist auf die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hin. Vielleicht fällt dir auf, dass ein Segment fehlt? Es ist das Ziel Nummer 8, das dauerhaftes Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Menschen fordert.

Gegen menschenwürdige Arbeit und ein Recht auf Arbeit ist nichts einzuwenden. Immerwährendes Wachstum der Wirtschaft aber kann nur auf Kosten der Ressourcen gehen, und wie uns jedes Jahr gesagt wird, ist bereits im August jedes Jahres aufgebraucht, was die Menschheit pro Jahr verbrauchen darf, damit auch für unsere Kinder und Kindeskinder genügend übrig bleibt. Auch das wissen wir bereits, dass nämlich nicht alle Menschen dieser Erde Zuvielverbraucher sind.

Also meine Frage: Wohin willst du gehen? Wie soll die Welt aussehen? Was ist deine Vision?

Libertée, Egalitée, Fraternitée. Ich wünsche mir eine vielfältige Welt, in der vielfältige Meinungen akzeptiert sind, vielfältige Lebensformen einen Platz haben, sich die Menschen mit Respekt begegnen und keiner über dem anderen steht, keiner den anderen ausbeutet. Das ist viel Arbeit, packen wir sie an?

Hier der Link zu den Goals der UNO: https://sdgs.un.org/goals

Hier den Link der Agenda 2030 der Schweiz: https://www.eda.admin.ch/agenda2030/de/home/agenda-2030/die-17-ziele-fuer-eine-nachhaltige-entwicklung.html

Have you seen this symbol before? I saw it yesterday for the first time. It’s the symbol of the 2030 Agenda for sustainable development of the United Nations? Have you  heard of it? Here is the link: https://sdgs.un.org/goals

You may notice that there is one segment missing in the pin. It’s goal number 8 that inculdes sustained, inclusive, sustainbale economic growth, full and productive employment and decent work for all. 

I totally agree with productive emplyment and decent work for all. There shouldn’t anyone anywhere be exploited by others. Everybody should earn enough money to have a decent life. However, there must be an end to growth because mother earth is exploited. There is an end to all resources. We know that not all people take too much.

You may have a look here: https://data.footprintnetwork.org/#/

Where do you want to go? How should the earth, the world look like? What’s your vision?

Libertée, égalitée, fraternitée. I wish the world was diverse in any aspect, society and opinion. I wish people were curious and open to others, they got to know others in order not to be afraid of them. I can see a world of justice, freedom and peace. I know it’s a lot of work. Are we in?

Once Upon a Time – Es war einmal

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Ich erinnere mich gut an die Zeit, als man zu Geburtstagsfeiern, Hauseinweihnungsfestchen, Hochzeiten und anderen Gelegeheiten eingeladen wurde. Je nach Platz und Umstände wurden mehr oder weniger, oft auch ganz viele Leute eingeladen. Es war üblich, in einem Laden im Ort ein Geschenk zu besorgen, über das man sich vorher den Kopf zerbrochen hatte.

Liegt das wirklich erst ein Jahr zurück? Nun, es ist noch erlaubt, dass sich fünf Menschen aus zwei Haushaltungen treffen. Eine kleine Runde, deshalb auch ein kleines Mitbringsel aus Dingen, die man glücklicherweise zu Hause hat.

Nicht weniger von Herzen! Danke für die Einladung!

Once upon a time, people invited other people. They wanted to celebrate a birthday, a graduatation, a baptisme. We used to greet and say hello, and although I am not a big kisser, we kissed and hugged occasionally. We were not afraid to meet people we didn’t know (didn’t know how many people they had met before). The more the merrier.  We chatted, we laughed, we used to sit tight on sofas or around too small tabels. Do you remember those innocent and untroubled times? We thought this was normal.

We bought a little present in a local shop and had a coffee later to make the trip into town worthwhile.

Has it been just one year? Now we are allowed to meet with five people from two different households, and I’ve put together a present with things that are in the house.

Thank you for the invitation!

Verlinkt mit der Party bei Lila-Laune-Träume zum Thema Verpackungen.

Samstags 2/2021 – Aber bitte mit Sahne! – Can you be fooled?

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Heute gibt’s den ersten Kaffee mit Sahne, was dem Leben die Kanten nimmt, nicht wahr? – Nein, nicht wahr. Das Leben ist immer noch das gleiche, nur der Kaffee schmeckt mir ein bisschen besser. Und übrigens ist das Bild ein Fake: es ist kein Schlag-, sondern Sojarahm. Aber lies doch selber, wenn du magst. 😉
Am letzten Montag dachte ich noch, dass diese Woche wohl sehr anstrengend werden würde, weil die erste Woche nach den Ferien immer arbeitsreich reich ist und ich doch von zwei Wochen angeschlagen und krank ziemlich auf den Stümpen war. Nun, die Woche war anstrengend, aber schwups, ist sie doch schon vorbei. Es war eine gute Woche, so dass ich in meinen Kalender einen lachenden Smiley zeichne.
🙂
Am Ende des Jahre kann ich dann Smileys zählen und habe einen aussagekräftigen Rückblick.
Nein, ich schaffe es nicht, die rosa Brille aufzusetzen, dazu bin ich zu sehr Realistin. Genauswenig wie ich in der Wäsche Weichspüler verwende, halte ich nichts von Euphemismen und weissen Lügen. Ich habe gerne die harte Wahrheit, denn sie kommt früher oder später sowieso ans Licht. Ich mag es nicht, wenn man einen Teil der Geschichte auslässt, um selber in besserem Licht dazustehen oder gar die Tatsachen zu verdreht. Ich springe auch nicht auf den erst besten Zug auf, wenn es gilt zu handeln oder das Handlen anderer zu beurteilen. Ich habe gerne das ganze Bild, will auch die anderen Aspekte kennen, denn alles kann/muss man aus verschiedenen Blickwinklen betrachten. Ich kann sehen, wenn ein Bild nicht zum Text passt. Werden mir verschieden Sichten nicht geliefert, Fragen nicht beantwortet, denke ich mir meinen Teil und suche ich selber. Mein Vertrauen in die Regierungen, die Politiker und ihre Sprachrohre, die Massenmedien, ist seit März 2020 von 75 auf 0 Prozent geschwunden.
Wir erleben historische Zeiten und ich betrachte sie wie einen Film, einen sehr kreativen, immer wieder überraschenden, unglaublichen, verwirrenden, absurden Politthriller, aus dem ich nicht aussteigen kann. Der Preis wird horrend sein. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass ich noch auf einem Logenplatz sitze, was mich verpflichtet (so empfinde ich), für die anderen zu schauen und zu sorgen.
Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung, wie man in 20, 50 oder 100 Jahren über diese Zeit berichten und in der Schule lehren wird.
Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen
und das ganze Volk einen Teil der Zeit.
Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.
Abraham Linkcoln, Milwaukee Daily Journal, 29. Oktober 1886
I had a good week although I had been sure on Monday, this week would never end as I felt very low. However, the children could lift my spirits and I am more than happy to have a fullfilling job. It’s my plan to draw an emoji in my calender every week and hope to be able to draw a lot of happy faces.
I’m not the one, who wears pink glasses to brighten up what’s dark. I don’t like euphemisms and white lies to make my life to seem better than it is. I like the hard facts, the truth. I don’t think it is right to glorify ones actions or lie about things one has done. I deeply believe that every story has several aspects and I want to know them. If they are not told, I look for them. I see when the picture doesn’t match the story. I don’t give up when I do not get answers to my questions. And I do not blow into the same horn the mass media show me, before I haven’t thought about the story.
Anyway, I have lost trust (it has fallen from 75 percent in March to 0 percent in October) in the governments, the politicians and their megaphones, the mass media.
We experience historical times that I watch like a movie, a very creative, surprising, unbelievable, disturbing, political thriller. The price will be horrendous. I still watch it from the gallery though, but I know there are many less fortunate ones. I worry about them and look after them as far as I am able to.
I think I have a fairly clear view of what is coming and how people will look back (and teach in school) in 20, 50 or a 100 years.
You can fool some of the people all of the time,
and all of the people some of the time,
but you can not fool all of the people all of the time.
Abraham Linkcoln, Milwaukee Daily Journal, 29. Oktober 1886

Verlinkt mit Andreas Samstagsrunde .

Wovor hast du Angst? – Corona Discussion – What Are You Affraid of?

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Es gibt auf dieser Erde Menschen, die ab und zu etwas so Kluges sagen, dass sie mich weiterbringen. Letztens zwischen Kochtöpfen, Zwiebeln und Geschirrspüler hörte ich einem Gespräch zwischen Roger Bittel und Daniele Ganser zu, der zu gelingenden Diskussionen folgenden Tipp parat hat.

Bevor wir eine Diskussion zu Corona und allem Drumherum starten, sollen wir erstens klären, wovor wir Angst haben und wie gross diese Angst auf einer Skala von 1 bis 10 ist. Dann müssen wir abmachen, dass wir uns nicht gegenseitig beleidigen.

Es reicht, sich auf drei Ängste zu beschränken:

  • Die Angst vor dem Virus, Krankheit und gar Tod,
  • die Angst vor Jobverlust und Armut,
  • die Angst vor Freiheitsverlust und Diktatur.

Hinter dieser ersten Runde einer Diskussion steht die Idee, dass ich die Angst meines Gegenübers kennen muss, weil ich dann besser verstehen kann, warum die Person so und nicht anders reagiert. Man kann auch besser diskutieren, wenn man seine eigenen Ängste kennt.

Nun, meine Angst vor dem Virus, Krankheit und Tod ist eine 1. Ich habe keine Angst, weder für meine Angehörigen, noch für mich. Ich habe auch keine Angst, meinen Job zu verlieren. Angst habe ich allerdings vor dem Verlust der Freiheit und einer Diktatur.

Ihr könnt auch selber ausmalen, was passiert, wenn ein Mensch in Todesangst auf einen Menschen mit grosser Angst vor Diktatur trifft. Ist eine Diskussion da überhaupt zielführend? Ja, weil wir uns über unsere Ängst ausgetauscht haben und versuchen, einander zu verstehen. Vielleicht bekommen wir auch den einen oder anderen tröstlichen Gedanken mit auf den Weg. Wir sollen zusammenkommen und nicht auseinanderdriften. Wir sollen uns gegenseitig unterstützen und uns nicht nieder machen.

Mir hat es zum Beispiel sehr gut getan zu hören, dass Daniele Gansers Angst vor Diktatur eine 3 ist. Nur eine 3.

The other day, I listended to a podcast of a Swiss historian I admire for his patient and wise thoughts. He sais that we should

evaluate our fears before we start a discussion.

  • First there is the fear of the virus, sickness and death.
  • Second, the fear of losing the job due to the course of action regarding corona
  • and third, the fear of lost of freedom and dictatorship.

We should grade the fear from 1 to 10.

It is important to know about our own fears and the fears of the others in order to try to understand each other. I can understand better why a person acts or reacts like this or that.

I do not fear the virus and I am in the fortunate position not fear the loss of my job due to my profession and my age, my family situation. However, I fear the loss of freedom. There are so many erratic (to me) regulations without any legal ground that I fear the worst.

However, knowing about each other’s fears could bring us together. There may be comfort in talking about fears even if we do not agree on corona and everything that is affected. 

There is a second understanding: We respect each other. If we notice that there is no common ground on corona we do not have a conversation.

What do you think?

Do you find these thoughts as helpful as I do?

 

 

 

Samstags 20/45 im Nebel – Foggy Brain

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Die vergangene Woche war surreal. Ich kann es immer noch nicht fassen: In welcher Apokalypse sind wir hier gelandet? Das neblige Wetter passt. Die Welt ist in Watte gepackt, genau wie mein Kopf. Draussen schiebt sich eine Nebelfront zwischen mich und die Landschaft, drinnen ein Stück Stoff zwischen mich und die Jugendlichen. Während der Nebel zur Jahreszeit gehört und auch etwas Besinnliches hat, ist der Latz im Gesicht widernatürlich und eine Form der Gewalt. Was da passiert, ist heftig.

Ich versuche, meine Schülerinnen und Schüler vor dieser Menschenrechtsverletzung zu schützen. Wir gehen oft nach draussen, wo wir die Maske ausziehen dürfen; viele tragen sie trotzdem. Wir arbeiten mündlich, denn da ist Maske nicht Pflicht; viele tragen sie trotzdem. Wir verteilen uns im ganzen Schulhaus, damit wir Abstand halten können; viele tragen die Maske trotzdem.

Ich will da nicht mehr hin.

Hilfe!

I don’t want to go to school anymore! I can’t bear to look into the big eyes of my students who don’t take down their masks even if they could, for expample when we read aloud, sit far apart, work outside on the schoolyard. I don’t want to be the person who they think makes them wear a mask that deprives them of oxygen. I don’t want to be the person who doesn’t see their hurt, the torture. I think it’s massive, and there is no evidence that it will lead to anything other than health issues, like a sore throat, a cough, a headache, stomachache and depression. These are children, for God’s sake!

We talk a lot about how we feel. Is my brain foggy? Am I dizzy? Am I able to concentrate? Does my head hurt? Am I thirsty? Do I need a break? Hopefull, lots of students stay home.

I don’t want to go back there!

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.

„Der Welt den Rücken“ – My Island, My Paradise

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Mein Haus, mein Garten sind das Paradies. Deshalb setze ich mich wie jedes Jahr unter die Bäume und fädle einen Laubkranz auf. Ich dreh der Welt für einen ruhigen Moment den Rücken zu, versuche ganz im hier und jetzt zu sein. Auf meiner friedvollen Insel.

Nichts kümmert die Bäume, nichts die Vögel.

Me home, my garden are paradise. I’m sitting under the trees, making – leaf by leaf – a crown for my living-room table. I can hear the falling apples, falling leaves and the few birds above me. I try to be in the moment. I do not think of the crazy world farther away than my peaceful garden.