Archiv der Kategorie: Favourite Things

Samstags ein Bild aus Kaliningrad – Hasta Barista, Baby!

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Der Barista presst den Kaffee für den ersten Espresso des Tages in den Kolben.

Heute Samstag habe ich euch eine ganze Cafeteria mitgebracht. Nicht mehr als ein Smart, ist es bestimmt die kleinste der Welt. 🙂 Sie ist zum Zeitpunkt des Bildschusses idyllisch an einem See im Zentrum von Kaliningrad gelegen, wo Jogger, Geschäftsleute, Familien und Touristen vorbei kommen, jedoch allzeit an jedem beliebigen Ort mit Parkplatz Einsatz bereit.

Der Barista verdient zweimal fünf Sterne. Einmal für den perfekten Kaffeegenuss und einmal für die gute Idee.

Hasta Barista, Baby!

This is probably the tiniest coffee shop on the whole planet. Furthermore, it’s mobile. Very creative, don’t you think? 

Hasta_Barista

Um noch auf Andreas Frage zu antworten. Kreativ war ich in Kaliningrad nicht – mir war am Tag der Abreise so schlecht, dass ich unmöglich noch einen Knäuel Wolle und vier Bambus Stricknadeln zusammenpacken konnte -, habe aber immer Ausschau nach kreativen Ideen gehalten. Ein Beispiel habt ihr ja jetzt kennen gelernt.

Verlinkt mit Andrea Karminrot

 

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Samstags nach dem Ausflug – Saturday Morning after the Field Trip

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NewportMemory

Den heutigen Samstag lasse ich ruhig angehen, denn gestern war ich zur Abwechslung mal richtig laaaange unterwegs. Mit den Lehrerkolleginnen und der Behörde besuchten wir das Saurer Museum in Arbon. Ich bin zwar kein grosser Fan von Metall- und Ölgeruch, aber das Museum (mit Führung) ist grossartig. Es ist unglaublich, die über 100 Jahre alten Web- und Stickmaschinen im Einsatz zu sehen. Beeindruckend ist auch die Sammlung an alten Nutzfahrzeugen. Die Sauerer Nutzfahrzeuge wurden zwar 1987 von Iveco übernommen, jedoch  in der Textilmaschinen Branche ist Saurer heute weltweit noch immer vorne mit dabei.

My heart beats for textiles and went very fast last night at Saurer Arbon, where we visited the museum with the board and colleagues from school. I will show pictures soon. Usually not a fan of the smell of oil and metal, I was deeply impressed by the more than hundred years old machines. They are still in perfect condition. The parts look amazing considering the fact that the means were limited this long time ago. Hippolyt Saurer was one of the bright and innovative spirits of this well known family. Even today Saurer is a huge enterprise with worldwide connections and a workplace for many.  

We had two tour guides who told interesting stories and heart worming anecdotes.  

Hippolyt

Hier nur einer der findigen Köpfe der Saurer Dynastie, die 1853 mit einer Eisengiesserei für Haushaltwaren begonnen hat. 

Eigentlich hätte ich ja mein (im Vergleich bescheidenes) neustes Design gestern fertig stellen wollen, aber die Zeit war einfach zu knapp. Jetzt fehlen nach dem Grün noch eine Reihe schwarz und eine Reihe orange.

Tja, ich habe einfach gerne Farben. Die putzen nämlich jeden noch so grauen Winterpullover heraus, wärmen an kalten Herbstmorgen meine Schulter und schenken Energie für einen strengen Arbeitstag. Davon liegen gerade ein paar hinter mir.

Im Moment scheint zwar noch eine wunderbare Septembersonne, aber wir wissen, dass das Altweibersommerwetter manchmal nur allzu schnell vorbei ist. Für Regentage und andere Widerlichkeiten bin ich in Bälde gerüstet. Ich werde mehr Bilder zeigen und auch mit einer Beschreibung aufwarten.

Musterbuch

Ich merke gerade, dass ich viel zu wenig Bilder gemacht habe, um zu zeigen, was mich so tief beeindruckt hat. Aber ein paar mehr habe ich dann schon noch. 🙂

Mehr Samstagsgeschichten gibt es bei Karminrot.

 

Seine letzte Fahrt

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„Ich bin Sekundarlehrer. Sie können das gerne überprüfen. Ich werde bestimmt nicht davonlaufen.“

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Gestern hat sich ein Kollege mein Auto ausgeliehen, um Material für seine Hochbeete zu besorgen. Es gebe da genau das richtige Geschäft fürs Grobe, und mein Auto, für den Abbruch angemeldet, sei das perfekte Transportmittel. Ein bisschen Dreck, ein Kratzer mehr, darauf käme es doch auch nicht mehr an. Dem habe ich nicht widersprochen und eingewilligt, dass er derjenige sei, welcher mein altersmüdes Gefährt auf seiner letzten Reise leite.

Es hat auch fast alles geklappt. Fahrer und Auto konnten schon heimische Luft schnuppern, als es schwerst beladen dem Schweizer Zöllner mit den Lichtern direkt in die Nasenlöcher zündete. In seiner Gier habe er, mein Kollege, zusätzlich 600 Liter Rindenschnitzel erworben, da doch der Preis dafür lachhaft tief gewesen sei und die Ladefläche meines Fiat Doblos beeindruckend gross  ausgesehen habe.

Der Fall schien kompliziert, vielleicht sogar gefährlich zu sein, weshalb mein Kollege an der Landesgrenze wenden und sich beim Hauptzoll melden musste. Da hiess es dann erst Mal: „Aussteigen, bitte!“

Wagenpapiere und Fahrerlaubnis wollten die Beamten sehen, aber beides war nicht griffbereit, denn erstere waren zwecks geplantem Fahrzeugwechsel beim Garagisten meines Vertrauens deponiert, und der Fahrausweis steckte im Handschuhfach des Autos, das am Mittwochnachmittag unter meinem Nussbaum in Oberheimen stand.

Es nützte nichts, den Sachverhalt zu erklären, denn schliesslich sah der Kollege, ein Bär von einem Mann, unrasiert und nach dem Einkauf im Baumarkt total verschwitzt, aus wie ein potenzieller Hanfdealer. Mein Blumen geschmücktes und altersschwaches Auto hat das Image möglicherweise verstärkt.

„Ich bitte Sie!“, versuchte er die Zöllner zu beruhigen, die sichtlich nervös das Auto inspizierten. Der jüngere blieb als Wachhund am Ort des Geschehens, während der ältere ein paar Telefonate machte und derweil mit den jungen Berufskolleginnen schäkerte. Mein Kollege versuchte erneut, die Situation zu entspannen. „Was soll das? Ich bin Sekundarlehrer, die Besitzerin des Autos ist eine Arbeitskollegin. Ich werde bestimmt nicht davonlaufen.“

Schon bald äusserte sich der junge Beamte, in allen Ritzen eifrig nach illegaler Ware suchend, beeindruckt über die Ausmasse der Ladung im Verhältnis des Preises. „So viele Steine, soviel Material für 75 Euro sagen Sie?“ Und ob er sich denn den grünen Ausfuhrschein nicht abstempeln lassen wolle …

Es wurden, wen wundert’s, keine Drogen gefunden. Um ihr Gesicht zu wahren, so scheint es zumindest, einigten sich die Zollbeamten auf 85 Kilogramm Übergewicht und eine Geldstrafe. Holzschnitzel und Steine konnten dann aber doch noch an ihren Zielort befördert werden.

 

 

 

Samstags nach dem Frühlingsfrost – Wisteria finally in Bloom

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KaffeeGlycinie

Nun blüht sie doch noch, meine Glyzinie, die in den kalten Nächten Ende März jämmerlich erfroren ist. Die Blüten sind ein bisschen dünner als in den letzten Jahren, der Duft ist weniger intensiv.

Übrigens hat sich auch der Nussbaum erholt, macht aber keine Nüsse. Das ist nicht schlimm, ich habe noch Früchte von einem Vorjahr. Mit dieser Haltung liege ich voll in der Tradition, wie ich vor zwei Tagen im Radio gehört habe. Es wurde über Ulrich Gubler, Nusspapst oder Nussarchivar, aus dem thurgauischen Hörhausen berichtet. Er hat eine riesige Nussbaumschule, sammelt Sorten aus allen Ländern der Erde und hütet und bewahrt so den Genpool. Die Baunuss wurde nie im grossen Stil kultiviert, jedes Bauernhaus hatte schlicht einen Nussbaum vor dem Haus. Gab es Nüsse, war das gut, gab es keine, hatte man noch vom Vorjahr.

We had a terrible frost end of March, that almost killed wisteria, wallnut tree and vine on our property. Finally, the wisteria is in bloom, a bit thinner than last years but still beautiful. I like the fragrance that spreads around the house. Also the wallnut tree has recovered but bears no fruits. I don’t mind as I still have from past years. 

The end of summer break is in sight. There are still a few chores I have to do next week until I’m ready to say hello to the students: paperwork, lesson plans, provisions and last but not least mental preparation. 

Euch allen ein schönes Wochenende!

Enjoy the weekend!

Für die Samstagsleser: Hier ist der Link zu meinem Schuh-Abenteuer, wenn ihr gwunderig seid, wie die Schuhe herausgekommen sind.

Mehr Samstag gibt es bei Karminrot.

 

 

Nie ohne Hut – Not Without a Hat

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Strohhut

Mit dieser Bordüre wird mein Dutzendhut (made in Italy) einzigartig. Zudem gibt es eindeutig zu wenig Blümchen.

There are hundreds of identical straw hats. With a little border (vintage, haha!), this one is unique. What’s more, there are never enough flowers. 

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Heute also gemütlich auf dem Balkon, eine Tasse Kaffee und dazu ein kleines Projekt, das in Null Komma Nix zufrieden macht.

It’s Sunday afternoon. I’m sitting on the balcony drinking a cup of coffee and sewing. Pure satisfaction. 

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Und jetzt bin ich parat, den ganzen Tag im Freien zu verbringen. Nie ohne Hut!

I most definitely need a hat these days when I am outside all day long. Not without a hat!